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Mit "natürlichem" Wischmodus

Viomi V2 Pro: Neuer Saug- und Wischroboter im Test

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Die auf Smarthome-Produkte spezialisierte Xiaomi-Tochter Viomi hat mit dem Viomi V2 Pro einen neuen Saug- und Wischroboter im Programm. Das Gerät arbeitet mit verlässlicher Lasernavigation, kann mehrere Karten speichern und will seine Konkurrenten im Feuchtreinigungsbereich durch eine besondere Wischtechnik ausstechen. Wir haben den Viomi V2 Pro getestet.

Viomi V2 Pro Saugroboter

Der Viomi V2 Pro ist als EU-Version mit CE-Kennzeichnung hierzulande sofort einsatzbereit. Das im Lieferumfang enthaltene Steckernetzteil kann ohne Adapter verwendet werden, die Bedienungsanleitung liegt immerhin englischsprachig bei. Der Roboter wird über die Mi-Home-App installiert und gesteuert, die Benutzeroberfläche hier ist bereits deutschsprachig, allerdings momentan noch miserabel und teils verwirrend übersetzt. Hier dürfte in Kürze per Update nachgebessert werden, bis dahin finde ich die englische Version allerdings noch zielführender. Wir stehen diesbezüglich mit dem Hersteller in Kontakt.

Viomi V2 Pro Lieferumfang

Der Roboter selbst hinterlässt optisch einen sehr hochwertigen und edlen Eindruck und auch der Lieferumfang überrascht. Zusätzlich zum Standard-Auffangbehälter kommen zwei weitere, ein Behälter für gleichzeitiges Saugen und Wischen sowie ein großer Wassertank mit 550 ml Fassungsvermögen. Dazu hat der Sauger jeweils zwei Randbürsten und zwei Wischtücher im Gepäck. Die Ladestation ist vergleichsweise klein und eindeutig zu leicht geraten. Ihr müsst diese unbedingt vor einer geraden Wand platzieren, sonst kann es auch vorkommen, dass der Sauger diese nach hinten wegkippt. Ebenfalls fällt mir auf, dass sich die Behälter nicht so geschmeidig in den Sauger einsetzen lassen, wie ich dies vom Roborock her kenne. Das mag jetzt auf hohem Niveau gejammert sein, aber ich will es erwähnt haben.

In Sachen Reinigung kann der Sauger hier bislang absolut überzeugen. Die Vorteile der Lasernavigation kennen wir ja von anderen Geräten, auch der Viomi arbeitet hier nach klassischem Muster und vermisst die Räume zunächst durch eine Fahrt an den Rändern entlang um die vorhandenen Flächen dann systematisch abzuarbeiten. Dabei nimmt er vorhandenen Schmutz mit der mittlerweile üblichen Bürstenkombination aus rotierender Seitenbürste und einer Kombi-Walze mit Bürsten und Gummilamellen auf.

Viomi V2 Pro Unterseite Buersten

Die Saugleistung des Roboters wird mit 2.100 pA angegeben, damit bewegt sich der Viomi auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Für die Reinigung kann manuell zwischen vier verschiedenen Leistungsstufen gewählt werden. Eine Teppicherkennung – also das automatische Erhöhen der Saugleistung beim Überfahren von Teppichen – ist allerdings nicht vorhanden.

Viomi V2 Pro wischt „natürlich“ im Y-Modus

Der Wischmodus des Viomi V2 Pro weist eine Besonderheit auf. Der Sauger arbeitet die Bodenflächen in Y-Bewegungen ab und soll damit die Art und Weise imitieren, wie man Böden von Hand wischt. In der Folge ist der Reinigungseffekt hier tatsächlich merklich besser als bei Wischrobotern, die beim Feuchtreinigen stur ihre geraden Bahnen fahren. Besonders gut gefällt mir die dezente Wasserdosierung dabei, der Boden bleibt lediglich leicht feucht zurück.

Der Wischaufsatz wird dummerweise von der Seite, an der sich die Ladekontakte befinden, auf den Sauger aufgesteckt. Ihr müsste diesen dafür also erstmal aus dem Dock fahren und umkehrt darf er zum Entfernen des Aufsatzes auch nicht im Dock stehen. Es ist empfehlenswert, den Aufsatz direkt nach jedem Wischvorgang abzunehmen und den Tank auszuspülen. Die Stofftücher lassen sich auch einfach wechseln und sollten die Waschmaschine vertragen. Eines der beiden Tücher soll übrigens für mehr und eines für weniger feuchtes Wischen zuständig sein, mir ist da kein großer Unterschied aufgefallen.

