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Verbrauchertäuschung vorgeworfen

Adobe: US-Behörde klagt wegen verschleierter Abo-Kosten

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17 Kommentare 17

Adobe hat gerade keinen guten Lauf. Der Software-Anbieter sieht sich in den USA mit einer Klage der Handelskommission FTC konfrontiert. Adobe wird darin vorgeworfen, Gebühren zu verschleiern und seinen Kunden das Kündigen von Software-Abonnements schwer zu machen.

Adobe Abo

Die Klage der FTC richtet sich gleichermaßen gegen Adobe als Firma wie auch zwei Mitglieder der Geschäftsführung. Diese würden die Verbraucher täuschen, indem sie die bei einer vorzeitigen Kündigung der beliebtesten Adobe-Abonnements anfallenden Gebühren verbergen und den Kündigungsvorgang für Verbraucher somit erschweren.

Adobe bewirbt seine Creative-Cloud-Abos mit dem Passus „Jährlich – Monatliche Zahlung“. Will man ein solches Abo vor dem Ablauf des ersten Jahres kündigen, so bekommt man pauschal die Hälfte der noch verbleibenden Monatsgebühren in Rechnung gestellt, was sich zu einer stattlichen Summe addieren kann.

Die Behörde stört sich offenbar in erster Linie daran, dass Adobe die verpflichtende Jahresbindung während des Abonnementabschlusses nicht klar herausstellt. Konkrete und ausführliche Vertragsbedingungen sind auf der Adobe-Webseite nur vergleichsweise schwer zu finden.

Die FTC hat ihre Beschwerde beim zuständigen Gericht in Kalifornien eingereicht. Dort wird nun über den Fortgang des Verfahrens entschieden.

Die Wogen waren gerade geglättet

In der vergangenen Woche sah sich Adobe aufgrund einer Änderung in seinen Nutzungsbedingungen massiv in der Kritik. Man konnte die Aktualisierung zumindest so verstehen, dass das Unternehmen die Inhalte seiner Nutzer dazu verwendet, seine eigene KI zu trainieren.

Die Ankündigung hat insbesondere bei professionellen Anwendern von Adobe-Programmen für Verwirrung und Unmut gesorgt, arbeiten diese doch teils auch an Projekten, für die sie eine Geheimhaltungsklausel unterzeichnet haben.

Adobe hat inzwischen reagiert und eine ergänzende Erklärung veröffentlicht, in der das Unternehmen seinen Kunden versichert, das ihre Inhalte privat bleiben und auch nicht für das Training von KI-Anwendungen herhalten müssen.

17. Jun 2024 um 18:48 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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    17 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Negativ konnotierte Meldungen zum Thema Adobe lese ich immer gerne. Danke.

    • Ganz blöde off topic frage:
      Wir wollen auch aus DE weg und schauen uns um.
      Hast du vorher in DE gelebt?
      Hast du Verbindungen in die Türkei?
      Wie geht es derzeit wegen der Inflation?
      Fragen über Fragen….

      • Bin gerade dabei im Oktober nach Japan auszuwandern. Yay! :-) Remote Job weiterhin in Deutschland. 6 Std statt 8 std arbeiten wegen Zeitverschiebung aber definitiv besser als DE! Freu mich schon drauf. Letztes Jahr mal 3 Monate Probe gelebt.

      • @nunissaauchda: Ihr wollt weg aus DE? Na dann, viel Spass beim Aufwachen und Erkennen der Feststellung, dass es wo anders (zB Türkei) nicht besser ist als in DE.

      • Habe ja nicht gesagt dass es die Türkei werden soll.
        Haben schon einige Optionen im Visier. CZ und Dubai beispielsweise. Beide Sprachen sprechen wir. Es geht ja darum sich die verschiedenen Optionen anzusehen und abzuwägen.
        Habe Gottseidank den Luxus von jedem Platz der Welt arbeiten zu können.

  • Wieder ein Fall von „wir kriegen den Hals nicht voll“.

  • hätten wa ma besser nachgedacht

    Bravo FTC – schade, dass sowas nicht von Aufsichtsbehörden aus Deutschland kommt.

    Antworten moderated
    • Du kennst doch unsere „Behörden“, dauert alles ewig und dann wirds noch verschlampert :D

    • @hätten wa ma besser nachgedacht: Wenn du betroffen bist, kannst du als Verbraucher klagen, die Verbraucherzentrale einschalten oder dich ans Bundeskartellamt wenden, wenn du einen Wettbewerbsverstoß erkennst. Was davon hast du getan? Welche Behörde ist daraufhin untätig geblieben? Merkste was? Hätten wa ma besser nachgedacht. ;-)

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