ifun.de — Apple News seit 2001. 38 162 Artikel

Apple muss russische Apps anbieten

Njetflix: Streaming-Dienst ignoriert russische Auflagen

Artikel auf Mastodon teilen.
35 Kommentare 35

Der Video-Streaming-Dienst Netflix wird vorerst keinen der 20 russischen Fernsehkanäle ausstrahlen, die die zuständige Kontroll- und Kommunikationsbehörde Roskomnadzor im Katalog des amerikanischen Online-Portals sehen wollte. Dies berichtet das amerikanische Nachrichtenportal Politico unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher.

Russland Nikita Karimov LvJZhHOIJJ4 Unsplash

Die staatliche Aufsichtsbehörde hatte das Netflix-Angebot kürzlich als meldepflichtigen „audiovusiellen Dienst“ eingestuft und entsprechend der eigenen Vorgaben dazu aufgefordert, zum Monatswechsel auch russische TV-Sender zur Verfügung zu stellen. Darunter auch mehrere staatsnahe Sender wie Channel One, NTV und den zur russisch orthodoxen Kirche gehörenden Kanal Spas.

Laut Netflix habe man „angesichts der aktuellen Situation“ keine Pläne die Sender dem eigenen Repertoire aus Serien-, Reality und Film-Inhalten hinzuzufügen. Unklar ist, mit welchen Sanktionen die Kommunikationsbehörde Roskomnadzor die verweigerte Mitwirkung bestrafen wird.

Apple muss russische Apps anbieten

Netflix wäre nicht das erste US-Unternehmen, dem Russland den zusätzlichen Vertrieb lokaler Inhalte aufs Auge drückt. Auch Apple musste sich dem Druck der Aufsichtsbehörde bereits beugen und ist seit dem Frühjahr 2021 dazu verpflichtet, Anwendern im Zuge der iPhone-Ersteinrichtung die Installationen ausgewählter Mobil-Applikationen aus Russland anzubieten.

Russische Apps Standard Installation

Zuvor hatte Apple versucht die ins Jahr 2019 zurückreichenden Forderungen in mehrjähriger Verhandlungen aus der Welt zu schaffen, scheiterte aber an der Hartnäckigkeit der russischen Behörden – ifun.de berichtete.

Wie es nun mit der Präsenz des Streaming-Dienstes Netflix in Russland weitergehen wird, bleibt abzuwarten. Unmittelbare Probleme sind eher unwahrscheinlich, die Anbahnung einer mehrjährigen Auseinandersetzung aber durchaus im Bereich des Möglichen.

01. Mrz 2022 um 13:58 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    35 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Njetflix? Leute, wirklich jetzt xD. Ich sollte darüber nicht kichern, ich kann es mir aber nicht verkneifen

  • Bin erstaunt das so wenig „Njetflix“ kennen XD Das sagt man bei uns immer wenn einer frägt ob man acc teilen kann oder wenn der acc abgemeldet wurde und man wieder das pw braucht.

  • Die können sanktionieren, was sie wollen – ohne Swift wird’s schwer, irgendetwas davon durchzusetzen.

  • Ach, man kann Apple dazu zwingen dass sie etwas tun was sie nicht möchten? Wenn man nicht der amerikanische Staat ist? Wäre mir neu dass ausländische Regierungen und Unternehmen US-amerikanische Unternehmen zu etwas zwingen können? Apple wollte einfach nicht auf das Russland Geschäft verzichten darum beugen Sie sich den Anweisungen der russischen Regierung. Das hat meiner Meinung nach nichts mit zwingen zu tun, das ist einfach nicht aufs Geschäft verzichten wollen

  • Aber weiter Öl und Gas kaufen, weil Greta gesagt hat, dass Atomkraft unsicher und böse ist, wegen..weiß sie vermutlich selber nicht. Lächerliche Welt.

      • Warum so negativ? Klar der polemische Teil ist doof aber in der Sache Atomkraft steckt auch von Wahrheit. Solange man nur den Gebrauch betrachtet der ist extrem umweltfreundlich. Nun ist leider das Problem der Entsorgung so schlimm dass sich die Nutzung verbietet. Und die Sicherheit im Betrieb ist auch nicht so prickelnd.
        Das Problem ist eher dass man auf Gedeih und Verderb auf Atomkraftwerke gesetzt hat aus deren Abfallprodukten man nach Weiterverarbeitung Atomwaffen bauen kann, das ist übrigens der Hauptgrund warum wir so schei…gefährliche und Müll produzierende Atomreaktoren haben obwohl es durch aus deutlich ungefährlichere Möglichkeiten gäbe. Flüssigsalzreaktoren arbeiten ohne Druck und produzieren kaum strahlendes Material … können aber leider auch kein atomwaffenfähiges Material liefern. Und da ja alle Welt meint man braucht Atomwaffen um einen auf dicke Hose machen zu können…….

      • Stell Dir vor, die Ukraine hätte Atomwaffen gehabt. Atomkraftwerke sind vorhanden, sogar ein kaputtes.

  • Die normale russische Bevölkerung muss unter dem scheiß leiden. Vor allem wenn die Welt mit ihrer Propaganda fertig ist und alle die Russen hassen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 38162 Artikel in den vergangenen 8244 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2024 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven