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Neue Monetarisierungs-Regeln

YouTube: Wer Geld verdienen will muss fortan liefern

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Googles Video-Portal, YouTube, hat die Zulassungsrichtlinien des hauseigenen Partnerprogramms YPP neu formuliert und setzt künftig strengere Hürden, welche Videomacher ihre Clips mit Hilfe der von YouTube eingespielten Werbung monetarisieren dürfen.

Youtube

Mit den Änderungen, so zumindest die offizielle Kommunikation der Google-Tochter, sollen Inhalte-Macher besser geschützt werden, unterm Strich dürfte YouTube jedoch vor allem daran gelegen sein, den Werbetreibenden ein besseres (sprich: risikofreies) Werbeumfeld anzubieten.

1000 Abonnenten, 4000 Stunden

So setzt YouTube zukünftig voraus, dass Kanäle mindestens 1000 Abonnenten haben und in den zurückliegenden 12 Monaten mindestens 4000 Videostunden ausgespielt haben, ehe diese ihre Videos zur automatischen Vermarktung freigeben dürfen. Auch wenn die neuen Kriterien erfüllt sind, will YouTube die Kanäle zukünftig händisch prüfen, eheh die Inhalte monetarisiert werden können.

Keine kurzen Hilfe-Videos mehr

Laut YouTube sind durch die Umstellungen, die ab dem 20. Februar auch alle Bestandskanäle betreffen werden, eine „signifikante Anzahl“ von YouTubern betroffen, 99 Prozent davon haben im vergangenen Jahr jedoch weniger als $100 verdient, unterstreicht das Unternehmen – also: who cares?

Kritiker merken unter anderem an, dass die Umstellungen YouTubes dazu führen dürften, dass nur noch wenige kurze Hilfe-Videos ihren Weg auf das Google-Portal finden. Mit einem 30 Sekunden-Clip, der kurz erklärt, wie ein seltenes Computer-Problem gelöst wird oder einem 2 Minuten-Video, das das richtige Spannen einer bestimmten Fahrradbremse demonstriert, lassen sich keine Abonnenten anlocken.

Die 4000-Stunden-Regel dürfte zudem dazu führen, dass Erklär- oder Review-Videos, deren Inhalt auch in wenigen Minuten wiedergegeben werden kann, zukünftig künstlich aufgebläht werden.

Despite those issues more creators than ever are earning a living on YouTube, with the number of channels making over six figures up over 40% year-over-year. In 2018, a major focus for everyone at YouTube is protecting our creator ecosystem and ensuring your revenue is more stable. […] One of YouTube’s core values is to provide anyone the opportunity to earn money from a thriving channel, and while our policies will evolve over time, our commitment to that value remains.

Mittwoch, 17. Jan 2018, 16:48 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Definitiv keine gute Entscheidung und ich habe das Gefühl das sich Tausende abwenden werden. Wer nicht freiwillig sein Leben ausbreiten und einen Seelenstrip hinlegen will, wird wohl kaum mehr eine Chance haben ausreichend Abonnenten und Viewing Time zu bekommen. Zum Glück gibt es alternative Möglichkeiten, aber eigentlich ist es schade das jeder büßen muss, nur weil ein paar Leute meinten über die Strenge schlagen zu müssen und das auch noch cool fanden.

    Imho hätte es da sicher andere Möglichkeiten gegeben.

  • Finde es schade was Google aus YouTube macht wenn dass so weiter geht wird mal wohl bald ne Alternative finden. Ja YouTube ist riesig so schnell wird es nicht zu bruch gehen aber Google stößt das meiner Meinung nach an.

  • Wie ist das mit den 4000 Stunden zu verstehen?
    In den letzten 12 Monaten muss ich 4000 Stunden gesamtes Video-Material gepostet haben? Oder heißt das, in den letzten 12 Monaten müssen meine Videos ingesamt 4000 Stunden angesehen worden sein?

  • ich habe so eben alle meine videos gelöscht.
    seit 4 jahren platz 1 in deutschen tutorials für garageband und imovie.

    mit der letzten umstellung ist kaum noch geld reingekommen und so macht’s noch weniger sinn.
    bzw. eher gar keinen sinn.

    • Schlimm das man sein wissen nur gegen Geld teilt…

      • @Heinz
        Klar, Du gehst ja umsonst zur Arbeit und deine Firma verschenkt ebenfalls alles. Gratulation zum dümmsten Kommentar des Jahres.

