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Bessere Song-Erkennung: Apple packt iTunes Match in Apple Music

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Apple Music hat von Beginn an für Probleme beim Abgleich mit den privaten Musiksammlungen der Nutzer gesorgt. Teils wurden Songs aufgrund eines Datenbankfehlers schlicht gelöscht, teils falsch erkannt und beispielsweise durch andere Versionen des Titels ersetzt. Um die Probleme im Zusammenhang mit der Musikerkennung final zu beheben, integriert Apple nun die iTunes Match zugrundeliegende Technik zur Musikerkennung auch in Apple Music.

Itunes Match

Ihr wusstet nicht, dass die beiden Systeme auf unterschiedliche Weise funktionieren? Kaum jemand wusste dies, denn Apple hat sich mit Blick auf die iTunes Match und Apple Music zugrunde liegenden Techniken bislang eher bedeckt gehalten und lediglich auf die Unterschiede bei der Benutzung der Dienste hingewiesen. Nun lässt Apple allerdings durchblicken, dass iTunes Match mit den wesentlich zuverlässigeren sogenannten „akustischen Fingerabdrücken“ arbeitet, während Apple Music sich eher auf die ID-Tags der Titel verlassen hat.

Die Verwendung von akustischen Fingerabdrücken für die Musikerkennung sollte Apple Music im Zusammenspiel mit privaten Musiksammlungen künftig deutlich zuverlässiger machen. Wie der Apple-Blogger Jim Dalrymple berichtet ist angedacht, die Funktion schrittweise freizugeben, täglich sollen 1 bis 2 Prozent zusätzliche Apple-Music-Nutzer in den Genuss der besseren Song-Erkennung kommen.

iTunes Match fortan in Apple Music inbegriffen

Die Änderung bedeutet dem Bericht von Dalrymple zufolge auch, dass Abonnenten von Apple Music künftig automatisch in den Genuss aller Funktionen von iTunes Match kommen. In eurer Musiksammlung erkannte und im iTunes Store verfügbare Songs sollten dann auch als hochqualitative Originaldatei ohne Kopierschutz heruntergeladen werden können. Die für den Download verfügbaren „iTunes-Match-Titel“ sollten mit dem Cloud-Status „Gefunden“ angezeigt werden. Apple-Music-Songs, die ihr nicht selbst besitzt, sondern nur für die Offline-Nutzung laden wollte, landen weiterhin mit Kopierschutz ausgestattet auf eurer Festplatte.

Die von Dalrymple beschriebenen Neuerungen darf man durchaus für bare Münze nehmen. Der Blogger verfügt seit Jahren über beste, teils persönliche Kontakte zum Apple-Führungsstab. Allerdings ist nur schwer nachvollziehbar, warum Apple über derart relevante Neuerungen nicht offiziell informiert und um Unsicherheit zu vermeiden auch gleich die zugehörigen Support-Dokumente entsprechend aktualisiert.

Dienstag, 19. Jul 2016, 8:40 Uhr — Chris
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  • Aja,…und das Abo? Kann ich das jetzt canceln, ja?

    • wäre jetzt auch meine Frage. Was ist mit dem Abo?

    • Ich vermute, hoffe aber, dass Apple sich hier auch noch offiziell äußert bzw. die entsprechenden Dokumente aktualisiert.

    • AbsolutCancesco

      Das Abo würde ich noch nicht kündigen, bis die Neuerungen offiziell kommuniziert wurden und für alle verfügbar sind. Ein Freund hatte zur Einführung von  Music iTunes Match deaktiviert und seine komplette Mediathek hat darunter gelitten… Ich habe iTunes Match glücklicherweise weiter abonniert und alles funktioniert immer noch. Never Change a Running system. Jedenfalls kaum für 25€/ Jahr Ersparnis.

  • ja super, gestern noch mein Match-Abo erneuert …

  • Also kann ich mein iTunes Match Abo kündigen?

  • Naja, dann hoffe ich mal, dass iTunes Match separat überleben wird und nicht beides zusammengepackt wird und man entweder Apple Music bezahlt oder nichts bekommt.
    Apple Match ist als Datensicherung und Cloud Speicherung vom Preis her akzeptabel (für mich), um Apple Musik zu bezahlen höre ich einfach zu wenig Musik, das würde sich für mich kaum lohnen.

