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WLAN kann einfach sein

AmpliFi Instant: Wir haben das neue Mesh-System vom Ubiquiti ausprobiert

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Mit AmpliFi Instant hat der Netzwerkausrüster Ubiquiti ein neues WLAN-Produkt für Heimanwender am Start. Das Mesh-System wird in wenigen Schritten per App eingerichtet und lässt sich für optimale WLAN-Abdeckung flexibel erweitern.

Zum Einstieg ist entweder der AmpliFi Instant Router alleine für 149 Euro oder ein Paket mit dem AmpliFi Instant Router und einem Mesh-Point für 269 Euro erhältlich. Letzteres bietet auch für größere Wohnungen und kleine Häuser ausreichend Abdeckung. Beide Pakete können bei Bedarf um weitere Einheiten erweitert werden, dafür kann man auch Komponenten aus anderen Ubiquiti-Systemen verwenden.

Amplifi Instant Set Packung

Warum Mesh?

Die Anforderungen an WLAN-Systeme haben sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Kabelgebundene Verbindungen sind mittlerweile die Ausnahme, dazu kommt, dass der heimischen Netzwerktechnik heute deutlich mehr Leistung abverlangt wird, als noch vor wenigen Jahren. Nicht nur die steigende Zahl der Mobilgeräte pro Haushalt, sondern insbesondere das rasante Wachstum im Smarthome-Bereich schrauben die Anforderungen deutlich nach oben. Viele der in der Vergangenheit und teils auch heute noch von den Providern ausgegebene Geräte zeigen sich mittlerweile überfordert.

Mesh-Systeme sind darauf ausgelegt, mittels mehrerer sogenannter Mesh-Points leistungsfähige flächendeckende WLAN-Netzwerke bereitzustellen, die auch mit einer großen Anzahl von Teilnehmern keine Probleme haben. Dabei wird die Leistung aller Komponenten unter einem Netzwerknamen (einer „SSID“) vereint und gewährleistet, dass die einzelnen im Netzwerk aktiven Geräte sich stets mit dem bestmöglichen Zugangspunkt verbinden.

Was schlüssig und einfach klingt, erfordert im Hintergrund nicht nur leistungsfähige Hardware, sondern auch entsprechend intelligente Software. Ubiquiti kommt hier die Erfahrung aus dem Pro-Segment zugute. Der Hersteller ist lange Zeit im Business-Bereich aktiv und hat sich mit der hier von uns vorgestellten UniFi-Produktlinie einen hervorragenden Namen gemacht. Als erstes Produkt für Heimanwender hat Ubiquiti dann zunächst AmpliFi HD auf den Markt gebracht, auf dem das neue System AmpliFi Instant aufbaut.

Unterschiede AmpliFi Instant und AmpliFi HD

AmpliFi Instant und AmpliFi HD unterscheiden sich zunächst einmal deutlich in ihrem Äußeren. Der größere Formfaktor des HD-Routers bietet nicht nur mehr Platz für den Bildschirm, auf der Rückseite finden sich auch vier Ethernet-Buchsen für den Anschluss von kabelgebundenen Netzwerkgeräten. AmpliFi Instant hat hier lediglich einen Anschluss. Beide Geräte verfügen zusätzlich über eine „WAN-Buchse“ zum Anschluss an den von eurem Provider gelieferten Router.

Amplifi Hd Vs Amplifi Instant

Die intern verbauten Antennen unterstützen beim HD-System mit 3×3 MIMO und maximalen WLAN-Geschwindigkeiten von 450 Mbps im 2,4 GHz Netz und 1300 Mbps bei 5 GHz und sind damit erstmal leistungsfähiger als AmpliFi Instant mit 2×2 MIMO und 300 bzw. 867 Mbps. Im privaten Bereich halte ich diese Werte allerdings für absolut ausreichend, wichtiger als die nackten Zahlen auf dem Papier ist am Ende das tatsächliche Zusammenspiel der Komponenten. Hier hält AmpliFi Instant die beim Schwestersystem nicht vorhandene Option bereit, die Meshpoints statt über WLAN auch mit einem Ethernet-Kabel zu verbinden. Dadurch lassen sich zusätzliche Leistungsgewinne erzielen.

Amplifi Instant Anschluesse

Der Meshpoint ist bei AmpliFi Instant äußerlich mit dem Router des Systems nahezu identisch, und verzichtet lediglich auf den kleinen Bildschirm und die WAN-Buchse. Die Stromversorgung der AmpliFi-Instant-Komponenten erfolgt über USB-C. Die passenden Netzteile und Kabel sind im Lieferumfang enthalten.

