Cloud Player: Amazon-Alternative zu iTunes Match speichert 250 Songs kostenlos in der Wolke

33 Kommentare

Als Alternative zu iTunes Match bietet Amazon seit letzter Woche auch den Konkurrenzdienst Cloud Player auch für deutsche Kunden an.

Als Basisangebot hat jeder Amazon-Kunde die Möglichkeit, bis zu 250 Songs kostenlos in der Amazon-Wolke zu speichern um diese dann von maximal zehn verschiedenen Endgeräten aus abrufen zu können. Dies funktioniert ähnlich wie bei iTunes Match entweder zum direkten Anhören als Audiostream oder auch als Download für die anschließende Offline-Nutzung. Auf dem Computer stellt Amazon hier den browserbasierten Cloud Player zur Verfügung, darüber hinaus gibt es Apps für iOS oder Android. Die Cloud Player iOS-App ist allerdings bislang noch nicht für das iPad optimiert, lässt sich aber auf dem Apple -Tablet installieren und nutzen.

Auch wenn die komplette Integration längst nicht so komfortabel wie Apples iTunes Match wirkt, lohnt sich unserer Meinung nach ein Test des Gratispakets. Abgesehen von dem etwas umständlichen Einrichtungsprozess, bei dem Adobe Air sowie die Installation von zwei Amazon-Apps vorausgesetzt werden, lässt sich der Dienst eigentlich sehr gut nutzen. Ihr könnt eigene Titel in den Player importieren und mit der Amazon-Cloud abgleichen, sofern Amazon die Songs selbst im Angebot hat, müssen diese auch nicht extra hochgeladen werden, sondern man erhält Zugriff auf die in der Regel mit mehr als 200 kBit/s codierten Amazon-Versionen. Diese lassen sich bei Bedarf dann auch lokal auf den Geräten speichern. Unter iOS bleiben die Titel in der Amazon-App versteckt, auf dem Computer stehen die MP3-Dateien für die Verwendung mit anderen Anwendungen, beispielsweise mit iTunes, bereit.

Bei Amazon gekaufte Titel werden zukünftig dann direkt in die eigene Cloud-Bibliothek importiert und stehen somit automatisch auf allen verbundenen Geräten bereit. Um den Test der Funktionalität etwas attraktiver zu gestalten, bietet Amazon aktuell im Rahmen der Aktion „Über 1000 Top-Alben für 5 Euro“ etliche sicher auch für Cloud-Verweigerer attraktive MP3-Alben zum Sonderpreis an.

Wer an dem neuen Angebot Gefallen findet, wird möglicherweise schnell an das 250-Song-Limit für die Gratisnutzung stoßen. Zum Preis von 24,99 Euro pro Jahr lässt sich der Speicherplatz für Musik aufbohren und man hat dann die Möglichkeit, bis zu 250.000 Songs in der Cloud abzulegen.

Sofern ihr bereits ein Kundenkonto bei Amazon habt, ist der neue Dienst unserer Meinung nach auf jeden Fall einen Testlauf wert. Die Entscheidung, ob es sich lohnt, dafür ein Amazon-Konto anzulegen oder das Upgrade auf die Premium-Version zu machen, können wir euch allerdings nicht abnehmen. Dies müsst ihr euch mit Blick auf eure Vorlieben bezüglich des Musikkonsums selbst überlegen.

Falls ihr noch nie Musik bei Amazon gekauft habt, werft einen Blick auf diesen ifun-Artikel. Hier seht ihr wie das Ganze abläuft, unter anderem auch die Installation des auch für den Download von Cloud-Dateien notwendigen MP3-Downloaders.

Diskussion 33 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Was man auch berücksichtigen muss, Lieder die man bei Amazon lädt, sofern eine Lizenz dafür vorhanden ist, werden auf das Limit nicht angerechnet. Das heißt man kann einen großen Teil kostenlos speichern, falls man viel bei Amazon kauft. Dafür braucht man dann kein extra Abo.

