US-Regierung bleibt außen vor
Workspace und Meet: Proton zielt auf Google und Microsoft
Proton hat mit den Angeboten Meet und Workspace zwei neue Angebote am Start, die das Unternehmen als europäische Alternative zu Google Workspace und Microsoft 365 bewirbt. Das Angebot sei als Reaktion auf die insbesondere unter Geschäftskunden wachsende Nachfrage nach europäischen Lösungen zu sehen.
Organisationen achten laut Proton zunehmend darauf, wo ihre Daten gespeichert werden und welche staatlichen Regelungen an diesen Standorten gelten. Gesetze in anderen Staaten könnten unter bestimmten Umständen selbst dann den Zugriff auf gespeicherte Informationen ermöglichen, wenn sich die Server außerhalb des jeweiligen Landes befinden. Proton spielt hier auf den US Cloud Act an, dem nicht nur Google und Microsoft, sondern auch Apple unterliegen. Ob und in welchem Umfang diese Vorgaben tatsächlich angewendet werden, lässt sich von außen kaum beurteilen, da betroffene Parteien in der Regel zu Stillschweigen verpflichtet sind.
Komplettpaket aus Cloud- und Office-Diensten
Proton Workspace ist als Komplettlösung für Unternehmen zu sehen. Der Anbieter stellt hier ein umfassendes Paket an Onlinediensten mit Fokus auf Datenschutz und Sicherheit bereit. Dazu gehören neben Anwendungen für Mail und Kalender auch Online-Speicherplatz und Office-Anwendungen sowie Werkzeuge wie VPN und Passwortverwaltung.
Proton Workspace wird in einer Standardversion für 12,99 Euro im Monat und als Premiumvariante mit zusätzlichem Speicher und erweiterten Nutzungsmöglichkeiten für 19,99 Euro im Monat angeboten.
Videokonferenzen für Business-Nutzer
Mit dabei und neu im Portfolio des Anbieters ist die Videokonferenzlösung Proton Meet. Die Anwendung lässt sich vom Desktop sowie von Mobilgeräten aus nutzen und soll nach Angaben des Unternehmens unter hohen Sicherheitsvorgaben betrieben werden. Um eine möglichst barrierefreie und flexible Nutzung zu ermöglichen, lässt sich Meet auch ohne Benutzerkonto bei Proton verwenden.
Proton Meet steht bislang nicht als Einzellösung zur Verfügung, sondern setzt ein Business-Paket von Proton voraus.


Das ist ja alles ganz nett, ist jedoch das auch so „potent“ wie Teams? Ich denke hier an teilweise um die 900 Personen in einem z.B. Info-Call? Oder wie sieht das mit Schnittstellen zu anderen Programmen API aus?
Alles ganz gut uns schön und es sind ja auch hehre Ziele, aber sie müssen aufpassen, dass sie sich nicht verzetteln – sie haben zurzeit noch genug Baustellen. Ich denke da an Proton Drive, das in Bezug auf Geschwindigkeit z.B. anderen Cloud-Anbietern hinterherhinkt. Proton Pass muss sich noch recken – die Luft im oberen Bereich ist dünn.
Aber vielleicht wird das ja was und wir haben in Europa alles unter Dach und Fach.