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Cloudspeicher-Anbieter Wuala streicht Gratis-Konten

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Mit Wuala verabschiedet sich ein alter Hase auf dem Markt für Cloud-Speicher vom Gratis-Modell. Per E-Mail werden Bestandskunden derzeit darauf hingewiesen, dass sie ihre Daten entweder sichern mögen, oder einen kostenpflichtigen Speicherplan aktivieren. Das zugehörige PDF findet ihr hier.

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Wuala ist seit 2007 auf dem Markt und gehört seit 2009 zum Speicherhersteller LaCie. Die Umstellung auf ein ausschließlich kostenpflichtiges Modell ist schon geraume Zeit in der Diskussion, allerdings war bislang nur von Neukunden die Rede. Nun rückt Wuala auch bereits bestehenden Nutzern ohne Abo zu Leibe und will deren Konten zum 31. Dezember dicht machen. Die damit einhergehende Verärgerung ist nachvollziehbar, da im Zusammenhang mit der kostenlosen Nutzung bislang nie von einer zeitlichen Begrenzung die Rede war.

Potente Mitbewerber und damit die Möglichkeit zum Wechsel bieten sich für betroffene Kunden mittlerweile ja mehr als genug an. Wuala muss muss man allerdings zugute halten, dass der Dienst von Beginn an in hohem Maß auf Sicherheit und den Schutz der persönlichen Daten gesetzt und sämtliche Daten bereits vor dem Versand verschlüsselt hat.

Die Preise bei Wuala beginnen zwischen 0,99 Euro pro Monat für 5 GB und 159,90 Euro monatlich für 2 TB Speicherplatz. Im Rahmen einer Sonderaktion wird das Volumen für alle vor dem 31. Dezember abgeschlossenen Verträge noch einmal verdoppelt. Wuala bietet Client-Software für Mac, Windows und Linux sowie für iOS- und Android-Mobilgeräte an.

Mittwoch, 29. Okt 2014, 9:49 Uhr — Chris
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  • Die kostenlosen Konten wurden für Neukunden bereits ab dem 1. Juli 2014 abgeschafft

  • ZemanJannik1991

    Cloudspeicher gibt es inzwischen ja auch geschenkt, allerdings nicht in mit so einem Ausmaß an Sicherheit. Microsoft zum Beispiel bietet mit OneDrive unbegrenzten Speicher an, aber eben nicht so sicher wie Wuala.

  • Ich zahle bei Wuala pro Jahr rund 120 Euro für 100 GB Speicher. Klar ist Wuala besonders sicher, aber die Preise sind gesalzen.
    Im Moment teste ich LiveDrive (Anbieter aus England, Server in der EU) um dann, wenn meine Abo bei Wuala ausläuft, ggf. Umzusteigen.

    • Und „Server in der EU“ wiegen dich in Sicherheit?

      • Klar, die NSA, die Russen und die Chinesen respektieren selbstverstänlich die Tatsache, dass die Daten auf Servern in der EU gespeichert sind. :-)

      • Zum einen habe ich keine höchste sinken Daten da gelagert, zum anderen ist bei Liveadrive die selbe Verschlüsselung wie bei Wuala. Und bei Wuala stehen die Server beispielsweise auch in Frankreich.
        Insofern seh ich da keinen Unterschied, oder…?

  • Da kauf ich mir doch ne WD My Cloud 2TB für 129€ und weis dann wo meine Daten gespeichert sind. Verstehe den Sinn der ganzen online Cloud Dienste nicht, vorallem da der Speicherplatz oft extrem teuer ist. Mit schnellem
    Internet und ner WD My Cloud hab ich das ganze bei mir Zuhause!

    • Denk mal an einen Einbruch oder Wohungsbrand.
      Ich bin beruhigter wenn meine wichtigsten Daten in der Schweizer Cloud liegen.

      • Muss ja nicht mal „selbst verschuldet“ sein. Lass mal den Mieter über dir ein Feuer legen oder seine Waschmaschine läuft über … Die komplette Familienfotos unwiderruflich im Arsch!