    • Genauso sehe ich das auch. In dem Zusammenhang hat mir der Apple Support kürzlich noch folgendes zur Zahlung des Abos mitgeteilt: Es muss zur Aktivierung von iTunes Match eine n. a. Kreditkarte hinterlegt sein. Das kann auch Prepaid VISA sein. Zu beachten ist, dass darauf min. € 3 Guthaben sind, denn es werden € 1,89 virtuell gebucht um die Karte zu verifizieren. Anschließend kann man z. B. iTunes Prepaid Guthaben aufladen, um damit das Abo zu bezahlen. Paypal wird leider nicht akzeptiert. Angeblich kam die Einstellung von Clickandbuy zu überraschend für Apple, um darauf zu reagieren.

  • Hab auch erst letzten Monat verlängert! Wäre wohl das „aus“ für Match! Glaube nicht das Apple das dauerhaft parallel laufen lässt!

  • letztes Jahr hatte ich itunesMatch auch gerade verlängert. Ärgerlich!
    Letzten Monat Apple Music aboniert und itunesMatch letzten Monat auslaufen lassen und nicht mehr verlängert. War eine Gute Entscheidung.

    • Ja, nun hast du ein halbes Jahr lang das Abo gebraucht und wirst vielleicht erst i 2-3 Monaten freigeschaltet. Also hast du fast dein ganzes Abo benutzt. Und für den Rest findet Apple auch eine Lösung.
      Kaum zu glauben, so was.
      Wärs vor einem Monat gewesen, ok, aber das?

  • Dieses Durcheinander von Diensten birgt immer eine Gefahr, wie man anfänglich gesehen hat. Ob das wirklich besser wird (siehe .mac-mobileme-Geschichte) wird sich erst noch zeigen müssen. Ich bin soweit mit iTunesMatch noch zufrieden.

  • Darauf habe ich gewartet Mir war immer schleierhaft warum sie das trennen Für mich wirkt Apple Musik aber immer noch sehr unausgereift. Es fühlte sich damals schon während der Testphase grauenhaft an wenn man Spotify gewöhnt ist . Das erstellen einer offline Playlist war der Horror und nun liest man ständig von diesen Fehlern .

    Auf Dauer wird Apple wohl aufholen und der Musik dienst besser werden.Aber ich passe solange lieber noch

    Nutzt gerade jemand beide Dienste und kann die beiden aktuell besser vergleichen?

    • Ich habe Spotify genutzt und bin zu Apple Music gewechselt wegen der Integration meiner vorhandenen Musikmediathek. Das war für mich der große Vorteil, denn ich kaufe auch weiterhin hin und wieder Alben und wollte immer alles an einem Ort haben. Im Gegensatz zu einigen anderen hatte ich auch fast keine Probleme beim Start.

      Das aktuelle Spotify Interface ist vom Grundaufbau Apple Music relativ ähnlich. Es gibt eine Sektion mit persönlichen Empfehlungen, eine mit allgemeinen Empfehlungen und dazu noch Radio. Die persönlichen Empfehlungen bei Apple Music treffen meinen Geschmack gefühlt etwas besser. Aktuell hat Spotify in der unteren Leiste noch die Suche und Apple das unnötige Connect. Das wird sich mit iOS 10 aber auch ändern und Connect verschwindet aus der Leiste und wird auch ei Apple durch die Suche ersetzt. Auch der sich von unten hoch schiebende Player ist bei beiden Diensten sehr vergleichbar.

      Ich finde aktuell keinen von beiden Diensten übersichtlicher als den anderen. Zumindest nicht bei meinem Nutzerverhalten. Ich bin aber kein Freund von Playlisten und denke dass Spotify da momentan noch die Nase vorne hat in Bezug auf den Austausch mit anderen Leuten. Das ist aber wie gesagt ein Feature, welches ich nicht nutze.

      Ich würde mir über die verschiedenen Bereiche hinweg in beiden Apps etwas mehr Einheitlichkeit bei der Darstellung der Inhalte wünschen. Die neuen Ansätze bei Apple Music in iOS 10 haben bei mir ein bisschen Vorfreude ausgelöst. Das weniger kleinteilige Layout gefällt mir gut, auch wenn es im ersten Moment durch die großen Überschriften ungewohnt und vielleicht ein bisschen unausgeglichen erscheint. Ich erhoffe da aber noch Detailverbesserungen bis zum Release und freue mich auf eine verbesserte Übersicht und eine simplere Anmutung.