AmpliFi Instant ausgepackt und eingerichtet

AmpliFi Instant ist mit seiner Grundfläche von 9 x 9 Zentimetern und einer Höhe von 3 Zentimetern extrem kompakt. Der Router verfügt auf der Vorderseite über einen kleinen Bildschirm, der für die Anzeige von Statusinformationen oder auch als Uhr verwendet werden kann. Beide Komponenten haben einen rundumlaufenden LED-Rand, der durch Aufblinken ebenfalls Statusmeldungen signalisieren kann.

Amplifi Instant Update

Die Beleuchtung von Display und LED-Umrandung kann angepasst oder komplett abgestellt werden. Zudem lässt sich ein automatischer Nachtmodus einstellen.

Der Hersteller gibt an, dass sich das System innerhalb von zwei Minuten installieren lässt und behält damit auch grundsätzlich Recht. Einzig das „Ausdenken“ eines sicheren Passworts und längere Sync-Zeiten nach einem Neustart eures Internet-Routers könnten hier für Verzögerungen sorgen. Die Vorgabe, vor der Installation des Systems auch den vom Provider bereitgestellten Router auszuschalten, sollte für den reibungslosen Ablauf eingehalten werden.

Groessenvergleich Amplifi Instant Fritzbox

Ein Wort zum Netzwerknamen und Passwort: Damit nicht sämtliche vorhandenen Geräte neu eingebunden werden müssen, habe ich vor der Installation das alte WLAN-Netzwerk (in meinem Fall über eine FRITZ!Box) deaktiviert und AmpliFi Instant dann mit den gleichen Daten eingerichtet. Die Clients bemerken da in der Regel keinen Unterschied und ihr spart euch viel Aufwand. Wir setzen hier natürlich voraus, dass ihr auch schon für euer altes WLAN-Netzwerk ein ausreichend sicheres Passwort verwendet habt, ansonsten empfiehlt sich in der Tat ein kompletter Neustart.

Einfache Installation über die App

Die Installation des Systems erfolgt in nur wenigen Schritten mithilfe der App AmpliFi WiFi. Hier handelt es sich übrigens um die gleiche Anwendung, die auch zum Einrichten von AmpliFi HD benutzt wird. Die folgenden Anmerkungen gelten somit zu weiten Teilen auch für das ältere System.

Der AmpliFi-Router wird über ein Ethernet-Kabel mit dem vom Provider gestellten Router verbunden, anschließend müssen WLAN-Name und Passwort vergeben werden und das war es auch schon. Über diese Basisinstallation hinaus bietet die App allerdings noch vielseitige Konfigurationsmöglichkeiten, auf die wir hier näher eingehen wollen.

Amplifi Instant App Grundeinstellungen

Auf der Startseite zeigt die App in der Netzwerk-Übersicht den Status sämtlicher Komponenten sowie die Zahl der aktuell verbundenen Clients und den Traffic für Downloads und Uploads an. Durch Antippen der einzelnen Komponenten werden die spezifischen Einstellungen für diese Aufgerufen. Hier lässt sich auch die Helligkeit des LCD-Bildschirms und der LED-Umrandung an der Unterseite anpassen. Beides kann auch komplett deaktiviert werden, ein Nachtmodus erlaubt das Ausschalten des Bildschirms zu festgelegten Zeiten.

Für fortgeschrittene Anwender steht die Möglichkeit zur Verfügung, die Internet-Einstellungen manuell anzupassen oder beispielsweise auch Port-Weiterleitungen zu konfigurieren.

Der Meshpoint bietet in seinen Einstellungen zusätzlich eine Anzeige der Signalstärke zum Router, dies hilft auch bei der optimalen Positionierung des Geräts. Für exotische Anwendungszwecke besteht auch die Möglichkeit, den Meshpoint einen eigenen, zusätzlichen Netzwerknamen aussenden zu lassen.

Amplifi Instant App Meshpoint

Sämtliche Komponenten können über die App neu gestartet werden, ebenso lassen sich Firmware-Updates für die Geräte über die App installieren.

Unabhängig von der App können die wichtigsten Infos auch über den kleinen LCD-Bildschirm am Router abgerufen werden. Durch Wischen kann man hier die Anzeige umschalten und neben Uhrzeit und Datum auch den aktuellen Datendurchsatz, die Verbindungsgeschwindigkeit, die aktuelle IP-Adresse und die Zahl der aktuell verbundenen Geräte anzeigen lassen.

Gastnetze, Zugriffskontrolle und weitere App-Funktionen

Neben der Netzwerkübersicht bietet die App auch erweiterte Möglichkeiten zur Leistungskontrolle und Diagnose. So steht eine grafische Live-Anzeige des aktuellen Datendurchsatzes zur Verfügung, ebenso ist die Gesamtmenge der übertragenen Daten ab Installation des Systems bzw. seit dem letzten Zurücksetzen der Statistik verfügbar. Ein integrierter Provider-Test informiert über Datentransfer- und Ping-Raten der Internetverbindung. Bei der Fehlersuche unterstützt eine integrierte Diagnose-Funktion.

Amplifi Instant App Test

Das AmpliFi-System erlaubt es, einfach und wenn gewünscht auch temporär ein mit spezifischen Einstellungen versehenes Gastnetzwerk bereitzustellen. Ihr könnt nicht nur den Netzwerkname und (sofern gewünscht) das Passwort für den Gastzugang nach belieben konfigurieren, sondern beispielsweise auch eine zeitliche Begrenzung oder die maximale Zahl der erlaubten Gastbesucher vorgeben.

Auch für die Zugriffskontrolle im Familienbereich hält das System Möglichkeiten bereit. Zunächst einmal kann man den Internetzugriff nicht nur pauschal, sondern für jeden im System erfassten Client separat blocken. Die Gruppierung der einzelnen Geräte in Profilen erlaubt darüber hinaus eine komfortablere Verwaltung, ob auf Basis von Einzelpersonen oder auch Personengruppen wie etwa Kinder. Mit jeder dieser Gruppen lassen sich einzelne Geräte verknüpfen und für diese dann pauschal festlegen, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten sie das Internet benutzen dürfen.

Amplifi Instant App Profile Und Gast

Unabhängig von Gastzugriff und Profilen hat der Administrator jederzeit die Möglichkeit, die Internetverbindung für einzelne Geräte zu unterbrechen. Den einzelnen Clients können auch eigene Namen vergeben werden, was für mehr Überblick dringend zu empfehlen ist, zudem besteht die Möglichkeit, ausgewählte Netzwerkgeräte höher zu priorisieren, indem man diesen die Kategorie „Streaming“ oder „Gaming“ zuweist.

Amplifi Instant App Geraete

Eine Anmerkung noch zum Screenshot oben: Auch mit dem Ethernet-Anschluss der Box verbundene Geräte erscheinen in der Client-Liste. Wir haben hier einen kleinen Ethernet-Switch angeschlossen und wie man sieht, zeigt das System dann auch alle mit diesem Verteiler verbundenen Geräte zuverlässig an.

Fernverbindung

Von Haus aus wird vorausgesetzt, dass ihr euch im AmpliFi-WLAN befindet, wenn ihr auf die App-Funktionen zugreifen wollt. Diesen Zugriff könnt ihr auch lokal zusätzlich über ein separat vergebenes Admin-Passwort schützen.

AmpliFi bietet optional die Möglichkeit, per Fernzugriff auf die WLAN-Einstellungen zuzugreifen; beispielsweise um eine entfernte Installation zu administrieren oder auch einfach mal von unterwegs aus nachzusehen, was zuhause gerade so abgeht. Dies ist allerdings bislang nur möglich, wenn man über ein Benutzerkonto bei Google oder Facebook verfügt. Der Hersteller nutzt für die sichere Anmeldung beim heimischen System den offenen Standard SAML in Verbindung mit dem Login über Google und Facebook zur Identitätsüberprüfung. Wie es scheint, soll in Zukunft aber auch eine alternative und von externen Anbietern unabhängige Lösung angeboten werden.

Im Beta-Stadium steht seit kurzer Zeit auch die Möglichkeit zur Verwaltung des Systems über den Webbrowser zur Verfügung. Hier lassen sich auch Grundrisse zur besseren Planung der Meshpoint-Verteilung hinterlegen.

Amplifi Instant Web

Fazit

AmpliFi Instant erfüllt die hohen Erwartungen, die ich nach meinen Erfahrungen mit den anderen Systemen des Herstellers mittlerweile an Ubiquiti habe. Das System ist einfach administrierbar und läuft stabil und störungsfrei. Im direkten Vergleich zu der hier zuvor eingesetzten FRITZ!Box 7490 lässt sich sagen, dass die maximale WLAN-Reichweite des AmpliFi-Instant-Routers alleine zwar etwas geringer ist, die WLAN-Ausleuchtung im abgedeckten Bereich jedoch deutlich gleichmäßiger ist. In Kombination mit dem Meshpoint überzeugt AmpliFi Instant dann ohne Einschränkung durch weitreichende und stabile WLAN-Abdeckung.

