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3 Prozent der Beschäftigten müssen gehen

10.000 Stellenstreichungen bei Amazon: Alexa im Fokus

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48 Kommentare 48

Nach einem massiven Stellenabbau von rund 50 Prozent beim Kurznachrichten-Dienst Twitter und einer, dem Vernehmen nach, ebenfalls um die 10.000 Stellen betreffenden Entlassungswelle bei der Facebook-Mutter Meta, zieht nun auch der Online-Händler Amazon nach.

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3 Prozent der Beschäftigten müssen gehen

Dieser wird seinerseits ebenfalls um die 10.000 Stellen streichen und so mit einer Reduktion seiner Ausgaben auf die sich verschlechternde wirtschaftliche Gesamtsituation reagieren. Dass Amazon entsprechende Einsparmaßnahmen prüft, wurde erst vor wenigen Tagen bekannt, nach Erkenntnissen der New York Times hat sich die Führung des Unternehmens auf den umfangreichen Stellenabbau verständigt und hat die Befürchtungen vieler Entwickler damit konkretisiert.

Im Kontext: Die Streichung von 10.000 Stellen entspricht etwa 3 Prozent der im Unternehmen Beschäftigten.

Alexa im Fokus

Im Zentrum der Stellenstreichungen soll Amazons Devices-Abteilung stehen, also der Unternehmensbereich der sich um die Sprachassistenz Alexa und die Geräte kümmert, auf denen Alexa vornehmlich zum Einsatz kommt, also etwa die Echo-Lautsprecher und die Echo-Show-Displays.

Die Devices-Abteilung gilt innerhalb Amazons als einer der großen Verlustbringer und arbeitet weitgehend entkoppelt von der restlichen Belegschaft, die im Rahmen der für Amazon äußerst profitablen Pandemie nahezu verdoppelt wurde.

Zwar könnte das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren mehrere hundert Millionen der sprechenden Lautsprecher absetzen, verdient am Verkauf einzelner Alexa-Produkte jedoch nur wenig und hat bislang noch keine erfolgversprechende Strategie erarbeitet wiederkehrende Umsätze mit den bereits verkauften Geräten zu erwirtschaften.

In den vergangenen Jahren soll die Devices-Abteilung immer wieder rote Zahlen geschrieben haben. Allein 2018 Betrug das Defizit 5 Milliarden US-Dollar.

15. Nov 2022 um 06:56 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    • Wird denn Siri besser, nur weil ein Konkurrent schwächelt?!

    • Alexa ist gerade im softwarebereich sehr dominant. Hier sollen ja eher stellen im hardwarebereich eingestampft werden. Wenn man sich die aktuelle speaker Palette anschaut kann man das auch gut nachvollziehen. Wer braucht schon vom dot bis zum wandpanel und folgenden Monitoren alles? Zwar cool zu sehen was da alles möglich mit Alexa ist am Ende aber ein zu aufgeblähter Katalog.

      • Genau: Wer braucht schon die ganze Palette? Ich jedenfalls nicht und brauche weder Alexa noch Siri. Höchstens im Hintergrund werkelt Siri, aber „persönlich“ bekommt sie mich nicht zu hören. Ich kann Licht auch selbst ein-/ausschalten, Musik/Radio auswählen geht auch noch selbst usw. Also, nein Danke. Diese Automatisierung unterstützt nur die persönliche Faulheit …

      • Siri hab ich in den ganzen Jahren, wo ich Apple-Geräte nutzen, viellecht 5 mal benutzt.
        Meine ganzen Alexa-Geräte stehen in ner Kiste verpackt und warten auf Weiterverwertung, eBay oder so.

        Ich bin mittlerweile auch weg von dem Thema, nice-to-have aber ich brauchs nicht wirklich. Mein Licht schalte ich auch lieber am Schalter ein.

