Time veröffentlicht Videointerview
Apple-Chef John Ternus: Zehn Minuten über die Zukunft
Das „Time Magazine“ hat jetzt ein knapp zehnminütiges Videointerview mit Apples neuem CEO John Ternus veröffentlicht. Während der bereits in der vergangenen Woche online gegangene Magazinbeitrag die Entwicklung des faltbaren iPhone Duo beleuchtet, kommen im Video auch Apples KI-Pläne, Ternus Führungsstil und der Umgang mit Kindern am Bildschirm zur Sprache.
Apple-Chef John Ternus im Gespräch
Ternus hat den Chefposten im September von Tim Cook übernommen. Nach 25 Jahren bei Apple kennt er vor allem die Produktentwicklung. Auch als CEO will er sich weiter intensiv mit Designfragen beschäftigen. Designer und Ingenieure sollen technische und gestalterische Entscheidungen von Beginn an gemeinsam treffen, statt fertige Entwürfe lediglich an die Entwicklung weiterzureichen.
Produktentwicklung bleibt Chefsache
Auf die Frage nach seinen Gesprächen mit Tim Cook während der Übergabe erklärt Ternus, dass es dabei vor allem um Apples Zukunft gegangen sei. Selbst große Produktvorstellungen würden intern schnell abgehakt. Nach der Präsentation beginne unmittelbar die Arbeit an den nächsten Geräten und Funktionen.
Beim iPhone Duo macht Ternus deutlich, wie Apple über die Gestaltung neuer Produkte entscheidet. Technische Möglichkeiten allein seien kein ausreichender Grund, eine Funktion einzubauen. Entscheidend sei, ob sie die Bedienung tatsächlich verbessere. Die Abstimmung zwischen Hardwareentwicklung, Software und Design soll deshalb weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
Persönliche KI statt Technikvorführung
Einen größeren Teil des Videos widmet Time Apples KI-Strategie. Ternus betont, dass Nutzer nicht unbedingt erkennen müssten, ob hinter einer hilfreichen Funktion künstliche Intelligenz steckt. Wichtiger sei, dass sich Aufgaben einfacher erledigen lassen. Siri AI soll dafür persönliche Informationen auf dem iPhone nutzen können. Ternus unterstreicht den Datenschutz: Auch Apple selbst solle keinen Einblick in diese Daten erhalten.
Auf mögliche Risiken künstlicher Intelligenz angesprochen, verweist der Apple-Chef auf die Geschwindigkeit der Entwicklung. Welche Folgen neue Technologien haben, lasse sich nicht immer zuverlässig vorhersagen. Apple wolle sich deshalb auf Anwendungen konzentrieren, die Nutzern einen konkreten Vorteil bieten.
Zur Sprache kommt außerdem die Bildschirmzeit von Kindern. Ternus räumt ein, dass Apples bisherige Verwaltung dafür zwar brauchbar, aber nicht optimal gewesen sei. Die neuen Werkzeuge sollen Eltern die Kontrolle darüber erleichtern, welche Inhalte Kinder sehen, wie lange sie Geräte nutzen und mit wem sie kommunizieren.

Leider keinerlei Neuigkeiten, eher eine Werbeveranstaltung.
Womit hattest du jetzt gerechnet?
Da sitzt ein ziemlich sympathischer CEO und erklärt eigentlich nur positives… und trotzdem regen sich Leute auf. Verrückt.
Auf mich macht er einen vernünftigen Eindruck. Ich finde, dass er eine realistische Einschätzung der aktuellen Situation hat, und erwarte nach diesem Einblick in seinen Charakter eine solide Weiterentwicklung.
Daumen hoch!
Gut gesagt, 10/10.
Schade, dass nach wie vor nicht absehbar ist, ob wir jemals Siri AI bekommen werden.