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Apple-Chef Tim Cook im Interview: Tablets, Facebook, Fernseher, Siri und die Namensgebung von iPhone und iPad

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Apple-Chef Tim Cook war gestern auf der Technikkonferenz „D“ des Wall Street Journal zu Gast und ließ sich im Interview ein paar durch aus interessante Statements entlocken.

Beispielsweise auf die Frage, warum es vom iPhone oder iPad nicht wie beim iPod mehrere verschiedene Modelle gäbe, erfolgreich genug wären die Geräte ja.
Cook antwortet, dass Apples primäres Ziel sei, das beste Produkt herzustellen, und nicht ein Design für eine Produktgruppe oder dergleichen zu entwerfen. Sollten es sich ergeben, dass man mehrere Modelle auf den Markt bringen kann, umso besser. Aber ebenso, wie es die keine fixe Regel „Du sollst nur ein Produkt haben“ gäbe, habe man auch keinerlei Druck, mehrere Gerätevarianten zu konstruieren. Für Apple sei es ein großer Vorteil, mit iOS keine fragmentierte Produktpalette mit X Geräten betreuen zu müssen, wie es beispielsweise bei Android der Fall ist.

Cook stellt auch fest, dass er Tablets und Computer als grundsätzlich unterschiedliche Geräte ansieht. Man könne mit Tablets alles mögliche machen, darf ihnen aber nicht vorneweg gleich all den Ballast des klassischen PC-Markts aufbürden. Immer mehr Menschen würden ein Tablet dem PC vorziehen und dies würde den PC-Markt zweifellos beeinflussen. Aber beide Gerätekategorien seien noch nicht so gut wie sie eigentlich sein könnten.

Nach dem Verhältnis zu Facebook befragt, deutet Cook eine kommende Integration in iOS an. „Facebook hat Millionen von Kunden. Jeder mit einem iPhone oder iPad will es möglichst komfortabel nutzen können. Wartet ab.“

Auf Siri angesprochen, verspricht Cook eine imposante Weiterentwicklung. Bei Apple wären eine Menge Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt, in den kommenden Monaten dürfte man hier diverse Erweiterungen erwarten.

Im Rahmen des Interviews klärte der Apple-Chef auch umfassend über Apples Prinzipien bei der Benennung von Geräten auf. Das neue iPad hieße einfach „iPad“, weil sie es ja mit anderen Produktkategorien wie beispielsweise den iPods oder Macs ebenso machten. Ob iPod shuffle, MacBook Pro oder iMac, die neutrale Bezeichnung stehe stehst für das neueste Modell. Anders beim iPhone, hier mag die Tatsache, dass das Vorgängermodell weiter vertrieben wird, eine Rolle spielen. Die Zahlen-Buchstaben-Anhängsel helfen dem Kunden hier bei der Unterscheidung der Geräte. Beim „S“ des iPhone 4S habe Apple übrigens die Sprachassistentin Siri im Kopf gehabt, beim iPhone 3GS stand das „S“ dagegen für „Speed“.

Tim Cook wurde natürlich auch darauf angesprochen, ob Apple an einem Fernsehgerät arbeite, seine Antworten waren meist ausweichend, für interessant halten wir aber die in diesem Zusammenhang erwähnten allgemeinen Apple-Grundsätze bei der Suche nach neuen Tätigkeitsfeldern:
„Wir würden prüfen, ob wir die Schlüsseltechnologie kontrollieren und in diesem Bereich einen relevanten, sich deutlich von der Konkurrenz abhebenden positiven Beitrag bringen könnten. Sind wir in der Lage, genau das Produkt zu mache, dass wir alle wollen? Wir sehen uns bei diesen Überlegungen auch als Stellvertreter für alle anderen Nutzer.“

Abschließend noch Cooks Antwort auf die Frage nach dem wichtigsten Ratschlag, den er von Steve Jobs erhalten habe, als ihm die Führung von Apple übertragen wurde. Jobs sagte, niemand in der Firma solle nach seinem Tod jemals fragen, „was hätte Steve getan“. Jobs habe eine ähnliche Situation nach dem Tod von Walt Disney erlebt, als bei Disney alle nur dagesessen und überlegt hätte, was Walt in dieser Situation tun würde, anstatt die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Ein Protokoll des gesamten Interviews könnt ihr hier bei der amerikanischen Macworld nachlesen.

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30. Mai 2012 um 08:07 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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