Der Viomi V2 Pro und die Mi Home App

Der Viomi V2 Pro lässt sich in den Grundfunktionen über die Tasten auf der Oberseite bedienen, Vielseitigkeit und Komfort kommen mit Benutzung der zugehörigen App. Hier finden sich umfassende Einstellungs- und Automatisierungsoptionen, angefangen von der zeitgesteuerten Reinigung bis hin zur Zimmerreinigung. Die unten eingebetteten Screenshots sprechen größtenteils für sich, ein paar Details gilt es allerdings zusätzlich zu erwähnen bzw. zu erklären. So wirbt der Hersteller mit der Möglichkeit, mehrere Wohnungskarten zu speichern. Allerdings steht diese Funktion bislang noch nicht zur Verfügung. Die Option soll zeitnah per Update nachgeliefert werden, daher müssen Besitzer des Geräts bislang noch mit einer Karte auskommen.

Viomi V2 Pro Screenshots Reinigen

Links: Saugmodus, Mitte: Aktivierung Zimmerreinigung, Rechts: Y-Wischmodus

Das Erstellen der Wohnungskarte hakt der Roboter direkt beim ersten Reinigungslauf ab. Ihr könnt die Karte dann noch bearbeiten und die einzelnen Zimmer mit Raumnamen versehen. Diese Räume können dann – einer oder mehrere – für eine gezielte Reinigung ausgewählt werden. Geschieht dies nicht, so saugt der Viomi immer die komplette Wohnung. Ergänzend bietet die App die Möglichkeit, virtuelle Wände und No-Go-Bereiche zu definieren oder gezielt einen bestimmten Bereich zu reinigen.

In den erweiterten Einstellungen verstecken sich Schalter für die Randreinigung und einen „Intensivmodus“. Die erste Option sorgt dafür, dass der Sauger einmal komplett „außenrum“ fährt und sämtliche Ränder fegt. Der zweite Modus aktiviert eine doppelte Reinigung, alle Bereiche werden dann zweimal abgearbeitet. Beide Schalter sind jeweils nur für den nächsten Reinigungsvorgang aktiv und müssen dann bei Bedarf wieder erneut aktiviert werden.

Viomi V2 Pro Screenshots Raumreinigung

Links: Karte bearbeiten, Mitte: Virtuelle Wände und No-Go-Zonen, Rechts: Einstellungen

Wenn ihr den Sauger automatisch arbeiten lassen wollt, könnt ihr den Start zu festgelegten Uhrzeiten aktivieren, entweder täglich oder einmalig. Hier lässt sich auch vorgeben, ob man saugen oder wischen will.

Kommen wir noch kurz zu den Unterschieden zwischen dem von uns getesteten Viomi V2 Pro und dem Standardmodell ohne „Pro“. Neben der angekündigten Multi-Map-Funktion bleibt auch der 2-in-1-Container für gleichzeitiges Saugen und/oder Wischen dem Topmodell vorgehalten. Beim Vorgänger musste man stets auch den für die jeweilige Reinigungsform dedizierten Tank einsetzen. Zudem verfügt ausschließlich das Pro-Modell über die Zeitsteuerung sowie die Möglichkeit, doppelte Reinigungsgänge zu aktivieren.

Zu kaufen gibt es den Viomi V2 Pro aktuell zum Aktionspreis bei Gearbest. Im Rahmen einer zeitlich befristeten Version bietet der Versender das EU-Modell mit Versand aus Deutschland zum Preis von 333,71 Euro an.

Freitag, 14. Feb 2020, 19:44 Uhr — Chris
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  • Nur mal so: C E kann auch China Export bedeuten. Da sieht alles gleich aus, nur der Abstand zwischen den Buchstaben ist größer

    • Nicht ganz korrekt. Bei dem „China Export“ CE schließt der mittlere Strich des E bündig rechts mit dem oberen und unteren Strich ab.

      Bei dem europäischen Prüfzeichen ist der mittlere Strich im E kürzer.

      Ist also tatsächlich eigentlich ganz easy zu erkennen.

