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„Cocktails #8“ im Review: Die beste Cocktail-Rezeptsammlung für iPad und iPhone (Video)

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Ihr seid auf der Suche nach einer iOS-Applikation mit der sich ein 156€ teurer Alkohol-Only Einkauf in der Metro rechtfertigen lässt? Kein Problem. Wir haben da eine Lösung und können euch, vorausgesetzt eure Englisch-Kenntnisse erlauben das Blättern in einer bislang noch nicht auf Deutsch erhältlichen iOS-Applikation, nebenbei auch noch den mit Abstand besten, im AppStore erhältlichen Cocktail-Guide vorstellen.

Gestern Abend im Selbstversuch getestet – auch wir haben vor der 5,49€-Investition kurz gezögert – hat uns der schnelle Blick in die Küche, die verschwommenen Erinnerungen gerade noch mal bestätigt: Der Abend war lang und gelungen, das iPad ist, trotz der Vogel-Wandhalterung, mit klebrigen Fingerabdrücken übersehen – ein Qualitätsmerkmal? – und der eigentlichen Bar-Klassiker, das „Savoy Cocktail Book„, steht unbewegt auf seinem Bücherregal-Stammplatz. Verantwortlich: Cocktails #8 (AppStore-Link).

Die 90MB große iPad-Applikation – die Macher bieten auch eine iPhone-Ausgabe (AppStore-Link) an, verzichten jedoch leider auf die Bereitstellung einer Universal-Anwendung – ist ein Kompendium von mehr als 2600 Coktail-Rezepten das seiner Print-Konkurrenz gleich in mehreren Kategorien den Rang abläuft.

Die Zusammenstellung der eigenen Bar:
Nach dem Start der Applikation – der Ladevorgang nimmt auf der ersten iPad-Generation etwa 12 Sekunden in Anspruch – ist man gut damit Beraten schon vor dem Blättern durch die angebotenen Rezepte einen Abstecher zum Menu-Punkt „My Cabinet“ einzuplanen. Hier präsentiert sich ein iBooks-ähnliches Holzregal in das ihr all jene Sorten „Sprit“ einsortieren könnt, die die eigene Hausbar vorhält. Zur ersten Bestandsaufnahme sollte man etwas Zeit einplanen und nicht auf die angebotene Suchfunktion setzen.

Zwar hält die „Cocktails #8“-Applikation gut 160 unterschiedliche Spirituosen vor, hat jedoch keinen „Havana Club Rum“ im Angebot, sondern zwingt euch zur Auswahl einer alternativen Marke aus der gleichen Produktfamilie. Das Durchscrollen aller angebotenen Flaschen ist also angeraten und führt glücklicherweise zu einer beachtlichen Treffer-Rate. In unserem Fall mussten wir nur auf einen Cabinet-Platz für den Hemmeter-Kräuterlikör „Escorial“ verzichten. Kein Beinbruch, der Hochprozentige mit dem leichten Waldmeisteraroma kommt eh‘ in keinem der Rezepte vor. Ist die „eigene Bar“ angelegt, lassen sich bereits geleerte Flaschen mit einem Klick auf ihr Icon als „nicht mehr verfügbar“ kennzeichnen, bleiben jedoch trotzdem im Regal und können so ohne den Umweg über die Suche nach dem nächsten Einkauf wieder aufgefüllt werden.

Die Rezeptanzeige
Der Hauptbildschirm der „Cocktails #8“-Applikation funktioniert am besten im Querformat und bietet drei Einstiegsmöglichkeiten in das riesige Archiv der angebotenen Rezepte an. Zum einen lassen sich alle Cocktails, alphabetisch sortiert, durchblättern und auch anhand ihres Namens anzeigen lassen. Zum anderen, und hier läuft die Applikation der Bücher-Konkurrenz den Rang ab, erlaubt das Menu-Element „My Bar“ nur die Cocktails anzeigen zu lassen, die mit den in der Bar verfügbaren Alkoholika auch gemixt werden können. Über eine übergeordnete, globale Einstellung lassen sich bestimmte Cocktail-Familien ein- bzw. ausblenden und helfen so dabei, das Angebot auf eine übersichtliche Größe zusammenschrumpfen zu lassen. Ist euch beispielsweise nicht nach Cream-Cocktails, nach heißen und nach alkoholfreien Varianten, so können die drei Kategorien ausgeblendet werden und tauchen sowohl in der „My Bar“-Übersicht als auch in der alphabetischen Liste nicht mehr auf.

