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Elizabeth Warren will Donald Trump ablösen

US-Politikerin fordert Zerschlagung von Apple, Facebook, Google und Amazon

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Die US-Senatorin Elizabeth Warren sorgt gerade für Unruhe in der amerikanischen Technologiebranche. Die Politikerin zieht für die Demokratische Partei gegen Trump ins Feld und propagiert nachhaltig die Forderung, Konzerne wie Amazon, Google, Facebook und explizit auch Apple zu zerschlagen.

Elizabeth Warren

Nachdem Warren Apple in ihrem am Freitag veröffentlichten, viel diskutierten Beitrag „Es ist an der Zeit, Amazon, Google und Facebook zu zerschlagen“ Apple zunächst ausgeklammert hat, hat sie nun in einem Interview nachgelegt und lässt auch mit Blick auf den iPhone-Hersteller keine Zweifel offen. Auch Apple müsse sich entscheiden, ob es als Verkaufsplattform auftreten oder eigene Produkte anbieten wolle. Beides sei nicht akzeptabel.

Entweder Plattform oder eigene Produkte verkaufen

Warrens Plant sieht vor, Unternehmen, die Einnahmen in Höhe von mehr als 25 Milliarden Dollar im Jahr verzeichnen und eine offene Handelsplattform betreiben, auf der sich auch eigene Produkte anbieten, zu regulieren. Namentlich hatte die Politikerin hier vor allem Google und Amazon genannt. Auch Facebook hat die Senatorin im Visier, hier fordert sie, dass Instagram und WhatsApp ihre Unabhängigkeit zurückerhalten.

Doch die Regelung gelte natürlich auch für Apple. Wer eine Verkaufsplattform für andere anbiete, dürfe auf dieser keine eigenen Produkte vertreiben, die mit den Angeboten der anderen in Konkurrenz stehen. Beides gleichzeitig gebe den Unternehmen zwei nicht hinzunehmende wettbewerbsrechtliche Vorteile an die Hand. Sie könnten nicht nur auf Basis der ihnen zu den Fremdangeboten vorliegenden Informationen Entscheidungen darüber treffen, ob sie ein Produkt selbst anbieten, sondern hätten im Falle von solchen Angeboten auch noch die Möglichkeit, ihre eigenen Produkte zu bevorzugen.

Warren limitiert ihre Forderungen nicht nur auf Handelsplattformen, sondern äußert auch ihren Willen, den Kampf für Netzneutralität gegen die großen amerikanischen Internetprovider auszufechten. Letztendlich sei in allen Bereichen gegen die Monopolisierung vorzugehen und die Vielfalt der Anbieter zu unterstützen und zu sichern.

Warren peilt für das kommenden Jahr die Präsidentschaftskandidatur für die Demokratische Partei an. Die Politikerin gilt als scharfe Kritikerin des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump.

Bild: Wikimedia
Montag, 11. Mrz 2019, 8:13 Uhr — Chris
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  • Das klingt nachvollziehbar. Finde ich eine gute Idee. Apple könnte sich aufteilen in 2 voneinander unabhängige Firmen. Klingt momentan schwierig, aber für die Verbraucher ist das wirklich wünschenswert.

    • In Apple 1 und Apple 2 oder wie?
      Die würden sich doch auf längerer Zeit wieder miteinander vereinigen oder nicht?

      • Nö aber Apple und Apple Services zum Beispiel

      • Das würde genauso laufen wie vorher nur das die Türschilder geändert werden und die Konten aufgesplittet werden. :) Kenne ich von einem anderen Unternehmen. Dann ist dein Kollege im Büro nebenan dann bei AppleTechnik und du bei AppleVertrieb oder so.

      • Hat Google sich nicht sowieso schon in diese richtig bewegt. Mit ihrer Dachgesellschaft Alphabet.

      • Apple Service könnte man aber verpflichten mit mehreren Herstellern zusammen zu arbeiten, was unterm Strich mehr Wettbewerb ermöglichen würde.

    • Wenn schon aufteilen dann richtig.
      1) iPhone usw.
      2) Mac.
      Dann besteht wennigsten die Chance das die mal wieder richtige und gute Computer bauen.

  • Da sieht man mal wieder wie bescheuert die Amis wirklich sind….

  • Eine Zerschlagung halte ich durchaus für Sinnvoll, gerade auch zum Schutz der Konsumenten.

    • Die Frage ist für mich eher die Absicht dahinter. Geht es hier wirklich um Stärkung der Verbraucher? Oder wird versucht, hier einfacher die Kontrolle über bestimmte Instrumente zu bekommen? Wird hier druck gemacht, um dennoch gewisse Kontrolle zu bekommen? Die Whistleblower haben uns gezeigt, um was es in der Geopolitik geht – und was Regierungen draus machen.

      • Diese Monopole üben mittlerweile einen riesigen Druck auf die Politik aus, was bis hin zur eigenen Gesetzgebung reicht. Es wäre im eigenen Interesse der Politik, sich davon zu befreien.

  • Und bei wem kauft die gute Frau dann ihr iPhone? Oder wie kommuniziert sie dann mit alten Klassenkameraden, wenn es kein Facebook mehr gibt ? Stand 2014:
    „DAS INTERNET IST FÜR UNS NEULAND“

  • Ich würde so etwas als Polemik im Hinblick auf die Kandidatur beschreiben – wichtig ist der nur in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erhaschen, was Ihr ja leider auch gelungen ist :-( ansonsten ohne Worte!

  • Das wäre ähnlich dem Edikt von Salerno…

  • Vorm Schutz von Konsumenten?
    Wenn es die Unternehmen und damit die Plattformen nicht mehr gibt, wird man es als Kunde schwer haben, irgendwelchen Support zu bekommen, oder?!

  • Im Prinzip hat sie recht. Amazon und Google stehen schon länger in Verdacht, dass sie den Wissensvorsprung durch ihre Plattformen zum Nachteil ihrer Kunden ausnutzen. Eine Trennung selbst Händler oder Handelsplattform zu sein wäre da sicher sinnvoll.

    • Finde ich auch nachvollziehbar! Aber für ein Teil der Amerikaner wirkt diese Forderung sicherlich wie ein Aufruf zum Kommunismus. Ich glaube nicht das sich für diese Forderungen eine Mehrheit finden lässt.

    • Andere Firmen natürlich nicht und die hast du jetzt bewusst ausgeklammert (Stichwort geschlossenes Ökosystem…)?

      • Es wird wohl wenn per Gesetz geregelt und die wären für alle Unternehmen gleich. Ich denke auch nicht, dass man dies an der Größe des Unternehmens fest machen kann. Man stelle sich vor ein Betreiber eines Flohmarktes hat darauf selbst ein Stand und verwehrt Mitbewerbern seines Standes den Zugang.

  • Welche Verkaufsplattform meint sie denn bei Apple? Im App Store sind die Apple Apps kostenlos. Könnte Apple beim ausliefern auch mit drauf spielen. Bei ITunes eventuell kommende Eigenproduktionen von Apple. Und in den Stores werden nicht wirklich Konkurrenz Produkte angeboten. Sondern nur passendes Zubehör. Ich glaube Apple könnte da ganz beruhigt sein. Na ja, jeder braucht seine „Wahlkampf Mauer“.

    • Zum Beispiel der Kauf von shazam. Welche Möglichkeit hat ein Wettbewerber sich gegen das neue (kostenlose) Apple Shazam durchzusetzen?

    • Ja der iOS-AppStore vor allem. Apple könnte es ausnutzen, dass sie Entwicklern den Vertrieb von Software für iOS Geräte verwehrt weil sie lieber ihre eigene Lösung vorantreiben möchten. Ob sie das wirklich tun wäre erst mal nicht wichtig. Es geht hierbei wohl generell darum die Möglichkeit zu unterbinden.

    • Z.B. Die iCloud. Apple schreibt hier die Preise vor und nutzt seine Stellung gnadenlos aus. Nicht mal wenn wir wollten, könnten wir hier wechseln… 200 GB für 2,99 € damit kann man im Zweifel nicht mal aktuelle Geräte speichern… Nächster Schritt ist dann 2 T 9,99 €…

    • Na ja, aber so betrachtet müsste man Apple generell das Anbieten eigener Software untersagen. Pages steht ja auch in Konkurrenz mit Word etc. Ob der Verbraucher davon profitiert möchte ich doch bezweifeln.

      • und wo ist da die Grenze zum Betriebssystem ? das betrifft im Endeffekt auch email client, Browser etc. Wie soll eine Trennung des App Stores praktisch funktionierern, das ist doch integraler Teil des iOS mit API Schnittstellen etc. oder gehts der guten Dame um die Kosten, die Apple verlangt ?

      • Wer eine Plattform betreibt sollte allen neutral Zugang gewähren. Das Betriebssystem ist auch eine Art Plattform. Bei MacOS hat jeder die Möglichkeit Software an Apple vorbei zu vertreiben. Bei iOS ist das anders.

  • Genau das richtige ist mit der los.

  • In welcher Welt lebt die Frau?
    Die 4 Chefs kommen aus dem Lachen bestimmt nicht mehr raus

  • Das ist die Dame, die behauptet Indianerin zu sein, obwohl sie es nicht ist.
    Und von so einer meint ihr die Meinung publizieren zu müssen? WTF.

  • Damit hat sich „Pocahontas“ aus dem Rennen entfernt. Die Amis würden nie jemanden Wählen, deren Agenda die Zerschlagung besonders erfolgreicher eigener Unternehmen enthält. Sowas machen nur wir.

  • Absolut das richtige ist mit ihr los. Diese ganze Gate Keeper Geschichte nervt tierisch und ist hinderlich.

    • Gut, wenn Verbraucherschutz und Wettbewerbsrecht in den USA endlich mehr in den Vordergrund rückt.
      Sie spricht heir ein ganz wichtiges Thema der Marktmacht an.

      Wünsche ihr viel Glück bei den Vorwahlen. Nach all dem was ich über sie gelesen und gehört habe wäre sie eine gute Wahl, allerdings sind ihre Auftritte noch etwas unsicher und hölzern. Glaube zur Zeit nicht, dass Sie Massen begeistern und bewegen kann. Wünschenswert wäre, wenn sich Sanders selber zurücknimmt und sie unterstützt.

    • @khw: Sie ist in den USA eine sehr beliebte Politikerin und deutlich beliebter als H. Clinton

  • Mich erinnern die heutigen digitalen Großkonzerne an Monopolisten wie die Rockefellers.

    Ein ausnutzen Ihrer Marktmacht in einem Ausmaß, dass wir es bereits nicht mehr merken und als Normalität sehen.
    Denke das wir heute und die nächsten Jahrzehnte viele Großartige digitale- Dinge, Services und Ideen nicht haben, weil überreiche Konzerne wie Google und Co. ihre Marktmacht ausnutzen oder die Firmen gleich aufkaufen.

    Das Internet ist erst am Anfang, und die Weltgemeinschaft muss heute die Weichen für das freie Internet von Morgen stellen.
    Und da das Internet eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit ist, sollten wir die Zukunft dieses auch mit so extremen Maßnahmen, wie einer Zerschlagung von zu groß gewordenen Konzernen sichern.

    (Man sollten unseren Konzernen aber nicht böse sein – sie tun ihren Job – so wie es der Kapitalismus, der uns unsere Utopie bescherd hat, verlangt.)

  • Igitt eine tief-Rote… Ab nach China oder Nord-Korea mit dir.

  • Hat Trump wohl doch nicht so unrecht… die Demokraten sind heimliche Sozialisten.

    IMHO: der Staat soll sich aus allem raushalten was nicht originär seine Aufgabe ist.

  • Da baut der Tim, dem Donald lieber selbst eine Mauer.

  • Schön, dass sich die meisten Kommentatoren inhaltlich differenziert mit dem Standpunkt der Politikerin auseinandersetzen, sich nicht auf irrelevante Themen wie Abstammung oder Geschlecht stürzen oder gar mit billigen Polemik-One-Linern reagieren.

