Safari als letzter Außenseiter?
Opera One folgt Chrome und Firefox mit vertikalen Tabs
Opera erweitert seinen Desktop-Browser Opera One um eine optionale vertikale Tableiste. Statt geöffnete Webseiten am oberen Fensterrand nebeneinander anzuzeigen, lassen sich die Tabs jetzt in einer größenverstellbaren Seitenleiste links im Browser unterbringen.
Die Neuerung richtet sich an Nutzer, die die klassische Tableiste unübersichtlich finden. In der horizontalen Leiste werden die einzelnen Tabs mit zunehmender Anzahl immer schmaler, bis lediglich die Symbole der Webseiten sichtbar bleiben. In der seitlichen Ansicht können dagegen weiterhin die vollständigen Seitentitel angezeigt werden.
Seitliche Leiste lässt sich einklappen
Die neue Ansicht kann per Rechtsklick auf einen Tab, über die Schnelleinstellungen oder in den Browser-Einstellungen aktiviert werden. Wer mehr Platz für die Webseite benötigt, kann die Seitenleiste auf eine schmale Symbolansicht reduzieren oder vollständig einklappen.
Angeheftete Webseiten erscheinen als kleines Raster am oberen Rand. Auch Operas sogenannte „Tab Islands“ bleiben erhalten. Dabei gruppiert der Browser zusammengehörige Tabs automatisch oder auf Wunsch manuell in ein- und ausklappbaren Bereichen. Beim Wechsel zwischen horizontaler und vertikaler Ansicht gehen diese Gruppen nicht verloren.
Opera kommt mit der Funktion vergleichsweise spät. Microsoft Edge unterstützt vertikale Tabs bereits seit 2021, Firefox führte sie 2025 ein und auch Chrome verteilt inzwischen einen entsprechenden Modus. Die Firefox-Roadmap haben wir zuletzt im Juni vorgestellt.
Safari bietet nur eine ähnliche Seitenleiste
Safari bleibt damit der einzige große Desktop-Browser ohne eine echte vertikale Tableiste. Apples Browser zeigt geöffnete Webseiten zwar innerhalb der Seitenleiste und in Tabgruppen untereinander an. Die klassische Tableiste am oberen Fensterrand bleibt dabei jedoch weiterhin bestehen.
Gerade auf breiten Mac-Displays kann die seitliche Anordnung praktisch sein. Viele Webseiten nutzen die verfügbare Breite ohnehin nicht vollständig, während jeder zusätzliche Pixel in der Höhe mehr sichtbaren Inhalt ermöglicht. Safari-Nutzer sind für eine weitergehende Verwaltung bislang auf Tabgruppen oder Erweiterungen wie das von uns vorgestellte Tabstract angewiesen.
Google Lens verarbeitet auch lokale Bilder
Zusätzlich erweitert Opera die Integration von Google Lens. Die Bildersuche lässt sich jetzt direkt über das Suchfeld der Startseite öffnen. Nutzer können Bilder hochladen, per Drag-and-drop ablegen, aus der Zwischenablage einfügen oder über eine Webadresse auswählen.
Die vertikalen Tabs und die erweiterte Bildersuche sind ab sofort in der aktuellen Version von Opera One für macOS, Windows und Linux verfügbar. Das Update beziehungsweise der Browser lässt sich über die Webseite des Herstellers laden.


Manche Dinge kann man einfach nicht weiter optimieren :D In wie fern soll das besser sein, wenn die Tabs so viel Platz an der Seite belegen?
Webseiten scrollt man meistens vertikal deswegen sind Tabs seitlich viel besser, weil sie da nicht stören. Außerdem wenn man viele Tabs hat sind es am Ende nicht nur eine unklare Reihe von kleinen Icons, und man kann tatsächlich etwas lesen. Aber ich verstehe dass es für viele schwer ist sich von etwas was sie schon immer gleich machen umzustellen…
Ich verwende es bei Brave schon seit langem, finde aber die Tabgruppen von Safari so viel praktischer. Da hab ich dann so um die 10 Tabs drin, die locker noch lesbar sind.
Mir fehlt eine vernünftige Gruppierungsmöglichkeit bei Brave oder DDG.
Opera hab ich sehr lange unter Windows benutzt. Von V1.x bis V4. Aber von der ursprünglich schlanken und genialen Bedienung ist leider kaum was übrig geblieben. Gibt’s die Mausgesten noch? Die hab ich intensiv genützt. Rechte-LinKe Taste für Back (oder alternativ Rechts mit einer kurzen Bewegung nach links) war genial.
Ich verstehe nicht warum man so viele Tabs gleichzeitig offen haben muss. Mehr als drei oder vier sind bei mir nie geöffnet. Aber da bin ich wohl ein Exot.
Ganz ehrlich, die beste Lösung hat bisher immer noch *Arc* -> Würde mich echt Freuen, wenn die anderen das auch übernehmen könnten.
Wie macht es Arc denn?
Nach zeitlichen Ablauf automatisch in ein Archiv verschieben und dort 4 Wochen später komplett schließen. so läufts bzw. lief es unter iOS.
Wie heißt dieser genau?
Bin nachdem Ark eingestellt wurde zu Vivaldi. Nicht optimal. Aber bestes Gesamtpaket aktuell.
Vivaldi ist der eigentliche Opera Ersatz nachdem Opera sich ja von ihrem ursprünglichen Konzept weit entfernt haben.
Für Leute die eben bei ARK waren bzw. es daran erinnert und die wie die meisten User von ARK eher Poweruser sind, kann ich sehr empfehlen sich den Zen Browser anzuschauen. Basierend auf Firefox und mit sehr guter, stetiger Weiterentwicklung. Man merkt sehr, dass dort Entwickler arbeiten, die das tatsächlich benutzen.