      • @Riddick wirst du für dein Hobby bezahlt? Denn so dürfte dny das Ganze mal angefangen haben, als Hobby.

      • heinz Kommentar war nicht dumm. Nur äußerst engstirnig.

    • Dann müssen deine Videos aber irrsinnig schlecht gewesen sein, Anders formuliert: warum kommt bei mir dann pro Jahr etwas bei rum, obwohl ich gar nicht so viele Videos in YouTube eingestellt habe?

      • Wer lesen kann ist klar im Vorteil, seine videos waren auf platz 1.

        Also wieso machst du dann das material runter ohne es zu kennen?

        Und klar sollen Menschen, die gute Inhalte liefern geld verdienen.

        Die Entscheidungen bei Google in letzter Zeit sind einfach nicht mehr nachzuvollziehen.

        Anstelle einfach Regeln aufzustellen – und Videos wie, “wie installiere ich Kinox am Apple TV” rauszufiltern machen sie so einen unsinn

  • Min. 4000h pro Jahr??? Das währen ja min 11h/ Tag?

  • Na ab dann schalt ich bei allen Videos auf meinem Kanal die Werbung aus!
    Wir wollen ja nicht, dass YT an Werbung verdient mir aber nix davon abgibt.

    Und ja ich hab keine 1000 Abonnenten

  • 10:01 Videos für ein 1 Minuten Problem
    Danke YouTube

  • Das ist doch schon jetzt zT so!
    Da werden Sachen, die in 5min erklärt sind auf 20min Blabla ausgedehnt, nur um 3x Werbung schalten zu können.
    YT macht echt kein Spaß mehr!

    • Exakt. Ich guck inzwischen kaum noch was bei YT ode sonstwo. Ne Zeit lang habe ich gern so Technikkanäle geschaut aber ich ertrage diese Typen nicht mehr mit ihren künstlich coolen Videos.

  • 4.000 Std in 12 Monaten? Das sind ja mehr wie 10 Stunden am Tag? Lachhaft.

  • Ich denke, es werden weiterhin kürzere Videos auf YouTube landen. Denn wer wirklich glaubt mit einem 2-Minuten Video groß Geld verdienen zu können, sollte ohnehin seine Vorstellungen über Influent-Marketing überdenken. Wenn ich ein Video hoch lade in dem ich kurz erkläre wie ich ein Problem auf dem Mac beheben kann, dann mache ich das aus Gutmütigkeit und Spaß an der Freunde und evtl. um einige Abonnenten zu bekommen. Ich persönlich habe einige Koch-Kanäle abonniert, in denen im Schnelldurchlauf leckere Rezepte zum Nachmachen vorgestellt werden. Solche Videos MÖCHTE ich gar nicht über 10,20 Minuten schauen! Ich find die neue Regelung durchaus fair. Denn Werbetreibende haben auch kein Geld zu verschenken und möchten schließlich auch ein entsprechendes Publikum erreichen. Also Win-Win-Win Situation für alle. Man muss nicht immer alles negativ darstellen.

    • Meinst du das wirklich ernst, was du da gerade gepostet hast?

      Wo ist da bitte eine win, win situation.

      Und wer beurteilt, wo Werbetreibende ihr geld verschenken?

      Wenn bei einem Leinwänden Hilfe video eine kurze interessante werbung ist – ist das zehn mal besser , als bei irgendwelchen lang-Kanälen wo irgendein mist angepriesen wird.

      Der einzige, der die Dinge negativ darstellt bist DU selbst.

  • hier geht es um nichts anderes als um zensur, kontrolle und macht.
    wer project veritas auf youtube eingibt, weiß, dass twitter die selbe richtung einschlägt.

    eine frage wäre, warum google (youtube) so viele millionen von steuergeldern direkt von den geheimdiensten bekommt. wikileaks ist eine der quellen, welche das enthüllten. was wohl facebook, twitter, google und co für „services“ anbieten, welche den regierungen so viel geld wert sind…

    • Hör bitte auf, das Wort Zensur in diesem Zusammenhang zu benutzen. Es gibt Zensur auf diesem Planeten, du verharmlost das Wort, in dem du es total falsch benutzt. Danke.

