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Zeitschriftensterben im IT-Bereich: Macwelt stellt Printausgabe ein

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Mit der Macwelt verschwindet die wohl traditionsreichste deutsche Mac-Zeitschrift aus den Zeitschriftenregalen. Die aktuelle Ausgabe 9/2015 ist die letzte gedruckte Version des Computermagazins, künftig setzt der Verlag ausschließlich auf digitale Angebote.

macwelt

Die Macwelt geht damit den gleichen Weg wie ihr bereits 2014 eingestelltes Muttermagazin, die amerikanische Macworld. Gerade im schnelllebigen IT-Bereich können Print-Magazine dem Anspruch der Konsumenten immer weniger gerecht werden, Online-Angebote haben hier mit tagesaktueller Berichterstattung die Nase vorn.

Die hinter der Macwelt stehende IDG Tech Media GmbH sieht diesen Schritt als Teil einer internen Neuausrichtung und erklärt gegenüber ifun.de:

Nach dem Verkauf der Entertainment-Sparte an die französische Media-Gruppe Webedia schreitet die Neustrukturierung bei IDG Deutschland in Folge des globalen Strategieprozesses weiter fort, um sich auf den Ausbau als weltgrößtes Tech Media-, Data- und Service-Unternehmen zu konzentrieren. Die im Mittelpunkt der Strategie stehende Fokussierung auf digitale Medien wirkt sich jetzt dementsprechend auch bei der IDG Tech Media GmbH aus. […] Die Print-Ausgabe der „Macwelt“ wird mit dem Erscheinen der Ausgabe 9/2015 eingestellt. Künftig werden alle Inhalte rund um das Apple-Portfolio ausschließlich für digitale Plattformen von einer eigenständigen Inhouse-Redaktion produziert.

Mit der Macwelt stehen wir seit nunmehr über einem Jahrzehnt in einer freundschaftliche Beziehung. Wir wünschen den Kollegen alles Gute für die neue Zukunft.

Montag, 17. Aug 2015, 10:47 Uhr — Chris
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  • Das ist sehr schade! Habe die Printausgabe der digitalen vorgezogen. Schade…. Dann werde ich wohl mein Abo kündigen, ich habe lieber eine Zeitschrift in der Hand.

  • Ich habe seit Jahren die diversen digitalen Ausgaben im Abo. Die Entwicklung scheint zwangsläufig und für mich eher wünschenswert.

    • Klar, alles Papiermüll aus heutiger Sicht. Denn letztlich liegen die gesammelten Werke sowieso nur noch rum. Denn wenn man mal was sucht, was früher noch zu einem Durchblättern älterer Ausgaben führte, wird heute gegooglet. Der Anteil der heute noch alte Ausgaben durchsucht ist wohl verschwindend gering.

      • Genau! Da lobe ich mir die PAGE. Hier gibt es zum Jahresende eine CD mit allen Printausgaben des Jahres als durchsuchbare PDFs!

  • Ist die online Ausgabe komplett kostenlos? Oder gibt es erweiterte Inhalte im Abo?

  • Lese ich garnicht gerne, bin selber Drucker (seit neuestem heißt das ja Medientechnologe Druck). Aber die Entwicklung ist wohl nicht aufzuhalten.

    • Ich denke du hast da einen aussterbenden Beruf, das tut mir Leid! Hast du bei Raumschiff Enterprise schonmal ein Stück Papier gesehen? :-)
      Ok bisschen extrem, aber darauf läuft es hinaus…

      • Da gebe ich dir recht. Ich habe allerdings nur noch etwa 9-10 Jahre. So lange sollte es noch gut gehen. :-/

  • Heise scheint keine Probleme zu haben – vielleicht liegt es doch an der Qualität

    • Sehe ich genauso! Ich bin als Abonnent der MacLife auch teilweise schockiert über deren Niveau – aber die eintausendste Geschichte wie man seinen Mac noch schneller macht, verkauft sich nicht mehr – das werden die Kollegen bei der PC-Welt/Chip/etc. auch noch merken.

    • Heise-Heft lebt von Alt-Abonnenten und Bibliotheken. Die werden nur nicht damit hausieren gehen, dass die Auflage sinkt. Allein wegen den WErbekunden, diese genannten Auflagen sind ohnehin alle völlig unrealistisch

    • War auch mein Gedanke. Ich habe 3-4 mal reingelesen und mir dann gedacht „hm, ähnliches Niveau wie PCWelt, das kann ich mir auch schon lange nicht mehr antun“.

  • Serviervorschlag

    Ich fand die Zeitschrift zwar ganz nett aber informativ ist anders. Wirklich Neues stand da nie drin, die Infos kannte man schon Wochen vorher. Und kritische Artikel waren auch sehr rar gesät. Verzichtbare Zeitschrift in meinen Augen.

  • Ach? Ist die geniale Idee nicht aufgegangen, den blöden Lesern ein pdf für denselben Preis wie das gedruckte Heft anzudrehen? Mein Mitleid hält sich arg in Grenzen. Jetzt können sie mal zeigen, ob sie bezahlwürdige Inhalte bieten können.

  • Bis auf die Tageszeitungen und Wochenzeitungen (und das nur wegen dem groß an älterem Denken „morgens die zeitung beim frühstück) wird das wohl in nächster zeit noch den anderen verlagen auch drohen. Die Zeitungen werden dann als letztes dran sein bis die Fraktion der „du gugst immer nur aufs iphone/ipad“ dann auch ausgestorben ist. (Und ja, ich lese die news aufm iphone und ipad und bekomme die sprüche dann immer von meiner oma zu hören die in der Zeit ihre wochenzeitschrift durchblättert).

    • Ich lese alles was geht offline zB teile ich mir die Tageszeitung morgens mit mit meiner Frau … schon mal versucht das mit einem iPad zu machen? Und Abends dann den Biomüll einzuwickeln?

      :-)

      • Ich lebe alleine, da kann ich mir das (zum glück) mit dem zeitung teilen sparen. (Lese DIE ZEIT aber auch teils per papier und teils per app). Für den Biomüll hab ich einen eimer, ist auch eher zu empfehlen als die zeitung ;)

  • Ich habe seit einigen Monaten auf meinem iPad die App readly. Hier ist u.a. die Macwelt enthalten.
    Ich finde die App klasse. Sie hat viele Zeitschriften, die ich gerne auf dem Klo lese
    Das ganze für monatlich 9,90€.

  • Ironischerweise habe ich gerade Tech-Magazine lieber in Print-Form vor mir. Sehr schade, dass die Zeitschrift eingestellt wird, aber es gibt ja noch ein paar Alternativen.

  • Es gibt ja inzwischen div. Dienste die die Möglichkeit bieten, ein Einzelexemplar ausdrucken zu lassen, egal ob Zeitschrift oder Buch. Beispiel issuu.com

    Das wäre doch eine Alternative für den Verlag.

  • Ich finde das schade, obwohl finanziell verständlich. Auch wenn ich in den Ferien eBooks lese, konnte ich mich bisher nicht mit eZeitschriften anfreunden. Das haptische Gefühl, einen toten Baum in den Händen zu halten, kann mein Kindle/iPhone/iPad nicht simulieren…

  • Traurig so was! Zum Lesen gehört für mich (70Jahre jung) immer noch, bedrucktes Papier in den Händen zu halten. Die Macwelt wir mir fehlen!

  • Ist nicht schade drum. Ich habe in den MacWelt-Ausgaben der vergangenen 2 Jahren keinen einzigen wirklich kritischen Artikel gelesen. Überhaupt bekommt man den Eindruck, das sämtliche auf dem deutschen Markt befindlichen Zeitschriften rund um Apple in Cupertino gedruckt werden. Da ist (kurioserweise) auch Mac&I zu nennen. Will man seriöse und kritische Berichterstattung aus dem Hause c’t muss man deren Stammblatt lesen.

  • Ich habe ein Abo für die Printausgabe für ein ganzes Jahr. So wurde es auch im Voraus bezahlt. Ich kann mir nicht vorstellen, das man ungefragt einen Vertrag so einfach einseitig abändern kann. Ich erwarte daher noch die restlichen Ausgaben gedruckt. Schließlich habe ich auch dafür bezahlt.

    • Du wirst höchstens das Geld zurück bekommen, wenn die Zeitschrift eingestellt wird wars das eben.
      Ich hatte mal ein Abo der MacDeveloper aus dem selben Verlag, die ist dann in die Web und Mobile Developer umbenannt worden und hatte komplett andere Inhalte. Totaler Mist.

  • Ich finde es nicht schade um das Heft – so leid es mir dann auch für einzelne Redakteure tut.

    Die Macwelt fand ich immer uninteressanter. Es ist der Redaktion kaum gelungen, einmal eigenständige, aktuelle Themen zu setzen und ist gefühlt nur von Keynote zu Keynote gehetzt: „Was bringt das Apple-Jahr?“, „Kommt das iphone6?“ „alles zum iphone6“ etc…

    Gegenbeispiel ist dafür mich klar die mac&i, die ganz eigenständig Themen aufgreift, von denen man gar nicht wusste, dass sie einen interessieren.

  • norbert geiblinger

    Naja, ich fand das Magazin nicht sooo schlecht, habe es allerdings auch nicht regelmäßig gekauft, aber für eine längere Zugfahrt. . . . .

    e-books konnte ich noch nie ausstehen – gedruckt ist gedruckt – Gut, ich bin Grafiker/Musiker und vielleicht kommts von daher. Ich arbeite teilweise bis zu 14 Stunden mit Computern, das reicht. Ein gutes Buch bzw. Magazin in gedruckter Form ist dann eine willkommene Abwechslung.

  • Die Druckkosten sind allgemein nicht so hoch wie angenommen und die Bereitschaft für digitale Inhalte gutes Geld zu bezahlen ist eher gering.
    Somit wird eine digitale Macwelt wohl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, da die Ersparnis nicht so hoch sein kann, als dass man eine große Redaktion behalten könnte.
    Mehr als iFun oder ähnliche Seiten werden Sie auch nicht hinbekommen.

  • Marc Wagner, Luxemburg

    Schade für die MacWelt! War regelmässiger Leser seit 20 Jahren.
    Die Inhalte waren klar, ohne Blingbling und für alle verständlich. Man beschränkte sich auf das Wesentliche. Wirklich Schade!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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