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WDR verspricht neues Videoportal als Alternative zu „Germany’s Gold“

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Im September letzten Jahres kam das Aus für die Pläne von ARD und ZDF, unter dem Titel „Germany’s Gold“ eine gemeinsame Online-Mediathek aufzubauen. Das Bundeskartellamt hatte Bedenken angemeldet und das Projekt schließlich gestoppt. Wie jetzt bekannt wurde, will zumindest die ARD noch in diesem Jahr eine Alternativlösung vorstellen.

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(Bild: M R / Shutterstock.com)

Der Hinweis auf die neuen Aktivitäten in diesem Bereich findet sich in einem vom WDR veröffentlichten Geschäftsbericht. Hier ist in einem Ausblick auf 2014 die Rede vom „Aufbau eines Alternativprojekts zu Germany’s Gold“, das sowohl juristisch als auch wirtschaftlich umsetzbar sei. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass die Sender dergleichen vor 10 Monaten noch ausgeschlossen hatten. Als Reaktion auf die Einwände des Bundeskartellamts teilten ARD und ZDF leicht verbittert mit, dass „alternative Modelle, die den vom Bundeskartellamt geforderten Rahmenbedingungen genügen, […] keine positive wirtschaftliche Prognose“ hätten.

Laut einem Bericht des Onlineportals Funkkorrespondenz will sich der WDR derzeit zu diesem Thema nicht äußern. Man spreche mit potenziellen Partnern aus Sender- und Produzentenkreisen sowie Verlagen und könne daher keine Details kommentieren. Ebenso gibt es bislang keine Informationen darüber, ob wie zuvor ARD und ZDF gemeinsam an dem Projekt arbeiten, oder das Vorhaben nur die ARD oder gar über das ZDF hinaus weitere Kanäle erfasst.

Kartellamt stoppt gemeinsame Vermarktung

Das Kartellamt hatte sich insbesondere an der Tatsache gestört, dass die Sender ihre Inhalte nicht eigenständig anbieten wollen. ARD und ZDF hatten „Germany’s Gold“ zusammen mit zwölf weiteren Produktions- und Rechtehandelsfirmen ins Leben gerufen und wollten darüber unter anderem auch gebührenfinanzierte Inhalte vermarkten. Dies betrachtete das Bundeskartellamt als starke Wettbewerbsverfälschung, zudem handle es sich bei ARD und ZDF um eigenständige Unternehmer und Wettbewerber, die ihre Produkte wie andere Firmen auch unabhängig voneinander vermarkten müssten.

Ein großer Kritikpunkt an den bisherigen Plänen der Rundfunkanstalten war die stets damit verbundene Kommerzialisierung der Projekte. Die Bemühungen haben bislang zumindest nach außen hin den Anschein erweckt, als suche man eher nach neuen Einnahmequellen als nach einer Lösung dafür, dem öffentlich-rechtlichen Auftrag auf modernem Wege gerecht zu werden. (Danke Timo)

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29. Jul 2014 um 10:03 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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