        Offsite-Backup ist das Stichwort. Das kann man aber trotzdem auch selbst machen. Da gibt’s so’n Gerät, heißt Transport, und man kann zwei (oder mehr) von den Dingern automatisch verbinden. Eins gibt man zu Freunden/Eltern/Personen seines Vertrauens und die Transporter syncen sich selbst. Ist letztlich aber auch eine Preisfrage: zwei Transporter (130 €) + 2 2-TB-HDDs (120 €) … ist man bei 400 €. Unbegrenzt Cloud-Storage gibt’s mittlerweile für 80 €/Jahr. Erst nach 5 Jahren hat sich sowas amortisiert. Und 5 Jahre sind in IT-Zeit ziemlich lange. Und dann auch nur 2 TB.

      • Meine NAS befindet sich in einem Feuerfesten Hochsicherheitssafe, da kann so etwas nicht passieren…

    • Von deinen generellen Bedenken der Cloud gegenüber (wer vertrauliche Dokumente unverschlüsselt speichert, ist selbst schuld) mal abgesehen, hätte ich auch schon längst so etwas wie OwnCloud – wenn nicht der Upstream von sagenhaften 96 kB/s wäre. Und das mitten in einem Ballungszentrum.

  • Man bedenke auch, dass Wuala bzw LaCie inzwischen durch Seagate übernommen wurde und somit der Aspekt „Vertrauen in die Sicherheit“ in Frage gestellt werden kann. Ich finde es sehr schade um Wuala und werde mir mal SpiderOak anschauen. Wenn das schon von einem gewissen Herrn Snowden empfohlen wird…

    • Oh danke für den Tipp. Sieht erst mal gut aus und muss ich mir näher betrachten.

    • SpiderOak hat (leider) eigene Server, die in den USA stehen. Die sind aus Deutschland ziemlich langsam. Für die Archivierung ein paar wichtiger Dokumente sicherlich OK, für aktive Nutzung mir aber zu langsam.

      Grundsätzlich kann man auch jeden anderen Cloud-Service nehmen und dort seine Daten manuell verschlüsseln (bspw. mit Boxcrypter oder ganz simple mit 7Zip). Block-Level-Sync wäre dazu sinnvoll.

  • Da Ende des kostenlosen Speichers war für mich Auslöser für den Absprung. Der Verkauf an Seagate und die immer schon nicht quelloffene, grottige Java-Software haben mein Sicherheitsempfinden bei Wuala sowieso zuletzt stark sinken lassen

    • Vor allem der Java-Client ist super Kacke. Dazu keine Integration in Finder/Explorer … Da muss man schon ziemlich leidensfähig sein, um das wirklich nutzen zu wollen.

  • So das wars, Wuala Daten umgezogen zu Tresorit und Wuala- Konto gelöscht. Die können einen Mal. Erst heißt es Free- Account bleibt Free und jetzt das.

    Bei Tresorit werden die Daten ebenfalls vor der Übertragung verschlüsselt. Es gibt 5GB kostenlos und durch werben von neuen „Kunden“ gibt es 1GB Free, pro geworbenen. Es soll wirklich keine Werbung sein, aber ich habe mich, seit dem bekannt ist dass Wuala keine Free- Account mehr anbietet, lange damit geschäftig und versch, Anbieter getestet.

    Falls Ihr mir 1GB geben wollt… :-)

    https://tresorit.com/download?mode=1&ref=q6ZLoP

  • Sicher, von mir aus…
    Komfortabel, von wegen… der iOS Client ist Steinzeit und rudimentär und der MAC Java Client ist mal gelinde gesagt, naja….

  • Ich habe alle als sicheren Lösungen analysiert und Wuala ist immer noch das Sicherste (ausser man hat Zeit, bastelt gerne und hat Admin-Kenntnisse – dann selbermachen).

    Wuala hat ein überhiolungsbedürftiges Interface aber funktioniert schnell und ist sicher, und das ist mir das Wichtigste. Server in den USA geht gar nicht.

    Ich bleibe dabei und freue mich darüber!

  • Diese Geschichte mit Wuala zeigt exemplarisch, warum ich immer schon den Clouddiensten misstraut habe.
    Zwar benutze ich einen Gratisdienst für Unwichtiges zum Austausch mit anderen. Aber ich bin mir immer bewusst, dass die Dienstleister von einem Tag zum anderen die Preise vervielfachen können.
    Oder umgekehrt geht plötzlich einer hopps / konkurs / wird fusioniert / oder hat ganz einfach eine technische Panne und alle Daten sind im ewigen Nirwana.
    Dann versuch mal bei der NSA anzuklopfen, ob dort vielleicht noch eine Kopie existiert.

