Zusätzliche Kosten für 2026er-Modelle
Synology: Neue Hauskameras benötigen zusätzliche Lizenzen
Der NAS-Anbieter Synology verändert offenbar die bisherige Strategie rund um die eigenen Überwachungskameras. Wie aus aktuellen Produktunterlagen hervorgeht, benötigen die neuen Modelle BC510, TC510 und BC800Z künftig ebenfalls eine kostenpflichtige „Surveillance Device License“, wenn sie mit der hauseigenen Videoüberwachungslösung Surveillance Station genutzt werden.
Bislang galten gerade die Synology-Kameras als Ausnahme innerhalb des Systems. Während für gewöhnliche IP-Kameras meist zusätzliche Lizenzen erforderlich sind, konnten die älteren Synology-Modelle wie BC500 oder TC500 ohne weitere Kosten eingebunden werden. Genau dieser Punkt war bislang eines der zentralen Argumente für die vergleichsweise teuren Eigenentwicklungen des NAS-Anbieters.
Neue Modelle verlieren bisherigen Vorteil
Mit der neuen Generation fällt dieser Vorteil nun weg. Die neuen BC510-, TC510- und BC800Z-Kameras werden lizenztechnisch wie reguläre Drittanbieter-Kameras behandelt. Pro Kamera wird künftig eine zusätzliche Lizenz benötigt, sobald die im jeweiligen NAS enthaltenen Standardlizenzen aufgebraucht sind.
Synology-NAS-Systeme bringen üblicherweise zwei kostenlose Kameralizenzen mit. Spezielle NVR-Systeme enthalten vier, Deep-Learning-Modelle sogar acht Lizenzen. Wer darüber hinaus weitere Kameras integrieren möchte, muss zusätzliche Lizenzpakete erwerben.
Betroffen sind laut aktueller Dokumentation ausschließlich die neuen 2026er-Modelle. Die älteren BC500- und TC500-Kameras bleiben weiterhin lizenzfrei. Auch die WLAN-Kamera CC400W scheint von der Änderung bislang nicht betroffen zu sein.
Zusätzliche Kosten für 2026er-Modelle
Die positive Betrachtungsweise: Durch die Trennung von Kamera-Hardware und Surveillance-Station-Lizenz könnte Synology die Kameras zukünftig flexibler und auch günstiger vermarkten. Nutzer, die die Geräte ausschließlich in fremden Systemen einsetzen möchten, müssten dann keine indirekt mitbezahlte Synology-Lizenz mehr finanzieren.
Für bestehende Synology-Nutzer verändert sich dadurch allerdings die Kalkulation deutlich. Gerade in größeren Installationen mit mehreren Kameras entstehen nun zusätzliche Lizenzkosten, obwohl weiterhin ausschließlich Synology-Hardware eingesetzt wird.



Wieso versucht Synology eigensinnig sehr sich selbst abzuschaffen?
Keine großen Neuerungen in der DSM Software, während andere aufholen. Festplatten Sperre in neue Lizenzen bei Hardware die andere billiger anbieten.
+1
Demnächst machen die auf der Verpackung Werbung für Unifi:
Sie benötigen eine Lizenz oder nutzen diese Kamera kostenlos mit Unifi Protect
Der Markt wird es regeln. Das wird auch Synology irgendwann merken.
FYI: Die Festplatten Sperre hatten die schon wieder aufgehoben. Und ich versteh nicht, wo andere aufholen? Software-seitig kann da noch immer kein anderer mithalten. Zumindest wenn man keinen Bock auf selber basteln hat
Software ist top, aber von der Hardware hinkt Synology massiv zurück. Und die neueren Modelle verwenden kaum neuere Technik, sondern genauso veraltetes.
Gerade Ugreen spielt da mit ihren Geräten in einer ganz anderen Liga zum gleichen Preis – wenn jetzt noch die Software so ausgereift wäre wie DSM würden sicherlich einige sich überlegen nochmal ein Synology NAS zu kaufen
Bei mir wurde Synology (214play) nun gegen einen NUC mit Proxmox und Openmediavault und immich getauscht. Beste Entscheidung ever!
Ja, deren Oberfläche vermisse ich etwas. Aber da hat sich in den letzten Jahren wenig getan und war zumindest auf meiner ziemlich lahm.
Time Machine backups laufen auch wieder dauerhaft ohne Probleme. Bei Synology gabs mehrere Ausfälle wo nur das neu anlegen geholfen hat.
Und Kameras, nunja, ich hoffe das Ubiquiti es in ein paar Jahren weiterhin gut mit uns meint :D
Und wie hast du die Festplatten mit Raid angeschlossen?
Gar nicht. Ich mache automatisierte Backups per rsync von HDD1 auf HDD2, beide in einem USB Gehäuse (und zusätzlich noch nach extern).
RAID hatte ich noch nie, sehe da für mich als Privat-Nutzer nur Nachteile.
Hab schon immer qnap und bin begeistert!
qnap ist für mich gestorben, seitdem sie teure reparatur preise aufgerufen haben, für einen fehler den sie selbst eingebaut hatten.
erinnerst du dich an das device-sterben nach reeboot?
Ich nutze Unifi. Macht was es soll und reicht vom Funktionsumfang mehr als aus. Ich habe mich genau deswegen von der Synology getrennt. Ständig die Lizenzen kaufen für Kameras die ich auch bezahlen muss fand ich schon immer unverschämt. Die fristet jetzt noch ein Dasein als Backup System für MacBook und so. Nur weil sie mir zum entsorgen zu schade war. Irgendwann kommt eine Unifi NAS da hin und dann ist Synology Geschichte für mich.
Ich kann allen mit unifi nur zustimmen.
Synology fliegt bei uns auch bald raus.
Einzig das Office 365 Backup war noch ein Grund gewesen bei der Synology uu bleiben.
Aber da holt Unifi auch auf.
Die neuen Kameras sind um den Preis der Lizenz vergünstigt zum Vorgängermodell. Versteh gerade die Aufregung in den Kommentaren nicht…?
Ich habe mich genau deswegen für Unifi entschieden. Seit ca. 2-3 Jahren sind sie für mich persönlich konkurrenzlos und ich zahle gerne einen kleinen Aufpreis für die Vorteile: Kein zusätzlichen Lizenzen, lokale/built-in AI, funktioniert offline, Daten bleiben in meinem Netzwerk und die Software ist mittlerweile auch richtig gut. Habe eine UDM, UNAS, Cameras, Environment Sensoren und vermutlich bald auch deren Relays. Dazu noch einen Proxmox Server und man hat alles was man braucht und digital unabhängig zu bleiben.
Ich muss gestehen, ich habe insgesamt wenig Verständnis für die ganze Aufregung wenn irgendein Anbieter wieder ein Abo einführt, Online-Zwang integriert oder Funktionen deaktiviert. Wer es bis jetzt immer noch nicht verstanden hat, muss eben durch Schmerz lernen.
In Zeiten wo es immer einfacher wird, ein eigenes System zum Laufen zu bringen zb. Truenas finde ich diese Entscheidung sehr mutig.
Bei uns wurden alle 3 8BayNas durch 3 mal Truenas getauscht.
Der große Vorteil ist, man kann als Kunde ja wählen. Ich hatte mich schon vor einiger Zeit wegen der besseren Bedienbarkeit und des günstigeren Preises für Blink entschieden, weil dort kein Webspace nötig ist. Die Synology nutze ich nur noch als Back-up für lokale Rechner.