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„It’s frustrating“: BBEdit zieht sich aus dem Mac App Store zurück

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Der Text- und Code-Editor BBEdit wird nach seiner nächsten großen Aktualisierung nicht mehr über Apples Software-Kaufhaus angeboten.

bb-edit

Dies berichtet der Reporter Jason Snell und beruft sich auf einen Auftritt des Software-Verantwortlichen Rich Siegel auf der Cingleton Konferenz in Montreal.

Im Rahmen eines Vortrages habe Siegel dort den Rückzug des traditionsreichen Editors aus dem Mac App Store angekündigt. Zwar will man die aktuelle Version nach wie vor anbieten; das nächste große Update wird jedoch nur außerhalb des goldenen Käfigs zum Download bereitstehen.

Die Jungs von BBEdit haben genug und sind nicht die Ersten. Auch die Software-Schmiede Panic (um hier nur ein Beispiel anzuführen) verabschiedete sich im Mai aus dem Mac App Store.

Warum genau entscheidet sich das Team hinter Bare Bones Software gegen den Mac App Store? Eine Frage die Siegel nicht direkt beantwortete, sondern zahlreiche frustrierende Ärgernisse listete, deren Summe nun zum Rückzug aus Apples Software-Kaufhaus führte.

Angefangen bei Apples 30%-Anteil am Verkaufspreis, über fehlende Statistiken (Wo kommen die Kunden her? Wer kauft die Produkte eigentlich ?), Probleme mit Apples Sandboxing und den Zulassungsrichtlinien bis hin zu ganz banalen Software-Fehlern, die das Einreichen neuer Apps in den Mac App Store verhinderten.

Siegel said, many of those frustrations occur at the very end of the development cycle, when the final code is being shipped and the marketing plan is being executed. […] A lot of soul searching and a realization that being in the Mac App Store just wasn’t worth it for Siegel or Bare Bones, that the added stress and frustration and everything else just wasn’t counterbalanced by the benefit of being in the premier storefront for Mac apps.

Montag, 13. Okt 2014, 13:56 Uhr — Nicolas
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  • Cool, sie geben meine Daten nicht allen bekannt? Ich kaufe nur noch im Mac App Store.

    Wenn wer meine Daten will soll er sie Anfragen und ich entscheide ob er sie bekommt. So sollte es sein.

  • Kann ich ganz und gar verstehen, über deren Website könnten die die Software 20% billiger anbieten und würden immer noch mehr verdienen. (Und Serverkosten selber tragen ist kein Argument, das sind ja nicht wirklich erhebliche Kosten)

    • Die dürfen die Software nirgendwo günstiger anbieten als im Mac App Store oder?

    • Die Kosten sind eine Sache. Wenn es Wochen dauert, bis ein Update von Apple durchgereicht wird, dann macht das auch keinen Spaß.
      Dann kommen noch die Kunden, die im App-Store dauerhafte Updates erwarten.

    • Milchmädchen-Rechnung. Was ist mit Werbung? Unterschätze mal nicht den Appstore.

      • Wenn der App-Store auf dem Mac nicht viel viel besser ist als auf dem iPhone, dann ist das kein Werbeeffekt. Im Appstore findet man nichts vernünftiges. Wenn ich mal eine App suche, dann direkt im Internet

      • Und du glaubst wirklich, dass Anbieter sehr bekannter Premium-Software für den Mac das nicht im Blick hätten? o_O Hej, hier ziehen sch nicht irgendwelche 0815-Anbieter mit billigen Hinterecken-Apps zurück, mit denen der AppStore inzwischen geflutet ist, sondern große, bekannte Namen. Wenn die das tun, lohnt es sich doch mal, etwas genauer hinzusehen – und zuzuhören.

  • Jaja, die 30%….

    Eigenes Serverzeug kostet ja nix, genauso wenig wie die unterschiedlichen Bezahlarten, etc…
    Und ich find es eigentlich ganz gut, dass die einzelnen Softwarefirmen (wie im übrigen auch ganz besonders die Verlage bei Newsstand-Zeitungen) nicht so viel über mich (auch hier nicht die Kreditkarten etc) wissen.

    Es wird ja niemand gezwungen im App Store zu sein…

  • Naja der Einzelhandel liegt bei Software auch gerne bei 30%. Das Argument zieht nicht so richtig. Natürlich verdient man am meisten wenn man selber vertreibt.

  • Im Originaltext steht aber dass die 30% _nicht_ der Grund sind und er erklärt, dass man dafür viel Service von Apple bekommt. Zitat: „It wasn’t Apple’s 30 percent cut, he said, because while that’s a lot of money, developers get a lot of service from Apple in return.“

  • Früher haben Portale 60% abgezockt. Fragt mal die alten Palm-Programmierer. Dass Apple ihnen nicht ermöglicht, über uns – die Kunden – Daten zu sammeln. Echt frustrierend! Mir ist es schon ganz lieb, dass nicht jede Hinterhofschmiede meine Adressen und Kontodaten kennt.

  • Ich finde, dass für kleine Apps insbesondere Spiele (für 0,89€ oder so) etc. pp. darf sich Apple gerne einen Stück vom Kuchen nehmen, aber bei prodoktiven Apps, die mehrere 100€ kosten, da finde ich es nicht ok, wenn Apple 30% abzwackt. Stellt euch mal vor, Adobe würde die Creative Suit im MAS anbieten, dann bekommt Apple mehrere 100 bzw 1000€.

