Glasfaser-Lobby drängt auf Kupfer-Ausstieg
Vodafone halbiert Störungen und Ausfälle im Kabelnetz
Während viel über Glasfaser diskutiert wird, kommt der Ausbau in der Praxis nur langsam voran. Vor diesem Hintergrund investieren viele Anbieter weiterhin auch in bestehende Netzinfrastrukturen.Vodafone freut sich aktuell darüber, dass sich die Ausfallzeiten beim Kabel-Internet drastisch reduziert haben, während der Datenverbrauch permanent wächst.
Ausfallzeiten halbiert
Laut eigenen Angaben versorgt Vodafone aktuell rund 25 Millionen Haushalte in Deutschland mit Kabel-Internet. Dabei sei die Verfügbarkeit auf mittlerweile 99,9 Prozent gestiegen. Die Anzahl der Anrufe wegen Störungen bei der Internetversorgung über Kabel sei seit 2022 um fast 55 Prozent zurückgegangen. Auch die gemessenen Ausfallzeiten im Netz hätten sich in dieser Zeit halbiert.
Unterm Strich hat das Kabelnetz von Vodafone in den vergangenen zwölf Monaten 47,6 Milliarden Gigabyte Daten transportiert. 12,9 Prozent mehr als im Vorjahr und rund 40 Prozent mehr als im Jahr 2022. Als Gründe für den konstanten Datenanstieg gelten neben der Nutzung von Streaming-Diensten wie YouTube, Netflix und Amazon Prime insbesondere hochauflösende Videokonferenzen, Cloud-Anwendungen und zunehmend auch KI-Anfragen.
Der Glasfaser-Ausbau wirkt sich allerdings auch auf die Nutzung von Kabel-Internet positiv aus. So werden im Rahmen von sogenannten Fiber-Deep-Ausbauten zwar keine Haushalte direkt angeschlossen, die Technologie zur Stärkung der gesamten Netzstruktur jedoch näher an die Haushalte herangeführt.
Lobbyverband fordert Zeitplan für Kupfer-Ausstieg
Diese Verbesserungen tragen allerdings auch dazu bei, dass die Nachfrage nach Glasfaser-Hausanschlüssen verhalten bleibt. Der Verband der Anbieter im Digital- und Telekommunikationsmarkt (VATM) fordert daher, dass im Rahmen der kommenden TKG-Novelle klare Aussagen zur Abschaltung des Kupfernetzes gemacht werden. Der Lobbyverband spricht sich für einen möglichst frühen Zeitplan zur Abschaltung des Kupfernetzes aus und argumentiert, dass die Anreize für einen Umstieg ohne absehbaren Wechselzeitpunkt begrenzt blieben.
Mit der aktuell als Regierungsentwurf vorliegenden TKG-Novelle befassen sich Bundesrat und Bundestag nach der Sommerpause.

Mache ich sofort, wenn wir wie in der Schweiz bei 10 Gb/s für 39,99€ angekommen sind.
Ansonsten darf die Glasfaserlobby gerne bleiben wo sie ist.
Welcher Anbieter soll das denn in der Schweiz sein? Aktuell bin ich bei 1Gbit/s für 49,- Franken.
Da werden wir nie ankommen…
Stimmt, das habe ich in meinem Kommentar vergessen. Anstelle ‚zu jammern‘ und nach Regulierung zu rufen, überzeug mich doch von dem Produkt und Mehrwert für einen angemessenen Betrag.
So geil ein direkter Glasfaser Anschluss auch ist, 10€ oder mehr im Monat für fast die gleiche Leistung erschließt sich mir nicht. Diese Behauptung stelle ich jetzt für den Normalnutzer auf. Mir ist bewusst, dass ein höherer Upload damit einhergeht und sich die Latenz nach unten verbessert. Ob der Unterschied für die Meisten überhaupt spürbar ist, bezweifle ich.
+1 Habe Gigabit Kabel für 45,- solange ich für weniger oder gleich viel Speed mehr bezahlen soll ist es für mich sinnlos. Einzig die 50 MBit Upload könnten gern höher sein. Aber sooo wichtig ist mir das nicht, dass ich auf 80,- € im Monat hochgehen würde.
Fraglich ob wir da je hin kommen zu dem Preis .
Stimmt. Bei uns würden sich die Kosten für Internet plus TV nach dem Wechsel aus Glasfaser mindestens verdreifachen gegenüber heute. Dabei ist eine Höherstufung der Datenmenge noch nicht mal berücksichtigt.
Wir haben einen Vertrag, den es heute so gar nicht mehr gibt. Für unsere Zwecke aber vollkommen ausreicht.
Dem kann ich nur Zustimmen. Ich werde meinen VF Kabelanschluss Gigabit für 39,99 Euro bestimmt nicht aufgeben bei den irren Preisen für Glasfaser.
Es gibt dabei bestimmte viele Aspekte zu betrachten, ohne alle Gründe zu kennen empfinde finde ich den sogenannten „Überbau“ immer als absurd.
Wirtschaftlich tummelt man sich lieber in Ballungszentren rum, doch wenn es Stellen gibt, die über Breitband Internet verfügen, sollte man lieber die weißen Flecken endlich erschließen. Mit lokaler Infrastruktur und nicht per Satellit.
Das finde ich im Nachbarland cleverer gelöst.
Wenn heute ein Dorf kein Mobilfunknetz hat, wird das auch in 10 Jahren so bleiben.