Amplifi Instant Update Anzeige

AmpliFi Instant kommt in Deutschland gerade erst auf den Markt. Dementsprechend unterscheiden sich die Angebote verschiedener Online-Händler vom Preis her teils drastisch. Die Preisempfehlung des Herstellers liegt für den AmpliFi Instant Router alleine bei 149 Euro und für das Paket mit Router und Meshpoint gemeinsam bei 269 Euro. Ignoriert die teils deutlich darüber liegenden Angebote von einigen Händlern am besten, die Preissituation sollte sich mit besserer Verfügbarkeit der Geräte entspannen.

Ergänzung: Notebooksbilliger bietet die Geräte mit den Herstellerpreisen zur Vorbestellung an. Mit Verfügbarkeit wird in KW 12 gerechnet.

Donnerstag, 07. Mrz 2019, 20:17 Uhr — Chris
70 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Bei mir laufen 3 Amplifi HD Router die über Ethernet miteinander verbunden sind. So habe ich über 2 Stockwerke und den Garten eine Super Abdeckung. Das beste WLAN System das ich bis jetzt hatte. Und die Hardware kann auch mit vielen Geräten gleichzeitig umgehen. Bei einem 5 Personen Haushalt kommt da so einiges zusammen. Also kann ich jedem empfehlen.

    • Auch bei mir habe ich einen weiteren HD Router per Ethernet eingebunden (insgesamt 2 HD Router und 2 Meshpoints). Musste mich bzgl. Einbindung des zweiten Routers erst etwas einlesen, aber am Ende hat es gut geklappt. Läuft nun im gesamten Haus über mehrere Stockwerke einwandfrei. Das Beste, was ich bzgl. WLAN bisher im Einsatz hatte. Voll zufrieden.

    • Ich hab einen UniFi AP-PRO:
      – Kann ich das Amplifi System auch über die Unifi Software steuern ?
      – Kann ich Amplify mit Unifi zusammen als Mesh System betreiben ?

    • Das gleiche habe ich mit einer Fritzbox und 2 1750E Repeatern und komme auf rund 70-80 MB/s Wlan Übertragung.
      Wieviel schaffst du mit deiner Gerätschaft?

      • Das würde mich auch interessieren.

      • Mich auch ;-)

      • MByte/s oder MBit/s?

      • Ich habe einen USG 3P und einen AP-AC-Pro.
        DPI ist immer an.
        Das hängt am Vodafone Kabelrouter (Bridge Mode) mit 1000 MBit/s Leitung.
        Am Server erhalte ich am LAN Port des USG 988 MBit/s.
        Mein bester WLAN Client erreicht 388 MBit/s (irgendein China RTL chip basierender MIMO Stick). Da geht sicher aber auch mehr, aber ich habe keinen WLAN Client, der sich auf eine schnellere 5G Basisgeschwindigkeit verbinden kann. Mein Galaxy S9 schafft immerhin noch 238 MBit/s.
        Ein entsprechendes AmpliFi Mesh System kam nicht auf die Leistung. Das Einschalten von IDS/IPS deaktiviert automatisch Hardware Offloading und bremst das ganze System runter. Laut UniFi Controller schafft das USG dann nur noch 85 MBit/s.

  • Gibt es auch Erfahrungsberichte im Vergleich mit anderen Mesh Systemen?
    Flächen/Etagenabdeckung mit einem Zusatz-Point?
    Reibungslos/Abbruchfreier Übergang zwischen den Stationen?

    • Die Produkte von denen sind eigentlich sehr hochwertig.

    • Ich habe Google, auch 3 teilig. Preis und Funktion ist fast identisch. Läuft super in Haus und Garten ….

    • Wir nutzen das System von D-link. Ebenfalls einfach via App ein zu richten und wir haben im ganzen Haus ordentlich WLAN. Es gibt im Mesh so gesehen keinen Übergang mehr zwischen den Geräten. Einmal installiert fungieren diese so gesehen als eins. AVM mit ihrem Software seitigen Mesh kann da nicht mit halten, die Box läuft bei uns nur noch fürs Dect System.

