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Neue Vorwürfe: US-Behörden überprüfen Apples Musikstreaming-Deals

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25 Kommentare 25

Am 8. Juni soll Apple neben einem neuen, hauseigenen Musikstreamingdienst als Nachfolger für das bislang nur in den USA verfügbare Beats Music auch eine überarbeitete Version von iTunes Radio vorstellen. Im Vorfeld scheint sich das Unternehmen nun allerdings verstärkt mit den US-Behörden herumschlagen müssen. Zu Wochenbeginn machte die Meldung die Runde, dass Apple die unzulässig Druck auf die Musiklabels ausübe, um deren Zusammenarbeit mit Konkurrenzanbietern wie Spotify zu beeinflussen, nun legt der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg nach und berichtet von weiteren Ermittlungen gegen Apple.

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Tim Cook, Eddy Cue, Dr. Dre und Jimmy Iovine (Bild: Apple)

Neben den Justizbehörde habe demnach auch die US-Handelskommission ein Auge auf Apple. Das Unternehmen hatte offenbar versucht, mit diversen bekannten Künstlern exklusive Streamingrechte zu vereinbaren. Die Ermittler sehen nun wohl die Gefahr, dass derartige Deals die Zusammenarbeit zwischen Künstlern bzw. deren Labels und Musikstreaminganbietern generell verändern. Auch hier bestünde die Gefahr, dass die Labels Apple künftig mit Exklusivverträgen bevorzugen.

In wieweit die Vorwürfe berechtigt sind und auf Dauer Bestand haben, bleibt abzuwarten. Jedenfalls scheint es nicht unwahrscheinlich, dass Apple versucht, seine Marktmacht gegenüber den Labels auszuspielen, um den Verlust eben dieser zu verhindern. Das Unternehmen drängt sehr spät auf einen mittlerweile gut gesättigten Markt für Musikstreamingangebote und muss hier zudem gegen bei nahezu allen Konkurrenten vorhandene, werbefinanzierte Gratis-Abos antreten. Dem Vernehmen nach plant Apple ein solches Modell nicht, sondern setzt ausschließlich auf ein kostenpflichtiges Angebot.

Mittwoch, 06. Mai 2015, 8:09 Uhr — Chris
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  • Guten Morgen ,
    Eine Anmerkung „…US-Behörden herumschlagen ZU müssen.“

    Sonst ist der Artikel inhaltlich top!

  • Nur ein kostenpflichtiges Angebot kann auf Dauer sicher stellen, dass wir auch in Zukunft ordentliche Musik geboten bekommen. Dienste wie spotify würden auf lange Bank das aussterben eines großen Teils an Musikern bedeuten. Die Einnahmen der kleinen Künstler sind gegen null und nur die ganz großen verdienen noch daran. Die Frage ist jedoch nicht nur, wie teuer es sein darf/muss/soll, sondern viel wichtiger ist die Verteilung der Einnahmen. Apple hat durch iTunes gute Erfahrungen und einen guten Einblick, daher hoffe ich, dass sie es etwas intelligenter machen als andere. Wenn der Dienst gut ist sehr ich Turm kein Problem für Apple auf lange Bank Drittanbieter dich noch zu überholen, da es nunmal einfacher und bequemer ist alles aus einer Hand zu haben… Ob das für alle beteiligte gut ist wissen wir leider erst in ferner Zukunft (Thema Monopol).

    • Das nennt sich freie Marktwirtschaft. Niemand wird zu Spotify gezwungenen. Apples Interessen liegen nicht beim Künstler, sondern bei Ihnen selbst und den Labels. Bei aller Liebe zu Apple, das ist widerlich.

      • Grad Grad kaum was mit dem Grundgedanken meines Beitrags zu tun… Und selbst wenn wir zum Thema freie Marktwirtschaft kämen… Würde genau so bedenklich bleiben, den Fakt ist nunmal, dass nur die Riesen Labels und Megastars an spotify verdienen! Das kann und darf nicht im Sinne des Erfinders sein! Es muss (ob spotify oder Apple) ein Verteilungsschlüssel her, nach dem DER Titel Geld bekommt, der auch definitiv gespielt worden ist.., so ist es zur Zeit aber nicht!