  • Alexas sind nur gut ums Licht an und auszuschalten und mal eben schnell Musik abzuspielen, sich wecken zu lassen und nach dem Wetter für morgen zu fragen. Alle Dinge wo man kein Geld verdienen kann. Außer diese Funktionen gibts dann nur noch im monatlichen Abo :-) ist ja Trend alles zum Abo zu machen

    • Alles Sachen, die ich auch ohne Siri/Alexa usw bekommen/erledigen kann (ist ja auch kein Mehraufwand). Also, warum sollte ich solche Abhängigkeiten eingehen?

      • Weil es vielleicht auch noch andere Konsumenten gibt. Warum denken manche immer, sie wären der Nabel der Welt ?

      • @Nebumuk: Bitte nicht von dir auf andere schliessen. Vermutlich denkst du, dass der Nabel der Welt bist und deswegen hast du Angst, dass es einen anderen geben könnte …

        Ich bin ich (ein Konsument) und andere sind andere (auch Konsumenten). So wie du du bist (Konsument) und nicht die anderen Konsumenten. Also, warum soll ich (eine Meinung anderer (oder deine) nachplabbern oder etwas schreiben, wozu ich nicht stehen kann?

        Hier bei den Kommentaren geht es ja um eine persönliche Meinung des/der VerfasserInnen. Also schreibe ich meine Sichtweise zu diesem Thema, ich habe niemanden angegriffen oder pers. verletzt.

        Wenn dir meine Meinung zu Alexa/Siri nicht zusagt, tja, damit musst du halt leben. So wie ich damit leben kann (bzw es mir ziemlich egal), dass du vllt. aktive Alexa-Kisten bei dir zu Hause stehen hast. Vielleicht fühlst du dich ja persönlich betroffen, weil du auf einmal merkst, dass Alexa/Siri vllt. wirklich die eigene Faulheit fördert?!

        Ich frage mich, wie du da auf die „Nabel der Welt“-Theorie kommst?! Denke mal darüber nach, was diese Kommentare sonst sind, wenn nicht eine pers. Meinung zu einem Thema (Ok nicht alle/immer, aber meist passt es).

  • Wie sieht es wohl mit anderen Devices -wie etwa Ring- aus? Ob es sich darauf auch auswirkt?

  • Und es stört keinen, das 10.000 Menschen den Job verlieren. WOW.

    • Nein, warum? Das ist der Lauf des Lebens! Ich finde es sogar gut, dass dort aufgeräumt wird.

      • Schön ist das nicht. Es gibt aber auch den Effekt, dass Firmen Mitarbeiter quasi horten. Das führt teilweise dazu wirklich gute Leute auf dem Arbeitsmarkt fehlen und in ihrer jetzigen Position ihr Potential nicht ausschöpfen können. Das schadet der Wirtschaft unter dem Strich auch.
        Ich bin selbst Softwareentwickler und da es sich bei den Entlassungen bei Amazon um Entwickler (Hardware & teilweise wohl auch Software) handeln soll, seh ich das nicht so eng. Wenn die Firma in der ich arbeite pleite gehen würde, würde ich mir keine Gedanken um meine Job-Aussichten machen, sondern eher um die von meinen Kollegen z.B. aus dem Verkauf. Bei Stellenausschreibungen ist das Verhältnis von Bewerbern für diese beiden Jobs ungefähr bei 1:34 und wenn es um wirklich passende Bewerber geht eher bei 1:60+.

      • Ahhhja. Dein Name ist vermutlich Motto und so sieht die Welt für dich dann auch besser aus …

    • In den USA? Nein. Die wollten dadrüben ja den turbokapitalismus (aka American dream). Mich wundert es auch nicht, dass 20qm Wohnungen dort in den Städten mehrere tausend Dollar kosten. Gibt schon nen Grund warum ich unser Wirtschaftssystem wesentlich besser finde mit all den Arbeitnehmergesetzen die wir haben.