Zu guter Letzt bietet „Cocktails #8“ auch eine Favoriten-Liste in der sich die eigenen Lieblings-Getränke ablegen lassen.

Ein Video – (Youtube-Link)

Durchdachte Extras – liebevolle Details
Ausschlaggebend für diese lange Review und unsere ausgesprochene Empfehlung der „Cocktails #8“-Applikation ist unter anderem das Konzept der Macher nicht einfach nur ein Buch auf den iPad-Bildschirm zu portieren, sondern das Kompendium auch um eine Hand voll „interaktiver“ Elemente zu erweitern.

So schlägt „Cocktails #8“ zu dem gerade angezeigten Mix-Getränk immer vier „Wenn Dir dieser Drink gefallen hat, schmeckt Dir sicherlich auch dieser“-Empfehlungen vor, bebildert jedes Rezept mit einem Foto – wir haben das Gefühl jedes mal auch ein anderes Glas angezeigt zu bekommen – und lockert die Zubereitungsanleitungen mit Hemmingway-Zitaten, einem Kommentar des Autors und einer kurzen Herkunftsbeschreibung auf.

Ausgewählte Cocktail-Rezepte können per eMail verschickt werden – der Twitter und Facebook-Support ist vorhanden interessiert uns aber nicht wirklich.

In der Hilfe-Sektion bietet „Cocktails #8“ (AppStore-Link) noch einen Grundkurs für Cocktail-Neulinge an, beschreibt Gläser-Typen, gibt Tipps zur Bar-Ausstattung (sowohl in Sachen Säfte und Garnierungen als auch mit Blick auf Hardware-Utensilien wie Stampfer und Mixer) und hinterlässt das gute Gefühl sich keine schnell dahinprogrammierte Buch-Adaption geladen zu haben – sondern ein perfekt auf das iPad zugeschnittenes Cocktail-Buch.

Drei Link-Tipps:

Disclaimer – Ein Satz den ich persönlich für angebracht halte, da diese Review für ifun.de Verhältnisse mit einer ausgesprochen positiven Grundstimmung daherkommt und wir den Vorwurf der Voreingenommenheit gerne prophylaktisch aus der Welt räumen: Unsere Entwickler-Anfrage nach einer kostenlose Testversion der Applikation wurde bislang nicht beantwortet, wir haben „Cocktails #8“ gekauft weil wir Cocktails trinken wollten und sind nicht enttäuscht worden.

Samstag, 09. Apr 2011, 14:56 Uhr — Nicolas
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9 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Nette App, werd ich mir eventuell auch mal holen:)

    PS: Da hattet ihr gestern wohl einen lsutigen Abend:P

  • Zitat: „…mit einer ausgesprochen positiven Grundstimmung…“ –> = Restalk!? :-D

  • … und respekt, schon wieder nüchtern genug für so ein spitzen beitrag in herrlicher ausführlichkeit.

    an wen auch immer, das sich die app fürs iPhone holt, feedback wäre nett, wie dieser praxiseinsatz damit ablief?!?!?!

  • Na toll… Bin krank, habe kein IPad, keine GetränkeZutaten und keinen CocktailMixer!!!

    Aber nach diesem Artikel einen r i e s e n Durst!!!

    … schön geschrieben!

  • Hab kein IPad, sondern nur ein IPhone – ist die IPhone Version die gleiche, nur auf einem kleineren Bildschirm oder wo liegen sonst die Unterschiede? Klingt alles sehr gut…

  • ich brauch keine rechtfertigung um für 150€ in der metro alkohol zu kaufen!!!

  • Gut geschrieben,

    ich hätte aber noch einen Kritikpunkt und zwar fände ich es toll wenn man in der Bar auch verschiedene Sirups hinzufügen könnte, schlieslich sind diese für viele Cocktails notwendig und meist nicht im Haus.

    lg

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