  • Sieht dem Mija 2 von Xiaomi sehr ähnlich und hat an sich auch dieselben Funktionen :).

  • Also mir wird bei Gearbest 359€ angezeigt. Wie kommt man auf die 333€ ?

  • Diese China-Teile sind echt cool. Nur kann man sich nicht sicher sein, dass die Freude dauerhaft ist. Kurzer Erfahrungsbericht: Mit meinem 360 Robot S5 war ich soweit anfangs sehr zufrieden. Nur dass es faktisch keine Ersatzteile gibt. Die Dinger sehen alle gleich aus, aber jede Bürste, jeder Behälter ist ein paar Millimeter anders als bei allen anderen Modellen. Uns weder Gearbest noch AliExpress liefern Originalersatzteile. Die 360 App zwingt immer wieder zum erneuten Login, also nix mit lokaler Nutzung. Und Bombardement mit chinesischer Werbung ist sowieso inklusive. Ok, dafür waren 350€ Anschaffungskosten als Einstiegsbarriere verführerisch niedrig. Dafür freut man sich dennoch jedesmal, wenn man in die Arbeit den Push bekommt: „Master, cleaning is complete“. Beim nächsten Modell werde trotzdem lieber einen heimischen Robotersklaven anschaffen.

    • Was is bei dir denn kaputt gegangen bzw. was geht generell gern kaputt/ nutzt sich ab bei diesen Saugrobotern? Ich hab jetzt seit knapp drei Jahren einen iRobot Roomba 605 und bis auf eine gründlich Reinigung vor ein paar Wochen funktioniert das Teil immernoch top!

      • Die Borsten der Bürsten sind inzwischen schon arg … gebraucht/aufgedreht? Die langen Haare der Damen im Haus drehen sich oft ein. Ersatzbürsten für den S6 scheint es zu geben, aber die passen nicht. In Foren suchen Viele nach Ersatz, aber beim S5 ist nichts lieferbar. Meine Bestellung wurde nach 5 Monaten(!) auf meinen Antrag hin storniert. Man sagt, die Bürsten des S7 könnten passen, vielleicht probiere ich das mal. Ansonsten hält natürlich der Filter nicht ewig. Er ist ja aus Pappmaché und fleddert allmählich auf. Ersatzteile werden teils von Drittanbietern auf Gearbest angeboten, die passen aber nach Forenberichten nicht gut und sind mit ca. 60€ völlig überteuert.

    • Also unser 360S7 macht eigentlich wenig Probleme. Die App läuft auch zu 95% ohne Probleme.

      Jedoch hat er Probleme wenn die Untergrundfarbe zu stark wechselt, z.B. Bei starken Schatten oder dem dunkelblauen Teppich auf hellem Vinyl…

      Sonst läuft er aber eins a.

      • Stimmt, unser Roboter kommt durcheinander, wenn die Sonne hell auf das Parkett scheint, und dabei der Kontrast zwischen Sonne und Schatten entsteht. Immerhin hat 360 offenbar schon an der Software geschraubt und die Erkennung verbessert. Löblich.

      • Ich hätte gerne eine „No-Fear-Zone“ wo der Roboter einfach nur saugt und seine Fall Sensoren oder Abgrundsensoren deaktiviert damit der auch über Teppich fährt auf die ihr zufällig immer drauf kommt aber nach Plan nicht drauf fährt…

    • Die Bürsten und Filter bekommt man ohne Probleme bei aliexpress :-)

      • Hab ich alles schon probiert. Entweder nicht lieferbar oder nicht passende 3rd Party Teile.

  • Schade, dass aktuell nicht mehrere Stockwerke unterstützt werden. ich habe den Viomi V2 (ohne Pro) und bin sehr zufrieden, auch mit seiner Wischfunktion bei der er vor und zurück fährt….

  • Habe in einem anderen Test gelesen, dass der Viomi V2 Pro trotz eingesetztem 2-in-1 Wassertank NICHT automatisch gleichzeitig saugen und wischen kann sondern lediglich das Taschen des Tanks entfällt. Habt ihr die Erfahrung auch gemacht?