    • Amazon hat in 2 Jahren 800.000 neue Mitarbeiter eingestellt, da fallen 10.000
      weniger kaum auf. Mag ja sein, dass die in verschiedenen Bereichen tätig sind, aber dennoch

    • Mich wundert es das Amazon sogar viele in Hardwarebereich hat, sie lassen das Zeug ja bauen und bauen es selber nicht.

      • Aber entwickeln muss das Zeug ja auch einer und das wird sicherlich inhouse sein, genau wie bei Apple und Co auch.
        Wer das Zeug dann am Ende nach vorgaben baut, ist egal, gibt genug Auftragsfertiger auf der Welt.

      • Ja Entwickeln schon, aber da hätte es nie so viele Entwickler dafür gebraucht und das Kapieren die IT-Konzerne nun auch langsam.

      • Mehr als 100 innovative Leute brauchst du dafür nicht. Je mehr da im Brei rühren desto mehr Schnittstellen Abstimmungen usw. Da ist es klar, dass da keine Kohle verdient werden kann

    • … nicht wirklich die richtige Plattform hier, oder? Traurig, ja, aber „normaler“ für die Amertikaner. Wird als Change gesehen und nicht wie in Deutschland als persönliche Katastrophe…..

    • Ich glaube es gibt kein einforderbares Recht auf Vollbeschäftigung…und dann ist das halt so.

  • Richtig so wenn ich mir die Software von Alexa anschaue, dann ist das einfach nur schlecht. Auf dem Echo. Schon um 15 kann sie überhaupt nichts. Man kann nicht mal die Fenster anordnen. Ich würde alle raus werfen und neu anfangen.

    • Um 15 Uhr?

      Also Alexa finde ich auch nicht besonders, aber ist immer noch deutlich intuitiver und funktioniert zuverlässiger als Siri. Der einzige Vorteil von Siri ist die kognitive Erkennung, aber das bringt auch nichts, wobei 7 von 10 Versuchen mit „Einem Moment bitte… gleich hab ich’s“ enden.

  • Käpt'n Blaschke

    Und zuvor wurden selbst durchschnittlich talentierten Berufseinsteigern atemberaubende Gehälter gezahlt, weil sich die Techunternehmen das Personal gegenseitig abgeworben haben. Amazon war einer davon. Sie waren noch nie ein guter Arbeitgeber. Meine Kollegen, die dort früher gearbeitet haben, haben zwar von guter Bezahlung berichtet, aber von brutalen Arbeitsbedingungen. Wegen der absurden Gehaltsentwicklung an der Westküste hat mein Arbeitgeber die meisten Stellen, die durch abgewanderte Mitarbeiter frei geworden sind, in Texas neu besetzt. Dort konnten qualifizierte Mitarbeiter zu sehr guten aber realistischen Konditionen eingestellt werden, weil dort keine solche Gehaltsspirale vorherrscht. Durch Home Office können die Kollegen auch arbeiten von wo sie wollen und müssen nicht die absurden Immobilien und Mietpreise in Silicon Valley und Seattle zahlen. Im großen Stil entlassen wird bei uns natürlich niemand. Im Gegenteil.

  • Aktuell funktioniert Alexa auch nur bedingt gut…
    Bei mir sind 6 x Smart Bose und 2 x Echos im Betrieb. Man steht direkt vor einem der Dinger und eine Alexa in einem anderen Raum antwortet oder spiel etwas ab. Frustrierend…

  • Es ist ja schön, dass die Echos extrem billig sind, aber die könnten doch zumindest beim Kauf den Ertrag verbessern…

  • Echt traurig, das eine gute Idee und Umsetzung (Echo, Alexa) zu wenig Gewinn bringt, das jetzt über 10.000 Menschen ihren Job verlieren.

