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Mehr Produkte, weniger Mitarbeiter

John Ternus krempelt Apple um

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John Ternus will Apple offenbar deutlich umbauen. Der neue Apple-Chef will Produkte schneller entwickeln und häufiger vorstellen lassen. Gleichzeitig stehen schlankere Strukturen, weniger Managementebenen und weitere Einsparungen auf der Agenda.

Das Magazin Bloomberg beruft sich dabei auf mit den Planungen vertraute Personen. So habe Ternus bereits vor seinem Wechsel das Ziel verfolgt, mit weniger Personal mehr zu erreichen und die internen Strukturen zu vereinfachen. Dieses Konzept soll nun auf weitere Bereiche des Unternehmens übertragen werden.

Apple soll schneller werden

Die Veränderungen sollen auch Apples bislang relativ festen Zeitplan für Produktvorstellungen betreffen. Ternus wolle von der bisherigen Praxis abweichen, größere Neuheiten an wenigen zentralen Terminen zu präsentieren. Stattdessen sollen neue Geräte häufiger und über das gesamte Jahr verteilt vorgestellt werden.

Eine solche Umstellung lässt sich allerdings kaum kurzfristig realisieren. Entwicklung und Produktion sind bei Apple seit Jahren auf die bislang gewohnten Abläufe abgestimmt. Zudem müssen derartige Änderungen weit im Voraus geplant werden. Apples Produktstarts für das kommende Jahr dürften beispielsweise bereits weitgehend festgelegt sein. Unter anderem werden für 2027 AirPods mit Kameras, Apples erste smarte Brille und ein Jubiläums-iPhone erwartet.

John Ternus Apple Event 2500

Hierarchien sollen abgebaut werden

Parallel dazu will Ternus dem Bericht zufolge die Unternehmensstruktur verschlanken. So könnten vor allem zwischen Entwicklern und der Führungsebene Hierarchiestufen entfallen. In der Hardwareentwicklung seien bereits Stellen von Mitarbeitern gestrichen worden, die Zeitpläne überwachen und die Arbeit verschiedener Teams koordinieren, darunter auch mehrere Beschäftigte auf Direktorenebene.

Apple soll auch verschiedene Teams rund um Siri, Vision Pro und KI-Software verkleinert haben. Zudem würden Projekte inzwischen früher eingestellt, wenn deren wirtschaftliche Aussichten nicht überzeugen.

Apple hat dem Bericht zufolge auch den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Automatisierung interner Aufgaben geprüft. Im Sommer soll das Unternehmen erwogen haben, rund 5.000 Stellen im AppleCare-Team abzubauen und einen Teil der Arbeit durch KI-Systeme übernehmen zu lassen. Diese Pläne seien inzwischen jedoch auf Eis gelegt worden.

Apple sucht zusätzliche Einnahmen

Gleichzeitig sei der neue Apple-Chef auf der Suche nach zusätzlichen Einnahmequellen. Dabei gehe es nicht nur um zusätzliche Dienste, sondern auch darum, mit vorhandenen Produkten höhere Umsätze zu erzielen. Hintergrund seien eine nachlassende Dynamik im Servicegeschäft und gestiegene Kosten bei der Hardwareproduktion.

30. Sep. 2026 um 06:53 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Wenn ich schon lese „Der neue Apple Chef will“, ist bei mir schon Feierabend.

  • @ifun: Danke für das App-Update. Jetzt sehen die Artikel wieder richtig aus!

  • So kann man einen Laden abwirtschaften

    • Verstehe ich nicht. Der Ansatz von Ternus ist völlig richtig, aber vermutlich nur ein Wunschtraum.

    • Oder einen aufgeblasenen Verein schlanker und effizienter machen.

    • Das wurde auch schon bei Tim Cook geweissagt.

    • Auch ich verstehe die Aussage nicht.
      Apple hat teilweise massive Probleme mit der Konkurrenz mitzuhalten. Dass sie jetzt mit auf die AI aufsteigen, haben sie der Zusammenarbeit mit OpenAI zu verdanken, da sie noch Jahre für eine eigene KI bräuchten!

