Sicherheitsrisiko Smart Home
US-Verbot von Saugrobotern trifft Roborock, Dreame und Co.
Die US-Kommunikationsaufsicht FCC hat ihre sogenannte Covered List um im Ausland produzierte „fortschrittliche Robotikgeräte“ erweitert. Produkte auf dieser Liste erhalten grundsätzlich keine neue FCC-Zulassung und dürfen damit nicht regulär in den Vereinigten Staaten eingeführt, beworben oder verkauft werden. Was zunächst nach einer Maßnahme gegen humanoide Roboter klang, betrifft auch gewöhnliche Saugroboter.
Die Definition fällt ausgesprochen weit aus. Erfasst werden softwaregesteuerte Geräte, die sich am Boden bewegen, ihre Umgebung mit Sensoren wahrnehmen und über eine drahtlose Verbindung verfügen. Zusammen mit einer vorhandenen Ladestation müssen sie mehr als zwei Kilogramm wiegen. Damit fallen neben Saugrobotern auch Mähroboter, Lieferfahrzeuge und zahlreiche Maschinen für Lagerhallen unter die neue Regelung.
Bestehende Geräte bleiben erlaubt
Ein bereits gekaufter Saugroboter muss deshalb nicht abgeschaltet oder entsorgt werden. Auch Händler dürfen Modelle, die schon zuvor eine FCC-Zulassung erhalten haben, weiterhin importieren, anbieten und verkaufen. Die Beschränkungen greifen erst bei neuen Gerätegenerationen, für die nach der Aktualisierung der Liste eine Zulassung beantragt wird.
Hersteller können eine Sonderfreigabe beantragen, wenn ihre Geräte nach Einschätzung der zuständigen US-Behörden kein unvertretbares Risiko darstellen. Ohne eine solche Genehmigung bleibt neuen Modellen der Zugang zum amerikanischen Markt jedoch verwehrt.
Chinesische Hersteller dominieren den Markt
Die Auswirkungen dürften bei Saugrobotern besonders deutlich ausfallen. Zu den größten Anbietern gehören chinesische Unternehmen wie Roborock, Ecovacs, Dreame, Xiaomi und Narwal. Doch auch amerikanische oder europäische Marken können betroffen sein, wenn ihre Geräte im Ausland entwickelt oder produziert werden.
Die FCC begründet den Schritt mit Risiken für Lieferketten und Cybersicherheit. Moderne Reinigungsroboter erstellen detaillierte Karten von Wohnungen, besitzen teilweise Kameras und Mikrofone und lassen sich über das Internet fernsteuern. Nach Ansicht der US-Behörden könnten entsprechende Daten zur Überwachung missbraucht oder die Geräte aus der Ferne manipuliert werden.
Herkunft statt konkrete Sicherheitsprüfung
Die Regelung unterscheidet allerdings nicht danach, ob bei einem Hersteller tatsächlich Sicherheitslücken bekannt sind. Ausschlaggebend ist zunächst, ob ein neues Modell im Ausland produziert wurde. Das bedeutet, dass auch vergleichsweise gut abgesicherte Geräte eine Ausnahmegenehmigung benötigen, während konkrete technische Schutzmaßnahmen allein keine automatische Zulassung garantieren.
Parallel zu den Robotern hat die FCC auch vernetzte Wechselrichter aus ausländischer Produktion auf die Liste gesetzt. Für Käufer in Deutschland und anderen europäischen Ländern ergeben sich zunächst keine direkten Einschränkungen. Langfristig könnte die Entscheidung jedoch dazu führen, dass Hersteller einzelne Geräte nicht mehr in den USA anbieten oder Teile ihrer Produktion dorthin verlagern.


Gut, dann kann Bosch und Vorwerk mehr dort absetzen :-) …
Der war gut
Lassen die die nicht auch in China bei Partner produzieren? Sind das komplette Eigenentwicklungen? Ich dachte die kleben da nur ihr Logo drauf und das war es…
Werden deren Geräte denn in Deutschland produziert?
Ach, sind die leichter als zwei Kilo?
Auf der Cyberebene findet definitiv bereits ein weitreichender Krieg statt. Zu Lasten der jeweiligen Bürger. Macht mir langsam immer mehr Sorgen, da es irgendwann doch knallen wird. Ölkriege haben uns das bereits verdeutlicht.
Danke EU!!! Oh…
Im nächsten Weltkrieg fahren autonome Autos auf den Straßen Amok, während autonome Roboterhunde mit eingebauten Maschinengewehren die Gebäude durchkämmen. Sie haben Karten der Umgebung, Karten jeder Wohnung und finden sich dank Pokemon Go auch ohne GPS zurecht.
Smarte Schlösser öffnen sich für sie.
Die Bevölkerung wird währenddessen ins Chaos gestürzt, indem man Wechselrichter und andere smarte Geräte abgeschaltet werden …
Würde ich mal Netflix als neue „Black Mirror“-Folge pitchen.
Solche Sachen hätte ich eigentlich zuerst von der EU erwartet
Ich hatte einen Saugroboter, der die Wohnung leider nicht gut erkannt hat. Dann bin ich auf einen Akkusauger und seit der Akku durch ist, auf einen mit Kabel.
Der hat Power, und es macht richtig Spaß, damit zu saugen.
Und die Wohnung kann wieder eingerichtet werden, ohne mich zu fragen, ob das den Sauger stört.
Deswegen mein Tipp in die Runde: fragt euch mal, ob ein Top-Kabel-Sauger nicht völlig ausreicht, länger lebt (und der Podcast im Ohr macht das Saugen sogar noch über den Sauberkeitsfaktor produktiv)
– gleiches gilt übrigens für AirPods. Seit die Akkus durch sind, auf Kabel umgestiegen. Die gibt’s teilweise original für 10€ bei Amazon. Reicht für mich vollkommen aus
Klingt nach sehr guten Sonderrabatten für Europa ^^
Was ist den aktuell der beste Saugroboter mit Wischfunktion, der sich auch lokal in Home Assistant integrieren lässt?
Ich erhoffe mir dadurch mehr Geräte, die ohne Cloud-Zwang daher kommen.
Kann hier jemand ein Modell eines europäischen Herstellers empfehlen, das keine Karten der Wohnung auf fremde Server hochlädt / rein offline funktioniert?
Off topic: Mein Roborock S8 hinterlässt neuerdings beim Putzen Staubreste und Schmutz. Die Böden sind danach an zahlreichen Stellen nicht sauber. Irgendjemand eine Idee woran das liegen kann?