    • Wenn der 2-in-1-Tank drin ist, starte ich „Wischen“ und da sich gleichzeitig die Bürsten drehen und das Gebläse aktiv ist, saugt und wischt er da in einem Durchgang. Grundsätzlich würde ich aber empfehlen, standardmäßig den Saugbehälter drin zu haben. Wenn man mit dem Gerät wischt, sollte man den befüllten Tank und auch die feuchte Wischeinheit schon aus Hygienegründen nicht allzu lange drin bzw. dran lassen.

  • Eine Frage an ifun:
    Ich lese bei Euren neueren Berichten über Saug-/Wischroboter nichts mehr darüber, ob die Teile auch „nach Hause telefonieren“, tracken, Profil erstellen etc..
    Das sind für mich immer noch elementare Gründe mich für etwas zu entscheiden oder eben nicht.
    Würde mich SEHR freuen darüber auch etwas zu erfahren (auch generell in Euren tollen Berichten).

  • Wie stabil sind so Saugroboter?
    Ich frage weil ich manchmal „der Ungeschickten Einer“ bin, und so einen Saugroboter oft treten oder sogar drauf treten würde…. Halten die was aus oder sind die dann gleich hinüber????

    • Ich würde behaupten, dass die Chancen sehr groß sind, dass man so einen Saugroboter beim drauf treten kaputt bekommt. Da meiner saugt und wischt, wenn ich nicht dort bin wo er ist, bestand noch nie die Gefahr, dass ich ihn treten oder auf ihn treten könnte. Außerdem ist er vom Geräuschpegel so, dass er nicht zu überhören ist, von daher kann er sich nicht unbemerkt „anschleichen“.
      Wenn man jedoch Gefahr läuft auch auf einen inaktiven Roboter ausversehen drauf zu treten, dann würde ich davon die Finger lassen, denn gerade billig sind die aktuellen Modelle mit Lasernavigation etc nicht gerade um ein defekten einfach mal so abzuhaken!

  • Wenn diese Multi-Map-Funktion noch nachgeliefert wird, dann wäre der Pro ja endlich mal das erste Modell, welches in der Lage ist, ein Haus mit mehr als einer Etage zu saugen plus all den dauerhaften Einstellungen wie Räume, No Go Zonen etc.
    Das wäre für mich ja echt eine Überlegung, vom Roborock S5 umzusteigen…

  • Ich seh da nicht mehr durch. Ich hab jetzt ein Roborock s4 gekauft. Sieht fast genau so aus. Ist das jetzt dieselbe Firma?

  • Ich würde mich nach wie vor über eine Übersicht von ifun zum Thema freuen.

  • Die Definitionsmöglichkeit von NoGo-Areas ist gut.

    Eine automatische Erkennungsmöglichkeit von NoGo-Areas, sprich: Bereiche, wo (Elektro-) Kabel liegen, wäre besser.

    Wenn schon Automatik, dann bitteschön vollständig.

  • Besser als der Roborock S5 max? Welcher ist eurer Meinung nach der beste Saugroboter mit Wischfunktion?(wechselbare Tücher wichtig!)

    • ich kann dir da nicht weiterhelfen, aber ich kann zumindest soviel sagen im Viomi ist eine Pumpe verbaut die die Wassermenge steuert bei der Wischfunktion. Bei der bisher genannten Konkurrenz wäre mir dies nicht bekannt…

      Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das ZuflussSystem verdreckt aber auch mal, wenn man z.B. Destilliertes Wasser aus dem Trockner nimmt. Da sind dann doch auch Mikrofussel drin. Ich schraube dann den Wassertank auf, reinige den Wasserkanal und dann ist wieder gut.

  • Also ich habe mir dank des tollen Berichtes, das Gerät gekauft. Es hat aber so viele Macken, dass ich ernsthaft überlege es zurück zu senden.
    1) Die Map fällt immer wieder aus, und zur Erstinitialisierung musste er komplett einmal durchlaufen – ohne Pause. Bei Xiaomi konnte er pausieren – wegen Error etc – und hat dann weiter kartographiert.

    2) Räume in der Map: Sind nur Deko, denn der Viomi hält sich nicht daran. Er soll nur Küche wischen, hält es aber nicht ein sondern rollt durch die ganze Wohnung .

    3) er verliert häufiger die Orientierung und bleibt stehen.

    Wirkt nicht ganz serienreif.

    Cool ist dass er auf meinen Hochflor Teppich kommt und saugt, wo die Xiaomi reihenweise versagt haben.

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