Mit Hilfe von KI
YouTube kennzeichnet KI-Videos künftig automatisch
YouTube macht den Einsatz von KI in Videos sichtbarer. Die Plattform verschiebt ihre Hinweise für fotorealistische oder deutlich durch KI veränderte Inhalte an prominentere Stellen und führt zugleich eine automatische Erkennung ein. Videos können dadurch künftig auch dann ein KI-Label erhalten, wenn Ersteller den Einsatz entsprechender Werkzeuge nicht selbst angeben.
Die Änderung beschreibt YouTube im offiziellen Blog. Demnach erscheinen die Hinweise bei längeren Videos künftig direkt unter dem Videoplayer oberhalb der Beschreibung. Bei Shorts soll das Label als Einblendung im Video selbst erscheinen. Bislang waren solche Angaben häufig nur in der aufgeklappten Beschreibung zu finden.
Damit reagiert YouTube auf ein Problem, das mit generativer KI immer sichtbarer wird: Für Zuschauer ist nicht immer klar, ob ein Video reale Aufnahmen zeigt oder ob Personen, Szenen und Ereignisse künstlich erzeugt oder nachträglich stark verändert wurden.
Label direkt unter dem Video
Die sichtbaren Hinweise betreffen vor allem fotorealistische Inhalte oder Videos, die inhaltlich erheblich verändert wurden. Weniger realistische, animierte oder nur leicht bearbeitete Inhalte sollen weiterhin in der erweiterten Beschreibung gekennzeichnet werden. YouTube hatte entsprechende Offenlegungspflichten bereits 2024 eingeführt und verlangt von Creators seitdem, realistisch wirkende synthetische Inhalte beim Upload zu melden.
Automatische Erkennung startet
Neu ist, dass YouTube nicht mehr allein auf die Selbstauskunft der Ersteller setzen will. Seit Mai 2026 werden nach Angaben des Unternehmens neue interne Signale ausgerollt, mit denen deutlich KI-generierte Inhalte erkannt werden sollen. Wird ein Video als erheblich fotorealistisch KI-generiert erkannt, kann YouTube das Label automatisch setzen.
Ersteller sollen falsche Zuordnungen im YouTube Studio korrigieren können. Dauerhaft bleiben die Hinweise allerdings in bestimmten Fällen, etwa wenn Inhalte mit YouTubes eigenen KI-Werkzeugen wie Veo oder Dream Screen erstellt wurden oder wenn C2PA-Metadaten auf vollständig generative KI hinweisen.
Für Zuschauer ist das ein sinnvoller Schritt, auch wenn ein kleines Label allein nicht alle Probleme löst. Gerade bei Nachrichten, Gesundheit, Politik oder Finanzthemen kann die Kennzeichnung helfen, Inhalte besser einzuordnen. Für YouTube bleibt die Herausforderung aber groß: KI-Videos werden schneller besser, und nicht jeder irreführende Inhalt sieht auf den ersten Blick künstlich aus.

Richtiger Schritt
Konsequent wären aber nur auch bessere Filter/Sortieroptionen, z. B. KI generierte Inhalte gar nicht anzeigen zulassen oder zumindest bei der Sortierung auszusondern.
Plus 1
Dann muss man aber auch Nicht-KI-Inhalte ausblenden können. Finde ich bei Musik aber sogar wichtiger als bei Videos.
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Plus 1
Absolut! Genau das!
Supported by KI :-)
Genau da müssen wir hinkommen. Wenn jetzt noch Plattformen wie LinkedIn dieselbe Funktion einführen, dann wird man wahrscheinlich merken, dass 95 % der Posts alle KI generiert sind. Das gibt vielleicht auch den Erstellern mal zu denken.
Hier würde ich das gesülze gerne komplett abstellen. Kein Blabla. Mich interessiert bei den Kontakten nur Job, etc.
Auch sehr gut! Zumindest bei dem, was aktuell von sich gegeben wird. Vor drei Jahren und mehr war das noch ein richtig gutes Netzwerk.
Ich wünsche mir die Option, KI Inhalte ausblenden zu können. Und die automatische Übersetzung sollte deaktiviert werden können.
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Endlich
Als langjähriger GEZ Verweigerer und YouTube Premium Nutzer bin ich über diese Nachricht wirklich total happy. *thumbs up
Ok cool.
Und was ist mit der Musik?
Wir haben uns ja schon daran gewöhnt, dass am Computer erzeugte Musik in den allgemeinen Kanon eingeflossen ist.
Aber ich würde sehr gerne wissen, ob nur noch ein Algorithmus verantwortlich für Rhythmus und Töne zeichnet.
Wenn also nun YouTuber Inhalte mit KI verändern (in der Absicht bewusst zu täuschen!) dann werden Sie in Zukunft geoutet oder sogar gesperrt. Das wäre wirklich wünschenswert. Gerade weil es ja viele gibt, die absichtlich z. B. ihre politischen Gegner diffamieren wollen und dies mit der KI-Kennzeichnung dann nicht mehr so einfach geht.
Ich würde die Erwartung nicht so hoch setzten. Dazu müsste die KI nämlich erst mal zuverlässig KI erkennen können. Und das tut sie derzeit leider noch nicht. Da wird es noch sehr viele Fehler geben.
Sofern KI verwendet wurde, die ein KI-Wasserzeichen in ihr Werk eingebaut hat, stehen die Chancen gut, dass das erkannt wird. Aber sonst ist es sicher noch Glücksspiel…
Ab 2. August müssen in der EU alle KI-Inhalte sichtbar gekennzeichnet werden. Schön dass YT das schon am Start hat. C2PA (von Adobe, mittlerweile aber OpenSource) und SynthID (Google) sind da die beiden verbreitetsten Verfahren.
Der nächste Schritt ist, KI nicht mehr erkennbar für YouTube
Man denk monatelang dass man den aktuellen Stand und somit auch die Videos erkennt, bis man merkt dass es einem selbst Kontextbasierend immer schwerer fällt
Dieser Meinung bin ich von Anfang an: Alles, aber wirklich alles, wo generative KI involviert ist, sollte meiner Meinung nach eine gesetzlich vorgeschriebene, offensichtliche Kennzeichnung verpasst bekommen. Eine Art Wasserzeichen in den Meta-Daten, das sich nicht vom User entfernen lässt.
Im Gegensatz zu Spotify – richtig guter Ansatz.
Sollte auch bei TV Werbung obligatorisch sein. Bei der aktuellen Giesswein Schuh Werbung erkenne ich z.B. keinen Hinweis.
Wie der Hersteller der Agentur diese grässlich grinsende Dame erlaubt hat, ist mir ein Rätsel.
Würde auch Apple Music gut tun! Auch hier gibt es eine Menge KI-Müll.