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Netatmo Presence: Schlaue Außenkamera mit Online-Anbindung

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29 Kommentare 29

Der französische Hersteller Netatmo hat ein neues Mitglied seiner Smarthome-Familie vorgestellt. Die Außenkamera Presence will schlauer sein, als gewöhnliche Überwachungskameras, und ist in der Lage, zwischen Mensch, Tier und Auto zu unterscheiden.

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Netatmo hat die neue Kamera in eine Leuchte für den Außenbereich gepackt. Die Lampe kann gleichzeitig auch als „Video-Scheinwerfer“ verwendet werden, alternativ arbeitet die Kamera bei Dunkelheit aber auch ohne zusätzliche Lichtquelle mittels Infrarot. Die Montage kann ohne Aufwand anstelle einer gewöhnlichen Außenleuchte erfolgen. Für den Betrieb ist zunächst nur ein Stromanschluss notwendig, die Online-Anbindung erfolgt drahtlos über WLAN.

Die gesamte Kommunikation zwischen Kamera und Smartphone oder Tablet läuft End-zu-End-verschlüsselt ab. Die Verbindung zur Kamera wird dabei über die Server des Herstellers geroutet und Netatmo hat eigenen Angaben zufolge besondere Sicherheitsmechanismen integriert. Dazu gehört ein integriertes Warnsystem, dass den Nutzer alarmiert, sobald von einem zuvor nicht bekannten Gerät auf die Kamera zugegriffen wird.

Sämtliche Benachrichtigungen über die Presence-App sind vom Besitzer konfigurierbar. So kann man beispielsweise gezielt Bereiche im Sichtfeld der Kamera festlegen, die überwacht werden sollen und auch bestimmen, welche erkannte Objekte – Mensch, Tier oder Auto – einen Alarm auslösen sollen. Die App schickt dann entsprechende Benachrichtigungen und pflegt zudem eine Zeitleiste mit allen erfassten Ereignissen.

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Anwender greifen über eine App für iOS und Android sowie per Mac oder PC auf das Livebild bzw. die Aufnahmen der Kamera zu. Das Videobild liegt in Full HD vor und erlaubt so auch detaillierte Ansichten und das Heranzoomen von entfernten Objekten. Das Gesichts- und damit Überwachungsfeld beträgt dem Hersteller zufolge 20 Meter Tiefe bei einem Winkel von 100°. Die Videoaufzeichnung kann auf einer vor Diebstahl geschützten integrierten Micro-SD-Karte gespeichert und optional auch über FTP auch auf einem eigenen Server gesichert werden.

Netatmo macht noch keine Angaben zum Preis der neuen Überwachungskamera. Allerdings hat der Hersteller hierfür auch noch ein wenig Zeit, die Markteinführung wird derzeit für das dritte Quartal 2016 geplant.

Dienstag, 05. Jan 2016, 6:10 Uhr — Chris
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  • WLAN an einer Überwachungskamera… Süß! Nimmt die Kamera zusätzlich lokal auf einer Speicherkarte auf? Sonst kann man es auch direkt ganz sein lassen…. WLAN stören -> fertig

    • Edit: ja hat sie. Beim zweiten Mal lesen hab ich den Absatz mit der Speicherkarte dann entdeckt !

      • Meinung kundtun bevor man überhaupt genau gelesen hat? Hm…

      • So halb… ;)
        Beim ersten mal überlesen, dann Kommentar geschrieben, dann wollt ich das verlinkte Video gucken, ob da was drüber erwähnt wird und hab dann Micro-SD im Text entdeckt ;)

      • Ich hätte auch lieber LAN, aber die wenigsten Leute werden am Ort der Lampe ein Kabel bereits haben oder hinziehen wollen. Optional wäre hingegen toll gewesen.

    • Der Angriffsweg „WLAN stören“ funktioniert doch dann immer noch. Keine aktive Verbindung zum Internet = keine Alamierung des Besitzers. Oder täusche ich mich?

    • Oh man. WLAN stören.
      Sind wir hier in einem James Bond Film, wo alle Bösewichte Laptop dabei haben um bei einem einzubrechen, da Sie wissen, dass man eine WLAN Kamera hat.
      Manch einer leidet etwas an Verfolgungswahn

  • Soll die Leuchte ultra gelb leuchten, wie im Video zu sehen? Sonst ist die Kamera eine Überlegung wert, kommt natürlich noch auf den Preis an.

    • Habs gefunden, Zitat: „Die Kamera sitzt in einem manuell schwenkbaren Drehgelenk, darauf setzt Netatmo einen Scheinwerfer mit weißen LEDs (Farbtemperatur: 4.000 K) und einem Lichtstrom von 1.500 Lumen.“

  • „Die Verbindung zur Kamera wird dabei über die Server des Herstellers geroutet“

    Warum? Gibt es da technische Gründe für? Ist für mich ein K.O.-Kriterium.

    • Vielleicht ist die Kamera eben nicht schlau und die Objekterkennung läuft auf dem Server des Herstellers. Sollte das nicht so sein, dann gibt es keinen plausiblen Grund diese Daten an den Server des Herstellers zu übertragen ausser…

      • Naja, doch, so ist auch der Fernzugriff problemlos möglich. Ansonsten ist das dann nicht mehr ganz so simpel, wie das viele eben haben wollen.

        Aber natürlich wäre es zu begrüssen, wenn es auch die Option ohne Server-Routing gäbe.

  • Und ein weiteres Gadget, mit dem wir private Informationen freiwillig an Dritte weiter geben. Fehlt nur noch die Funktion „Bilder live auf Facebook teilen“… Mittlerweile scheint es Usus zu sein, dass Überwachungs- Mess- und Steuersysteme zum Hersteller „telefonieren“. Das Gerät sieht ja ganz schick aus, aber möchte ich doch lieber der Einzige sein, der darauf Zugriff hat.

  • Gut wäre wenn sie direkt (also ohne FTP) mit der Surveillance Station von Synology funktionieren würde …Ich vermute aber sie wollen lieber irgendein eigenes Cloud System verkaufen.

  • Alle diese Systeme, die nur lauffähig sind, wenn der Hersteller die Internet-Infrastruktur zeitlich unbegrenzt (kostenfrei) zur Verfügung stellt, sind mir suspekt.
    Ich habe inzwischen die Einstellung diverser Dienste miterlebt.

  • In Deutschland dürfen die Kameras sowieso nur den privaten Bereich erfassen. Sobald da auch nur ein Stück öffentliche Straße oder Gehweg im Sichtfeld ist, kann es rechtliche Probleme geben. Siehe auch EuGH

  • Das Teil würde bei uns maximal 2 Tage montiert sein, da wäre es schön abmontiert und geklaut …

  • Woher kommt der Strom für die Kamera

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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