Unzulässige Preisparitätsklauseln
Strom- und Gastarife: Kartellamt macht Druck auf Check24
Wer der Meinung ist, dass sich Preisvergleichsportale darauf beschränken, die in der vom Nutzer ausgewählten Kategorie verfügbaren Angebote neutral zu vergleichen, muss diese Ansicht möglicherweise revidieren. Ermittlungen des Bundeskartellamts haben ergeben, dass Check24 in diesem Bereich erheblichen Einfluss ausgeübt hat. Der Behörde zufolge untersagte das Portal Energieversorgern vertraglich, ihre Strom- und Gastarife über andere Vergleichsportale oder den eigenen Vertrieb günstiger anzubieten als über Check24.
Solche Regelungen werden als wettbewerbswidrige Preisparitäts-, Meistbegünstigungs- oder Bestpreisklauseln bezeichnet und haben das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. Der Behörde zufolge hat sich Check24 bereits verbindlich dazu verpflichtet, die beanstandete Praxis zu beenden. Durch eine außergerichtliche Einigung wurde nach Angaben der Beteiligten ein förmliches Verfahren vermieden. Check24 muss die beanstandeten Punkte bis Jahresende aus seinen Verträgen entfernen.
Einflussnahmen auf die Preissetzung von Vertragspartnern lösen regelmäßig kartellrechtliche Bedenken aus – insbesondere, wenn sie von führenden Anbietern ausgehen. Vermittlungsdienste sollten ihre Vertragsbedingungen vor diesem Hintergrund sorgfältig überprüfen.
-Andreas Mundt, Bundeskartellamt
Konkurrenz ausgehebelt
In der Begründung für sein Eingreifen schreibt das Bundeskartellamt, dass Vergleichsportale zwar grundsätzlich den Wechsel von Anbietern erleichtern und den Wettbewerb stärken können, gleichzeitig jedoch vorausgesetzt wird, dass auch zwischen den Portalen selbst sowie gegenüber anderen Vertriebswegen ausreichend Konkurrenz besteht. Mit den beanstandeten Vertragsklauseln habe Check24 alternative Vergleichsdienste und den Direktvertrieb der Anbieter geschwächt.
Solche Bestpreisklauseln reduzieren nach Ansicht des Kartellamts zudem den Wettbewerbsdruck. Auf dieser Basis könnte ein Portal höhere Provisionen durchsetzen oder beim Service nachlassen, ohne spürbare Marktanteile zu verlieren. Die Energieversorger zahlen bei erfolgreichen Vermittlungen eine Provision an die Portale.
Vergleichsportale wichtigster Vertriebskanal
Marktstudien zufolge ist Check24 für viele Energieversorger der wichtigste Vertriebskanal zur Gewinnung von Neukunden. Demnach erfolgen rund 57 Prozent der Neuabschlüsse von Strom- und Gaslieferverträgen in Deutschland über Onlinevermittlungsdienste. Davon entfallen zwischen 60 und 70 Prozent auf Check24.

Gehören Booking und Check24 zusammen? *scnr* :-D
Hat die Niederlande auch so etwas wie ein Bundeskartellamt?
Natürlich aber unerheblich für die bereits bestehenden Entscheidungen in Deutschland.
Das war auf dein Vergleich zu Booking bezogen, weil die ihren Sitz in Amsterdam haben.
Sie sind hier auf dem Markt und müssen hiesige Regeln einhalten.
Gegen booking.com wird ja von den Hotels bereits geklagt und ein Urteil der ersten Instanz zulasten Booking gibt es schon.
Der Firmensitz ist für den Vergleich unerheblich. Letztlich haben beide dasselbe gemacht.
Das hab ich schon immer vermutet.
Vorallem wenn dann gesponserte, angeblich günstige Verträge an oberster Stelle angepriesen werden. Das passt nicht zu einem „unabhängigen“ Preisvergleich.
Hab dort immer gesucht und dann direkt beim Anbieter abgeschlossen. Eine Datenfreigabe weniger und Provision kassieren die durch mich dann auch nicht
Wie die Leute, die sich im regionalen Laden beraten lassen und dann online bestellen.
Was stört dich daran, dass der Vermittler eine Provision erhält? Die zahlst doch nicht du. Komische Einstellung die manche haben.
Natürlich zahle ich die Provision an die Plattform von meinem Geld an den Stromanbieter.
Woher sollte der Stromanbieter denn sonst das Geld für die Plattform nehmen??
Zähle bitte mal bis 10, lieber Oliver. Ich möchte etwas überprüfen.
Grundgütiger…
Die kassieren viel Provision, dass zahlt der Kunde am Ende. Bei Internet Verträgen (Kabel/DSL) gibt es da eh nicht die günstigsten Tarife.
Für Kabel Internet gibt es z.B. eazy.de, da gibt es zwar nur 50/100/200 Mbit/s dafür kostet der 200 Mbit auch nur 26,99€ und nach 24 Monaten läuft der Vertrag monatlich kündbar weiter ohne sich zu verteuern.
Bei DSL gibt es die ganzen Billig Anbieter wie sim24, yourfone, etc. Die bieten günstige DSL Tarife an.
bei meinem letzten Strom-Anbieterwechsel hatte ich direkt beim Anbieter abgeschlossen, da es dort günstiger war als über Check24. Da haben die wohl gegen die Vertragsbedingungen verstoßen.
Mein Rat: Mehrere Vergleichsportale nutzen und auch immer nochmal direkt beim Anbieter prüfen.
Korrekt. Mein Stromanbieter war im Jahr genau 150 EUR billiger als bei Check24. Aber nur direkt über deren Seite, auch bei Verivox waren die teuer.
Das gilt übrigens auch für Versicherungen und Geldanlagen. Letztendlich ist das auch logisch, denn die müssen an die Vergleichsportale Provisionen zahlen, das Geld nehmen die dann natürlich vom Kunden.
Das ist bei vielen so . Auch wenn Amazon meist günstig ist kann man immer noch mal vergleichen und findet oft bessere/günstigere Angebote . Wer glaubt das Vergleichsportale immer neutral sind hat zu viel Vertrauen. Schlimm das es so ist aber so ist die Welt leider . Allerdings ist Check 24 meist sehr bequem und man wird an alles erinnert .
Ich vegmeide Amazon wenn möglich. 1. woanders meist günstiger.
2. will ich Bezos nicht unterstützen.
3. wäre es fatal, wenn es irgendwann keine anderen Händler mehr gäbe.
Dachte wirklich jemand, dass Check24 Wasser gleich kocht? ;-)
Bin mal gespannt, wann die Ladestation Anbieter dran sind – was da hier in Berlin abgeht, geht auf keine Kuhhaut mehr.
Nicht nur energetisch !
Ich nutze diese vergleichsportale aka datenkraken nicht. Einfach Hirn einschalten und bei den Anbietern selbst mal auf den Seiten vergleichen. Einen passenden und auch validen Anbieter wählen und direkt abschließen. Statt einen aus der ewigen No-Name Liste wo man später das Problem hat aus dem Vertrag zu kommen und dann doch wieder drauf zahlt
Check24 und Co sind keine VERGLEICHSportale, es sind VERTRIEBSportale. Nichts anderes. Natürlich können sich Anbieter dort Plätze kaufen oder „last-Call-Angebote“ platzieren. Man muss sehr gut filtern, um wirklich an die „normalen“ Angebote und Tarife der jeweiligen Anbieter heranzukommen.
Man kann da mal „checken“. Mehr aber auch nicht.
Wer nutzt denn diese Anbieter Vergleiche. Nur Vorort Anbieter sind realistisch. Alles andere wird gesteuert wie man sieht und ist nicht ….
Also unsere lokalen Versorger sind alle _deutlich_ teurer.
Werfe mal SWICHUP ins Rennen. Nur gute Erfahrungen gehabt und telefonisch gut zu erreichen. Helfen auch kompetent weiter, wenn es mal hakt. Z.B. E.ON zickte rum.
Für mein Empfinden, nicht zu empfehlen. Kennt meinen Tarif nicht und bietet einen doppelt so teuren Tarif an.
There is no second chance for a first impression…
Du musst halt den Tarif den du hast dann manuell eintippen. Dann stimmt auch der Vergleich bzw. die Ersparnis.
Ist ja wohl logisch, dass die nicht korrekt rechnen können wenn du ihnen die Info nicht gibst!
PLZ usw eingegeben, kein Angebot per Email. Warum stellen sie die Angebote nicht auf die Seite wie alle anderen? Nicht zu empfehlen.
Das wird sicherlich nicht nur bei Strom und Gas so sein. Bei Kfz Versicherungen taucht die HUK nie auf…
Das hat aber nichts mit Check24 als solchen zu tun, sondern ist eine bewusste Entscheidung von HUK.
Die HUK weigert sich die oft hohen Provisionen zu zahlen.
Daher zuerst Suchlauf über Check24 und Verivox, danach bei HUK schauen.
Bei den Portalen werden auch Versorger angezeigt, die nicht in der Nähe sind. Oder würde jemand aus München bei den Stadtwerken in Kiel schauen ? Wohl kaum.
Finanztip ist neutral und seriöser
Irgendwie lese ich aber nichts davon, dass sie eine saftige Strafe zahlen müssen, was ich für mehr als angemessen halte. Das Thema der Preisparitäts-, Meistbegünstigungs- oder Bestpreisklauseln ist nicht neu und es geht gar nicht, dass ein Unternehmen, erst nachdem es vom Bundeskartellamt aufgefordert wird einfach so sagt: „sorry, wir werden es ändern“. in meinen Augen ist das ganz klar Betrug am Verbraucher!
Die Geschädigten sind doch die Kunden! Diese müssten entschädigt werden. Jahrelang haben sie dadurch mehr bezahlt. Solche Unternehmen werden nie damit aufhören,da die Strafen ein Witz sind im Vergleich zum Gewinn aus solchen Aktionen!
Ganz ehrlich ?
Glaubst du das ohne die Portale die Preise gesunken wären…..? Ich nicht.
Konkurrenz belebt das Geschäft, war schon immer so….
Weiß nicht ob es das in Deutschland auch gibt, aber bei uns betreibt die e-control (entspricht der Bundesnetzagentur) selber ein objektives Vergleichsportal, wo keine kommerziellen Interessen dahinter stehen. Und auch von dort kann man den Wechsel gleich starten.
Ich habe noch nie verstanden, warum man Check24 nutzt. Grottenschlechte Werbung und dadurch absolut nerviges Image. Ich würde niemals Check24 nutzen.
z.b. bei Mietwagen gibt es selten etwas günstigeres, als über Check24. Und dies oft mit extrem großem Abstand.
Das ist doch seit langem bekannt. Es wäre naiv zu vermuten dass Preisvorteile aus altruistischen Gründen arbeiten. Wer seine Artikel verglichen bekommen will muss auch blechen. Deshalb fehlen ja auch viele Anbieter gleicher Artikel auf den Portalen