Klare Regeln festgelegt
Tidal: Kein Geld für KI-generierte Musik
Der Musikstreaming-Dienst Tidal hat neue Regeln für den Umgang mit KI-generierter Musik veröffentlicht. Das Unternehmen will entsprechende Titel nicht grundsätzlich ausschließen, setzt jedoch auf Kennzeichnung, strengere Prüfungen und klare Vorgaben.
Keine Tantiemen für KI-Musik
Im Mittelpunkt steht dabei eine neue Regelung zur Vergütung. Tidal will für Musik, die nach eigener Einschätzung vollständig von einer KI erzeugt wurde, keine Lizenzgebühren mehr ausschütten. Einnahmen aus dem Streaming sollen ausschließlich Werken zugutekommen, die von Menschen geschrieben, eingespielt oder interpretiert wurden.
Der Musikdienst merkt in diesem Zusammenhang an, dass die Diskussion über den Umgang mit KI-Musik und deren Vergütung längst nicht abgeschlossen sei. Gerade das Thema Vergütung werde die Branche wohl noch länger beschäftigen.
Klare Regeln und Transparenz
In diesem Zusammenhang kündigt Tidal auch strengere Maßnahmen gegen missbräuchliche KI-Inhalte an. Musik, die Hörer täuschen oder bekannte Künstler imitieren soll oder durch massenhafte Uploads und ungewöhnliche Streaming-Muster auffällt, soll künftig blockiert oder entfernt werden.
Generell akzeptiere man auch musikalische Inhalte, die vollständig oder überwiegend mit generativer künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Nutzer sollen jedoch erkennen können, wenn Musik vollständig von einer KI erzeugt wurde.
KI-Titel werden gekennzeichnet
Ab Mitte Juli will Tidal entsprechende Titel mit einem Symbol kennzeichnen. Zunächst betrifft dies nach Unternehmensangaben ausschließlich vollständig KI-generierte Musik. Später soll die Kennzeichnung auch auf Werke ausgeweitet werden, die überwiegend mit KI entstanden sind. Zusätzlich sollen Anbieter von Musikinhalten künftig dazu verpflichtet werden, KI-generierte Titel bereits vor dem Upload entsprechend zu kennzeichnen.
Mit diesen Regeln versucht Tidal offenbar, der wachsenden Zahl KI-generierter Musiktitel zu begegnen, ohne diese grundsätzlich von der Plattform auszuschließen. Vor wenigen Wochen hatte der Musikdienst Deezer berichtet, dass dort täglich 75.000 Songs hochgeladen werden, die mithilfe von KI erstellt wurden. Dies sei fast die Hälfte der täglich neu hinzugefügten Titel.


Finde ich gut!
Sehr gut.
Gut so, finde es eine gute Vorgehensweise.
Perfekt. Sollte für professionell erstellte Bilder auch angewendet werden.
Ein Fotograf, der mehrere Tausend Euro in seine Ausrüstung steckt, um durch Fotos Geld zu verdienen sollte für sein Künstlerisches Bestreben auf jeden Fall besser entlohnt werden.
Zumal Bilder von dieser Gruppe dazu beigetragen haben, dass KI-Modelle erst vergleichbare Bilder generieren können. Meist ohne entsprechender Entlohnung.
Exakt! Genau so denke ich auch! Wenn man mal auf IG guckt und sieht, was dort für ein KI Müll gepostet und dieser Quatsch dann auch noch geliket wird, kann man mittlerweile nur noch an dem Verstand der Leute zweifeln.
Aber den Auftraggeber dürfte leider eher das Ergebnis interessieren und nicht wieviel Mühe sich jemand gemacht hat.
So ist es.
Wunderbar. Möglichst weg mit dem Schrott.
Wie viele KI-generierte bzw. mit NI unterstützte Songs hast du schon gehört, um zu so einem Pauschalurteil zu kommen? Natürlich gibt es KI-Songs, die furchtbar sind – es gibt auch auch seit Jahrzehnten von Menschen erzeugte, schreckliche Musik. Tatsächlich gibt es aber auch wirklich gut gemachte, KI-gestützte Songs.
Sehr gut
Schön, wenn alle Kommentare gleicher Meinung sind!
Das US Copyright Office hat schon länger festgehalten, dass sämtliche Werke (egal was) die mit KI generiert wurden, kein Anrecht auf Urheberrecht haben…
Sofort. Erst gar nicht in den Katalog aufnehmen. Ich habe nichts gegen KI aber es ist nur noch generativer Müll der immer nach Schema F produziert wird, egal ob, Video, Audio oder Bilder. Ich kann diesen Müll nicht mehr sehen. Mittlerweile ist überall nur noch derselbe KI Müll, ja sogar Anzeigen in der Zeitung. Gebt euch doch wenigstens Mühe dabei und nehmt nicht gleich den ersten Versuch, der nur so nach Fehlern strotzt. Ich ertrage das nicht mehr, und dann wundert man sich über die Qualität die uns immer mehr abhanden kommt.
Ich habe nichts gegen K I. Aber… Erkenne den Fehler.
