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Viele Erfolgsserien können ihr Publikum nicht halten

Ab Staffel 2: Netflix verliert immer mehr Zuschauer

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Netflix ist weiterhin der größte Streaming-Anbieter. Neue interne Auswertungen zeigen jedoch, dass zahlreiche erfolgreiche Eigenproduktionen nach ihrer ersten Staffel deutlich an Reichweite verlieren. Für den Streaming-Dienst ist das ein wichtiges Signal, denn inzwischen zählt vor allem, wie lange Nutzer Inhalte auf der Plattform ansehen und wie regelmäßig sie zurückkehren.

Beef Night Agent

Mehrere bekannte Produktionen zeigen diesen Trend. Die Live Action Umsetzung von „One Piece“ erreichte mit ihrer zweiten Staffel laut Netflix in den ersten vier Wochen rund ein Drittel weniger Zuschauer als zum Auftakt. „The Night Agent“ büßte im gleichen Zeitraum etwa die Hälfte seines Publikums ein. Mit der dritten Staffel gingen die Abrufe erneut deutlich zurück. Noch stärker fiel der Rückgang bei „Beef“ aus, wo die zweite Staffel mehr als 70 Prozent weniger Aufrufe verzeichnete. Auch „Avatar: The Last Airbender“ startete mit seiner zweiten Staffel deutlich schwächer als bei der Premiere.

Dass Serien im Laufe der Zeit Publikum verlieren, ist im Streaming-Geschäft grundsätzlich nichts Neues. Die aktuellen Unterschiede zwischen erster und zweiter Staffel fallen jedoch größer aus als in vielen früheren Jahren.

Anleger erwarten wieder neue Publikumserfolge

Laut einem Bericht von Bloomberg gehörten bislang lediglich „His & Hers“ sowie die vierte Staffel von „Bridgerton“ zu den großen Publikumserfolgen des Jahres. Produktionen wie „One Piece“ oder „Beef“, die ebenfalls hohe Erwartungen weckten, konnten diese Rolle nicht übernehmen.

Die Entwicklung sorgt auch an der Börse für Aufmerksamkeit. Netflix veröffentlicht zwar keine offiziellen Abonnentenzahlen mehr, Marktbeobachter gehen jedoch davon aus, dass sich das Wachstum insbesondere in den USA abgeschwächt hat. Gleichzeitig nimmt die insgesamt auf Netflix verbrachte Zeit nur noch langsam zu.

Zusätzliche Fragen warf zuletzt das gescheiterte Übernahmeinteresse an Warner Bros. Discovery auf. Nachdem Netflix das Vorhaben wegen des steigenden Kaufpreises aufgab, diskutierten Investoren verstärkt darüber, wie das Unternehmen künftig weiter wachsen will.

Netflix versucht deshalb, sein Angebot breiter aufzustellen. Neben Serien und Filmen investiert der Streaming-Platzhirsch verstärkt in Live Sport, Podcasts und Kooperationen mit regionalen Partnern.

06. Juli 2026 um 15:19 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    57 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Wichtig wäre, nicht immer neue Serien rauszuhauen, die Zuschauern gefallenen können, oder eben nicht, sondern die Erfolgsserien, die auf großes Interesse stoßen, spannend weiterzuentwickeln – über viele Staffeln hinweg, die idealerweise nicht ewig auf sich warten lassen.

    Wie zu den guten alten Zeiten (Startrek, Stargate, Desperate Housewifes, Hinter Gittern – der Frauenknast, Simpsons, Soutpark, Tatort usw.).

    • Aber genau das funktioniert ja offenbar so gut wie nicht, wie es im Artikel steht.
      Nachfolgestaffeln verlieren deutlich an Zuschauer.

      Deine aufgezählten Beispiele taugen in dem Sinne alle nicht, denn die Staffeln ließen durchaus auf sich warten, es fiel nur wenig auf, weil die Episoden im Wochenrhytmus herauskamen. Dadurch war die Lücke von Serienende bis zur neuen Staffel relativ klein.

      • Man muss auch nicht immer das Bedürfnis haben eine Serie mit einem offenen Ende auslaufen zu lassen. Manchmal ist eine Geschichte einfach erzählt und die zweite Staffel könnte genauso gut einen anderen Namen und Darsteller haben und kein Mensch würde sich an die erste Staffel erinnern.

