LiDAR bringt Vorteile in engen Gärten
Navimow i208 LiDAR im Test: Für Impulskäufer bestens geeignet
Mit dem Navimow i105E hatte Segway im vergangenen Jahr einen der populärtsen drahtlosen Mähroboter im mittleren Preissegment im Programm. Das Modell überzeugte vor allem durch die einfache Einrichtung ohne Begrenzungskabel, den leisen Betrieb und ein im Vergleich zur Konkurrenz attraktives Preisniveau.
Verzichtet auf eine externe Antenne: Der neue Segway Navimow i208 LiDAR
Gleichzeitig zeigte sich im Alltag aber auch, dass klassische RTK-Systeme weiterhin empfindlich auf Abschattungen durch Bäume, Gebäude oder enge Grundstücke reagieren können.
Der neue Segway Navimow i208 LiDAR soll genau diese Schwächen reduzieren. Statt primär auf satellitengestützte RTK-Navigation zu setzen, kombiniert das Gerät LiDAR-Sensorik mit Kameratechnik und visueller Orientierung. Dadurch arbeitet der Mähroboter deutlich unabhängiger von GPS-Signalen. Aktuell wird der Navimow i208 LiDAR inklusive Garage bei Amazon für 999 Euro angeboten. Wir haben den Gartenhelfer ausprobiert.
Einrichtung ohne großen Aufwand
Nach dem Auspacken fällt zunächst die vergleichsweise unkomplizierte Inbetriebnahme auf. Während ältere RTK-Mäher oft zusätzliche Antennen, freie Sichtlinien oder aufwendige Nachkorrekturen erforderten, beschränkt sich die Einrichtung beim i208 weitgehend auf das Aufstellen der Ladestation und die Kartierung der Fläche.
Stabile Basisstation mit großer Ladelanze, die treffsicher angefahren wird.
Besonders praktisch wirkt dabei die automatische Kartierung. Der Mähroboter erkundet den Garten selbstständig und erstellt daraus eine digitale Karte in der App. Sperrzonen, mehrere Mähbereiche und Verbindungswege zwischen einzelnen Flächen lassen sich anschließend direkt am Smartphone anpassen. Kleine Änderungen an den Rasenkanten erfordern keine komplette Neukartierung.
Neben dem Netzteil befinden sich Bodenanker und Ersatzkingen im Lieferumfang
LiDAR bringt Vorteile in engen Gärten
Die Navigation gehört zu den größten Stärken des Systems. Statt zufälliger Fahrmuster arbeitet der Navimow i208 in sauberen, geraden Bahnen. Das sorgt für ein gleichmäßiges Schnittbild mit sichtbaren Streifen im Rasen. Die Bahnen überlappen bewusst relativ stark, damit möglichst keine ungemähten Stellen entstehen.
Die Navigation ist auf dem Niveau moderner Saugroboter, die Kamera dient der Hinderniserkennung
Im Vergleich zu klassischen RTK-Systemen arbeitet die LiDAR-Navigation sichtbar stabiler in engen oder verwinkelten Bereichen. Selbst schmale Passagen zwischen Gebäuden oder Gartenmöbeln funktionierten im Test zuverlässig. Gerade dort hatten frühere RTK-Modelle häufiger Probleme mit Positionsverlusten oder Orientierungsfehlern.
Auch bei wechselnden Lichtverhältnissen blieb die Orientierung stabil. Der Mäher fährt Hindernisse kontrolliert und eher vorsichtig anstatt abrupt dagegen zu stoßen. Bäume, Pflanzkübel, Gartenmöbel oder Trampolinbeine wurden zuverlässig erkannt und umfahren.
Fährt entspannt und fast geräuschlos durch den Garten
Kleine Hindernisse und Kantenbearbeitung
Sehr kleine Gegenstände wie Spielzeug oder dünne Äste können weiterhin problematisch bleiben. Vor dem Weg in den Urlaub empfiehlt sich daher weiterhin ein kurzer Kontrollgang durch den Garten.
Die Kantenbearbeitung gelingt insgesamt besser als bei älteren Modellen. Besonders bei ebenerdigen Übergängen mäht der Roboter vergleichsweise dicht am Rand.
Die Schnitthöhe ist elektrisch verstellbar und verzichtet auf ein manuelles Drehrad
Komplett ohne Nacharbeit funktioniert das System allerdings nicht. Bei erhöhten Rasenkanten bleiben weiterhin schmale Reststreifen stehen, die gelegentlich mit dem Kantenschneider bearbeitet werden müssen.
Leiser Betrieb im Alltag
Mit einem Geräuschpegel von 59 dB(A) gehört der Navimow i208 zu den angenehm leisen Vertretern seiner Klasse. Im Alltag fällt der Mäher akustisch kaum auf. Selbst frühe oder späte Mähzeiten wirken wenig störend. Ist das Gras bereits etwas länger geworden, dann hört man vor allem den direkten Schnitt der sechs Klingen und nicht den Antrieb oder die Fahrgeräusche.
