Smartphone-Schulden und das Späterzahlen
Überschuldungsreport 2026: Junge Nutzer machen digitale Schulden
Der neue Überschuldungsreport 2026 richtet den Blick auch auf Schulden, die im digitalen Alltag entstehen. Besonders bei jungen Menschen spielen Verpflichtungen rund um Smartphones, Onlinekäufe und aufgeschobene Zahlungen eine sichtbare Rolle. Die Daten, die das Institut für Finanzdienstleistungen e.V. (iff) dafür ausgewertet hat, stammen aus Schuldnerberatungsstellen.
Smartphone, Apps und Abos an erster Stelle
Bei den unter 25-jährigen Ratsuchenden stellen Verbindlichkeiten gegenüber Telekommunikationsunternehmen mit 17,7 Prozent die häufigste Forderungsart. Der Report fasst darunter auch sogenannte Handyschulden. Sie können etwa durch den Kauf eines Smartphones auf Raten, teure In-App-Käufe oder laufende Streaming-Abos entstehen.
Fast ebenso häufig sind Verbindlichkeiten gegenüber Gewerbetreibenden mit 17,66 Prozent. Öffentlich-rechtliche Forderungen und Schulden beim Finanzamt kommen auf 14,64 Prozent. Schulden bei Versandhäusern machen 9,51 Prozent aus, Ratenkredite 6,98 Prozent. In den beiden zuletzt genannten Kategorien können auch Käufe stecken, die über Klarna-Kleinstkredite und ähnliche „Buy now, pay later“-Angeote abgewickelt wurden.
- Immer mehr Kleinstkredite: Klarna und Co. verführen junge Anwender
Wie groß der Anteil solcher später bezahlten Einkäufe tatsächlich ist, lässt sich aus den bisherigen Daten noch nicht ablesen. Die Erfassung soll deshalb angepasst werden. Der Überschuldungsreport 2027 wird die Kategorie „Buy now, pay later“ dann erstmals genauer ausweisen.
Kleine Forderungen können schnell teurer werden
Gerade bei kleinen Schulden können zusätzliche Kosten stark ins Gewicht fallen. Bei Forderungen unter 500 Euro entfallen im Durchschnitt 14 Prozent auf Zinsen und weitere Kosten. Ab 5.000 Euro liegt dieser Anteil nur noch bei 5 Prozent. Als Gründe nennt der Report unter anderem Inkassogebühren, Verzugszinsen und anwaltliche Kosten.
Zugleich sind 18- bis 24-Jährige in den Beratungsstellen gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil unterrepräsentiert. Die durchschnittliche Verschuldung der 20- bis 25-Jährigen lag 2024 bei rund 11.510 Euro. Über alle Altersgruppen hinweg waren es 32.976 Euro.
- PDF-Download: Überschuldungsreport 2026
Die neuen Regeln für Verbraucherkredite sollen auch kleine und kurzfristige Kredite stärker erfassen. Dazu zählen unter bestimmten Bedingungen Angebote zum späteren Bezahlen. Bestehende Verpflichtungen aus solchen Geschäften müssen künftig bei der Kreditwürdigkeitsprüfung berücksichtigt werden. Die entsprechenden Regelungen sollen noch diesen November in Kraft treten.



Wird einem auch super einfach gemacht digital
Aber die digital natives sollten das doch dann „können“
Ich kenne jemanden (männlich/23), der pro Woche 20-30 Mahnungen bekommt und das seit 8 Monaten.Die Briefe landen in einer Kiste. Passieren tut da gar nichts.
Immerhin macht er doch ein gutes: er sorgt dafür, dass ich meinen Job behalte. Ich arbeite nämlich in der Vollstreckung bei einer Landesbehörde. Unsere Arbeit wird nie weniger. Danke.