      Es gibt auch, ich glaub es war bei Cnet eine Vergleichstabelle der Funktionen, die sollte man hier im Artikel auch verlinken.

      — Hatschi
    • Bei Apple werden gemachte und bei iTunes gekaufte Songs auch nicht angerechnet.
      Nur der Müll, den man in der Mediathek hat, der nicht im iTunes Store gefunden wurde und somit hochgeladen werden muss, wird logischerweise angerechnet.
      Würde mich wundern, wenn du 25000 Titel zusammen kriegst, die es nicht bei iTunes gibt.

      — Sagrido
  1. Ich hoffe vor allem dass Apple schleunigst in iOS 6 nachbessert und wieder das Löschen von Songs mit iTunes Match erlaubt. Im Moment kann man nicht mehr nachvollziehen welche Songs lokal gespeichert oder in der Wolke sind. Beim Abspielen wird dann einfach heruntergeladen und der Speicher (über/ge)füllt. Wenn kein Platz mehr ist, werden Songs gelöscht, die man lange nicht gehört hat. Für mich keine optimale Lösung und ein Rückschritt von iTunes Match unter iOS 5!

    — Hanno
    • Ja, ist furchtbar. Ich hoffe auch auf schnelle Besserung.

      Leider geht das Löschen beim Amazon Cloud Player ebenso wenig.
      Steht zwar in der Anleitung, dass es per Wischgeste funktionieren soll, aber bei mir kommt dann immer nur “Add to Playlist”.
      Ist das eine Verschwörung?

      — Andreas
      • Das Löschen im iOS Player funktioniert sehr wohl, allerdings nur bei Songs, die schon zur Offlineverwendung heruntergeladen wurden. Habe am Anfang auch mit der Funktion gekämpft, funktioniert tadellos. Übringens lassen sich über das Browsernterface Songs auch ganz aus dem Account löschen – steht nicht in der Hilfe.

        — GuessWho?
    • @GuessWho?
      Dann bist Du der Erste der Löschen kann.
      Sicher, dass bei Dir auch ITunes Match aktiviert ist?
      Dann verrate mir bitte deinen Trick.
      Ich habe definitiv alles offline runtergeladen und kann nichts löschen.
      Wischgeste macht einfach GAR NICHTS. Weder auf Song noch auf Albumebene.

      — Andreas
      • Ach Du hast dich wahrscheinlich auf den Amazon Player bezogen.

        Nun gut, aber trotzdem ging es bei mir nicht? Muss man irgendwas besonderes machen, außer Download klicken und warten bis er fertig ist? Oder was könnte der Grund sein, dass ich anschließend NICHT löschen kann?

        — Andreas
      • Geh in die Einstellungen und schalte iTunes Match ab. Jetzt kannst du alle Lieder einzeln löschen. Anschließend schaltest du iTunes Match wieder an und freust dich über den frei gewordenen Speicher. ;) Ist zwar umständlich, aber der Fokus ist wohl das Streamen.

        — Jason_Boune
      • Man kann lokale Songs auf dem iPhone löschen, aber nur alle oder keinen:
        Einstellungen->Allgemein->Benutzung->Speicher->Musik->Alle Musikdateien –> Swipe

        Ich hab Ewigkeiten gebraucht, bis ich das gefunden habe!

        — Osch_
  2. Ein extrem wichtiger Hinweis fehlt in diesem Artikel: MP3s die über das jeweilige Amazonkonto in der Vergangenheit gekauft wurden oder zukünftig werden, zählen weder zu den 250 Songs, noch dem verfügbaren Speicherplatz – sie kommen gratis On-Top dazu!

    — GuessWho?
  3. 250 Songs?
    Das erinnert ja an die Kapazitäten alter USB-Stick-MP3-Player. Nicht gerade eine interessante Kapazität. Da wirkt iTunes Match doch attraktiver.

    — y0urselfish
  4. Und echtes Streaming geht bei iTunes Match auch mit iOS6 noch nicht. Die Titel werden im Hintergrund immer noch runtergeladen und bleiben auf dem Gerät :-( total nervig wenn man dann ne total zusammengewürfelte Mediathek offline hat…
    Wenn das bei Amazon geht wärs wirklich nen Versuch wert!

    — kreidan
    • Das ist definitiv nicht korrekt. Wenn du nicht explizit ein Album oder Playlist downloadest, wird der Track gestreamt. Das Handling ist allerdings nicht gerade optimal (wie oben beschrieben, Stichwort: löschen). Dafür ist es endlich performant.

      — Andy
      • Also bei mir bleibt der Titel wenn ich ihn anklicke aufm Gerät (kann ihn dann auch offline abspielen). Wüsst nicht wie ich das anders machen soll!? Und hab sicher nicht auf den Download Button oben geklickt…

        — kreidan
  5. achtung: beim amazon cloud player kann man sein gerät nur für einen einzigen account autorisieren.
    ich habe einen weiteren account für meine mutter erstellt und wollte diesen kurz mal testen, jetzt kann ich aber meinen eigenen account nicht mehr nutzen, da mein gerät bereits mit dem account meiner mutter autorisiert ist. ich muss nun ein halbes jahr warten, bis ich mich wieder mit meinem eigenen account autorisieren kann. amazon support konnte auch nicht helfen!
    man wird in der app leider auch nicht gewarnt, wenn man sich bei einem anderen account einlogged. erst im nachhinein beim durchforsten der hilfe, habe ich all diese einschränkungen entdeckt!

    — oluv
  6. Es ist auch noch wichtig zu wissen, dass zu den 250 Titeln NICHT die vor der Aktivierung des Gratis – Dienstes bereites gekauften bzw. danach gekauften Titel zählen. Ich hatte bereits über 1000 Titel vorher gekauft und alle sind automatisch hinzugefügt worden. Dann habe ich ein neues Album gekauft und es ist auch hinzugefügt worden und ich habe immer noch 250 Importe frei!

    Bernd
  7. mal als kostenlose alternative: google music – muss man zwar über nen usa vpn anmelden aber danach kostenlos nutzbar (weitaus mehr als 250 lieder!)

    — bettermanroth
  8. Nachdem Apple jeden ernsthaften langjährigen Musiksammler durch die Beschränkung auf 25000 Titel vor den Kopf gestossen hat, macht Amazon alles richtig:
    Zum gleichen Preis den 10-fachen Speicherplatz,
    Match-Technik wie Apple, daher zügige Online-Verfügbarkeit,
    Vielfältige Format-Unterstützung, unter anderem Apple Lossless (ALAC). Apple selbst unterstützt das eigene Qualitäts-Format nicht – einfach ein schlechter Witz….
    Ich habe mich sehr auf iTunesMatch gefreut und hätte gerne dafür bezahlt, aber ich habe zu viel Musik.
    Jetzt bin ich bei Amazon und die meinen ich habe zu wenig – sie bieten mir nämlich noch mehr an….
    Die App funktioniert prima und ich kann zum erstenmal mobil auf jeden Titel in meiner Sammlung zugreifen.
    Nein – ich arbeite nicht für Amazon. Ja – ich nutze ausschliesslich Apple-Hardware.
    Apple (oder war es nur Steve Jobs???) wusste mal was Musikfans sich wünschen.
    Amazon weiss es immer noch…

    — huppi
    • Bitte überprüfe das. Meine Infos sind nämlich dahingehend, dass alles, was in der amazon cloud ist, nur als mp3 wieder “runter” kommt, auch wenn man andere formate hochlädt?

