Nachfüllpatronen und Rollenpapier
Openprinter: Reparierbarer Tintenstrahldrucker vor dem Start
Das Openprinter-Projekt nähert sich seinem offiziellen Start. Die Entwickler haben ein neues Video veröffentlicht und zugleich über den aktuellen Stand informiert. Demnach laufen derzeit letzte Tests mit Beta-Nutzern, während zugleich die Vorbereitungen für die Produktion abgeschlossen werden. Anschließend soll der Open-Source-Drucker im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne angeboten werden.
Hinter Openprinter steht der Versuch, einen Tintenstrahldrucker möglichst offen und reparierbar aufzubauen. Statt auf proprietäre Komponenten und eine enge Bindung an einen Hersteller setzt das Projekt auf Standardbauteile, eine modulare Konstruktion und frei zugängliche Software. Konstruktionsdaten, Elektronik, Firmware und Stücklisten sollen unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht werden.
Nachfüllbare Patronen ohne Anbieterbindung
Auch bei den Verbrauchsmaterialien wollen die Entwickler die Abhängigkeit von bestimmten Anbietern möglichst gering halten. Openprinter verwendet in Europa Druckköpfe beziehungsweise Patronen vom Typ HP 302. Wahlweise lässt sich nur eine Schwarz- oder Farbpatrone einsetzen, alternativ können beide Patronen gleichzeitig verwendet werden. Die Patronen lassen sich mit Tinte nachfüllen. Eine technische Sperre, die den Einsatz von Tinte bestimmter Anbieter erzwingt, soll es nicht geben.
In Schwarzweiß soll Openprinter mit einer Auflösung von bis zu 600 dpi drucken, beim Farbdruck sind bis zu 1.200 dpi vorgesehen.
A3 und Endlospapier werden unterstützt
Ungewöhnlich flexibel zeigt sich das Konzept bei den verwendbaren Papierformaten. Neben einzelnen Blättern bis zum Format A3 kann der Drucker Rollen mit einer Breite von 297 Millimetern verarbeiten. So lassen sich beispielsweise auch längere Banner oder Papierstreifen am Stück bedrucken. Eine integrierte Schneidevorrichtung trennt das Papier anschließend ab.
Das Gehäuse des Druckers misst 50 x 10 x 11 Zentimeter und das Gerät soll wahlweise auf einem Schreibtisch aufgestellt oder an einer Wand montiert werden können.
Raspberry Pi übernimmt die Steuerung
Als zentrale Recheneinheit dient ein Raspberry Pi Zero W, ergänzt um eine separate Steuerung für die Druckpatronen. Bedient wird das Gerät über ein kleines Farbdisplay und ein Drehrad.
Die Verbindung zu Computern und Mobilgeräten ist über USB, WLAN und Bluetooth vorgesehen. Zusätzlich gibt es einen USB-Anschluss für Speichermedien. Für die eigentliche Druckerverwaltung greift das Projekt auf den quelloffenen Druckserver CUPS zurück. Dadurch soll Openprinter mit macOS, Windows und Linux sowie dem iPhone und Android-Geräten zusammenarbeiten, ohne dass dafür proprietäre Druckertreiber benötigt werden.
Wann die Crowdfunding-Kampagne konkret startet und zu welchem Preis der Openprinter angeboten wird, ist bislang nicht bekannt.


Ich will das so sehr! Bisher hat mich jeder Drucker in den Wahnsinn getrieben!
Sehr be(ein)druckend!
„Wann die Crowdfunding-Kampagne konkret startet und zu welchem Preis der Openprinter angeboten wird, ist bislang nicht bekannt.“
Ich gehe leider davon aus, dass das Ding unfassbar teuer werden wird und somit ein Rohrkrepierer.
Das ist wie dem Pulli -fairtrade, nachhaltig und bio für 199€.
Das ist keine Kunst. Eine echte echte Neuheit wäre es, wenn es 99€ kosten würde.