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Vorerst ohne die Wikipedia

Vodafone School Pass: Das ist der neue Bildungs-Tarif für Schüler

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Ein gutes halbes Jahr nachdem die Telekom ihre kostenlose Bildungsflatrate für Schüler angekündigt hat hat der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone mit dem „Red Business Data & School Pass“ heute ein weiteres Angebot für den Einsatz in Schulen und Lernsituationen vorgestellt.

Der für Tablets und Laptops konzipierte Daten-Tarif soll zehn Euro im Monat kosten und setzt auf eine Kombination aus regulären Datenvolumen (10 Gigabyte) und dem zusätzlichen Zero-Rating-Zugriff auf ausgewählte Bildungsangebote. Entsprechend setz Vodafone hier auch auf die schon in den anderen Haustarifen etablierte Sprachregelung und nennt den Zero-Rating-Zugriff auf die Bildungsangebote „Vodafone Schulpass“.

Dieser arbeitet mit Positiv-Listen, auf denen Online-Inhalte verzeichnet sind, die zum elementaren Bildungsangebot der Schulen zählen. Wie umfangreich diese Listen letztendlich ausfallen werden ist unklar. Fest steht jedoch, dass aktuell so gut wie keine nennenswerten Anlaufstellen auf diesen vertreten sind.

Vodafone Bildung

Erstmal ohne die Wikipedia

Die Wikipedia fehlt hier ebenso wie das Videoportal YouTube, auf dem es zwar unglaublich viel bildungsfernen Quatsch gibt, aber eben auch viele Bildungsinhalte, die durchaus auch in Unterrichtssituationen von Relevanz sein können.

Wie Vodafone auf Nachfrage gegenüber ifun.de mitteilt sind zum Start lediglich die Angebote von Schul.cloud, Anton, Dict.cc, Dict.cc+ und Pons Vokabeltrainer inkludiert. Immerhin: der Netzbetreiber verspricht, dass es dabei nicht bleiben wird. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate sollen die Lerninhalte kontinuierlich weiter ausgebaut werden.

Welche Adressen letztendlich auf den Positivlisten landen hängt unter anderem mit den Vorschlägen zusammen, die die zuständigen Ministerien auf Bundeslandebene formulieren.

Schulterklopfer oder Mistgabel?

Wir sind uns aktuell noch völlig unklar darüber, ob der Netzbetreiber hier einen Schulterklopfer für sein flexibles Engagement in Sachen Schul-Bildung verdient, oder direkt aus dem Dorf gejagt werden sollte, weil man die Jugend schon jetzt für eine Internet-Nutzung „à la carte“ konditioniert, die mit dem freien Zugang zu Wissen in etwa so viel zu tun hat, wie Scheiblettenkäse mit einer Plateau de Fromages.

Deutlich besser gefallen hätte uns hier etwa eine kompromisslose Flatrate während der Kernschul- und Hausaufgabenzeiten, die sich in den Nachmittags- und Abendstunden in eine funktionslose SIM-Karte ganz ohne Internet-Zugang verwandelt.

24. Mrz 2021 um 18:38 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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