        Dann gibt es ‚Serien‘ die nur aus drei-vier kurzen Folgen bestehen. Rechnet man Rückblick und Abspann raus hätte man auch einfach einen Film daraus machen können. 90% schauen sowas (wenn es gut ist) eh in einem Rutsch durch, dann brauche ich auch nicht diese künstliche Trennung. (Im Gegenteil: nervt)

    • Funktioniert aber nur, wenn die Masse der Zuschauer nicht schon stöhnend weitersucht, nur weil man den Serientitel schon kennt.
      Es muss immer was NEUES sein.

  • Naja, immer weniger Leistung für immer mehr Geld. Wem wundert das….. ?

  • Ich hasse unser Wirtschaftssystem so sehr, dass alles immer mehr, immer größer werden muss.
    Man gibt sich nicht mit wirklich guten Zahlen zufrieden, nein, noch mehr muss es sein.
    Dabei ist das wider jeglicher naturwissenschaftlicher Vorgänge. Unbegrenztes Wachstum ist widernatürlich

  • Die Zeit zwischen den Staffeln ist mMn einfach zu lange.

    • Really? In der Prä-Netflix-Ära dauerte es 7 Jahre, bis man alle Folgen von LOST gesehen hatte. DAS war lange.

      • @andre
        Really? Lost hatte doch 6 Staffeln. Sind schon 6 Jahre. Da sind 7 Jahre für alle Folgen in DE mit Syncro doch ok. Gibt bestimmt schlimmere Beispiele. Continuum bspw.

      • In der Zeit vor Netflix war es aber auch sehr selten, dass neue Staffeln mehr als ein Jahr auf sich warten liessen. Heutzutage ist das fast schon normal.

  • Oh, Night Agent Staffel 2 und 3 gingen total an uns vorbei, also danke :D

  • Man wird aber auch regelrecht zugeschissen mit neuen Serien. Bin ganz froh, aus dem Strudel raus zu sein und alles gekündigt zu haben.
    Ich fand Piraten eh immer schon cooler.

  • Kein Wunder. Wenn Filme und Serien nur noch so gedreht werden, dass Rollen dauern Expositionen aufsagen, damit Zuschauer auch beim Telefonieren oder Handyschauen noch folgen können, kann der Content wohl kaum für Staffel 2, 3 oder 4 fesseln.

  • Die 2. Staffel Beef ist so viel besser als die 1.! Da verpassen die Leute was…

  • Ach was?! Preise erhöhen und Qualität senken führt zu weniger Zuschauern? Wer hätte das nur ahnen können.

  • Bei One Piece und Avatar kann ich das nachvollziehen.
    Die erste Staffel hat man gesehen, weil man vom Hype angesprochen wurde. So richtig gut waren die aber eh nicht und waren schnell wieder vergessen und anderes stand im Fokus.
    Wenn dann die zweite Staffel irgendwann kommt, hat man vergessen, um was es eigentlich ging.
    Kurz die erste Folge gesehen und dann festgestellt: ach immer noch nicht besser geworden. Ende

    Im Gegenzug gibt es richtig gute Serien, die nach der ersten Staffel leider eingestellt werden.

  • Die Geschichte ist nach der ersten Staffel erzählt, wird dann um weitere Staffeln künstlich verlängert, mit Rückblenden und unnötigen Gesprächen ausgefüllt. Ich mag lieber Miniserien, da hat man immer mal wieder was neues und es besteht nicht Gefahr, dass die Geschichte endlos hingezogen und am Schluss nicht mal richtig aufgelöst wird. Ich bin immer noch traumatisiert von The Walking Dead ;-)

  • Alice O'Melleth

    Könnte das nicht irgendwie am stetig wachsenden Überangebot liegen?

    Wer kommt da noch hinterher?

  • Ich schaue lieber Serien, bei denen es schon einige Staffeln gibt. Andernfalls ist es immer schwierig, auf die nächste Staffel zu warten und dann wieder reinzukommen, wenn man in der Pause zwischen 2 Staffeln was anderes angefangen hat. Vor allem ist es dann doof, wenn man eine Staffel ansieht und feststellt, dass die Serie abgesetzt wurde.

  • Masse statt Klasse hat noch nie langfristig funktioniert. Wenn nur noch rausgehauen wird leidet allzu oft die Qualität.

