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Apple verbessert "Tracking Prevention"

Privatsphäre: Safari wird künftig intelligenter vor Tracking schützen

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Apple hat die im vergangenen Jahr eingeführte Safari-Funktion Intelligent Tracking Prevention für macOS Mojave überarbeitet. Safari-Nutzern sollen bestmöglichen Schutz der Privatsphäre genießen, ohne dabei unnötige Funktionseinschränkungen hinnehmen müssen.

Konkret wird mit macOS Mojave die seither gültige 24-Stunden-Frist für Cookies abgeschafft. Als Cookies werden kleine Informationspakete bezeichnet, die Webseiten hinterlegen, damit ihr bei einem erneuten Besuch beispielsweise bereits angemeldet seid oder auf vergangene Interaktionen zurückblicken könnt.

Bislang hat Apple diese Cookies direkt beim Erstellen geteilt und dafür gesorgt, dass der Zugriff auf die so gespeicherten Informationen nach 24 Stunden stark eingeschränkt wird. Konkret hat danach nur noch die ursprüngliche Seite Zugriff auf das hinterlegte Anmeldeprofil, nicht aber eine sogenannte „Drittseite“, die etwa damit verbundene Inhalte anzeigt.

Safari Intelligent Tracking Prevention Macos Mojave

Künftig weist Safari mit einer eindeutigen Meldung darauf hin, wenn eine Webseite auf die Informationen in Cookies zugreifen will, die von einer anderen Webseite angelegt wurden. Dies kann zwar vom Nutzer durchaus gewünscht sein, beispielsweise bei der Wiedergabe von eingebundenen Medieninhalten wie YouTube-Videos oder auch diverse Like-Butons. Apple will jedoch sicher stellen, dass sich der Anwender auch darüber im klaren ist und zugleich gegen Missbrauch oder nicht erwünschte Fremdnutzung der Cookie-Daten vorgehen. Der Vorgang muss daher in Zukunft explizit bestätigt werden.

Zugleich ist Apple darauf bedacht, den Komfort beim Surfen mit Safari durch diese Maßnahme nicht unnötig einzuschränken. Eine intelligente Datenbank kümmert sich im Hintergrund um die Verwaltung der Cookie-Daten und stellt sicher, dass regelmäßig genutzte Angebote in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Sofern ihr eure initiale Einwilligung für den Zugriff einer Drittseite auf die Cookie-Daten eines Webangebots gegeben habt, wird diese für 30 Tage aufrecht erhalten. Sobald ihr das Angebot in diesem Zeitraum erneut nutzt, verlängert sich die Ablauffrist wieder auf die vollen 30 Tage, Apple klammert zudem Tage, an denen Safari nicht genutzt wird, komplett aus. Wenn ihr also vier Wochen im Urlaub wart, seht ihr euch beim ersten Web-Besuch danach dennoch nicht mit einem Hinweis-Bombardement konfrontiert, sondern könnt weiter surfen wie gewohnt.

Mittwoch, 06. Jun 2018, 10:56 Uhr — Chris
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  • Wow. Sehr gut. Da werden Datenkraken wie Facebook ganz schön kotzen.

    • Nein. Es gibt heute andere, bessere Möglichkeiten jemanden zu tracken. Da sind Cookies Stiefkinder bzw. der einfachste und direkteste Weg. Aber wenn das nicht mehr geht, stehen über abrufbare Systeminfos etc. Fingerabdrücke zur Verfügung, die du nicht einfach löschen kannst. Darüber spricht nur niemand gross.

      • Ja, auch Fingerabdrücke werde wohl ebenfalls stark eingeschränkt. Ich bin gespannt.

      • Ja, Fingerprinting soll eben auch eingeschränkt werden.

      • Vlt erstmal die Keynote, eine WWDC Präsentation oder den Artikel lesen dann hättest du gemerkt das auch fingerprinting ein großes Thema war und dieses ebenfalls extrem eingeschränkt wird

  • Finde ich gut. Und wenn ich mich recht erinnere, gab es solche Cookie Warnmöglichkeiten bereits vor diverse Jahren bei den üblichen Browsern als interne Funktion. Wurde aber warum auch immer wieder rausgenommen.

    Schade, dass unsere EU DSGVO Experten es nicht auf die Reihe bekommen haben, den Ansatz „der Browser muss Datenschutzfunktionen übernehmen“ zu verfolgen.

  • Guter Schritt von Apple, aber eigentlich wäre hier der Gesetzgeber gefordert.
    Die Nutzung von Cookies müsste viel stärker gesetzlich eingeschränkt werden.
    Man stelle sich vor, jeder Versicherungsvertreter etc. Den man zuhause empfängt würde dort eine Kamera installieren, um zu sehen welche anderen Versicherungsvertreter einen noch besuchen.
    Ich betrachte viele Cookies als unberechtigte Nutzung meiner persönlichen Hardware und Eingriff in meine Privatsphäre.
    Dass ich mich hiergegen nur – wenn überhaupt – sehr umständlich schützen kann ist ein Unding.

    • Es gibt eine Funktion (zumindest bei Firefox, Safari weiß ich momentan nicht), um alle Cookies immer zu blockieren.

      • Eine komplette Blockierung macht wiederum aber auch keinen Sinn! Das sollte schon intellligent funktionieren da sonst online Shopping ohne nutzerprofil und andere Dinge nicht mehr möglich sind da in Cookies auch solche Dinge gespeichert werden

  • Also will Apple die eigenen Nutzer künftig alleine Tracken.

    • Woher nimmst du diese Information? Das ist einfach nur falsch! Diese automatiken laufen direkt auf dem Gerät und werden ebenfalls nicht zu apple übertragen! Ich glaube man sollte endlich eingestehen das Apple kein Interesse an nutzerdaten hat! Apple verdient genug mit der Hardware und Serviceleistungen da müssen sie nicht auf dieses mittlerweile sehr schmutzige Geschäft mit Werbung etc ausweichen

  • Dadurch wandelt sich Apple immer mehr. Irgendwie ungewohnt, dass Apple dem User nicht mehr die Entscheidung abnehmen will.

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