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"doppelzüngiges Verhalten"

App-Store-Rechtsstreit: Apple wird Epic noch Jahre zappeln lassen

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Kurzer Reinholer für alle Anwender, die den Rechtsstreit zwischen Apple und dem Spiele-Anbieter Epic bislang nicht mit voller Aufmerksamkeit verfolgt haben: Epic störte sich an Apples Umsatzbeteiligung in Höhe von 30%, die auf In-App-Käufe des eigenen Erfolgstitels Fortnite fällig wurden und provozierte einen Eklat.

Epic In App Kauf

Versteckte Kaufoption heimlich aktiviert

Im Herbst 2020 aktivierte Epic innerhalb des eigenen Spiels eine bis dahin versteckte Kaufoption, die den In-App-Kauf an Apples System vorbei per Kreditkarte erlaubte. Absehbar tolerierte Apple den Alleingang Epics nicht, sondern entfernte die Fortnite-Applikation aus dem App Store und legte im August 2020 auch den Entwickler-Accounts Epics auf Eis.

Eine Reaktion die der Spiele-Anbieter antizipiert hatte und die Sperre aus Ausgangspunkt für eine Klage vor Gericht nutzte. Das viel beachtete Verfahren zog sich dann eine ganze Weile und förderte im Laufe der Verhandlungen etliche interne Apple-Dokumente und E-Mails zu Tage, die ein ernüchterndes Bild von Apples zeichneten.

Die Chefetage des iPhone-Konzern entschied sich etwa gegen die iMessage-Freigabe für andere Betriebssysteme, damit Eltern ihren Kindern keine günstigen Android-Geräte besorgen würden und diskutierte intern schon seit Jahr, ob die geforderte Umsatzbeteiligung von 30 Prozent nicht vielleicht zu hoch ausfalle.

Nach Monaten der Negativ-PR: Apple nachtragend

Die Negativ-PR änderte jedoch nichts am Urteil: Apple bekam in 9 von 10 verhandelten Punkten recht und kann im App Store erst mal weiter wie bislang wirtschaften. Kreditkarten-Alleingänge wie der von Epic müssen nicht toleriert werden.

Kurz: Epics kostspielige Wette ist nicht aufgegangen. Entsprechend hat der Spiele-Anbieter Apple jetzt um die Wiederaufnahme in den App Store und die Freigabe des eigenen Entwickler-Accounts gebeten. Eine Bitte, die Apple unter Verweis auf den Verfahrensausgang abgelehnt hat.



In Anbetracht des zweifelhaften, „doppelzüngigen Verhaltens“ des Spiele-Anbieters habe man vom eigenen Ermessensspielraum Gebrauch gemacht und werde die Wiederherstellung des Entwickler-Konto erst dann in Betracht ziehen, wenn das Urteil des Bezirksgerichtes rechtskräftig geworden ist. Dies dürfte vor 2025 eher nicht der Fall sein.

23. Sep 2021 um 08:53 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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