Einschränkungen bei anspruchsvollen Anwendungen
Parallels Desktop mit MacBook Neo kompatibel
Nachdem Parallels zunächst vor möglichen Einschränkungen im Zusammenspiel mit dem MacBook Neo gewarnt hatte, gibt das Unternehmen nun Entwarnung. Das neueste Apple-Notebook und der darin verbaute Prozessor vom Typ A18 Pro werden von der Virtualisierungslösung offiziell unterstützt. Parallels hat die Ergebnisse seiner zu Kompatibilität und Leistung durchgeführten Testreihen in einem Supportartikel zusammengefasst.
Parallels Desktop lässt sich auf dem MacBook Neo ausführen, obwohl Apple hier keinen Desktop-Prozessor der M-Serie verwendet. Die Installation von Windows ist mithilfe einer für diesen Prozessortyp angepassten Arm-Version von Windows 11 in einer virtuellen Umgebung möglich. Auf diese Weise lassen sich die meisten klassischen Windows-Programme betreiben, obwohl sie ursprünglich meist für x86-Prozessoren entwickelt wurden.
Für alltägliche Aufgaben wie Büroarbeit, E-Mail, Kalender oder browserbasierte Anwendungen ist die Kombination aus MacBook Neo und Parallels Desktop den Parallels-Entwicklern zufolge gut geeignet. Auch einfache Entwicklungs- oder Testumgebungen sowie gängige Unternehmenssoftware könnten problemlos genutzt werden.
Einschränkungen bei anspruchsvollen Anwendungen
Bei anspruchsvolleren Anwendungen zeigen sich laut den Testergebnissen jedoch Einschränkungen. Programme aus den Bereichen CAD und 3D-Rendering oder grafikintensive Windows-Software würde man für diese Konfiguration nicht empfehlen. Auch Anwendungen, die stark auf mehrere Prozessorkerne setzen, laufen deutlich langsamer.
Das sollte nicht überraschen. So ist das MacBook Neo mit seinen sechs Prozessorkernen und acht Gigabyte gemeinsam genutztem Arbeitsspeicher für solche Anwendungen nicht gerade üppig ausgestattet. Zudem arbeitet das Gerät ohne aktive Kühlung. Bei länger anhaltender hoher Belastung kann der Prozessor seine Taktfrequenz reduzieren, um die Temperaturgrenzen einzuhalten.
Vergleich mit einem Windows-Notebook
Parallels hat das MacBook Neo im Rahmen seiner Tests mit einem Windows-Notebook von Dell verglichen, das einen Intel-Core-Ultra-Prozessor und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher nutzt. Die Einzelkernleistung von Windows lag dabei auf dem MacBook Neo rund 20 Prozent höher als auf dem Vergleichsgerät.
Bei typischen Büroanwendungen liege die Gesamtleistung jedoch rund 20 Prozent unter der eines Dell-Notebooks, auf dem Windows nativ läuft. In der Praxis bleibe das System dennoch reaktionsfähig. Deutlicher fallen die Unterschiede bei parallelen Rechenaufgaben und Grafiktests aus. Die Mehrkernleistung lag laut den Messungen rund 40 Prozent unter der des Vergleichssystems, die Grafikleistung etwa 50 Prozent.
Arbeitsspeicher als entscheidender Faktor
Parallels empfiehlt für den Betrieb von macOS und Windows gleichzeitig mindestens acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Diese Ausstattung stelle jedoch die untere Grenze dar. Für flüssigeres Arbeiten seien 16 Gigabyte oder mehr sinnvoll.
Wer regelmäßig anspruchsvolle Windows-Programme nutzt, sollte daher eher zu leistungsstärkeren Mac-Modellen greifen. Parallels empfiehlt Geräte mit mindestens 16 Gigabyte gemeinsam genutztem Arbeitsspeicher.


> “ speziell angepassten Arm-Version von Windows 11 “
Speziell? Das ist das ganz normale Windows 11 for ARM64
Dann sag ich mal „für diesen Prozessortyp“, ist halt nicht die normale Windows-Version
hmm na ja … wir sagen ja auch nicht bei macOS ein speziell für ARM angepasstes macOS, obwohl es faktisch so ist – es ist halt für den Prozessortyp – nicht unnormaler als für amd64-Prozessoren. Ähnlich wie macOS (Rosetta 2) kann Windows for ARM64 auch amd64 code ausführen
Das war halt bei der ARM-Version von Windows schon ein wenig spezieller. Die gab es als Apple seine ersten Prozessoren auf den Markt gebracht hat noch gar nicht für Endkunden. Aber wie auch immer, soll jeder sehen wie er will.
Ja, ist doch korrekt. Das ist eine speziell für ARM angepasste Windows Version.
Auf meinem gelben Neo (8/512) läuft WIN11 Pro ARM unter Parallels einwandfrei und ohne Abstriche.
Auf meinem blauen Neo ruckelt es etwas ;-) Sorry, musste sein .. nicht ernst gemeint ;-)
Auch im Dunkeln? ;-)
Toll, hätte ich nicht so erwartet, dass auch der iPhone-Prozessor die für eine Virtualisierung notwendigen Prozessor-Funktionen mitbringt. Klar, dass man damit keine Highend-Windows-Programme ausführen kann. Aber für die 5-Euro-Aldi-Steuer-Software (die ich heute unter Parallels auf meinem M4 Air nutze) und ähnliche Programme sollte dann das Neo auch ausreichen. Auch lasse ich die Intel-Version von Microsoft Access laufen, das geht echt smooth (wobei ich der VM 6GB RAM gönne), so dass ich davon ausgehen würde, dass das auch auf dem neo noch ordentlich läuft.
Also das Neo ist sicher nix für Hardcore-Virtualisierer, dafür reicht schon das RAM nicht. Aber erstaunlich, dass es dennoch einigermaßen gut läuft.