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Zukunft ohne Zufall – Für und Wider von Indoor-Navis

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Vor gut einem Monat hat Apple den Indoor-Ortungsdienst WiFiSLAM übernommen. Viele von euch haben sich vielleicht damals am Kopf gekratzt und gefragt „So what? Um im Supermarkt die Milchtüte zu finden, brauche ich keine Karte.“ Notfalls kann man fragen – und lernt dabei sogar noch seinen Traummann kennen.

Auch sonst scheint der Navi für den Innenbereich eher eine Spielerei zu sein, eine Laune des technisch Möglichen.

wifislam

Doch neben der Anwendung solcher Dienste bei ganz alltagspraktischen Problemen, tun sich auch ein paar ungeahnte Chancen auf – fragt sich nur: Für wen?

Fangen wir mit dem Positiven an:

  • Eine ganze Reihe von Flughäfen weltweit hat das Potenzial dieser Dienste erkannt und bietet seinen Kunden einen entsprechenden Service an. Auf einem so großen Flughafen wie Frankfurt kann das eine echte Erleichterung sein.
  • Aber nicht nur für Urlauber ist die Navigationshilfe praktisch. Auch Rettungskräfte können dadurch wertvolle Minuten sparen. Allerdings ist im Notfall auf das System kein Verlass, da bei Stromausfällen auch das WLAN betroffen ist.
  • Umgekehrt könnte man auf Basis der Wege, die Nutzer dieser Dienste nehmen, verbesserte Flucht- und Rettungspläne entwickeln (bspw. indem man das Verhalten zu unterschiedlichen Tageszeiten beachtet). Große Gebäudekomplexe könnten solche Daten also durchaus sinnvoll implementieren.
  • Einen Nutzen ganz anderer Art verspricht sich die moderne Lagerlogistik: Eine durchgehende Objektverfolgung in Echtzeit würde eine erhebliche Effizienzsteigerung bedeuten.

Damit wären wir auch schon beim komplizierten Teil:

  • Besagte Live-Ortung angewendet auf das Objekt Mensch wäre für den Handel ein Glücksfall: Kundenorientierte Werbung, die euch genau das anbietet, was ihr eben erst noch gesucht habt. Das alles und noch viel mehr.
  • Das gibt es natürlich dank Google Now (ifun berichtete) schon. Allerdings wäre eine solche Technologie für den Innenbereich noch effizienter: Wir sind bereits da, wo Kaufentscheidungen getroffen werden.
  • Und vielleicht spricht euch ja eines Tages der Verkäufer gleich mit eurem Namen an, hält schon euer Lieblingsgebräu in der Hand und hat wie von Zauberhand bereits eine Reihe von Jeanshosen in eurer Konfektionsgröße ausgewählt. Es gibt bereits Versuche von Supermärkten, Kunden anhand ihrer Einkaufszettel strategisch klug durch die Mall zu lotsen.

Aber noch scheinen solche Szenarien, in denen wir alle im Gleichtakt klingen und nur noch als Konsumenten gebraucht werden, fern. Zumal die bisherigen Anwendungsmöglichkeiten von Indoor-Navis noch nicht allzu interessant sind. Trotzdem wir sollten nicht vergessen, dass nicht die Karten das eigentlich Wertvolle an der ganzen Sache sind, sondern wir.

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24. Mai 2013 um 14:53 Uhr von Johanna Fehler gefunden?


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