Platzverweise und Hausverbote bei Verstößen
Alkohol an Bahnhöfen wird bundesweit untersagt
Die Deutsche Bahn führt ein bundesweites Alkoholkonsumverbot an ihren Bahnhöfen ein. Nach Angaben des Unternehmens soll die Regelung bis zum 15. Oktober schrittweise an rund 5.400 Bahnhöfen gelten. Ziel ist es, die Sicherheit von Reisenden zu erhöhen und die Zahl gewalttätiger Zwischenfälle zu reduzieren.
Bilder: Deutsche Bahn AG | Stefan Wildhirt
Die Bahn setzt das Verbot im Rahmen ihres Hausrechts um. Dafür müssen die jeweiligen Hausordnungen an den einzelnen Bahnhöfen angepasst werden. Dies erfolgt nach Angaben des Unternehmens in Abstimmung mit Städten, Gemeinden und den zuständigen Behörden.
Auslöser für die Maßnahme ist nach Angaben der Bahn unter anderem ein schwerer Vorfall vom vergangenen Freitag. Das Unternehmen verweist außerdem auf einen längerfristigen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Gewalt an Bahnhöfen.
Bestehende Erfahrungen bundesweit nutzen
An etwa 30 Bahnhöfen gelten bereits heute vergleichbare Regeln. Dazu zählen unter anderem die Hauptbahnhöfe in Köln, München und Hamburg. Nach Angaben der Deutschen Bahn hätten sich dort positive Auswirkungen gezeigt. Neben einer geringeren Zahl von Gewaltdelikten sei auch weniger Müll angefallen.
Die nächsten Standorte mit Alkoholverbot sind zum 1. September Berlin Hauptbahnhof, Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig. Anschließend soll die Regelung schrittweise auf alle weiteren Bahnhöfe ausgeweitet werden.
- Internet im Zug: In Deutschland fehlt es an Durchsatz
Von dem Verbot ausgenommen bleibt die Gastronomie innerhalb der Bahnhöfe. Alkoholische Getränke dürfen dort weiterhin ausgeschenkt und konsumiert werden. Ebenfalls erlaubt bleibt der Transport verschlossener Flaschen oder Dosen im Gepäck oder nach dem Einkauf.
Platzverweise und Hausverbote bei Verstößen
Wer künftig außerhalb der gastronomischen Bereiche Alkohol konsumiert, muss zunächst mit einem Platzverweis rechnen. Bei wiederholten Verstößen kann die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben ein Hausverbot aussprechen.
Die Bahn hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Änderungen rund um ihre Bahnhöfe und den DB Navigator umgesetzt. Neben neuen Funktionen wie der Anmeldung per Passkey standen dabei auch Maßnahmen im Mittelpunkt, die den Aufenthalt an Bahnhöfen und das Reisen insgesamt vereinfachen oder sicherer machen. Nun wird erstmals ein bundesweit einheitliches Alkoholkonsumverbot an allen Stationen umgesetzt.

Löst das Grundproblem nicht!
Die Taten die uns immer wieder erschrecken lassen, sind nicht auf den Alkoholkonsum zurückzuführen…
Doch
Oh!
Nein!
Das Verbot löst das Problem nicht… Das Problem sind offenbar Besoffene, nicht welche die sich am Bahnhof erst besaufen.
Besoffene wirds trotzdem am Bahnhof und in Zügen geben.
Nicht wirklich…
Das Verbot verlagert nur den Konsum, nicht das Problem
Es wäre schon wenn an den Bahnhöfen und Bahnsteigen nur Menschen wären, die auch Bahn fahren
So wie es in andern Ländern auch lägst ist mit Zugangsbeschränkungen am Eingang – nur mit Ticket durch die Schranke
Dann gibts auch keinen Schwarzfahrer mehr
Aber man darf ja noch träumen …
Das löst leider auch nicht das Problem. In NYC und London springen die Leute einfach über die Schranke. Unzählige Male selbst beobachtet.
als die Bahn noch staatlich war, vielleicht vor 50 bis 60 Jahren, da gab es bereits eine Beschränkung, daß nur Leute mit Fahrkarte auch wirklich zum Bahnsteig durften. Wollte man jemanden am Bahnsteig abholen, mußte man eine Bahnsteigkarte lösen.
Gab es bereits und damit waren die Bahnhöfe auch nicht so überlaufen.
Die DB AG ist immer noch staatlich, so gut ich weiß zu 100% der Anteile. War nur eine Variante der Outsourcingpolitik der Regierung, 1994 glaub ich
Mal anders gefragt: was löst Deiner Meinung nach das Grundproblem?
