MacBook-Notch wird zur Schaltzentrale
Notchly: Neue Dynamic-Island-App für MacBooks
Mit Notchly gibt es eine neue Mac-App, die den Displayausschnitt aktueller MacBooks sinnvoller nutzen will. Die Anwendung verwandelt die Notch in eine Art „Dynamic Island“ für macOS und zeigt dort kompakte Bedienelemente und Statusinformationen an.
Ganz neu ist die Idee nicht. Wir hatten in der Vergangenheit bereits ähnliche Lösungen wie NotchNook, Boring Notch oder Atoll vorgestellt. Notchly setzt nun ebenfalls auf diesen Ansatz, wirkt aber bewusst schlank gehalten und konzentriert sich vor allem auf Musiksteuerung, kleine Systemanzeigen und Gesten.
Laut Entwickler kann Notchly unter anderem laufende Musik anzeigen, Wiedergabe, Lautstärke und Titelwechsel steuern, Akkuzustände darstellen und mit kurzen Animationen auf Fokus- oder Statusänderungen reagieren. Auch ein Player für den Sperrbildschirm und Unterstützung für mehrere Bildschirme sind vorgesehen.
Open Source und kostenlos
Die App wird völlig kostenlos angeboten und der Quellcode steht auf GitHub bereit. Das Projekt ist unter MIT-Lizenz veröffentlicht und wurde als native SwiftUI-App entwickelt. Vorausgesetzt wird macOS 15.6 oder neuer.
Die Installation erfolgt klassisch über ein DMG-Paket. Nach dem Download wird Notchly in den Programme-Ordner gezogen und anschließend wie gewohnt gestartet. Je nach Sicherheitseinstellungen kann macOS beim ersten Öffnen noch einmal nachfragen, ob die App wirklich gestartet werden soll.
Für die Steuerung von Spotify oder Apple Music kann zudem eine zusätzliche Freigabe nötig sein. Notchly muss diesen Apps Befehle schicken dürfen, etwa um die Wiedergabe zu pausieren, zum nächsten Titel zu springen oder Informationen zum aktuell laufenden Song auszulesen. macOS fragt solche Zugriffe gesondert ab, die Berechtigungen lassen sich später in den Systemeinstellungen unter Datenschutz und Sicherheit wieder ändern.
Notchly ist damit vor allem ein Tipp für alle, die sich an der MacBook-Notch nicht stören, ihr aber gern eine Aufgabe geben würden – ähnlich wie es Apple auf dem iPhone tat. Wer bereits Boring Notch oder Atoll nutzt, muss nicht zwingend wechseln. Wer eine kostenlose, offene und eher reduzierte Lösung sucht, kann Notchly aber problemlos ausprobieren.


Bin zufrieden mit Boring Notch. Aber vielleicht probiere ich das gelegentlich mal aus. Grundsätzliche finde ich nämlich die Idee, der Notch eine Funktion zu geben, echt super.
Wer früher Quake gespielt hat und hin und wieder ne Console nutzt, für den ist QuakeNotch vielleicht interessant. https://quakenotch.com/