      Deshalb sehe ich diesen Schritt von John völlig richtig und angebracht. Zu viele Instanzen brauchen auch mehr Zeit. Deshalb schalnker machen. Und auch die Maßnahme, sich zu überlegen, wie man mehr Geld mit den vorhandenen Produkten macht, anstatt sie gleich teurer zu machen, halte ich richtig. Erfahrungsgemäß sind viele „Veräppelten“ gerne bereit, mehr zu bezahlen, denn auf die Paar Euro kommt es bekanntlich nicht an.

  • ‚Nachlassende Dynamik im Servicegeschäft‘, da hat Cook noch rechtzeitig den Absprung geschafft

  • Mmmh, schneller bei gleichbleibender Qualität ist eine Herausforderung. Schauen wir mal.

  • Also…nach dem Prinzip Samsung. Schnelle, teilweise unsinnige Produktzyklen mit „weniger Personal“ (echte Gradwanderung) und flachere Ebenen (zu flach verursacht Grabenkämpfe und Kompetenzgerangel.
    Schnellere Produktzyklen zerstören den Zweit- und Drittmarkt…

  • Also mein Arbeitgeber will auch effizienter werden. Heraus kommt: noch mehr Häuptlinge (Manager/Projektleiter/etc.) und weniger „Indianer“ (Soll hier nicht abwertend sein). Und dann wundert man sich, wenn die Arbeit nicht geschafft wird…

    • Ich war im Sommer fünf Wochen in USA, unter anderem in einem Indianerreservat, die Ureinwohner dort nennen sich selbst auch noch Indianer, ich kann also nicht verstehen, was hier abwertend sein soll.

  • Weniger Mitarbeiter, mehr Produkte in kürzeren Abständen….

    … hmmm, ja. Merkste selba….oder etwa nicht?

  • Das klingt nach dem Standardprogramm in der IT: Agilität rauf, Führung runter, Speed rauf, Qualität runter. Auch bekannt als Bananensoftware die erst beim Kunden reift.

    Schade, ich dachte unter ihm wirds FUER DEN KUNDEN wieder besser…

  • Entscheidend ist doch, dass Produkte gut ausentwickelt sind und nicht überstürzt auf den Markt gebracht werden. Das würde zu einer Katastrophe führen. Wie und ob er das erreicht, sei mal dahingestellt. Bisher hat es jedenfalls bei den Produkten sehr unterschiedlich gut funktioniert.

  • Abwarten was es bedeutet. Die Idee: Mehr Gewinn bei bestehenden Produkten ist jedoch unbehaglich für mich. Ich vermute stark, dass wir mehr Werbung sehen werden und mehr nutzungseinschränkungen in Abhängigkeit vom bezahlen.

    Bin gespannt ob man das Kundenfreundlich hinbekommt. Ich denke, dass der initiale Mehrwert für den Kunden in der Vergangenheit für die bekannte nutzerbasis gesorgt hat. Unter Cook wurde vieles weniger attraktiv, sicherlich aber auch nicht alles. Irgendwie hat er ja den Spagat erfolgreich hinbekommen.

    Mal sehen ob es weiter gelingt. Das hängt natürlich auch immer von der Konkurrenz ab.

    Mir schwant eher schlechtes. Aber vielleicht auch nciht. Ggf. Sorgen veränderte Strukturen auch für mutigere Peodukte und Entscheidungen.

  • Die Geschwindigkeit oder zu wenig Releases war bei Apple nie ein Problem. Die haben nur wichtige Trends wie KI und Alexa/Siri verschlafen oder falsch investiert.

  • Ich frage mich, wie ein Unternehmen wie Apple die Reduktion von Mitarbeitern handhabt. Wird es sozialverträglich von statten gehen? Früher in Rente? Teilzeitarbeit? Altersteilzeit? Ach ne, ich vergaß, wir befinden uns ja in den USA. Hier gilt hire and fire . Da macht sich keiner Gedanken drüber. Natürlich kann ich das verstehen, wenn ein Unternehmen schlanker werden will und effizienter, aber ein Konzern mit Milliardengewinnen, da hoffe ich doch auf sehr sozialverträgliche Lösungen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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