Wenn man KI als Werkzeug sieht, stimmt die Aussage.
“Ich mag Sägen, aber was bei manchen DYI Projekten rauskommt ist schrecklich”.
Vermisse ich auch bei Apple Musik
volle Zustimmung!
Diese Regeln, wie von Tidal, sollten erstmal alle übernehmen.
Einen Schalter einbauen zum Ausblenden von KI Musik wäre zu einfach?
Das gibt’s ja schon nichtmals im AppStore um Apps mit Abo auszublenden, wo sofort klar ist ob es ein Abo gibt oder nicht. Bei Musik müssen die Uploader erstmal kenntlich machen dass sie KI eingesetzt haben um die Kennzeichnung und auch ein Ausblenden ermöglichen zu können
Das geht mal gar nicht. Wow! Das ist jetzt aber echt mal was, was vors Gericht gehört. Denn die Zukunft lässt sich nicht aufhalten und hier wird massiv Innovation verhindert. Man kann sehr wohl auch mit KI wunderschöne Musik machen und da auch sehr viel Arbeit reinstecken. Nicht alles wird mit einem einzigen Prompt gemacht und fertig ist das. Hier pauschal niemanden Geld auszubezahlen ist absolut nicht in Ordnung.
Sehe ich auch so , Hauptsache die Musik gefällt mir und mir ist es egal ob es ein Mensch oder Maschine erstellt hat .
+1
Das sehe ich auch so. Es gibt sehr wohl gute Musik, die mit Hilfe von KI erstellt wurde und nicht komplett von KI. Und es steckt viel Arbeit im Detail. Pauschalisieren war noch nie die Lösung. Schließlich benutzen Musiker heute auch eigentlich immer Synthesizer für bestimmte Tongruppen. Viel besser ist das auch nicht.
+1
Vor Gericht? Tidal macht die Regeln. Niemand hat ein Anrecht darauf, bei Tidal gestreamt zu werden. Manche Leute haben echt eine seltsame Vorstellung, wie privatwirtschaftliche Verträge funktionieren. Genauso wie es auf firmenbetriebenen Plattformen kein Anrecht gibt, dass der eigene Kommentar veröffentlicht werden muss, das ist nämlich gerade keine Zensur, wenn das nicht geschieht.
In Zeiten von übergeordneten Regeln hat aber auch kein Anbieter das Recht gewisse Gruppen pauschal zu benachteiligen. Zumal auf die Art gar nicht eideutig ist wenn sie einfach die Mineralisierung sperren wenn „sie meinen“ es wär KI
Im Gegensatz zu bspw. Apple und Google im mobilen OS Markt gibt es hier keine Marktbeherrschende Rolle von Tidal und es ist auch nicht so, dass man zum Teil im Alltag auf diese Plattform angewiesen ist. Allein das rechtfertigt ein eigenes Regelwerk.
Mir ist es jedenfalls wichtig den Unterschied zu erkennen. Ich bevorzuge aber auch kleinere und mittelgroße Konzerte, diese Erlebnisse will ich nicht missen müssen, weil die Künstler sich nicht gegen KI halten konnten
Abgesehen davon wird erstmal nur komplett mit KI generierte Musik bzgl. der Monetarisierung ausgeschlossen, anderes wird markiert – so verstehe ich zumindest den Artikel.
Das klingt erst mal sehr gut, aber ich wüsste leider nicht, wie irgendein Automatismus handgemachte von KI-generierter Musik unterscheiden soll, und was „ungewöhnliche Streaming-Muster“ in dem Zusammenhang bedeuten. OK, wenn da massenhafte Uploads aus derselben Quelle kommen, ist es ziemlich offensichtlich.
Ich produziere auch Musik (ohne KI natürlich) und stecke da sehr viel Zeit und Herzblut rein. Und Geld für Ausrüstung. Nur wie genau wollen die erkennen, dass ich keine „missbräuchlichen KI-Inhalte“ habe, wenn ich selten mal einen Song hochlade?
Dass die Anbieter selber ihre Musik kennzeichnen sollen, ist ja wohl ein Witz.
Warum? Zur Erkennung kann ebenso KI eingesetzt werden. Und Tidal könnte zum Beispiel bei nicht Kennzeichnung ab Datum x, wenn danach rauskommt dass doch KI eingesetzt wurde, den Account einfrieren und Auszahlung einbehalten bzw. sogar Regressansprüche in Form von unrechtmäßigen Auszahlungen zurückfordern.
Das wird sich schon Regeln das eine Kennzeichnung kommt
Das ist halt genau wie man es nicht machen sollte. Warum bitte gar kein Geld? Bei weniger beschwert sich ja keiner, aber gar keins ist einfach nur dreist. Auch in generierte Musik kann Arbeit geflossen sein. Zum Beispiel Texte schreiben und so weiter. Das wäre wie als würde man einen Songwriter sagen, du bekommst kein Geld mehr, weil du hast mir den Text geschrieben und gesungen hat wer anders.
+1
Es wird laut Artikel “vollständig von KI generierte” Musik von der Monetarisierung ausgeschlossen.