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Mit Touchbedienung und Noise Cancelling

Parrot Zik Kopfhörer im Test

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Der Kopfhörer Parrot Zik sieht nicht nur ziemlich extravagant aus, sondern hebt sich auch mit Blick auf die technische Ausstattung deutlich von der Konkurrenz ab. Über Noise Cancelling hinaus bietet der Hörer nette Features wie Touchbedienung, Freisprechfunktion und ein automatisches Stoppen der Wiedergabe sobald man ihn abnimmt. Hier ein persönlicher Erfahrungsbericht.

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Ein Urteil über die Qualität von Kopfhörern wird immer subjektiv sein, zu viele Faktoren spielen hier mit hinein und somit fällt auch beim Zik die erste Daumen-hoch-Daumen-runter-Entscheidung schon vor dem Tragen mit dem Blick auf das Design des Hörers. Philippe Starck arbeitet schon seit geraumer Zeit mit Parrot zusammen und zeichnet unter anderem für die Optik der Lautsprechertürme Zikmu verantwortlich. Dem Zik verleiht der Stardesigner insbesondere durch die charakteristischen matten Metallbügel schlichte Eleganz. Die verwendeten Materialien zusammen mit der verbauten Technik machen den Hörer mit 325 Gramm verhältnismäßig schwer (der Konkurrent QuietComfort von Bose wiegt lediglich 207 Gramm. Dank bequemer Polsterung und großer Ohrmuscheln lässt sich der Zik dennoch problemlos auch längere Zeit tragen.

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Bequemlichkeit dürfte neben gutem Klang auch eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von Kopfhörern mit automatischer Geräuschunterdrückung sein, findet diese Geräteklasse ja vor allem auch als Reisekopfhörer regelmäßig Verwendung. Die Akkulaufzeit des Zik wird vom Hersteller wenn alle Funktionen aktiviert sind mit 6 Stunden angegeben, ein Wert, den ich beim Einsatz auch stets erreicht habe. Wer beispielsweise auf die Bluetooth-Verbindung verzichtet und lediglich Noise Cancelling nutzt, soll laut Hersteller bis zu 18 Stunden mit einer Akkuladung auskommen. Optional lassen sich aber auch zusätzliche Akkus erwerben und problemlos unterwegs austauschen.

Die Geräuschunterdrückung des Zik scheint gut austariert und macht das Reisen per Flugzeug oder mit der Bahn deutlich angenehmer. Gleichmäßige und monotone Geräusche werden stark reduziert, man kann aber angesprochen werden und auch eine kurze Unterhaltung führen, ohne den Hörer unbedingt abnehmen zu müssen. Auch bei längerem Tragen verursacht die Geräuschunterdrückung kein unangenehmes Gefühl.
Setzt man den Hörer mit aktiviertem Noise Cancelling bei absoluter Stille auf, so vernimmt man ein deutliches Rauschen, das jedoch schon bei minimalen Umgebungsgeräuschen nicht mehr wahrnehmbar und zudem technisch bedingt bei allen Noise-Cancelling-Hörern vorhanden ist. Probleme mit Interferenzen von Mobilfunk- oder anderen Elektrogeräten hatten wir während der Nutzung zu keiner Zeit. Für die Berechnung der Geräuschunterdrückung zeichnet der Zik die Umgebungsgeräusche mit jeweils vier Mikrofone pro Ohrmuschel auf.

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Neben dem Tragekomfort lässt sich auch der Klang eines Kopfhörers eigentlich nur subjektiv bewerten. Bestes Beispiel für die verschiedenen Qualitätsansprüche sind die derzeit modernen basslastigen Hörer von Monster und Co. Der Zik fährt hier die klassische Schiene mit einem ausgewogenen und warmen Klanbild. Der Hörer klingt sowohl über Bluetooth als auch bei Kabelverbindung ausgezeichnet, mit der Parrot-App hat man zudem die Möglichkeit, eigene Equalizereinstellungen zu setzen sowie dem Gehörten mit dem „Parrot Concert Hall“- Effekt einen „Live-Sound“ aufzudrücken. Letzteres funktioniert zwar ganz gut, ich halte das aber für unnötige Spielerei.

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Ansonsten ist die Parrot-App allerdings durchaus brauchbar, lassen sich darüber doch Einstellungen wie die automatische Abschaltzeit konfigurieren, der Batteriezustand abfragen und auch die Geräuschunterdrücken aktivieren oder deaktivieren.

Eine ausgesprochen praktische Funktion ist das automatische Pausieren der Wiedergabe, sobald man den Hörer abnimmt. Parrot nennt diese Funktion „Motion Detector“ und das Ganze funktioniert hervorragend. Sobald man den Hörer vom Kopf nimmt, wird die Musikwiedergabe pausiert um fortgesetzt zu werden, wenn man den Hörer wieder aufgesetzt hat.

Auch die Bedienung über das Touchpanel auf der rechten Hörmuschel funktioniert zuverlässig und problemlos. Durch Fingerstriche in vertikaler Richtung stellt man lauter oder leiser, in horizontaler Richtung springt man Titel vor oder zurück. Allerdings wäre es sinn voll, die Touchfunktion über die App deaktivieren zu können. Nutzt man den Zik nämlich im Bett oder fällt der Kopf beim Dösen seitlich auf die Schulter, dann registriert die Elektronik meist einen „Fingertipp“ und pausiert die Wiedergabe.

Der Parrot Zik hat auch eine Freisprecheinrichtung integriert und erlaubt somit Telefonate über ein per Bluetooth verbundenes Mobiltelefon. Die Gesprächsqualität war bei unseren Tests mit einem iPhone 5 ausgesprochen gut, allerdings muss ich anmerken, dass ich das Telefonieren über geschlossene Kopfhörer grundsätzlich unangenehm finde. Man hat keine Kontrolle über die Lautstärke der eigenen Stimme und kann sich hier im Zugabteil schon mal Feinde machen. Somit fiel diese Funktion bis auf unsere expliziten Tests bei der Langzeitnutzung unter den Tisch.


(Direktlink zum Video)

Direkt bei Parrot lässt sich der Zik für 349 Euro bestellen, über Amazon kommt man mit rund 300 Euro schon etwas günstiger an den Kopfhörer. Auf den ersten Blick ein vielleicht hoher Preis, wer sich aber schon mit vergleichbaren Hörern befasst hat weiß, dass der Betrag in dieser Kategorie noch völlig im Rahmen liegt. Der Zik sticht hier zudem mit besagten Zusatzfunktionen wie dem automatischen Wiedergabestopp oder auch der Einstellungs-App hervor. Darüber hinaus macht der auch optisch einiges mehr her als die teils etwas altbackene Konkurrenz.

Im Lieferumfang des Hörers ist ein Micro-USB-Kabel zum Aufladen, ein 3,5mm-Klinke-Kabel sowie ein Stoffsäckchen enthalten. Die Kabel sind ausgesprochen hochwertig und kommen in attraktiver Leinen-Optik, die Schutztasche enttäuscht dagegen etwas. Das Stoffsäckchen erfüllt seinen Zweck, wenn man den Anspruch hat, alle Teile beisammen zu halten, mehr aber auch nicht. Wer vernünftigen Schutz auch unterwegs für den Kopfhörer sucht, muss für eine separat erhältliche Aufbewahrungstasche 40 zusätzliche Euro hinlegen.

Offizielles Produktvideo:


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02. Sep 2013 um 19:16 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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