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Gegen Gratis-Streaming bei Spotify & Co.: Apple soll Druck auf Labels ausüben

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In den USA stehen schwere Vorwürfe gegen Apple im Raum. Einem Bericht des Onlinemagazins The Verge zufolge ermittelt die amerikanische Justizbehörde wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht. Apple habe versucht, auf die Vereinbarungen zwischen den Musiklabels und Anbietern, die mit dem Apple-Dienst Beats Music konkurrieren, Einfluss zu nehmen.

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Angeblich will Apple auch keine Musik-Videos auf YouTube

Das Magazin beruft sich auf mehrere Quellen, denen zufolge Apple mithilfe seiner dominanten Marktstellung versucht habe, die Labels von einer Verlängerung ihrer Verträge mit den Beats-Music-Konkurrenten abzubringen. Konkret seien Apple die kostenlosen bzw. werbefinanzierten Angebote von Diensten wie Spotify oder auch YouTube ein Dorn im Auge. Apple wolle durch deren Beschneidung die Nachfrage nach dem eigenen, Gerüchten zufolge in Zukunft ausschließlich kostenpflichtigen Musikangebot steigern. So habe Apple beispielsweise der Universal Music Group die Zahlung der von YouTube erhaltenen Lizenzgebühren in Aussicht gestellt, wenn das Label im Gegenzug die Wiedergabe der eigenen Songs über die Videoplattform unterbinde.

Der von Apple zusammen mit der Kopfhörermarke Beats übernommene Streamingdienst Beats Music ist bislang nicht in in Europa verfügbar. Es wird jedoch damit gerechnet, dass Apple nächsten Monat im Rahmen der Entwicklermesse WWDC eine Neuausrichtung des Dienstes und in diesem Zuge auch die globale Erweiterung ankündigt. Beats Music soll zukünftig ein fester Bestandteil von iOS werden.

Die Apple-Zentrale in Cupertino will sich zu diesem Sachverhalt bislang offenbar nicht äußern und Belege für die erhobenen Vorwürfe stehen ebenso noch aus. Allerdings laufen der New York Post zufolge ähnliche Untersuchungen bereits in Europa. So habe die Wettbewerbskommission der EU Ermittlungen gegen Apple und andere Premium-Musikdienste eingeleitet. Auch hier steht der Vorwurf im Raum, man versuche in Absprache mit den Musiklabels gegen kostenlose Streamingdienste vorzugehen.

Montag, 04. Mai 2015, 16:16 Uhr — Chris
40 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Nicht cool, Apple. Nicht cool.
    Der Zug ist schon lange abgefahren. Schon der Kauf der Beats-Marke und des damit einhergehenden Images stand aus meiner Sicht Apple nicht gut zu Gesicht.

  • da es kein apple streaming gibt, kann es auch keine verzerrung geben.
    Behörden mal wieder.
    beats ist außen vor da die Verträge mit der Musik industrie nicht auf Apple übergehen.

    • Ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, aber Apple verkauft Musik im iTunes Store. Wenn die also Möglichkeiten unterbinden, dass Kunden kostenlos und legal Musik hören, dann werden diese Kunden dazu gebracht, Geld für die Musik auszugeben. Ob die jetzt einen bezahlten Dienst wie Spotify nutzen, oder Musik bei iTunes kaufen.

    • Steile Thesen die du da aufstellst oder hast du ggfs bei Apple / den Labels Akteneinsicht in die Verträge? Bei A&M’s können sehr wohl Verträge mit Lieferanten und oder Lizenzgeber übergehen.

  • Beats Music hat jetzt schon keine Chance am Markt. Apple macht genug Profit. Warum „ködern “ sie uns nicht mit einem Gratisangebot….
    Lieber die Konkurrenz ausschalten…
    So nicht….

    • Rudolf Gottfried

      Was für ein Blödsinn.
      Keine Ahnung haben, aber davon reichlich, bedeutet nicht, dass du reichlich Ahnung hast.
      So nicht…

      • Du bist blöd, statt realistisch zu denken pöbelst du gegen alle die Aktionen von Apple auch kritisch sehen können. Schalt dein PC aus und bete an deinem selbsterbauten Appleschrein.

      • Mit Argumenten hast du es nicht so, oder?

  • Gut für die kleineren Künstler wenn es nur noch Bezahlangebote gibt.
    Indie-Künstler verdienen durch Spotify und co. nämlich so gut wie gar nichts.

    • Hast du auch eine Quelle für deine Aussage? Ich finde nämlich, dass gerade die Indie-Künstler durch Streamingdienste wie Spotify profitieren. Die Bereitschaft Musik zu „entdecken“ wenn man nichts (extra) dafür bezahlen muss, dürfte weitaus höher sein als sich eine CD oder MP3 zu kaufen von einem Künstler, den man nicht kennt. Aber ich lasse mich gerne eines besseren Belehren wenn du mir einen Beweis dafür lieferst, dass Indie-Entwickler durch Spotify wirklich weniger verdienen.

      • Eine Quelle wäre meine Abrechnung. Streaming tut den kleinen Künstler nicht gut. Und darüber froh sein, dass es jemand überhaupt hört ist auch keiner. Es wird massig Geld verdient, bei den Musiker kommt so gut wie nix an, das will nur kein Konsument wahrhaben. Musik ist aus Konsumentensicht nichts mehr wert, Filme sind als nächstes dran, gefolgt von der Software Flatrate. Und Huch, warum gibt’s nur noch Scheisse auf dem Markt???