    • Bei mir deckt ein AP-AC-Pro eine 140m² Wohnung über zwei Etagen perfekt ab. Selbst 3 Etagen tiefer im Keller habe ich noch Verbindung. Durch das 4×4 MIMO und Beam Forming sehr gute Reichweite auch bei 5G. In Spitzenzeiten 3 Rechner am Gamen und einer streamt noch Filme. Alles ohne Ping Abfall und/oder Stillstände beim Stream.
      Das konnte die Fritz nicht leisten und wurde deshalb gegen Ubiquiti ersetzt.

  • Als Fan von AVM muss ich zugeben, da kann ACM sich nicht nur in Sachen Design eine Scheibe abschneiden.

    • Das ist das mit Abstand unwichtigste Kriterium. Hängt im Netzwerkschrank im Keller. Davor war es hinter einem Schrank. Käme nie auf die Idee mir so ein Ding in die Vitrine zu stellen

      • Evtl. ist auch die GUI gemeint…?! O.o

      • Bzgl Router hast du recht, was Access Point oder Repeater angeht , bringen did aber wenig wenn sie im Netzwerkschrank sind und da sind die AVM Dinger immer noch potthässlich.

  • Ist ja ganz nett aber ich setze zu Hause nach wie vor lieber auf mehrere, per LAN verbundene Access Points. Damit ist man einfach noch am besten dran. Ausserdem ist hier jeder AP mit 4×4 MIMO ausgestattet und gehört zur AC2600 Klasse. Somit haben die ne Bruttodatenrate von 800Mbit auf 2,4Ghz & 1733Mbit auf 5Ghz :D Mesh sehe ich bisher eigentlich immer noch als teures Spielzeug an. Es geht einfach nichts über ne anständige LAN Verbindung für die AP’s. Dann lieber einmal in den sauren Apfel beißen und Kabel verlegen….Danach hat man lange Ruhe….und ne verdammt gute Verbindung :D

    • Ich würde wirklich jedem der aktuell auf der Suche ist empfehlen ein Gerät der AC2600 Klasse zu kaufen und auf 4×4 MIMO zu achten. Das iPhone kann ja jetzt schon 2×2 und die iPads werden bald vielleicht auch endlich mal 4×4 beherrschen und man möchte ja nicht jedes Jahr neue AP’s kaufen. Jetzt noch auf 2×2 zu setzen macht einfach keinen Sinn

    • Bei deinem System ist allerdings Glückssache, mit welchem Access Point ein Gerät tatsächlich verbunden ist. Oft genug ist das eben nicht diejenige mit dem stärksten Signal. Das funktioniert mit Mesh-Systemen wesentlich zuverlässiger. Und ein Ethernet-Backbone ist mit vielen Mesh-Systemen auch möglich (mit dem hier besprochenen ja auch).

      • Bei den UniFi APs die über lan verbunden sind, wird der Client auch aktiv an den besten AP gerouted. Funktioniert einwandfrei. Nutze ich in der Konstellation.

      • Muss man halt mal einmessen und entsprechend die Signalqualität einstellen dann hat das nix mit Glücksspiel zu tun… es ist nicht Sinn der Sache bei jedem AP die Signalqualität auf High zu stellen…

      • Je nach Ort bekommst du so aber eventuell Lücken in der Abdeckung. Denn nicht jeder Platziert die AP in der Mitte von Raum.

    • @Derzoelli
      Dein System hat aber den Nachteil das die Clienten WLAN Roaming beherrschen müssen und dies ist vei Apple Geräten extreme Glückssache. Vor einigen iOs und macOS Versionen haben sie das mal kaputt gepatch und seitdem Funktioniert es bei mir überhaupt nicht mehr zuverlässig.

      Hier ist das Mesh System im Vorteil, den nun kümmern sich die APs um das WLAN Roaming und nicht die Clienten.

      Deine LAN Backbone Variante nklusive APs die ein Mesh System nutzen, bieten aktuell die besten Ergebnisse.

  • Ich bin vom Amplifi System nicht so begeistert: Im Keller neben der Fritzbox sind es 80MBit/s, im Raum darüber (Antenne laut App optimal ausgerichtet) sind es noch ca. 35 MBit/s und im Raum darüber sind es noch ca. 10MBit/s bei optimaler Einrichtung. Mir ist das Arbeitsprinzip des Mesh Systems schon klar und eine Minderung des Durchsatzes je Stockwerk von ca. 10 MBit wäre ja noch akzeptabel, aber so?
    Finde ich jetzt gegenüber meiner alten Lösung mit Fritz und Powerline nicht so überzeugend. Vorsichtig ausgedrückt.