  • Die zweite Staffel OnePiece war definitiv auch mindestens ein Drittel schlechter als die erste. :(

  • Mittlerweile habe ich irgendwie überhaupt keinen Bock mehr auf Serien, egal wo. Warum? Wenn du einen Film kuckst hast du etwa 2-3 Unterbrechungen durch Werbung was mir weniger schlimm vorkommt, als eine Folge die 2-3 durch Werbung gestückelt wird. Das nervt mich ungemein, und deshalb vergeht mir schon die Lust darauf. Allein beim Gedanken, dass ich beim Start direkt erstmal Werbung ertragen muss, vergeht mir schon die Lust. Richtig übertrieben hat es Disney+ weshalb wir davon weg sind. Auf Amazon habe ich nicht mal Bock zu stöbern.

  • Man kann bei allen Streamingdiensten beobachten, dass die Inhalte immer dünner und schlechter werden. Es gibt momentan allerhöchsten 2 Filme/Serien pro Anbieter, für die ich überhaupt Geld ausgeben würde. Allein Apple ist da um Meilen voraus und hat vielleicht 5 oder 6 interessant scheinende Angebote.

  • Noch so ein Faktor ist das man teilweise 1-2 Jahre auf ne neue Staffel warten muss dann pro Woche 1 Folge kommt in noch in der Staffel ein Midseason Finale bekommt und dann nochmal 3-6 Monate auf die restlichen Folgen wartet.

  • Ich sage nur Sommer, da schaue ich halt weniger Serien und Filme, als in der nassen und kalten Jahreszeit.

  • Kein Wunder. Statt gut produzierte, zeitnahe Staffeln einer Serie werden die Gelder in hunderte Müll/Trash Sachen verteilt, die eigentlich keiner sehen will, außer von denen die Netflix noch gebucht haben und deshalb denken es muss sich Preis-Leistungstechnisch ja irgendwie rechtfertigen.
    Oder die nächste Staffel dauert Jahre, sodass man das Interesse verloren hat, oder nicht über einen Zeitraum von 2 Jahren nicht mehr gewillt war unnütz weiter zu abonnieren.
    Alle 3 Jahre einmal für einen Monat Netflix reicht mir zum Beispiel vollkommen aus, um die wenigen guten Serien dann am Stück zu gucken, ohne Gefahr zu laufen dass die Serie aufgrund von Hype künstlich aufgebläht wurde und dann ohne Ende aufgrund von Zahlen eingestellt wurde…

  • Die Qualität bei Netflix hat meiner Meinung nach sehr abgenommen, oft billig wirkende spanische Serien, die schnell produziert wurden oder Filme ohne „Tiefgang“. Darüber hinaus sind Abos ohne Werbung bei Netflix schon sehr teuer, 13.99 oder 19:99 €. da überlegt man zweimal, ob man Netflix abonniert.

  • Wieso immer in Sport? Das sollen die in nem Extra-Gebühren-Ding abfackeln, damit da nur die Zahlen, die das auch sehen wollen. Gibt je genügend Menschen, die anderen Menschen beim Sport (oder wie bei der WM und Wrestling) oder dem abgesprochenen Ergebnissen zuschauen wollen.
    Aber jemand wie ich, den sowas nicht mal am Busen der Natur vorbeigeht, wenn da einer gegen nen Ball tritt oder mit nem Auto im Kreis fährt, der ärgert sich, wenn er sowas mitfinanzieren soll.
    Sport in ne Sport-App,
    Musik in ne Musik-App,
    Spiele zu den Spielen,
    Podcast ebenfalls von Music trennen und zu Podcast,
    usw … System ist recht simpel zu verstehen.

    Und ein Vorschreiber hatte es schon erwähnt: Netflix soll auch aufhören, RTL2-Formate selbst zu produzieren. Gibt doch genügen Mist in der Richtung. Und dann auf das konzentrieren, was einen groß gemacht hat und in dem man gut ist: spannende Serien und Filme. Qualität und nicht den Nutzer zuscheibben mit jedem Mist in Hülle und Fülle.

  • Vielleicht liegt es auch bisschen daran, dass die Pausen zwischen den Staffeln mehrere Jahre dauert und die Menschen fast vergessen, dass sie eine Serie mochten. Oder einfach die Lust daran verlieren.

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