Ist zwar etwas offtopic, aber ich plädiere für Likörshops – hochprozentige raus aus dem Supermarkt und Spätie Regal, offensichtlicher Genuss in der Öffentlichkeit auch einschränken, Bahnhöfe und Parks wie in anderen Metropolen nachts verschließen. Das Ganze kontrolliert und mit harte Hand durchziehen bis es der letzte Begriffen hat.
Ganz generell: Einfach die Regelungen das Cannabis-GEstzes auf Alkohol übertragen und dann beides nur in Fachgeschäften zugänglich machen. Und natürlich auch das Werbeverbot übernehmen.
Ja, löst leider gar nichts. Aber schlimm finde ich das Verbot nicht.
aber wieso nur an Bahnhöfen und nicht direkt in Zügen? Und wenn wir dabei sind, bitte auch diese sch*** Raucher, die alles verpesten und sich nie an die Raucherzonen halten (was auch eh keinen Sinn macht, da der Wind den Mist eh über den ganzen Bahnhof trägt)
Ja die Raucher gehen mir auch auf den Zeiger; halten sich nicht an die verbote und den Rauch kriege ich trotzdem überall ab. Insbesondere fuer Vulnerable Personengruppen eine absolute Zumutung! Udn das sicherheitspersonal ahndet das auch nicht weil teilweise selbst Raucher.
Ich bin immer so bisschen der Meinung, dass genau die, die dieses Verbot überhaupt erst produziert haben, sich sowieso weniger daran halten und auch eher die Gewalttätigen sind. Ob das alles wirklich was bringt, zweifle ich tatsächlich an.
Das Verbot gibt dem Bahnpersonal und Sicherheitskräften eine Handlungsmöglichkeit.
Es muss nicht erst eine Straftat erfolgen, damit eingegriffen werden kann, es kann direkt ein Platzverweis erfolgen!
Bedeutet: Wer sich nicht daran hält fliegt raus, bevor es eskaliert!
Und das ist auch die Idee von „Messerverbotszonen“.. wollen nur sehr wenige verstehen..
Danke Ted.
Die Mitnahme kann man schlecht verbieten, aber dass die weiterhin Alkohol verkaufen macht das Ganze irgendwie fragwürdig?
Die Mitnahme ist nicht verboten.
Endlich. Wird höchste Eisenbahn, dass Bahnhöfe und Züge konsequenter kontrolliert werden, klappt in anderen Ländern doch auch. Bahnhöfe und Züge sind für Reisende und Pendler da, der Rest hat dort nichts verloren und gehört konsequent verwiesen.
Und Reisende trinken Alkohol. So what?
Ab jetzt nicht mehr. Alkohol kannst zu Hause trinken oder in einer Bar. Ansonsten gehört er in allen öffentlichen Bereichen verboten.
Und wie soll man dann aus der Bar nach Hause kommen?
Wow Jan…
Mit welchem Personal, wie bezahlt man sie (das müssten ja viiiiile sein bei gleichzeitigem Sparzwang und wenn Züge sehr voll sind – soll ja vorkommen – ist das mit Kontrollen eh schwierig. Und wenn Züge extrem verspätet sind, ist es für Bahnpersonal ohnehin schlauer, nicht Wutpuffer für die Reisenden zu spielen – sprich: da wärs dann im Sinne der Sicherheit der Mitarbeiter ohnehin sinnvoller, sich nicht ins Gewühl zu stürzen, vor allem aber nicht bei 35 Grad und mehr oder bei verstopften Toiletten oder ausgefallenen oder nicht vorhandenen Klimaanlagen bei gleichzeitig nicht zu öffnenden Fenstern.
Es geht doch hier um den Bahnhof und nicht IM Zug!
@gtliebhaber: OK, hast Recht. Nicht in Ruhe gelesen. Bleibt nur das Argument mit dem fehlenden Personal und dem Sparzwang.
IM Zug ist kein Verbot ausgesprochen, nur an den Bahnhöfen. Siehe Artikel.
Viel Spaß bei der Kontrolle nach/vor einem Fußballspiel.
Da kontrolliert eher keiner bei den Mengen an Menschen gleichzeitig dann.
Die meisten können sich ja auch benehmen in der Regel trotz entsprechendem Pegel.
Und wer sich nicht benimmt, den holt die Bereitschaftspolizei.
und in den Zügen?
Da ist ja das Hauptproblem. Am Bahnhof ist viel Polizei.
In den Zügen nur der Zugbegleiter (m/w/d) mit 2 dicken und unfitten Security’s
Die bei 120km/h aus dem fahrenden Zug rausgeprügelt werden…
durch eine Tür, die sich da eigentlich gar nicht öffnen lassen sollte….
Vielleicht mal abwarten was die Ermittlungen ergeben, ob die Story so stimmt?!