  • Da ich gerade auch mit der Entscheidung kämpfen meine 7490 mit 2 repeatern durch ubiquiti zu ersetzen würde mich interessieren ob ich lieber auf dieses meshsystem setze oder doch in die unifi Komponenten investiere…
    Irgendwelche Vorschläge?

    • Bleib am besten bei der 7490 mit den 1750e Repeatern bzw. den neu vorgestellten Repeatern.
      Dann sind alle Geräte Mesh-fähig und du hast keine Zusatzkosten.

    • Kommt an sich auch sehr stark auf deine Wohnung/dein Haus an aber grundlegend kann ich dir versichern, dass du mit den Ubiquiti oder anderen Meshsystemen besser fährst als mit dem Mesh von AVM. AVM bietet halt ein gutes Gesamtpaket an, in den einzelnen Rubriken jedoch oft nur Mittelmaß. Gibt aber auch zur genüge Tests im Netz, würde mich hier jetzt nicht von einem beeinflussen lassen, der behauptet bei ihm funktioniere AVM aber besser. Und am Ende hat dieser auch noch eine Wohnung mit 80-90 qm und 3 Repeater/Router im Einsatz. Der nächste hat dann ein mehrstöckiges Haus mit 200 qm und Garten und deckt alles nahezu perfekt mit 3 Tenda Novas MW6 ab und behauptet das Gegenteil.

      So blöd das vielleicht aber auch für einige klingen mag, ich würde es bestellen und 1-2 Tage durchtesten. Wenn’s nicht überzeugend ist wandert es eben zurück.

  • Hatte mich Anfang des Jahres für UniFi entschieden. Bin mit dem Ac AP Pro wlan Access Point angefangen. Das funktionierte schon so super, sodass gleich ein zweiter folgte. Seitdem nicht einen einzigen Verbindungsabbruch mehr gehabt. Eingeschaltet und seitdem läufts
    Hab die FritzBox 7590 rausgeschmissen und nutze jetzt den UniFi USG Pro und einen UniFi POE Switch.
    Das macht einfach Spaß, weil man sich einfach nicht mehr ärgern muss, wenn mal wieder was hängt. Auch das läuft jetzt seit dem ersten Hochfahren unterbrechungsfrei und komplett ohne Störung.
    Wirklich nie wieder ohne

  • Habt ihr Erfahrung damit/Empfehlungen für wen sich das UniFi System und für wen sich die AmpliFi Reihe besser eignet? – Habt ihr einen Leistungs(Vergleich) zwischen UniFi und AmpliFi?

  • geht das auch mit meinem magenta home? lässte sich das teil irgendwo mieten? danke :*

  • Hmm, klingt ja interessant… aber was genau sind jetzt die Vorteile dieser Komponenten im Vergleich zu den Ubiquiti AC AP Pro Access Points? Ist es die Mesh Funktion?
    Habe erst vor einem Jahr das Haus mit Poe Switch und 3 AC AP Pro ausgestattet und frage mich gerade, ob ich das nun bereuen sollte oder nicht.

    • Wenn du in den letzten Jahren keine Probleme hattest, brauchst du nichts zu bereuen.

    • Ich habe mich gestern Abend mit der UniFi/AmpliFi Hotline herum geschlagen.

      Ergebnis:
      – UniFi und AmpliFi können zwar gemischt werden, es macht aber wenig Sinn
      – ein UniFi System wie von Dir beschrieben ist komplexer einzurichten aber deutlich schneller
      – hast Du einen UniFi Controller laufen (z.B. auf nem RaspberryPi) sorgt der für die richtige Zuordnung eines Clients zum besten Access Point
      – es gibt für das UniFi System auch kleine Mesh Access Points. Die sind aber langsamer als die AP AC Pro’s

    • Da musst du dir keinen Kopf machen, du hast die Pro-Version. Die ist leistungsfähiger und bietet viel mehr Optionen, ist aber auch anspruchsvoll zu konfigurieren. Oben ist ja der Link zum Vergleich, wir haben die auch schon vorgestellt.

  • Also ich nutze momentan das Tenda Nova MW6 Mesh-System. Kann ich absolut empfehlen, für knapp 160€ erhält man 3 Stationen und die WLAN Abdeckung ist absolut grandios. Selbst über 3 Etagen hinweg.