    • In erster Linie bekommen die meisten Künstler das, was ihnen ihr Label durchreicht.

    • Blödsinn. Indie-Künstler verdienen genausowenig wie etablierte Künstler. Profitieren tun die Indie-Künstler aber mehr. Künstler verdienen ihr Geld nicht durch Albumverkäufe, sondern durch Konzertkarten. Wenn ich die Band nicht kenne, kaufe ich mir bestimmt nicht deren Musik, ergo besuche ich auch nicht deren Konzerte. Bei Spotify & Co ist es aber nicht ausgeschlossen, dass ich mir sogenannte Indie-Künstler probehöre und für mich entdecke. Übrigens bei mehreren Künstlern schon so passiert. Musik wie es hier einige Mammuts noch kennen funktioniert nicht mehr. Kuckt euch mal nur die iTunes Charts an…

      • Das ist doch das was ich meine, warum verdienen Künstler nichts durch Albumverkäufe? Weil sich alle die Taschen vollstopfen, und die Musiker nichts davon haben.

      • Müssen Künstler zwangsläufig viel Verdienen? Vorallem müssen Künstler gut an Alben verdienen. Der Normale Arbeiter muss auch jeden morgen zur Arbeit. Warum sollte ein „Künstler“ nur einmal investieren müssen und sein Leben lang davon leben können?

      • Es geht nicht um das „reich“ werden. Es geht um den Verteilungsschlüssel in der Branche. Der Großteil der Musiker wäre froh, wenn sie es zu einem Gehalt eines Durchschnittsverdiener schaffen würden.

  • Viele Künstler die sich so gegen das Streaming stellen denken auch nur kurzfristig. Ein Album und damit verbunden vielleicht 2€ sofort ist denen lieber als langfristig mehr als 2€ zu bekommen weil jedes gestreamte Lied immer wieder kontinuierlich Gewinn bringt. Auf Jahre sicher mehr als die 2€

  • Dürfte ich erfahren, was euch an meinem Posting so gestört hat, dass ihr es löschen musstet? Beleidigungen? Polemik? Sinnloses Bashing? All diese Punkte kann ich mit gutem Gewissen ausschließen! Naja, es ist eure Website… Trotzdem empfinde ich eine kommentarlose Löschung als armseelig! Nur meine 2 Cents :-)

  • Da frag ich mich doch wann Apple sowas wie Spotify & Co aus dem App Store schmeißt, um ihren eigenen Musik Dienst durch zu drücken?

    • Ha! So unverschämt ist selbst Apple nicht. Falls doch, verlassen alle Apple-Produkte schneller als geplant meine Bude. Spotify bleibt jedenfalls schön hier!

  • Ich für meinen Teil werde für solche Dienste keinen Cent ausgeben. Sollte es mal soweit kommen das bei YouTube Geld dafür verlangt wird, werde ich wieder ausschließlich Klassisches Radio hören, was ich sowieso immer noch am liebsten mache. YouTube nutze ich sowieso relativ selten. Sollte die Meldung Stimmen finde ich das nicht gerade toll von Apple. Die sollten lieber mal was gescheites anbieten. Die Hardware ist schön teuer genug da braucht es nicht noch drum herum viel Ausgaben.

  • Gott. Diese sinnfreie Diskussion. Ganz ehrlich wer kostenlos Streaming will der wird in Zukunft enttäuscht werden. Die Interpreten und Labels wollen ja auch irgendwie Geld verdienen. Und nebenbei ist Streaming ne Sackgasse zumindest in der jetztigen Umsetzung. Aber solange die Boulevard Unterhaltung mit ihrer Geiz ist Geil Systematik die Masse hält kann man die Kuh noch bis zum letzten Tropfen ausmelken…

    • Da bin ich völlig Deiner Meinung, insbesondere auf die Entlohnung der Interpreten sollte ein stärkerer Fokus gelegt werden. Kostenfreies Streaming mit Werbung und in schlechter Qualität ist sowieso eher was für Leute, die sich von Musik nur leicht bedudeln lassen wollen (was für viele auch ausreichend und ok ist)…
      Das Verhalten von Apple empfinde ich dennoch mindestens „peinlich“…

    • Ich hätte nichts gegen eine stärkere Einschränkung der kostenlosen Angebote der Streamdienste, teilweise gibt es ja für manche Leute kaum einen Grund, zum Bezahlmodell zu wechseln.
      Mich stört nur die Art, wie Apple versucht (wenn’s denn stimmt), hinterrücks anderen das Geschäft zu versauen. Glaube nicht, daß die dabei die Künstler im Sinn hätten.

  • Ich kann’s bisher noch nicht glauben – würde mich schon sehr enttäuschen, wenn Apple tatsächlich sowas versucht. Mal sehen… so eine Aktion würde wahrscheinlich schon meine Überlegungen zu zukünftigen Anschaffungen von Appleware beeinflussen.
    Ich zahle zur Zeit für Spotify, würde auch z.B. zu Beats wechseln, wenn ich einen Grund sähe, aber sowas Armseliges – ne.

  • Wohl dem der Streaming eh nicht nutzt und sich die Mucke zuhause am Rechner auf’s iPhone oder iPad lädt.
    Auch „kostenloses“ Streaming ist NICHT umsonst, da man dafür über den Karten- bzw. Datentarif in Monatsraten blecht. Musik die man einmal(!) gekauft hat sollte man nicht unentwegt WIEDER bezahlen müssen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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