Neue Modelle von OpenAI und Anthropic
Von wegen KI-Bremse: OpenAI und Anthropic legen nach
Von wegen KI-Bremse: Nur gut eine Woche nachdem Anthropic-Chef Dario Amodei für ein langsameres Entwicklungstempo besonders leistungsfähiger KI-Systeme geworben hat, legen Anthropic und OpenAI neue Modelle vor. Bei Anthropic startet Claude Opus 5.5, OpenAI ergänzt GPT-6 um Sol und Luna.
OpenAI positioniert Sol und Luna unterhalb des Anfang September vorgestellten GPT-6 Astra. Beide sollen Verbesserungen bei Wissensarbeit, Programmierung, Computersteuerung und Zuverlässigkeit günstiger verfügbar machen. Die API-Preise sinken gegenüber den Einführungspreisen von GPT-5.6 um 50 Prozent. Für Sol verlangt OpenAI zwei Dollar je Million Eingabe- und zehn Dollar je Million Ausgabetokens, bei Luna sind es 0,10 beziehungsweise 0,50 Dollar.
Mehr Leistung bei sinkenden Kosten
OpenAI führt Benchmarks aus Arbeitsabläufen, Softwareentwicklung und Computersteuerung an. GPT-6 Sol soll dabei je nach Test an deutlich teurere Modelle heranreichen oder sie übertreffen. Zugleich verspricht das Unternehmen weniger sachliche Fehler und einen klareren Kommunikationsstil. Verbesserte Zwischenspeicherung bringt bei wiederverwendeten Eingabetokens Rabatte von 90 Prozent.
GPT-6 Sol und Luna starten in ChatGPT Work und Codex für Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Edu-Nutzer. Free- und Go-Nutzer erhalten Luna in der Desktop-App. In der API sind beide Modelle verfügbar, der Rollout in ChatGPT erfolgt schrittweise.
Anthropic bremst und veröffentlicht trotzdem
Anthropic stellt Claude Opus 5.5 vor. Das Modell soll auf vielen Aufgaben das Niveau von Claude Fable 5.1 erreichen, im Betrieb aber 40 Prozent weniger kosten als Opus 5 und mehr als 30 Prozent schneller ausgeben. Die Tokenpreise liegen bei vier Dollar für Eingaben und 20 Dollar für Ausgaben je Million Tokens.
Der Zeitpunkt fällt auf. Erst vergangene Woche hatte Anthropic eine langsamere Entwicklung leistungsfähiger KI-Systeme gefordert. Einen Widerspruch sieht Anthropic darin nicht. Mit „Pacing“ seien strengere Sicherheitsprüfungen und höhere Anforderungen für künftige, noch leistungsfähigere Systeme gemeint. Opus 5.5 sei vorab extern geprüft worden und erhalte Schutzmechanismen für Cybersicherheit und Biologie.
Claude Opus 5.5 ist ab sofort auf allen Plattformen verfügbar. Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 sollen in den kommenden Wochen folgen.


10% bis zum Ende des Jahrzehnts…
Phase 10
ich blick da nimmer durch. Welches Modell ist für was und wen geeignet?
Ein ganzes Sonnensystem oder gar eine Galaxie an Modellen.