  • Das ist mal ein richtig guter Beitrag. Danke
    Schon am Anfang hatte ich Probleme… schon wieder Mash, muss ein neues Modewort sein. Aber würde dann wunderbar erklärt. Top.
    Also interessant ist es, aber wie immer weiß ich nicht ob ich es brauche. Ich hab einen Kabelanschluss, so einen ollen Router dran und dann eine gebrauchte FB 1&1 die über LAN 1 Internet bekommt. Leider hat sie nur 2,4GHz Und 20+ weitere Router funken dazwischen. Aber ich hab an sich halt was ich brauche. Nichts ist besonders schnell, aber es reicht. Ich spiele aber gerne PS4 über Remote Play und habe da oft Problemchen. Mit PSVita geht es eigentlich meistens. Aber Xperia Smartphone oder R-Play sowie Sonys neues Remote Play auf iOS ruckeln doch sehr. Glaub das könnte sich mit neuem Gerät verbessern. Ich finde nur bei mir den Upload nicht so toll. Laut Breitbandmessung der Bundesnetzagentur-App liegt mein Upload knapp am Minimum für meinen Vertrag und Download unter dem Minimum. Jetzt eben gemessen, wo ja kaum wer wach ist.
    Mich würde schon interessieren ob das RP bei PS4 dann besser läuft mit einem neuen Router. Die Preise hier sind ja vertretbarer als die der neuen FB Cable Topmodelle.

  • Lohnt es sich, noch eine Weile zu warten, weil erst gerade eben ein neuer Wlan-Standard vorgestellt wurde?

  • Die Systeme von Ubiquiti könnten bisher nur sehr schlecht mit IPTV umgehen, weil IGMPv3 nicht voll implementiert war. Wer MagenentaTV oder VodafoneTV nutzt, läuft Gefahr, dass der Video Multicast zu einem Broadcast Storm wird und die WLAN Netze flutet. Wer googled findet dazu seit 2016 ellenlange Theads verzweifelter Nutzer aus Deutschland, der Schweiz und anderen Ländern. Ubiquiti hat den Feature Request zwar aufgenommen, seither aber immer noch nicht voll umgesetzt. Im heimischen US Markt scheint das nicht so wichtig zu sein. Mit wachsender Expansion von Ubiquiti kommt diese Feature aber bestimmt eher früher als später. Das letzte Firmware Update vom Februar beinhaltete bereits Verbesserungen bei Multicast.

  • Besitzt das System denn einen Mesh-„Backbone“? Also eine zusätzliche WLAN-Schnittstelle exklusiv für die Kommunikation der Mesh-Komponenten untereinander? So wie das Netgear Orbi oder der neue Repeater 3000 von AVM? Mit nur einer WLAN Schnittstelle in den Mesh-Knoten würde die Performance ja ordentlich in den Keller gehen, quasi mind. halbiert.

  • Habe 3x Ubiquiti Pro APs geg. Fritzbox 6590 und 1x Repeater 3000 ersetzt.
    Mit AVM habe ich eindeutig mehr Reichweite und Durchsatz. Keine Ahnung woher dieser Ubiquiti Hype kommt.
    Und Leute, mit eine Basis und einem AP spricht man nicht vom Mesh! Ein dynamisches Routing entsteht erst wenn mehr als 2 WLAN WLAN Geräte im Verbund sind!

    • Mesh wird es erst, wenn ein AP nicht per LAN sondern nur drahtlos verbunden ist. Die Unifi Mesh Points können allerdings auch als kabelgebundene AP genutzt werden.

  • Ich nutze zu Hause Aerohive und bin mehr als sehr zufrieden.

  • Nutze das HD mit zwei Antennen in meiner 90 qm Stahlbauwohnung. Perfekter Empfang seitdem.
    „Problem“: Ich hab eine 7490 davor und setze den „Brückenmodus“ ein, welcher weniger Funktionen bietet.
    Kennt jemand ne Anleitung, wie man den HD dann vollwertig nutzt und die 7490 weiterhin noch für Telefonie / DSL / MagentaTV nutzen kann?

  • Und was ist daran für den durchschnittlichen Privatanwender nun gegenüber einer modernen FritzBox der Vorteil ?

    • Steht doch im Absatz Fazit gut zusammengefasst: Einfach administrierbar, gute Leistung.

      Ubiquiti bringt die Erfahrung aus wesentlich größeren Netzwerken für Hotels, Schulen, Krankenhäuser etc. mit ein. Dabei ist die softwareseitige Steuerung und Analyse des gesamten Netzwerks über die zentrale Software neben der Performance der Knackpunkt.

      Mal ehrlich: Die iOS Apps von AVM sind ein schlechter Witz. Und bei Mesh hat AVM noch viel Lernbedarf. AVM hat seine Repeater zu Meshpoints umprogrammiert. Das steckt noch in den Kinderschuhen.