      — roe
      • Zur mobilen Nutzung völlig ausreichend – die höhere Quali bleibt mir ja erhalten. iTunesMatch lässt jedoch Lossless-Formate völlig aus.
        Also: hochwertige Sammlungen – wenig iTunesMatch
        Amazon stellt alles zur Verfügung, auch z.B. FLAC (für Windows-User sicherlich auch interessant)

        — huppi
  9. Weder der Verfasser des Artikels noch die fleissigen Kommentierer scheinen den Amazondienst richtig ausprobiert zu haben – denn im Gegensatz zu itune Match funktieniert beim Cloud Player fast nichts. Das merkt man vielleicht nicht gleich bei der Testversion wenn man selektiv nur einige Titel läd – aber 250 000 wird man aktuell nie ereichen können ohne vorher ins Irrenhaus eingeliefert zu werden.

    Probleme:
    Der Importer Modul (zur Auswahl der eigenen Titel die man in die Cloud stellen möchte, bzw zum durchsuchen der eigenen Lib)
    - ist massiv fehlerhaft. nach 4 bis max ca 300 Titeln hängt er sich auf und geht in die Endlosschleife.
    - eine größere Lib einzulesen ist völlig unmöglich.
    - das identifizieren der Songs dauert erheblich länger als bei itunes match (gefühlt ca 4x solange) auch wenn er noch nicht abgestürzt ist.
    - man kann nicht erkennen was erkannt wird und was hochgeladen wird
    - beim laden in die cloud scheint die upload Geschwindigkeit seitens Amazon stark gedrosselt zu sein so dass die uploadzeiten ebenfalls deutlich größer sin als bei itunes match
    - importer startet auf vielen Rechnern nach der Installation nicht sondern zeigt nur einen rotierenden Kreis
    - Die Erkennungsrate ist schlechter als bei itunes match, von den meisten Alben wird nur die hälfte bis 2/3 der Titel erkannt
    ……..

    könnte noch beliebig fortgesetzt werden

    Positiv:
    - der Amazon Service ist sehr freundlich und bemüht, kann aber praktisch nicht helfen und empfielt eben noch einige Wochen zu warten.
    - Der Player unter iOs ist ok

    –> Es gibt noch verdammt viel zu tun bis das Produkt mit itune match konkurieren kann – auch wenn 250 000 Titel bei dem Preis durchaus verlockend sind

    — rolafa
  10. zählt bei Amazon auch ein Hörspiel, dass aus einem file besteht, aber ca. 100 mb hat, auch als 1 von 250 mp3s???

    — portego
    • nur während des importvorganges. wenn gematcht wird, dann ist es quasi sofort fertig, wenn ein song nicht erkannt wurde, dann wird hochgeladen, was natürlich länger dauert. aber welcher song genau nicht erkannt wurde, sieht man leider nicht.

      — oluv
  11. Bei mir funktioniert iTunes Match mit iPad 3 und iOS 6 nicht. Es zeigt nur die Alben mit den Titeln an und bei den Liedern kommt dann kein Name und bei der Länge steht 0.00.

    Mach ich da was falsch?

    Johann Höfele
    • Hatte ich auch – tagelang alles probiert nichts hat geholfen. Kommt wahrscheinlich daher daß man vorher nicht konsequent auf itunes match war, sondern noch synchronisierte Titel auf dem Gerät hatte.

      Lösung:
      Das einzige was hilft Gerät wiederherstellen bzw in den iPad einstellungen Daten und Einstellungen löschen (was aufs gleiche rauskommt, empfehle wiederherstellen)

      Kostet halt ein paar Stunden bis wieder alles aus dem Backup zurückinstalliert ist aber dann geht alles wie geschmiert.

      — rolafa
  12. Die Clout von Amazon läuft auch auf dem iPad3 mit Titel und Länge einfach Super.Ich habe rund 230 Titel geladen , noch klappt es!Ich werde ca.1000 Songs Laden mal sehen was dann ist?

    — Michael Jarling

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