Da wird nur ein Blick in die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Anbieters helfen.
Das funktioniert dann genauso schlecht wie das Rauchverbot ?
Funktioniert doch?!
nein, funktioniert überhaupt nicht.
Sinnvoll und überfällig.
Endlich
Astrein. Wo ist der Bezug zu Apple/iphone/ipad oder irgendwas in der Art?
Es gibt eine App von der Bahn, also mindestens eine
Im Zug gibt es Internet. Da kannst Du mit Deinem iPhone/Pad im Internet surfen. Jetzt halt ohne alkoholisierte Zuschauer. Da ist Dein Bezug…
Scroll die Webseite mal ganz nach unten, da steht: „Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.“
Sehr gut, dadurch wird das Problem endlich gelöst. Nach Messer,verbot und Axtverbot wird jetzt endlich durchgegriffen!
Endlich durchgegriffen? Von wem? Das wird dann die Bundespolizei durchsetzen müssen. Die haben leider zu wenig Personal.
Den Grundgedanken als solches finde ich gut.
Keine Bundespolizei: Hausrecht, also die Bahn selbst. Bundespolizei kommt dann, wenn die Bahn sie im konkreten Fall anfordert oder auffällige Personen übergeben möchte.
Ziel ist ja nicht, dass jeder der was trinkt sofort verhaftet wird, sondern dass die Bahn eine Handhabe hat, auffällige Personen zu verweisen etc. bevor (!) etwas passiert. Das ist bisher nicht möglich.
So ein Blödsinn!
Hoffentlich auch überall mehr Kameras an Bahnhöfen
Und in den Zügen gehören die auch.
Was bringt das? Jeder Bahnhof ist doch bereits mit Kameras zugepflastert. Wenn Kameras irgendwie helfen würden, gäbe es an Bahnhöfen keinerlei Probleme…
Und auch in jedem Regionalzug gibt es massenweise Kameras, dennoch werden dort Zugbegleiter verprügelt. Noch mehr nutzlose Kameras bringen leider auch nichts.
Wenn das genauso kontrolliert wird wie das Rauchverbot an Bahnhöfen wird die Wirkung gleich null sein
war auch mein erster gedanke.
Das ist ja logisch, dass der Alkohol schuld ist. Natürlich buche die Menschen. Es wird genau so hilfreich sein, wie Waffenverbotszonen.
Waffenverbotszonen haben einen ganz anderen Sinn. Hier geht es um rechtliches. In einer Waffenverbotszone kann die Polizei ohne konkreten Verdacht Leute kontrollieren und durchsuchen, Gegenstände überprüfen, Gepäck durchsuchen. Woanddrs ist das rein rechtlich nicht so einfach.
Endlich
Gute Maßnahme, aber ob der Konsum im Bahnhof wirklich das große Problem ist oder einfach nur die betrunkenen Personen an sich… Dann trinken die eben vor dem Bahnhof, ändert am Resultat aber recht wenig. Besoffene Fußballfans sind ja in der Regel auch schon alkoholisiert bevor sie einen Bahnhof betreten.
Dann gehen die Raucher zum Rauchen raus ausm Zug und die Säufer zum Saufen rein in den Zug :DD
:D Ja stimmt
Klappt bestimmt genauso gut wie das Rauchen in gekennzeichneten Flächen.
Wer soll das ‚auch noch‘ kontrollieren? Die schon völlig unterbesetzten Sicherheitskräfte?
Hier läuft etwas in eine völlig falsche Richtung.
Find ich gut.
Wie wäre es mit dem Verbot des Rauchens direkt vor den Bahnhofseingängen, das finde ich mindestens genauso schlimm!
Top!
Die Einschränkung meiner persönlichen Freiheit nehme ich gerne für die Positiva für die Allgemeinheit in Kauf.
Und so gerne ich ein Feierabendbier auf dem 4,5 stündigen Heimweg von einem Kundentermin habe, würde ich auch ein Alkoholverbot in den Zügen mittragen.
Die lauten, feiernden, grölend-besoffenen Menschen (meist Männchen) sind dann doch unangenehmer.
Hallo Margoly, in die Verlegenheit wirst du nicht kommen, denn im Bordbistro kannst du nach wie vor Alkohol in unbegrenzter Menge kaufen und konsumieren.
Bordbistros gibt es nur im Fernverkehr (ICEs), das größte Problem ist aber der Nahverkehr (S, RB). Denn die meisten problematischen Leute lungern ja nur in ihrem nahen Umfeld rum und machen keine weiten Reisen.