      Wenn die Wohnung klein ist und man mit den WLANs der Nachbarn nicht in Konflikt steht, reicht aber eine FritzBox sicher nach wie vor gut aus. AVM kennt dafür als deutscher Anbieter die Technik der Provider sehr gut bietet so ein gutes All-in-one Gerät, für das auch der Service des Anbieters teils Hilfestellung geben kann.

    • Überhaubt nichts. Willst du dass ein Gerät funktioniert ohne lange rum zu fummeln, siehe unbenötigten Apps, dann 5 J Garantie, dann bleib weiter bei AVM.

  • Ist das ein Triband Gerät? Das geschummelte Mesh ohne Triband bringt nämlich gar nichts!

  • Blöde Frage, brauch das Teil immer noch einen Router um eine dsl Verbindung aufzubauen oder kann es meine fritzbox komplett ersetzen? Ich wüsste nämlich nicht, warum ich mir sonst 2 Stromfresser in die Wohnung stellen sollte

    • Das Amplifi Gerät ist nur ein Router. Ein DSL Modem wird zusätzlich benötigt. Eine FritzBox kann dann auf Bridge Mode geschaltet werden, um nur als Modem zu funktionieren, ist dann aber Overkill.

    • Theoretisch kann man ein günstiges ADSL/VDSL-Modem kaufen, die gibt es schon recht günstig. Es handelt sich hier um einen Router ohne integriertes Modem.

      • Ok, aber warum sollte ich mir denn 2 Geräte ins Haus stellen? Ich verstehe atm den Mehrwert nicht..

      • Weil eine Eierlegendewollmilchsau jede einzelne Aufgabe nicht so gut kann wie spezielle Geräte. Und gerade die Auswahl eines Modems ist auch von länderspezifischen Anforderungen abhängig. Darum war ja auch im Apple Airport auch kein DSL Modem drin.

      • Kann ich bestätigen. Mein ASUS DSL-AC87VG Modemrouter ist lange nicht so stabil, wie das vorherige olle Modem mit Netgear Router. Er kann zwar VDSL und ist deutlich umfangreicher konfigurierbar sowie schneller, hat aber immer wieder mal mit Schluckauf zu kämpfen. Ich bleibe erstmal beim ASUS, muss ja kein Geld verbrennen.

  • Hab vor 8(!) Jahren das oft zickige WLAN der (damaligen) Fritzbox abgeschaltet und durch einen Unifi „AP LR“ ersetzt. Seitdem war „Wlan-Empfang“ kein Thema mehr und selbst mit den mittlerweile stark gestiegenen Anforderungen durch bis zu 16 Clients, Apple-TV und VoIP kommt der betagte Unifi-Teller tadellos klar. Spricht wohl für den Hersteller ;-)

  • „Hier hält AmpliFi Instant die beim Schwestersystem nicht vorhandene Option bereit, die Meshpoints statt über WLAN auch mit einem Ethernet-Kabel zu verbinden. Dadurch lassen sich zusätzliche Leistungsgewinne erzielen.“

    Ich interpretiere die Funktion eher so, dass ich an den Meshpoint ein Gerät direkt über LAN anschließen kann, nicht dass der Meshpoint selbst über LAN angeschlossen werden kann, passt auch zu den Symbolen. Bitte überprüft das mal…

    • Nein, kannst du auch auf dem Screenshot von den Meshpoint-Einstellungen sehen: „Ethernet Backbone“

      • Was ich nicht verstehe
        Es gibt im Paket den Router mit Mesh Point.
        Wenn ich das System erweitern möchte bräuchte ich doch weitere Mesh Points
        Zu kaufen gibt es aber nur Router als Einzelpaket, Mesh Points werden nicht einzel angeboten
        Denkfehler?

  • Sebastian Kahlcke

    Bin selbst begeistert von dem Amplifi-HD System, habe hier 2 HD-Router via Kabel verbunden und zusätzlich auf dem Dachboden einen der HD Repeater, die Router lassen sich auch als Accesspoints einrichten, der eine Router steht im Wohnzimmer auf dem Fernsehschrank, der zweite ist als Accesspoint in meinem Arbeitszimmer im Garagenanbau – gut, ich musste 40m Cat7 Kabel verlegen, aber es hat sich gelohnt, ich habe auf unserem 750m2 Grundstück überall ausreichend schnelles Wlan. Kein vergleich zu meinem Fritz-System, welches ich vorher betrieben habe (7590 + Mesh Point).

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