Eingeständnisse zugesichert
App-Store-Regeln: Apple bekommt auch in Großbritannien Druck
Großbritannien ist zwar nicht mehr in der EU, das bedeutet jedoch nicht, dass Apple dort wie bisher weitermachen kann. Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) will die Bedingungen für App-Entwickler verändern und hat bereits umfangreiche Zugeständnisse von Apple und Google erreicht. Weitere Maßnahmen sollen im Jahresverlauf folgen.
Apple und Google werden in Großbritannien als Anbieter mit strategischer Marktbedeutung eingestuft, was mit dem sogenannten Torwächterstatus der EU vergleichbar ist. Seit Januar ist dort zudem ein neues Gesetz zur Regulierung digitaler Märkte gültig, das auch für eine Verbesserung der allgemeinen Wettbewerbsbedingungen sorgen soll. Die CMA hat jetzt erste Maßnahmen angekündigt, die voraussichtlich ab dem Frühjahr greifen.
Kernpunkt sind Änderungen bei den Abläufen in den App-Stores von Apple und Google. Diese stehen auch in anderen Ländern in der Kritik und haben dort teilweise ähnliche regulatorische Schritte ausgelöst. So habe man beispielsweise erreicht, dass Apple und Google Prüfverfahren für neue Apps transparenter gestalten werden. Entwickler sollen klarere Informationen darüber erhalten, wie lange Überprüfungen dauern, aus welchen Gründen Anwendungen abgelehnt werden und wie sie gegen Entscheidungen vorgehen können. Auch Änderungen an Richtlinien müssten künftig zügig kommuniziert werden.
Vorgaben zur Interoperabilität
Apple verpflichtet sich darüber hinaus, einen fairen, objektiven und zeitnahen Feedbackkanal für Anfragen zum interoperablen Zugriff auf Funktionen bereitzustellen und Transparenz hinsichtlich der Kriterien für die Prüfung solcher Anfragen zu gewährleisten. Entwickler sollen regelmäßig über den Status ihrer Anfragen und über die Einführung neuer interoperabler Funktionen informiert werden.
Vergleichbare Vorgaben gibt es mittlerweile auch in der Europäischen Union. Wenn sich Apple in weiteren Regionen entsprechend öffnen muss, schafft dies zusätzliche Anreize für externe Hersteller von Zubehör und Wearables. Im laufenden Jahr will die CMA einen verstärkten Fokus auf die Erweiterung der Möglichkeiten in diesem Bereich legen. Zudem seien auch Maßnahmen zur Öffnung der Apple Wallet geplant.
Die EU-Vorgaben zur Interoperabilität
Transparenz und Datenschutz
Zudem sollen die Kriterien für die Platzierung von Apps in den Stores nachvollziehbarer werden. Die CMA will sicherstellen, dass konkurrierende Anwendungen nicht benachteiligt würden. Beschwerden über Ranking-Entscheidungen müssten möglich sein.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Nutzung von Daten. Hier haben Apple und Google zugesichert, dass Daten von App-Anbietern nicht zur Entwicklung eigener konkurrierender Angebote verwendet werden. Die Anbieter wollen ihre internen Trennmechanismen offenlegen und Beschwerdewege für britische Entwickler einrichten.
Die Behörde will die Umsetzung überwachen und regelmäßig auch außerhalb Großbritanniens interessante Kennzahlen veröffentlichen. Dazu zählen unter anderem die Zahl eingereichter, genehmigter und abgelehnter Apps sowie die Dauer der Prüfungen.


Die Eingeständnisse klingen ehrlich gesagt so wie das was sie eh schon machen. Plus die Interoperabiloty Requests die sind wirklich neut.