ifun.de — Apple News seit 2001. 31 267 Artikel

"Batterie könnte verschluckt werden"

AirTags-Sicherheitsbedenken: Australischer Händler stoppt Verkauf

92 Kommentare 92

Apple kann es einfach nicht allen recht machen. Während wir uns darüber gefreut haben, dass in den AirTags anders als sonst von Apple gewohnt kein fest verschweißter Akku, sondern eine einfach zu wechselnde Batterie ihren Platz gefunden hat, steht in Australien nun genau dieser Punkt in der Kritik. Der Büroausstatter Officeworks hat die AirTags dort aus den Programm genommen und den Verkauf sowohl in seinen Ladengeschäften als auch über seine Webseite eingestellt. Als Begründung war zu hören, dass die integrierte Batterie zu leicht zu entnehmen und in der Folge eine Gefährdung für Kinder sei.

Gegenüber dem Magazin Gizmodo hat Officeworks den Sachverhalt bestätigt. Man arbeite gemeinsam mit Apple daran, Bedenken bezüglich der Produktsicherheit auszuräumen. Apple betonte darüber hinaus in einer Stellungnahme, dass die AirTags so konzipiert sind, dass sie internationale Sicherheitsstandards für Kinder erfüllen, einschließlich derer in Australien.

Airtag Offen

Tatsächlich kommt einem die im AirTag verbaute Batterie vom Typ CR 2032 beim Spielen mit dem kreisrunden Chip dann auch keinesfalls von alleine entgegen. Um das Batteriefach zu öffnen, muss man die Edelstahl-Abdeckung gleichzeitig nach unten drücken und drehen. Hier ist nicht nur entsprechender Kraftaufwand, sondern auch ein wenig Geschick erforderlich – ganz besonders übrigens dann, wenn man den AirTag umgekehrt wieder einsetzen will.

Verbraucherschützer schalten sich ein

Vom Tisch ist die Angelegenheit mit dem Vertriebsverzicht von Officeworks in Australien jedenfalls längst nicht. Vielmehr muss Apple bangen, dass dort in der Folge noch größere Gewitter aufziehen. So sind mittlerweile auch die australischen Wettbewerbshüter ACCC in der Angelegenheit aktiv. Die Behörde hat bestätigt, dass ihr besorgte Berichte mit Blick auf die Zugänglichkeit der Knopfzellen in Apples AirTags vorliegen. Offenbar wird die Produktsicherheit diesbezüglich nun geprüft.

Der Ärger mag aus hiesiger Sicht nicht nachvollziehbar sein, doch sind Batterien wie die in den AirTags verwendeten Knopfzellen in Australien ein heikles Thema. Für diese Sensibilisierung war offenbar der Tod von drei Kindern im Jahr 2013 maßgeblich verantwortlich. Auch beschreibt eine australische Studie, dass wöchentlich etwa 20 Kinder wegen verschluckten Batterien in der Notaufnahme behandelt werden müssen. Damit verbunden werden in Australien auch besondere Warnhinweise auf Verpackungen vorausgesetzt. Möglicherweise genügt es ja, wenn Apple seine AirTags-Verpackungen entsprechend überarbeitet.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
04. Mai 2021 um 20:42 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    92 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei
    92 Comments
    Älteste Kommentare
    Neuste Kommentare Meiste Stimmen
    Inline Feedbacks
    View all comments
    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 31267 Artikel in den vergangenen 7279 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2021 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven