HBO und Paramount+ werden zusammengelegt
Übernahme vollzogen: Aus Paramount und Warner wird Skydance
Der Übernahmekampf um Warner Bros. Discovery ist beendet. Paramount hat die Transaktion am Dienstag abgeschlossen und legt das Unternehmen mit Skydance zusammen. An der Spitze steht David Ellison. Zum Konzern gehören nun unter anderem Warner Bros., HBO, CNN, CBS News, Paramount+ und HBO Max.
Netflix hatte sich Ende Februar aus dem Bieterverfahren zurückgezogen, nachdem Paramount sein Angebot mehrfach nachgebessert hatte. Ellison legte insgesamt neun Offerten vor. Der neue Medienkonzern tritt künftig unter dem Namen Skydance auf.
Auflagen nach dem Widerstand gegen die Fusion
Eine Koalition von Generalstaatsanwälten mehrerer US-Bundesstaaten hatte den Zusammenschluss aus kartellrechtlichen Gründen angegriffen. Ein Gericht hatte die Übernahme im Juli zunächst gestoppt. Der Rechtsstreit wurde inzwischen beigelegt.
Zu den Zugeständnissen gehört laut New York Times ein Gremium, das die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN absichern soll. Außerdem verpflichtet sich Ellison, in den kommenden fünf Jahren zusätzlich 1,5 Milliarden Dollar in Filme zu investieren. Die EU hatte die Transaktion bereits im Sommer unter Auflagen freigegeben.
Große Marken treffen auf hohe Schulden
Ellison kontrolliert nun Marken und Reihen wie Batman, Superman, Harry Potter, „Star Trek“ und „Mission: Impossible“. Gleichzeitig übernimmt der Konzern 82 Milliarden Dollar Schulden. Für die kommenden drei Jahre sind Einsparungen von 6 Milliarden Dollar vorgesehen. Tausende Stellen könnten dabei wegfallen, vor allem dort, wo sich Funktionen von Warner Bros. und Paramount überschneiden.
Auch die angekündigte Zusammenlegung von HBO Max und Paramount+ bleibt Teil der Strategie. Daneben will Skydance jährlich mindestens 30 Kinofilme veröffentlichen und diese Zahl nach zwei Jahren auf 32 erhöhen.
Ellison muss damit gleichzeitig investieren und sparen. Hinzu kommen das rückläufige Kabelfernsehgeschäft und zwei große Nachrichtensparten. Warner-Chef David Zaslav und Paramounts Streamingchefin Cindy Holland verlassen das Unternehmen im Zuge der Transaktion.