Die Bahn kriegt ja noch nicht mal das Rauchen in den Griff. Aktionismus pur
In Zügen kann man das auch mal abschaffen. Das Weizen kann man auch mal alkoholfrei trinken, meine ich.
und bei Wein? Alkoholfreier Wein ist noch nicht so gut. Auf mein Viertelle Chardonnay will ich nicht verzichten!
Meine persönliche Wahrnehmung ist, dass Waffen, Drogen und das ungute Gefühl an Bahnhöfen das weitaus größere Problem ist, als Alkohol.
Das Täterklientel ist das Problem, nicht die Gegenstände.
Ganz genau!!!
Sehr gut
Aber in den Zügen darf weiterhin Alkohol ausgeschenkt und konsumiert werden. Das hat aber bestimmt nichts damit zu tun, dass es den Umsatz in den Bordbistros ankurbelt, oder?
Anders hält man Bahnfahren doch gar nicht aus….
Rund 30 % der Totschlagsdelikte in Deutschland stehen mit Alkoholkonsum des Täters in Zusammenhang.
Alkoholkonsum ist ein riesiges gesellschaftliches Problem und wird bagatellisiert, finde ich.
Absolut. Über das böse Marihuna wird Jahrzehnte diskutiert aber Alkohol, inklusive ständiger Werbung dafür, ist völlig in Ordnung. Dafür gibt es ja auch eine starke Lobby.
Blinder Aktionismus!
Alkohol ist Alkohol, ob er in der Bahnhofsgastronomie ausgeschenkt wird oder woanders.
Ich sehe schon die ganzen Leute mit in braunen Tüten verpackten (offenen) Bierflaschen rumlaufen :-)
Ich sehe es schon das an einem Bahnhof in der Provinz der einmal in der Stunde angefahren wird der Dorfsheriff dann die jugendlichen ermahnt weil die dann ihr Bierchen Samstag Abend kippen.
Endlich. Finde ich gut. Nur werden jetzt die Fahrkarten wahrscheinlich dadurch teurer Emil sie mehr Kontrolleure einsetzen müssen
Die DB Sicherheit schafft es jetzt schon nicht, das bestehende Alkoholverbot an den 30 Bahnhöfen zu kontrollieren und durchzusetzen.
Wie sollen die das dann an 5400 Bahnhöfen schaffen?
Das ganze ist nicht mehr als eine medienwirksame Aktion….
Aber eine Aktion, die nur lächerlich macht und somit nach hinten losgeht.
Schwarzfahren endgültig abschaffen!!!
Sehr gut !!!
Es gibt so schöne Fotoreportagen z.B. auf der Rheinstrecke von Kegelclubs, oder zum Quartalsende wenn Wehrpflichtige entlassen wurden, oder wenn Fußball-Fans unterwegs sind.
Das Problem ist nicht der „Genuss“ von Alkohol im, am Bahnhof. Der konservative Ansatz mittels Zugangsbeschränkungen bekämpft allerhöchstens Symptome einer kranken Gesellschaft mit kranken Mitteln. Dann kommt die Frage, was kostet das, wer soll das bezahlen? Wie sieht es mit Ausnahmen aus, z.B. ältere Familienmitglieder am Bahnsteig abholen oder Ähnliches.
„Wie sieht es mit Ausnahmen aus, z.B. ältere Familienmitglieder am Bahnsteig abholen oder Ähnliches.“
… platform ticket – so hieß das mal
Wenn das so gut durchgesetzt wird wie das rauchverbot am gleis, wird sich eh nichts ändern.
Alkohol hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Verzehr nur in Kneipen, Biergärten & Restaurants. Im öffentlichen Raum pauschal 150€ Bußgeld.
Werbung dafür sollte auch verboten werden. Dann hätten wir einige Probleme weniger
Wenn selbst Vapes heutzutage schon in den Zügen benutzt werden wird ein Alkoholverbot an den Bahnhöfen bestimmt viel bringen – macht eh jeder was er will
Wird das dann so „konsequent“ kontrolliert, wie das Rauchverbot? Hier steht teilweise die DB Sicherheit selbst rauchend am Bahnsteig.
Es wird so konsequent kontrolliert wie die Geschwindigkeit in 30er Zonen. Oder wie das Einhalten von Hygienevorschriften in Restaurantküchen. Oder wie das korrekte Versteuern von Einnahmen. Etc. pp. Die Einhaltung keines Gesetzes kann auch nur annähernd zu 100% kontrolliert werden – sollen wir deshalb auf Gesetze verzichten?
Gut so. Auch wenn es das Hauptproblem nicht lösen wird. Viel Spaß beim kontrollieren
Das war lange überfällig. Die Sauferei an Bahnhöfen war immer schon furchtbar. Allerdings frage ich mich, warum diese Nachricht in einem Apple/Tech-Forum auftaucht.