      In Bezug auf die Desktop-Apps gefällt mir trotz aller Unübersichtlichkeit iTunes besser. Ich würde mir aber wünschen, dass Apple auf dem Mac auf lange Sicht iTunes „auseinander nimmt“ und von Grund auf neu überdenkt. Eine Struktur wie bei iOS wäre da wünschenswert. Statt iTunes also eine separate App für Podcasts, eine für Videos, eine Erweiterung für iBooks in Bezug auf Hörbücher und iTunes dann nur noch als Medienkaufhaus…

      • Ich wünsche mir diese Trennung auch, aber es wird wohl nicht passieren, so lange jedenfalls, bis Apple die Verwaltung der iPhones/iPads anders gestaltet.

        Dazu müsste aber auch das iOS grundsätzlich überdacht werden. So schön es für die Sicherheit des OS auch sein mag, dass jede Anwendung grundsätzlich nur Zugriff auf den eigenen Dokumenten-Ordner hat, so groß ist diese Beschränkung ein Hemmschuh bei der täglichen Arbeit.

        Warum kann es nicht einen globalen Dokumentenordner geben (ähnlich der Fotolibrary), auf den alle Apps Zugriff haben? Endlich hätte dieser Sharing-Wahnsinn ein Ende und auch die mehrfachen Dateien würden den Speicherplatz nicht vollmüllen. Wenn ich z. B. eine PDF in iBooks habe und sie in PDF Expert bearbeiten möchte, wird diese PDF nach PDF Expert kopiert. Nach der Bearbeitung müsste ich diese PDF zurück nach iBooks kopieren, um keine unterschiedlichen Versionen zu besitzen. Bei diesem Irrsinn ist man mehr mit der Datei- und/oder Versionsverwaltung beschäftigt als mit der eigentlichen Arbeit.

        Readdle macht es im Kleinen App-intern schon vor: Dokuments, PDF Expert und PDF Converter greifen zumindestens in der iCloud auf die gleichen Ordner zu. Innerhalb der App könnten ja weiterhin Beschränkungen definiert werden, sollten sie aus Sicht des Programmierers notwendig sein.

        Sollte sich also endlich mal etwas ändern, könnte Apple iTunes entschlacken und entsprechende kleinere Apps sowohl für das macOS las auch für iOS zur Verfügung stellen. Allein mir fehlt der Glaube …

  • Die Frage wird ja auch sein, was ist mit Musik die über Music nicht verfügbar ist, die sich aber in der privaten Sammlung befindet und gematched wurde. Ich habe mir mittlerweile sehr viel 24 bit Musik in ALAC digital gekauft, die so auch schon nicht über Match synchronisiert wird. Match ist seit der Erweiterung der Song Obergrenze Anfang des Jahres wieder sehr interessant für mich geworden. Wenn der Dienst komplett in Apple Music aufgehen würde, wäre ich nicht bereit den Jahrespreis dafür zu zahlen.

  • Moin
    es geht hier doch darum, dass die Technik von Match auch für Apple Music genutzt werden soll. Nicht darum, dass das Match Angebot eingestellt werden wird?
    Oder lese nur ich den Artikel so?
    Grüße
    Der Dingens

  • Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Apple Music ist doch völlig egal welche Musik ich benutze. Nur iTunes Match sorgt dafür dass meine lokale Musik auf allen Geräten verfügbar ist. Meiner Meinung brauch man auch weiterhin beide Abos.

    • ….nicht jeder braucht beide Abos ! Mir reicht Match vollkommen aus ! Solange in Deutschland die Datenvolumen von Musik-Streamingdiensten nicht in den Mobilfunkverträgen inkludiert sind und/oder die Preise für die Datenvolumen sich langsam mal den Preisen in den europäischen Nachbarländern angleichen, macht Streaming für mich keinen SInn!

    • Nein. Auch wenn du nur Apple Music hast, ist deine eigene Musik genau so wie mit Match auf allen Geräten verfügbar. Allerdings bislang kopiergeschützt auf allen Mediatheken die nicht die Quelle sind. Das soll sich nun ändern. Damit wäre ein separates Abo für Match nicht mehr erforderlich.

      • Ah ok, dann weiß ich nun warum es die Mediatheken zerschossen hat damals. Ok, dann wird es wirklich Zeit dass iTunes Match ersetzt wird – ist sehr verwirrend im Moment.

  • Weiß jemand ob Neukunden von Apple music das Feature direkt nutzen können?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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