      • Sehe ich auch so, Apple ist ein gewinnorientiertes Unternehmen. Denen geht es nicht um die Künstler, sonder nur um unser Geld ;D

      • @André P.: was du aber außer acht lässt, viele der kleinen Künstler würden ohne Gratisangebote überhaupt keine Aufmerksamkeit bekommen. Beworben und gekauft werden in erster Linie die großen Namen. Durch das gratis Streaming stößt man schnell mal auf einen kleinen, den man nie und nimmer auf dem Schirm bekommen würde, wenn alles nur „bezahlt“ werden soll…

        Also sehe ich eher einen Vorteil für die kleinen im gratis Streaming, ähnlich wie bei Radiosendern (und hier meinen ich nicht den kommerziellen Sch***…) Gratis heißt hier ja nur, dass wir nichts zahlen müssen. Geld wird trotzdem verdient, eben über Werbung und da bekommen die kleinen auch was ab. Und ich denke mehr als wenn man deren Musik kaufen müsste, weil man eben zufällig darauf soßen kann ;)

      • widerlich ist nur euer Geiz ist geil.

      • das mehr als widerlich ,die haben natürlich auch Angst das der Kauf von baet flopp wird .

    • Gewinnorientiert auf jedenfall, jedoch verdienen BUS JETZT die Künstler auch wirklich durch Apple! Durch spotify eben nicht!

    • Werbefinanzierte Angebote gibt es schon so lange wie ich denken kann. Ich werde mir kein kostenpflichtiges Abo holen. Spotify läuft eigentlich nur im Hintergrund. Musik, die ich mag, kaufe ich mir. Ich gehe auch zu deren Konzerten.
      Wer Musik nur wegen dem Geld macht, der muss dann halt gut sein. Ist bei Sportlern doch auch so.

    • Ich kann dir nur zustimmen André!
      Content muss kostenpflichtig bleiben, die Verteilung der Einnahmen an die Kreativen muss gerechter gestaltet werden. Gratisangebote darf es nur geben, wenn der Schaffende das so will.

  • Gut das es untersucht wird. Angeblich soll Apple ja auch Geld geboten haben wenn die Labels Videos von youtube entfernen. Wenn das stimmt ist das skandalös!!

    • Vorwürfe sind immer schnell gemacht.

      • Ja genau, nur Vorwürfe. In 10 Jahren stellt sich dann heraus, dass Apple unsere Devices (iPods) soweit manipuliert hat, dass nur iTunes Dateien abgespielt werden konnten. Aber sind halt nur Vorwürfe…wach auf Junge.
        Apple führt sich auf wie ein kleines Kind, dass nicht zur Geburtstagsfeier eingeladen wurde. Selber schuld, erst Lichtjahre verpennen und jetzt den Gockel machen. Fragt euch doch mal selber mit wem Apple diese Exklusiv-Verträge vereinbart? Glaubt ihr wirklich das sind die unbedeuteten Indie-Künstler/-Labels? Oder doch eher Größen wie U2, Jay-Z & Co. Es bleibt wie gehabt, die Reichen werden immer reicher…Die armen Künstler aber vorschieben ist einfach nur peinlich.

      • Lichtjahre sind Strecken Angaben, keine Zeit.

      • Twittelatoruser

        DV1D: Das mit Lichtjahre ist nur eine bedingt richtige Erwähnung. Lichtjahre sind zwar theoretisch nur Entfernungen, aber umgangssprachlich meinte er es vermutlich metaphorisch. Man weiß, wie lang ein Lichtjahr ist. Dann weiß man in der Regel auch, dass es nicht Schnelleres als Licht gibt (bisher seit vielen Jahren!). Demzufolge braucht man für ein Lichtjahr mind. ein Jahr um die Strecke zu überwinden. Aber um diese Strecke zu überwinden ist es menschlich nur im ein Vielfaches langsamer möglich. Somit braucht man praktisch viele Jahre die Strecke zu überwinden, weshalb man dies auch als sehr grobe, aber enorme Zeitangabe interpretieren könnte.

      • Oha ein Verschwörungstheoretiker. Der alles was er im I-net gefunden hat im Raum stellt. Fein fein.

  • Streams, IMatch oder Downloads, alles wieder abgeschafft. Der CD Markt ist über 30 Jahre alt und bietet von 0,01 – 5€ alles im gutem Zustand gebraucht an. Und die CD steht im Regal. Da kann sogar von den Russen das Internet hier lahm gelegt werden, ( wenn denn gewünscht ), und ich kann immer noch meine Lieblingsmusik hören. Und die Qualität ist auch noch besser.

  • Beatport und Radio
    Was will man mehr

  • Apple soll auch simpfy nachgeholfen haben auf der Chip Seite zul lesen .

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