    Klar…ich verwende Alexa für Musik, Licht und Fernsehen, aber das ist halt mein eigenes Bedürfnis, obwohl mehr möglich ist.
    Ich bin wahrscheinlich in dem Alter, das ich lieber viele Dinge noch selbst ausführe.
    Ich wären wahrscheinlich auch nicht auf Echo und Alexa aufgesprungen, wenn Siri besser wäre und der große HomePod nicht eingestellt wäre…

    • Es werden ja nicht nur bei der Alexa Sparte Leute entlassen, da gibt es einen konzernweiten Kahlschlag. Bei der Masse an Echo Geräten wundert es mich aber auch nicht dass man dort mal etwas mehr auf Quantität gehen will.

  • 10.000 sind aber bei weitem keine 3%.
    Amazon hat knapp 1,5 Mio. (1.468 Mio laut Wikipedia) Beschäftigte.
    Das wären gerade mal 0,6%.
    Bitte korrigieren.

    • Die 10.000 Stellen entsprechen 3 Prozent der sogenannten „Amazon Corporate Employees“, also den festangestellten Entwicklern, Managern und Projektleitern, den Buchhaltern und Anwälten. auf die 1,5 Mio. weltweite Beschäftigte kommst du, wenn du Lagerarbeiter und Stundenkräfte in Logistik und Distribution mitzählst.

      • Hallo Nicolas,
        danke für die Klarstellung. Geht aus dem Text so nicht hervor, das auf Amazon als Unternehmen an sich eingegangen und davon gesprochen wird. Könnte man ggf. nochmal klarstellen.

  • Ich verstehe nicht wieso aus heiterem Himmel Alexa als Flop bezeichnet wird. Ich dachte immer, dass sich die Geräte sehr gut verkaufen ließen. Ich kenne viele, die zuhause mindestens eine Alexa Gerät haben.

    Komisch.

  • Wenn man die Geräte halt auch immer wieder verschenkt, ist das kein Wunder. Ein Echo Dot für 19€… wie soll man da Gewinn einfahren? Jeder weiß, dass man Amazon Hardware nicht außerhalb eines Sales kauft.
    Außerdem bedenken sie auch nicht welche Aboeinnahmen durch die Speaker zusätzlich generiert werden. Ohne die ganzen Echo Dots bei mir im Haus hätte ich mich damals nicht für Amazon Music sondern für Spotify oder Apple Music entschieden.
    Da wird wieder nur auf die direkten Einnahmen der Hardwareabteilung geschaut. Die Folgeeinnahmen durch die verkaufte Hardware werden dann den Services angerechnet. Die gäbe es häufig jedoch nicht ohne gute Hardware.

  • 3% der Stellen ist aber nicht korrekt.
    10.000 Stellen machen bei aktuell weltweit 1,468 Mio. Beschäftigten nur ca. 0,6% aus.

  • Also dass die Hardware ein Verlustgeschäft ist wundert mich überhaupt nicht. Denke Apple ist mit dem HomePod Mini schon an die Grenze gegangen wenn die Hardware das Geschäftsmodell tragen soll…

  • Habe zwei Echo Shows – einen großen und einen kleinen. Wir nutzen sie aber seit Jahren nur dafür um Radio auf Sonos zu starten bzw. zu stoppen. Nichtmal zum Ändern der Lautstärke sind sie sinnvoll weil die Sprünge viel zu weit sind, also entweder wird es viel zu leise oder viel zu laut.

    Die Displays in den Geräten haben sich für uns als vollkommen nutzlos erwiesen weil die Konfiguration irre umständlich und unlogisch ist. Dabei könnte man da so viel machen/anzeigen lassen.

  • Mir sind diese Tech-Riesen ohnehin zu dominant. Und dass die Goldgräberzeiten langsam zu Ende gehen finde ich gut.

  • Sebastian Voigt

    Kein Wunder so oft wie die Dinger im Angebot sind. lol…

  • der alte Berliner

    Mmh, bei Twitter/Facebook/Amazon jeweils 10.000 Mitarbeiter … was haben die wohl dort gemacht und warum werden diese Mitarbeiter „plötzlich“ nicht mehr gebraucht? ;-)
    Im Support oder Service waren die jedenfalls nicht. In der Forschung wohl auch nicht.

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