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Vorerst ohne die Wikipedia

Vodafone School Pass: Das ist der neue Bildungs-Tarif für Schüler

16 Kommentare 16

Ein gutes halbes Jahr nachdem die Telekom ihre kostenlose Bildungsflatrate für Schüler angekündigt hat hat der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone mit dem „Red Business Data & School Pass“ heute ein weiteres Angebot für den Einsatz in Schulen und Lernsituationen vorgestellt.

Der für Tablets und Laptops konzipierte Daten-Tarif soll zehn Euro im Monat kosten und setzt auf eine Kombination aus regulären Datenvolumen (10 Gigabyte) und dem zusätzlichen Zero-Rating-Zugriff auf ausgewählte Bildungsangebote. Entsprechend setz Vodafone hier auch auf die schon in den anderen Haustarifen etablierte Sprachregelung und nennt den Zero-Rating-Zugriff auf die Bildungsangebote „Vodafone Schulpass“.

Dieser arbeitet mit Positiv-Listen, auf denen Online-Inhalte verzeichnet sind, die zum elementaren Bildungsangebot der Schulen zählen. Wie umfangreich diese Listen letztendlich ausfallen werden ist unklar. Fest steht jedoch, dass aktuell so gut wie keine nennenswerten Anlaufstellen auf diesen vertreten sind.

Vodafone Bildung

Erstmal ohne die Wikipedia

Die Wikipedia fehlt hier ebenso wie das Videoportal YouTube, auf dem es zwar unglaublich viel bildungsfernen Quatsch gibt, aber eben auch viele Bildungsinhalte, die durchaus auch in Unterrichtssituationen von Relevanz sein können.

Wie Vodafone auf Nachfrage gegenüber ifun.de mitteilt sind zum Start lediglich die Angebote von Schul.cloud, Anton, Dict.cc, Dict.cc+ und Pons Vokabeltrainer inkludiert. Immerhin: der Netzbetreiber verspricht, dass es dabei nicht bleiben wird. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate sollen die Lerninhalte kontinuierlich weiter ausgebaut werden.

Welche Adressen letztendlich auf den Positivlisten landen hängt unter anderem mit den Vorschlägen zusammen, die die zuständigen Ministerien auf Bundeslandebene formulieren.

Schulterklopfer oder Mistgabel?

Wir sind uns aktuell noch völlig unklar darüber, ob der Netzbetreiber hier einen Schulterklopfer für sein flexibles Engagement in Sachen Schul-Bildung verdient, oder direkt aus dem Dorf gejagt werden sollte, weil man die Jugend schon jetzt für eine Internet-Nutzung „à la carte“ konditioniert, die mit dem freien Zugang zu Wissen in etwa so viel zu tun hat, wie Scheiblettenkäse mit einer Plateau de Fromages.

Deutlich besser gefallen hätte uns hier etwa eine kompromisslose Flatrate während der Kernschul- und Hausaufgabenzeiten, die sich in den Nachmittags- und Abendstunden in eine funktionslose SIM-Karte ganz ohne Internet-Zugang verwandelt.

24. Mrz 2021 um 18:38 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Also kann ich damit ausschließlich die Seiten auf der Positiv Liste besuchen ?

  • Soll also der Netzbetreiber nun auch um die Erziehung hinsichtlich dem nutzungsverhalten nach der Schulzeit kümmern.

    Ich weiß ja nicht. Einerseits ist es ja ganz nett gedacht zu diesen Zeiten so eine SimKarte anzubieten. Ich hätte es in Form eines HotSpots gemacht, denn gerade da wo vielleicht der Breitband Anschluss fehlt ist homeschooling schwierig.
    Und nicht jedes Endgerät hat einen SIM-Kartenslot, weil es schlichtweg ohne günstiger ist.
    Noch sind aber auch die Schüler in einem Alter, da werden simkarten gewechselt wie manch anderer die Unterhose.

  • Ich liebe den vorletzten Absatz… Schön formuliert!

  • Das ist doch totaler Unsinn… normalerweise hat ein Schüler ein einziges Gerät, in das eine SIM Karte reingeht… sein Handy. Und den Schüler will ich sehen, der sich freiwillig diese SIM Karte in sein Handy legt… soweit ich das sehe, ist das ja auch nur ein Datentarif. Also sollen sich jetzt die Familien, die sich keinen Internetzugang zuhause leisten können, einen Computer oder ein Tablet mit SIM Karten Slot anschaffen. Wer hat dich das ausgedacht???

    • Passes sind bei Vodafone Zusatzoptionen die Traffic zu verschiedenen definierten Diensten nicht aufs Datenvolumen zählen lassen. Die SIM erlaubt völlige normale Nutzung und ist auch eine völlig normale Karte.

      • @holger
        Aber ohne Telefonie in der Basis wie es schein und dafür viel zu teuer.
        Datenvolumen wird in Deutschland leider immer noch wie Gold gehandelt.

  • Nach dem FensterSIM Joke jetzt der nächste Witz. Was ist bei denen los im Moment? Gab es einen Wechsel in der Kreativabteilung besetzt von einem Studienabgänger?

  • Spätestens hier könnte es scheitern: „Welche Adressen letztendlich auf den Positivlisten landen hängt unter anderem mit den Vorschlägen zusammen, die die zuständigen Ministerien auf Bundeslandebene formulieren.“

  • Ich bin Vodafone Kunde und jeder bekommt da ja einen Pass umsonst. Vodafone zeigt auch an wieviel Volumen seines Datentarifs man da spart, um das geht es da ja.

    Es rentiert sich bei allen Passes mit Sicherheit nicht, die keine Videoinhalte haben weil das zu kaum Volumen führt.

    Bei den Diensten die da beim dem Schüler Pass eingeschlossen sind muss man sich schon anstrengen auf mehr als 1GB im Monat zu kommen…

  • Sie Bildungsflatrate der Telekom ist da schülerfreundlicher: sie kostet (entgegen der ursprünglichen Ankündigung) auch 10 EUR/Monat. Aber sie ist eine echte Flatrate-Sim, mit der man sogar telefonieren kann.
    Sie ist quasi dasselbe, wie der neue fraenk-Tarif – keine Anrufe ins Ausland, keine kostenpflichtigen Dienste – nur ohne GB-Limit. Noch jedenfalls.
    Die Schule muss per Mobile-Device-Management sicherstellen, dass die Nutzung auf Lernressourcen beschränkt ist.
    Das geht natürlich nur, wenn die Karte in einem Cellular-Tablet steckt.

    Bei uns an der Schule betrifft das Internetproblem zwei Schüler*innen. Und dabei haben wir insgesamt überwiegend Schüler*innen aus flnanziell schwierigen Verhältnissen.
    Der Bedarf hält sich also in Grenzen, weswegen die Hardware-Anschaffung und die Finanzierung der Flatrate auch geht.

    Insgesamt also: Die Telekom-Flatrate ist praktikabler und bietet mehr für den Preis.

  • Die Flatrate ist ein Witz. Nicht nur, weil kaum Bildungsangebote dabei sind, sondern gerade aus dem Grund, weil die enthaltenen Seiten sowieso kaum Datenvolumen verbrauchen. Sinnvoller wären hier doch, gerade jetzt in Homeschooling Zeiten, Videomeeting Plattformen wie Zoom, WebEx, etc. in die Flatrate reinzupacken.

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