Wer genau zuhört, hört fast nur die Klingen schneiden
Im praktischen Einsatz arbeitet der Navimow i208 weitgehend wartungsarm. Nach dem automatischen Laden setzt der Mäher seine Arbeit zuverlässig an der richtigen Stelle fort. Dank IP66-Zertifizierung lässt sich die Unterseite mit dem Gartenschlauch reinigen.
App konzentriert sich auf das Wesentliche
Die Navimow-App wirkt insgesamt übersichtlich und konzentriert sich auf die wichtigsten Funktionen. Zeitpläne, Mährichtung, Sperrzonen oder Zonenverwaltung lassen sich schnell anpassen. Positiv fällt auf, dass die Software nicht mit unnötigen Zusatzfunktionen überladen wirkt.
Schnelle Ersteinrichtung, günstige 4G-Verbindung mit an Bord
Gleichzeitig könnte die Automatisierung noch flexibler ausfallen. Wetterabhängige Zeitpläne oder detailliertere zonenspezifische Einstellungen fehlen bislang. Die Wettersteuerung basiert zudem auf Online-Wetterdaten und nicht auf einem integrierten Regensensor.
Technisch positioniert Segway den i208 sichtbar oberhalb kleinerer Modelle wie dem i108. Der Roboter besitzt größere Räder, einen Heckantrieb und bewältigt laut Hersteller Steigungen von bis zu 45 Prozent.
Nicht die Regel in der Branche: Die App ist deutschsprachig, übersichtlich und logisch gegliedert
Hinzu kommen eine elektrische Schnitthöhenverstellung zwischen zwei und sieben Zentimetern, eine Schnittbreite von 22 Zentimetern sowie eine größere Messerscheibe mit sechs Klingen.
Das Ortungssystem kombiniert EFLS-LiDAR mit Kameratechnik. Für die Hinderniserkennung nutzt Segway zusätzlich das VisionFence-System mit 140-Grad-RGB-Kamera. Laut Hersteller erkennt der Mäher mehr als 200 verschiedene Hindernistypen.
Kennen wir vom vergangenen Jahr: Gute Statusübersicht, einfacher aber funktionaler Mähplan
Zur Ausstattung gehören außerdem ein 2,4-Zoll-Farbdisplay direkt am Gerät, GPS-Ortung, Diebstahlwarnungen, Apples „Wo ist?“-Funktion, ein PIN-Schutz sowie integrierte Mobilfunkanbindung. Die Connect+-Funktion ist im ersten Jahr kostenlos nutzbar und kostet anschließend 29,90 Euro jährlich. Unterstützt werden Bluetooth, WLAN sowie Alexa- und Google-Home-Integration.
Günstiger 4G-Tarif und ab Werk für Apples „Wo ist?“ vorbereitet
Für viele Alltagsgärten eine passende Lösung
Mit dem Wechsel von RTK- zu LiDAR-gestützter Navigation wirkt der Navimow i208 insgesamt ausgereifter und alltagstauglicher als viele frühere drahtlose Mähroboter. Gerade in engen Gärten oder bei schwierigen Sichtverhältnissen spielt das neue System seine Vorteile sichtbar aus.
Neu gepflanzt? Große Tasten helfen bei der schnellen Kartenbearbeitung
Im direkten Vergleich zu aktuellen Modellen wie dem Dreame A1 Pro, dem Eufy E15, dem Ecovacs Goat A1600 RTK oder auch den neuen Mova-Geräten wird deutlich, welchen Ansatz Segway mit dem Navimow i208 verfolgt.
Während viele Konkurrenten versuchen, sich mit immer umfangreicheren KI-Funktionen, besonders aggressiver Hinderniserkennung oder sehr komplexen Kartierungsoptionen voneinander abzugrenzen, konzentriert sich der i208 stärker auf eine möglichst einfache und alltagstaugliche Nutzung.
Viele Funktionen und Einstellungen lassen sich auch direkt auf dem Mäher erreichen
Gerade das dürfte vielen Käufern entgegenkommen. Der Navimow i208 verlangt vergleichsweise wenig Einarbeitung, arbeitet angenehm leise und nimmt Besitzern viele typische Einstiegshürden drahtloser Mähroboter ab. Besonders die LiDAR-Navigation hinterlässt dabei einen stabilen Eindruck.
Für Impulskäufer bestens geeignet
Damit eignet sich der i208 vor allem für Nutzer, die keine Lust auf langwierige Optimierung, permanente Nachkorrekturen oder überladene Apps haben, sondern einfach einen Mähroboter suchen, der nach kurzer Einrichtung zuverlässig seine Arbeit erledigt.
Kleine Schwächen bei sehr niedrigen Hindernissen oder an Rasenkanten bleiben zwar bestehen, im Alltag wirkt das Gesamtpaket aber angenehm ausgereift. Genau dadurch hinterlässt der Navimow i208 am Ende einen der unkompliziertesten Eindrücke unter den aktuell verfügbaren drahtlosen Mährobotern.
Während der Listenpreis von 1.199 Euro doch recht stattlich ausfällt, ist der i208 mit dem laufenden Aktionspreis von 999 Euro fair bepreist und darf an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen werden.












Ich hab einen Husqvarna und bin sehr zufrieden
Das ist schön, doch geht es in diesem Beitrag um einen anderen Mäher
Meiner hat zwei Beine mit Sprachsteuerung. Kanten werden immer tipptopp!
Bei mir aktuell 999€, die 899€ Angebotsphase ist leider schon vorbei wie es scheint.
Lohnt sich tatsächlich eine Anschaffung bei den Preisen?
Diese Frage kannst doch nur Du für Dich alleine beantworten.
Für mich lohnt sich ein Mähroboter in keiner Weise.
Die Rasenfläche ist so klein, das das manuelle Mähen hier ca. 10 Minuten in Anspruch nimmt. Alle drei Wochen, oder so.
Also würde ich eher bei einem Preis von 99€ zuschlagen.
Da dieser Preis aber mehr als unrealistisch ist, lohnt sich eine Anschaffung für mich nicht.
Ich habe den 210er seit letzter Woche im Einsatz und bin bisher zufrieden. Die Einrichtung per App funktioniert gut und das Mähergebnis passt auch.
Letzte Woche gab es den 210er
mit Garage für 899€ beim Globus Baumarkt, was den Amazon Preis etwas relativiert.
999€, nicht 899€!
Das alltägliche Navigieren können mittlerweile alle recht gut. Das Problem ist bei allen das Kantenmähen.
Das bekommen sie alle nicht vernünftig hin. Die meisten lassen 30-40cm Abstand von Wänden, wo jeder Saugroboter auf 0,5-1cm ran fährt.
Selbst die besten unter ihnen lassen noch immer 20-30cm stehen – auch die Dinger mit Cut-to-Zero etc. Die „Zero“ oder von Roborock versprochenen 3cm sind schlichtweg gelogen.
Will man vernünftige Rasenkanten haben, muss man also nach wie vor Fette Rasenkantensteine verlegen, die sch… aussehen. Oder man arbeitet manuell nach.
Ich nehme an, du meinst es bleiben 3-4cm stehen ansonsten ist deine Aussage schlichtweg gelogen…
10cm Rasenkante, fällt kaum auf, dann mähen die alten Worx Mäher mit Draht ohne Gras stehen zu lassen. Manche Ecken müssen nachgearbeitet werden, wenn der Draht nicht sauber verlegt ist. Einmal Arbeit, läuft dann aber recht zuverlässig.
Also 30-40cm stimmt faktisch einfach nicht. Besorg Dir mal einen aktuellen Mäher oder schau Dir entsprechende Tests an.
Ich weiß ja nicht, ob iFun dieselbe Bedeutung von „Impulskauf“ wie ich benutzt, aber wer aus einem Impuls heraus mal eben 900 Euro ausgibt, hat offensichtlich ziemlich viel Geld übrig. Wenn ich ein Gerät für 900 Euro kaufe, wälze ich vorher Vergleichstests und Datenblätter und schlafe zweimal drüber… jeder wie er mag.
Gut, dieser Kommentar wurde schon formulier. (das dachte ich mir auch.)
+1 Danke. Das musste ich beim Lesen auch denken. Impulskaufpotential für einen Mähroboter ohne Begrenzungsdraht wären so 3-400€ da würde ich ohne nachzudenken zuschlagen.
Aktuell bei Amazon bereits für 999,00€ erhältlich. Das Angebot für 899,00 € galt wohl nur für eine geringe Stückzahl. 1-2 schätze ich.
Danke Dir, ich habe die Preisangabe im Text entsprechend angepasst, da auch der Preis kurz nach unserer Veröffentlichung entsprechend justiert wurde.
Er ist heute bei uns eingezogen. Er überzeugt uns Neulinge in diesem Bereich.
Gibt’s denn in DACH Servicepartner für das Teil?
What about Igel!
Don’t let it fahr Nachts
Weiß jemand den Stromverbrauch im Ruhezustand? Über 10W?
Danke vorab.
Was ist mit Haustier / Igelerkennung ???
Hat er
Gibt es einen mit Stromkabel Erkennung? Habe sehr häufig Verlängerungskabel auf dem Rasen liegen.
kann man die Änderungen in der Karte nun endlich einfach mit dem Finger machen ohne dazu mit dem Mäher die Änderung abfahren zu müssen?
Ja, das ist möglich.
Aus den Amazon reviews ein kleiner Tipp zum besseren Kantenmähen:
„den Rand kann man noch besser abfahren lassen, indem man EDGE Sense aktiviert, dann fährt er die Linie entlang, welche man zum Kartieren verwendet hat“
Was soll diese schei… Kamera eigentlich dauernd wenn doch schon ein LiDAR-Sensor verbaut wird?
Jede Technologie hat ihre Vor- und Nachteile. Warum also nicht eine Kombination verbauen. Machen die meisten Autohersteller auch.
Weil die Kamera nur die Datensammelwut der Hersteller gewährleistet, aber als absolut notwendiges Feature verkauft wird – was Blödsinn ist, wie einige andere Modelle beweisen!