Sie kalkulieren Einwohnerzahl, Alterdurchschnitt und viele weitere Faktoren. Und wenn der Score unter der Wirtschaftlichkeitsgrenze liegt, haben die Funkloch-Anrainer das Nachsehen…
Und ich hätte mich auch nicht gewundert wenn die Überschrift „Vodafone Störungen und Ausfälle im Kabelnetz“ gewesen wäre. Also wenn die ingesamt halbiert wurden bekommt meine Schwester mit ihrem Kabelanschluss dann alle übrigen ab. So schlecht wie im letzten Jahr war es noch nie…
Wenn man die Kunden halbiert hat man auch nur die Hälfte an Problemen ;)
Also die Kurzfassung: Weil das Kabelnetz plötzlich nichtmehr komplett doppelt und dreifach überbucht ist bekommen mehr Leute jetzt auch die Leistung für die Sie bezahlen.
Solange der Preis für Glasfaser so hoch ist, dass es im Vergleich zu Kabel Internet nicht attraktiv ist, werde ich solange es irgendwie geht bei Kabel Internet bleiben. Als Privat Nutzer, sind die theoretischen Geschwindigkeits Vorteile ohnehin kaum nutzbar.
Die Glasfaser-Anbieter haben völlig überzogene Preisvorstellungen bei der Leistung, die sie dazu anbieten.
Tarife mit einem Preis von über 20 oder 30 € pro Monat sind für mich absolut uninteressant. Es gibt diverse Anbieter am Markt, insbesondere im Mobilfunkbereich, die von der Geschwindigkeit her vergleichbare Tarife in diesem Bereich anbieten. Man muss dazu sagen, dass natürlich die Reaktionsgeschwindigkeit der Verbindung schlechter ist. Aber für mich ist das überhaupt nicht relevant.
Auch schön an der Mobilfunk Lösung ist, dass man weder eine Störung in seiner eigenen Leitung durch Beschädigung, z.B. Bauarbeiten, haben kann. Der Anbieter hat ein viel größeres Interesse, dass wieder alles funktioniert, wenn, wie bei Mobilfunk, mehrere Kunden an einem Funkmast hängen und sich beschweren. Außerdem muss ich nicht auf einen Techniker warten, der den Anschluss vornimmt und effektiv in der Regel sowieso nicht auftaucht. Dafür sitzt man dann halt von 8 bis 18:00 Uhr zu Hause und muss sich einen Tag Urlaub nehmen.
Internet gehört für mich zu einem der grundlegenden Dinge, genauso wie die Versorgung mit Wasser oder mit Strom. In anderen Ländern ist die Anbindung einer Wohnung oder eines Hauses an das Internet absoluter Standard muss gar nicht weiter besprochen werden.
Vor 2 Jahren wurde der Anschluss in’s Haus gelegt und seit dem tut sich nichts mehr. Mal ganz abgesehen davon, dass der Weg zum Haus von einem Sub-Sub-Unternehmen aufgerissen und im Winter im Dunkeln ohne Licht wieder verpflastert wurde und dementsprechend demoliert ist.
Für die Schadensbeseitigung ist natürlich niemand zuständig.
Wie wollen die so ihre Anschlüsse verkaufen?
Bei den Schwiegereltern im Haus genauso. Dort sind wir jetzt auf mobiles Internet umgestiegen (es gab zuvor im Haus gar nichts), damit der Hausnotruf funktioniert.
„Der Lobbyverband spricht sich für einen möglichst frühen Zeitplan zur Abschaltung des Kupfernetzes aus und argumentiert, dass die Anreize für einen Umstieg ohne absehbaren Wechselzeitpunkt begrenzt blieben.“
Nachtigall ick hör dir trapsen … unverhohlener kann man die eigenen egoistischen, wirtschaftlichen Absichten nicht formulieren.
Wenn es keinen Reiz zum Wechseln gibt, baut man eben Druck auf.
Mega, scheint nur nicht in Berlin anzukommen. Hier im Neubau seit knapp 3 Jahren ohne funktionierende Verbindung und fast dauerhaft Ausfälle. :)
LoL Vodafone…
Bin ca 25 Jahre Telekom DSL Kunde und würde rückblickend sagen, das ich eine Betriebssicherheit von über 99,99% hatte und immer geliefert wurde, was das pinke T versprach. Funktioniert einfach.
Finde ich sehr interessant über Kupferabbau zu sprechen. Wo auch richtig viele Haushalte im Moment noch einen Glasfaseranschluss ablehnen, entweder weil er teurer ist, oder weil es umständlich ist einzubauen. Alle die die heute ablehnen und in einem Glasfaserausbaugebiet somit keinen Glasfaseranschluss haben. Was passiert später mit denen? Wenn man denen deren Kupfer abschaltet, wann auch immer das sein wird aber es wird ja kommen.
Ich fahre mit meinem Vodafone Kabelinternet mit 1000 Mbit sehr gut . Kostet 40 Euro inclusive Festnetz Telefon.
Seit circa anderthalb Jahren bekomme ich regelmäßig Besuch von Vudafin-Vertretern. Zur Zeit bin ich Telekom Kunde ohne Glasfaser. Die Vertreter versuchen mir immer was zu machen, dass in den nächsten Tagen mein Kupferanschluss von der Telekom abgeschaltet wird und ich weder Internet, Telefon noch Fernsehen haben werde. Wenn ich weiter das alles haben möchte, muss ich zum Vodafone Glasfaserkabel sofort wechseln. Ich knalle immer die Tür vor deren Nase zu. Die Vertreter machen einen Fehler: Sie machen Druck. Da reagiere ich allergisch drauf.
Ich kann bestätigen, dass die Ausfälle und Störungen bei mir deutlich zurückgegangen sind. Und dass jetzt seit ca. 1 Jahr. Meine Leitung ist jetzt nahezu störungsfrei. Vorher war es wirklich schlimm
Das trifft auch bei mir zu. Aktuell stabil entsprechend Vertrag (250 Gbit/s).