    • Ähm … nein. Wuala schließt hier bloß ein Angebot zu dem es nie einen Vertrag gab. Außerdem ist es kein Problem, mit den 2 GB einfach woanders hinzuziehen.

      Sobald du aber bezahlst, hast du einen Vertrag mit der Firma, der nicht so einfach einseitig geändert werden kann. Preiserhöhung ist nicht. Die Praxis zeigt auch, dass Kunden ihre alten Verträgen beibehalten können und nur Neukunden von der Preiserhöhung (oder Feature-Änderung) betroffen sind. Außerdem sieht man, dass die Preise eher auf Talfahrt sind, statt kurzfristig um das vierfach zu steigen.

      Konkurs gehen wäre möglich, ist aber überall so. Da hat man dann normalerweise ein paar Wochen/Monate Zeit, seine Daten zu sichern. Gelöschte Daten sollten nicht vorkommen, weil alle Daten redundant gespeichert werden. Kann höchstens passieren, dass die neuen Daten innerhalb eines Zeitfensters nicht gespeichert wurden.

      Es mag natürlich Anbieter geben, die total dubios, unseriös und unzuverlässig sind, und man nicht weiß, ob die morgen noch existieren oder deine Daten nicht schon beim Upload verkauft haben. Davon reden wir aber nicht, oder? Wir reden von gestanden, ausgereiften und erprobten kommerziellen Produkten. Wenn wir über gute Computerspiele reden, reden wir auch nicht über Candy Crush oder Dungeon Kepper F2P.

      Du hast alle möglichen Gründe, Clouddiensten zu misstrauen (Kosten, Datenschutz, Performance). Aber nicht die von dir genannten. Ich persönlich sehe aber Cloud-Storage als die sicherste Möglichkeit, wichtige und wichtigste Daten sicher dauerhaft zu speichern – viel sicherer, als du das jemals selbst zu Hause machen kannst.

      • > Sobald du aber bezahlst, hast du einen Vertrag mit der Firma, der nicht so einfach einseitig geändert werden kann. Preiserhöhung ist nicht.

        Wie naiv ist das denn? Das kann nur ein Jugendlicher schreiben, der die vergangenen Jahrzehnte mit Inflation nicht erlebt hat. Tipp an Soso: Lies doch mal die AGBs Deines Anbieters.

      • Danke Sportler für die Richtigstellung.

      • Soso, sehr guter Kommentar ! Und es freut einen immer wieder, wenn hier mal wieder neben einer sinnvollen Aussage auch ein richtiges Deutsch geboten wird.

      • @Sportler, du schriebst: „… dass die Dienstleister von einem Tag zum anderen die Preise vervielfachen können. (..) und alle Daten sind im ewigen Nirwana.“ Und das ist falsch. Ob du mich nun als Jugendlichen bezeichnest oder naiv … Lies mal selbst die AGB! Da steht dann sicherlich sowas drin, wie „Dienst kann jederzeit eingestellt werden“ (klar, wenn sie dicht machen, machen sie dicht), aber auch „… wird User informiert und ausreichend Zeit eingeräumt, seine Daten zu sichern.“ Und eine Preiserhöhung ist immer und überall ein Vertragsende und man bekommt oft auch anteilig sein Geld wieder.

        Und sollte sowas nicht in deinen AGB drin stehen: Warum zum Teufel bist du da überhaupt!?

        Schau dir dazu auch gerne mal die letzten Schließungen/Umstrukturierungen an: EverPix, Bitcasa, Zoolz, Loom, Dropbox, Microsoft, Google … Die User haben ca. 4 Wochen Zeit, ihre Daten zu sichern, gezahlte Gebühren werden anteilig zurückgezahlt, User werden einfach automatisch in größere oder preiswertere Tarife gesteckt und bei Preiserhöhungen/Feature-Streichung wird Kündigung sofort akzeptiert, Geld zurück gezahlt und Zeit zum Download gegeben.

  • Als es vor dem Update wegen Problemen mit IOS 8 nicht ging, bin ich zu TeamDrive gewechselt, hat EndToEnd und geht viel schneller. Zudem kann ich auch vom iPad und iPhone Daten spiechern. Es ist wirklich sauschnell und einfach und die Rechtevergabe ist ein Kinderspiel!