  • Was wird passieren ? Die Firmen werden ihre Bereiche in Tochterfirmen unter anderem Namen ausgliedern, einen exemplarischen Geschäftsführer etablieren und genau so weiter machen wie bisher.
    Die Banken schieben auch untereinander Geld „umher“. DIE sollten sich mal jemand anschauen.

  • Es erinnert sich niemand mehr dran, aber es gab in USA eine richterliche Entscheidung um Microsoft aufzuteilen (Betriebssysteme und Anwendungen). Es verlief dann im Sande aber der Markt hat das von ganz alleine geregelt. Oder hat jetzt noch jemand ein Betriebssystem von MS auf dem Handy?
    IBM war auch mal quasi Monopolist, ebenso Yahoo, kann sich niemand mehr vorstellen. Genauso wird es mit Google und Apple geschehen. Apple stand mal kurz vor der Pleite und wurde dank einer Geldspritze über gerade mal 100 Mio von MS gerettet. Jetzt haben sie einige Jahre einen tollen Erfolg gehabt, aber irgendwann geht es auch mal wieder bergab weil sie irgendeine neue Entwicklung verschlafen.

    Etwas mehr Vertrauen in den Markt wäre nicht schlecht.
    Politiker zeigen aber gerne auf Privatunternehmen, um von ihrem eigenen Unvermögen abzulenken.

  • Während sich die Staaten noch verdattert die Augen reiben, haben die privaten Ihnen das Zepter schon lange aus der Hand genommen. Nett, dass sie das jetzt merken und ihnen der arsch auf Grundeis geht. Wird Ihnen nur hoffentlich nix mehr nützen.

  • Es ist kaum zu glauben, was so einige Leute in dieser Seite für einen Unsinn schreiben und diese Demokratin Elizabeth Warren auch unterstützen. Es ist ein absoluter Schwachsinn, was die Senatorin Warren für eine Wirtschaftspolitik propagiert. Es ist die typische Vorgehensweise der Linkslastigen, die Wirtschaft zu zerschlagen und letztendlich zu zerstören, um der sozialistischen Planwirtschaft Vorschub zu leisten.

    • „Schwachsinn“ war schon immer ein gutes Argument, das sieht jeder sofort ein.

      • Wisst ihr noch, als der Staat anfing, alles zu privatisieren? Dann hat er gemerkt, dass ihm der Sozialstaat durch die Lappen geht, also wollte man wieder mehr Staat. Dann hat man gesehen, dass die verstaatlichung des Kapitals jede Kräfte lähmt, die es mehren, also hat man nichts getan und ging zurück zur Tagesordnung. Praktischerweise wurde auch die Wirtschaftskrise von 2008 als die ausuferung eines ansonsten lupenreinen Systems dargestellt. Die Chance, den Kapitalismus neuzuerfinden und den Staat zu stärken, wurde vertan. Also hat der Staat seine Macht völlig abgegeben. Vom Trinkwasser bis zum menschlichen Genom hat alles nun seinen Wert. Und jetzt kommt so eine bescheuerte Idee, viel zu spät, weil die Politker auf einmal das Gespenst entdeckt haben, das sie selbst erschaffen haben. Schwachsinniger, nicht umsetzbarer Vorschlag der Dame, der viel zu spät kommt, sofern man einen starken Staat will. Aber ich glaub, das wollen eh nur die unbefugten.

  • Ha ha, keine Sorge! Der nächste US-Präsident heißt mit Sicherheit Donald Trump.

  • Am besten rennt sie erst mal mit dem Kopf gegen die Wand :-)

  • Populistischer Etatismus.
    War die Dame gerade in D. ?

  • In welcher Welt lebt die gute Dame?

  • Dann dürfen Aldi Lidl und co auch keine Eigenmarken mehr im Laden anbieten?

  • Die weiß schon das sie nur ein Sandkorn auf der Welt ist was das angeht,oder weiß sie es nicht??:-))

  • Microsoft musste sich wegen weniger Dingen schon aufteilen

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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