      • Wenn man die Annahme trifft, dass der Ursprung der Zensur auch ein Machtmissbrauch sein kann, wundert es gar nicht, warum selbst die Gründer inzwischen Wikileaks Einstampfen wollen. Oder anders, Verschwörungstheorien und unbewiesene Annahmen machen das Ganze nicht besser, im Gegenteil. Vor allem scheint der Urheber des Kommentars den Artikel inhaltlich überhaupt nicht verstanden zu haben: es geht hier nicht um die Zensur von Videos, sondern um die Frage, welche Videos Monetarisiert werden können. Das ist ein himmelweiter unterschied.

      • Natürlich geht es um Zensur.
        Wenn sich Jornalisten und Politker loben,während der normale Bürger Mundtod gemacht wird,ist das Zensur.

        Wenn „der Staat“ die Bürger nötigt,eine Erlaubniss zu beantragen,damit Bürger im Internet ihre Meinung sagen können,
        ist das Zensur,
        wenn unliebsame Grupen Diskriminiert werden,und deswegen auf Youtube kein Geld verdienen können,ist auch das Zensur.

        Es ist doch egal,wie viele Leute das Video sehen,da die Werbung ehh nach Abrufzahlen bezahlt wird.

      • Youtube wird zensuriert – das ist so!

        Schau mal den kanal red pill philosophy, der hat videos, wo er erklärt, wie YouTube seinen kanal zensuriert.

        Manchmal sollte man sich besser informieren, bevor man andere belehrt.

      • Quatsch. Eine Zensur kann nur vom Staat ausgehen, niemals von einem Unternehmen – das ja auch noch Konkurrenz hat, wie Vimeo und zum Teil auch Switch. Einfach auf die Wortwahl achten.

  • Ich frage mich gerade ernsthaft wie jemand 4000 Stunden Material im Jahr produzieren und hochladen kann. Das wären ja ca. 11 Stunden pro Tag. Geht das überhaupt?

    • Nein, deine Videos müssen 4000h ausgespielt werden pro Jahr. Bsp. Du lädst 1 Video hoch mit einer Spielzeit von 1h und 4000 Leute schauen das an, dann hast du deine 4000h Ausspielzeit.

      Die Ausspielzeit bezieht sich also auf alle deine Videos die du online hast, und dabei eben die h die angeschaut wurden.

    • Das wären ja Arbeitsbedingungen wie in Indien!

      Spaßt bei Seite, das war anders gemeint als verstanden.

    • Meine Güte… lest doch mal richtig.
      Ist das so schwer?

      • Jetzt weist du warum eine 1 min Erklärung auf 10 min gestreckt wird
        Damit die die eh nix mitbekommen länger was davon haben

    • 4.000 Stunden insgesamt muss auf dem Kanal geschaut werden. Nicht 4000 Stunden Material ;)
      Das ist wirklich keine so große Hürde.
      Wer darunter liegt, produziert eh kaum etwas.
      Somit sind da auch keine großen Einnahmen die wegfallen.
      Der Kanal wird ja nicht gelöscht, sondern nur von der Werbung ausgenommen .

      -tom

      • Nicht von der Werbung ausgenommen, sondern von der Möglichkeit mit dem Kanal und der angezeigten Werbung Geld zu machen.

      • Mit <4000 Std hätte diese Person eh kaum was verdient und sobald sie die 4000 erreicht ist ja wieder berechtigt damit Geld zu machen.

  • Ich bin gespannt was Amazon bringt, gibt ja Gerüchte über ein eigenes solches Videoportal

    • Zu hoffen wäre es.

      Vielleicht hat genau amazon auf die Qualitätskanäle abgesehen, YT hat das durch industriespionage erfahren und will jetzt das eigene Modell so umbauen, damit sie Amazon die Luft aus den segeln nehmen.

      Wird sicher spannend, wichtig wäre ein einstieg amazons allemal bei videos

  • Ich mache nur Tutorials im Special-Interest-Bereich, also nur für eine seeehr kleine Zielgruppe. Und damit wollte ich ohnehin noch nie Geld verdienen. Hab mein Wissen eh nur aus anderen Quellen, da würde ich mich schämen, das zu monetarisieren.

  • Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich eine ggf. provokante Meinung dazu vertrete…
    Wo steht denn geschrieben, dass man mit seinem Content zwangsweise Geld verdienen können muss? ich will nicht abstreiten, dass es auf youtube durchaus kreative Köpfe gibt, denen ich gönne, von ihrem kreativen und informativen, politischen, künstlerischen, lehrreichen Videoinhalt einen Nebenbroterwerb zu realisieren…

    Die masse an youtube Videos speist sich aber inzwischen aus unterträglichem Influencer Bullshit, bei dem sich Hans Wurst, Heti und Pleti zur kommerziellen H*re verpflichten, um Marketingsprech für den Sponsor der Waren zu übernehmen…

    Und was sollen überhaupt diese „ich war im Drogeriemarkt und hab mir Klopapier aus Eisbärenfell gekauft, weil ich so ne empfindliche Rosette habe“ Videos?

    Vielleicht führt youtubes Maßnahme ja zu mehr Qualität beim Content und diese ganzen Möchtegerns, die youtube nur für affiliate Dreck nutzen, verlieren den Spaß und müssen für ihre Reichweite tatsächlich mal was tun…

    • Muss noch was anfügen..

      Das Internet war einst ein Raum, in dem es nicht primär darum ging, den verbreiteten Content zu monetarisieren. Inzwischen scheint es aber ausschließlich nur noch darum zu gehen. Somit ist die Triebfeder das Medium zu nutzen nicht die, dass man etwas mitzuteilen hat, sondern weil man a) vorrangig nur aufmerksamkeit will, die b) die eigens beworbenen Produkte bei einem kauft…

      Irgendwie traurig geworden…

    • Wenn du den Artikel verstehen würdest, würdest du erkennen, dass genau das Gegenteil der fall ist.

      Ist wird nur noch diesen “influencer …” geben, weil genau diese Leute die neuen Kriterien perfekt erfüllen

      • Mag ja sein, dass diese menschgewordenen Epidemien die Kriterien erfüllen. Die Frage ist, ob sie auf Dauer Zuschauer erreichen, die sich bewusst mit Werbescheiße einlullen lassen… Wenn man Werbung sehen will, brauch man nicht zwingend sowas wie jutjube…

  • Ich produziere selbst einige Videos, aber mal ganz ehrlich: es gibt so viele selbst ernannte Tutorials, die sowohl inhaltlich, als auch Von der Machart eigentlich nicht eingestellt werden müssten. Manche hauen ihre Kanäle mit Zigtausend Videos voll, die alle jeweils einige Sekunden gehen und nicht mal kommentiert werden. So nach dem Motto: wie schaltet man ein MacBook ein und was macht man, wenn der Akku leer ist. Wenn ich nach einem Problem gesucht habe, habe ich wirklich so viele schlechte Videos gesehen, prinzipiell mehr als vernünftige. Und ich meine gar nicht die Technik, sondern wirklich der Inhalt und das bezogen auf Hilfestellungen. Und diesen Masse statt Klasse Typen können wir Googles Entscheidung nun danken, super! Wie immer, wenn ein Dienst exzessiv missbraucht wird. Dabei leide natürlich auch die vernünftigen Filmemacher drunter. Ich finde eine andere Lösung viel besser: wenn einer einen Kanal mit extrem hohen, schlecht bewerteten Videos hat, sollte man ihn einfach rausschmeißen. Das kann man ja dann auch händisch prüfen und schauen, ob es Fakes oder ehrliche Reaktionen sind. Was manche hier aber schreiben, Videos aus YouTube löschen und Alternative suchen, ist absolut albern. Wie lange sollte es denn dauern, bis diese umfassende Bibliothek irgendwo anders auftaucht?

    • Und den Daumen rauf oder runter Funktion kennst du und Googles nicht – oder?

      Genau damit könnte man schlechten content, durch Moderatoren entfernen lassen

      • Aber warum sollte schlechter Content entfernt werden? Wenn ich ein Video mache und es 1000 Leuten gefällt aber 5000 nicht, warum sollte es gelöscht werden? Wird der Speicherplatz auf Googles Servern knapp? Selbst wenn ich ein Video hoch lade und es niemandem gefällt warum soll es gelöscht werden? Vielleicht erreiche ich irgendwann die eine Person damit die es interessant findet.

  • Wenn zB. Vimeo etc. schlau ist, investieren sie jetzt richtig und bieten alles was YouTube in letzter Zeit verkackt hat.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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