    • Aber heftige Preise! 100 GB für 90 €/Monat? WTF! Soviel zahle ich im Jahr – inkl. mehr Speicher. Apps sehe auch ziemlich übel aus. Scheint eher mit eigener Infrastruktur interessant.

  • Auch mir ist die Sicherheit meiner Daten wichtig sowie die Online-Verfügbarkeit. Das Erstellen einer eigenen Cloudlösung zu Hause ist im Sinne des Datenerhalts wenig sinnvoll, wenn man an Brand, Diebstahl, techn. Defekte denkt.

    Wenn man sich selbst um die Verschlüsselung der wichtigen Daten vor der Synchronisation kümmert, kann man auch zB OneDrive oder Dropbox etc. sicher nutzen.

    Beispielsweise kann man in seinem lokalen Cloud-Ordner ein durch Boxcrypter verschlüsseltes Verzeichnis anlegen. Ein Syncprozess (ich verwende Robocopy) synchronisiert die unverschlüsselten Daten automatisch bei Änderungen in das verschlüsselte Verzeichnis im Cloud-Ordner. Dieser wird wiederum automatisch per Cloud-Client in die Cloud synchronisiert. Auf die verschlüsselten Daten in der Cloud kann ich zB per Smartphone oder Tablet mittels Boxcrypter-Client zugreifen. Ich verwende hierzu derzeit die kostenfreie Version der neuen Boxcrypter-Version (Boxcrypter Classic basiert auf encfs, was nicht mehr sicher ist). Den Verschlüsselungskey tausche ich nicht über das Internet, sondern nur lokal aus. Beim iPhone-Backup in die Cloud ist die Boxcryptor-App ausgeschlossen, damit der Key / gecachte Daten nicht per Backup in der Cloud landen.

    Ich glaube, wenn man sich selbst um die end-to-end-Verschlüsselung kümmert, kann man seine Daten durchaus auch auf andere Clouds als Wuala speichern.

  • Stehe auch vor dem Problem der neuen Wuala Paywall. Wichtig ist mir, neben der Client-Side Verschlüsselung, auch die Möglichkeit Folder (-Inhalte) per Web-link zu sharen (,ohne dass die Empfänger auch beim Cloud Anbieter registriert sein müssen). Das können leider nicht besonders viele Anbieter.
    Zur aktuell noch andauernden Alternativsuche fand ich folgende info hilfreich: http://arxiv.org/pdf/1404.2697......pdf und https://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_online_backup_services#cite_note-70.
    Durch das pdf bin ich dann auch schon mal bei SpiderOak gelandet…
    Gruß
    CapramanStehe auch vor dem Problem der neuen Wuala Paywall. Wichtig ist mir, neben der Client-Side Verschlüsselung, auch die Möglichkeit Folder (-Inhalte) per Web-link zu sharen (,ohne dass die Empfänger auch beim Cloud Anbieter registriert sein müssen). Das können leider nicht besonders viele Anbieter.
    Zur aktuell noch andauernden Alternativsuche fand ich folgende info hilfreich: http://arxiv.org/pdf/1404.2697......pdf und https://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_online_backup_services#cite_note-70

  • Gut 159 € sind vielleicht für manchen schon verlockend, falls er genügend Daten zum Verfügungstellen besitzt. Aber ich bleibe dabei: Jeder sollte sich zwei mal überlegen ob er seine Daten liefert. Egal wie de NSA Dependance auch heisst und welches Paket sie schnürt.

    Sicher auch ein Auswuchs der „Geiz ist Geil Mentalität“, dass selbst für 99 cent schon Leute bereit sind, ein paar GB’s über sich preiszugeben!

    • Ja klar. Die NSA interessiert voll, was DU in der Cloud speicherst. Die haben ja auch sonst nix zu tun.
      Und bestimmt gibt man eh sein Passwort preis und begeht Selbstmord wenn das NSA-Flugzeug die richte Mischung per Chemtrail ausbringt

  • So einen unbegrenzten Cloudspeicher bei Microsoft im Zusammenhang mit einem Officeabo klingt schon verlockend. Aber da die Server in den USA stehen aus meiner Sicht eher für Filme, Programme und Bilder als für Word und PDFs Dokumente ….

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