  • Ich finde es auch schade, das es so läuft mit der Apple Politik, und immer mehr Programme den AppStore verlassen, oder bessere Versionen außerhalb vom Sore anbieten. von der Idee her ist der AppStore Schon gute Sache…. installiert man seinen Recher neu, so kommen quasie alle Programme aus einer Tüte und können mit einem Klick installiert werden.

  • Was ein Zufall: Ausgerechnet heute habe ich mir TextWrangler von deren Website zum Editieren einer .plist runtergeladen. :D

  • Das ist doch mal eine schöne Nachricht. Für mich wird der App Store also in Zukunft ein Qualitätsmerkmal. Er will seine Software nicht über den App Store verkaufen.? Also will er mehr über mich wissen als Apple ihm sagen würde. Danke, aber danke nein.

  • Wenn man sich in Entwicklerkreisen umhört, ist das eigentlich keine große Neuheit. Wie Apple mit Entwicklern umspringt ist oft wirklich ein Trauerspiel. Ich kenne Fälle bei denen es im „Review“ zu Problemen mit der Testumgebung kam. Die App stürzte also im Review ab, was aber keine Schuld der App sondern von Apples Testsystem war. Apple hat das gegenüber dem Entwickler auch bestätigt. Wurde die App zugelassen? Natürlich nicht, denn eine App die im Review abstürzt wird abgelehnt… Da wird einfach stumpf nach den Buchstaben der Richtlinen geurteilt und ob ein wichtiges Updates damit einen Monat verzögert wird, ist für Apple egal. Gleichzeitig sind tausende Apps im Store bei denen man sich fragen muss ob es überhaupt ein Review gab.

    Alle Entwickler die ich kenne sagen auch, dass Ihnen die 30% quasi egal sind. Andere Zahlungsdienste, Server und Werbung kosten auch Geld. Aber die Leistung die man dafür bekommt stimmt einfach nicht.

    Warum müssen Entwickler die seit Jahren ordentliche Programme abliefern immer noch komplett durch dieses unsinnige Review? Würde es nicht reichen wenn Apple hier ein wenig Vertrauen vorschießt, eine App schneller freigibt und dann ggf. nur nachträglich auf grobe Verstöße überprüft?

    Wenn es unter iOS eine Alternative gäbe, würden Apple sicherlich die Entwickler in Scharen davon laufen.

    Mir ist übrigens schleierhaft warum das Konzept des App Stores überhaupt zulässig ist. Unter Windows gab es großes Geschrei, das MS anderen Browsern den freien Zugang zur Plattform verwehrt. Unter iOS hat gar keine App freien Zugang zur Plattform. Wie passt das zusammen?

  • «Unter iOS hat gar keine App freien Zugang zur Plattform.»

    Quark. Oder hindert dich jemand, bei Apple eine App einzureichen? Was hat deine Kritik mit der marktbeherrschenden Stellung Microsofts zu tun?

    Die Kritik von Panic und Barebones geht ja in eine andere Richtung, dass es nämlich viele kleine Punkte sind, die nun zu ihrer Entscheidung bzgl. des MAS geführt haben. Es ist nach meinem Verständnis _keine_ Fundamental-Kritik am Store selbst, wie du sie zu üben scheinst (und im AppStore hat Panic ja auch gerade erst Transmit neu eingeführt).

    • Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Es geht mir weder darum den App Store abzuschaffen noch diesen allgemein schlecht zu machen. Ich habe nur schon von mehreren Entwicklern gehört, dass Apples Umgang mit diesen „nicht optimal“ ist. Wenn ein Entwickler daraus die Konsequenz zieht seine App aus dem Store zu nehmen kann ich das also sehr gut verstehen.

      Beim iOS Store hat ein Entwickler nur keinerlei Wahl: Entweder er verwendet den App Store oder er kann seine Apps schlicht und einfach nicht für iOS anbieten.

      Ich fordere nicht, dass man Apple die Kartellämter auf den Hals schickt. Mich wundert nur, dass das Vorgehen kein Problem zu sein scheint. Beim IE wurde Microsoft saftig bestraft, weil bei EINEM Programm im System die Wahlfreiheit für den Nutzer nicht groß genug war. Der Zugang anderer Browser zum System wurde also quasi eingeschränkt.

      Apple hingegen schränkt den Zugang ALLER Programme zum System ein. Natürlich kann ich eine App bei Apple einreichen, aber es liegt alleine im Ermessen von Apple ob diese zugelassen wird oder nicht. Selbst wenn ich mich an alle Review-Kriterien halte, kann Apple die App schlicht und einfach ablehnen weil sie ihnen nicht (mehr) gefällt.

      Wie passen diese beiden Fälle zusammen? Warum gab es bei einem ein großes Geschrei und beim anderen gar keins?

  • Herald Friedlmayer

    SublimeText Edit freut sich, einen Konkurrenten weniger zu haben; gibt es zwar auch nicht im AppStore, ist aber einer der besten Editoren (und erweiterbar)!

  • Man merkt halt schon den Unterschied von einer iOS Software Schmiede zu einer OS X Software Schmiede. die iOS Entwickler wurden von Anfang an gewisse Regeln gebunden, den OS X Entwicklern wurde relativ grosse Freiheiten gewährt, sah man ja schon bei den Hybrid-Apps (PPC/x86). Ust halt schwierig für gewisse „Alt-Entwickler“ mehrere Freiheiten aufzugeben

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