Amazon gibt und nimmt
Neues bei Amazon: Mehr Zeit zum Bezahlen, weniger Zeit zum Zurückgeben
Amazon nimmt zwei größere Änderungen für Kunden in Deutschland vor. Ab sofort wird die PayPal-Ratenzahlung schrittweise in den Checkout integriert. Gleichzeitig streicht der Händler ab September in zahlreichen Produktkategorien seine freiwillige Rückgabegarantie von 30 Tagen.
Bis zu 48 Monatsraten
Die neue PayPal-Ratenzahlung steht für Einkäufe zwischen 30 und 10.000 Euro zur Verfügung. Angeboten werden Laufzeiten von 3, 6, 12, 24, 36 oder 48 Monaten. Die beiden längsten Laufzeiten gibt es zunächst exklusiv bei Amazon.
Voraussetzung sind ein deutsches oder österreichisches PayPal-Konto sowie eine erfolgreiche Bonitätsprüfung. Die Raten werden automatisch vom hinterlegten Bankkonto oder einer Debitkarte abgebucht und lassen sich über die PayPal-App verwalten. Sondertilgungen und eine vorzeitige vollständige Rückzahlung sind kostenlos möglich.
Günstig ist die Flexibilität nicht unbedingt. Regulär gilt ein effektiver Jahreszins von 11,49 Prozent. Lediglich ausgewählte Produkte können zeitweise mit einer 0-Prozent-Finanzierung angeboten werden. Die konkreten Kosten zeigt Amazon vor dem Abschluss im Checkout an.
Eine eigene Ratenzahlung und die von uns bereits vorgestellte Monatsabrechnung bietet Amazon schon länger an. Neu ist nun die direkte Abwicklung über PayPal.
16 weitere Kategorien betroffen
Während sich die Bezahlung verlängern lässt, wird die Entscheidungszeit nach der Lieferung kürzer. Zum 1. September entfällt die freiwillige 30-Tage-Rückgabegarantie in 16 weiteren Kategorien.
Dazu zählen Babyprodukte, Beauty und Körperpflege, Garten, Möbel, Haustierbedarf, Koffer und Taschen, Lebensmittel und Getränke, Musikinstrumente, Fahrzeugelektronik, Reifen, Wein sowie Zubehör für Gewerbe, Industrie und Wissenschaft. Die vollständige Aufstellung hat der Händlerbund veröffentlicht.
Amazon hatte die Frist zuvor bereits bei Elektronik, Computern, Kameras, Videospielen und verschiedenen weiteren Warengruppen auf 14 Tage reduziert.
Nach dem Widerruf bleiben weitere 14 Tage
Kunden müssen eine Rückgabe künftig innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt anmelden. Danach bleiben weitere 14 Tage, um die Ware tatsächlich zurückzusenden. Die jeweils gültige Frist soll direkt auf der Produktseite angezeigt werden.
Für Artikel, die bis zum 1. Oktober geliefert werden, gilt übergangsweise noch die bisherige 30-Tage-Regelung. Marketplace-Händler dürfen freiwillig auch weiterhin längere Fristen anbieten.
Die gesetzliche Gewährleistung bei mangelhaften Produkten wird durch die Änderung nicht eingeschränkt. Gekürzt wird nur Amazons freiwilliges Rückgabeversprechen für einwandfreie Ware. Über den weiteren Umgang des Händlers mit zurückgesandten Produkten haben wir bereits ausführlicher berichtet.


Bei den Mengen, die zurückgeschickt werden, ist das mehr als überfällig. Manche geben wirklich alles zurück. Was danach kommt, ist viel egal. Oft muss es sogar weggeschmissen werden. Alle anderen, Kunden bezahlen es mit.
Es gibt aber leider auch immer mehr Schrott auf Amazon. Vor allem nervig wenn man dann nur zurückgeben kann und neu kaufen soll statt ein Ersatzprodukt zu erhalten.
Leider mehrfach gehabt das man im Angebot kauft und dann reklamieren muss und es nicht mehr im Angebot ist.
Ist ok für mich. Wenn das Produkt ankommt, sollte man einen Mangel recht schnell entdecken. Habe noch nie 30 Tage für eine Rücksendung gebraucht. Um Weihnachten wird es sicher auch wieder verlängert.
Es geht um einwandfreie Ware. 14 Tage sind gesetzliche Pflicht. 30 Tage hatte Amazon freiwillig eingeräumt. Aber jetzt hat anscheinend mal jemand bei denen einen Taschenrechner in die genommen und gemerkt, dass diese Freiwilligkeit ganz schön teuer ist.
Oder es landet als „neu“ wieder beim Kunden und ist dann doch nicht so neu. Kaufe ja manche Dinge gerne als gebraucht, aber dann auch bitte günstiger.
Wenn ich etwas zurücksende, dann meist einen Tag nach Lieferung.
11,49 %, steht kurz vor der Bezeichnung Wucher, wer das in Anspruch nimmt, scheint offensichtlich sein Hirn ausgeschaltet zu haben. Ganz davon abgesehen, das Menschen Dinge auf „Pump“ kaufen, obwohl sie es sich nicht leisten können, ist ja der große Trend. Irgendwie nur noch erschreckend. Mein Opa hat immer gesagt, was du nicht bezahlen kannst, kannst du dir nicht leisten, Punkt. Das sollten sich mal einige dringend hinter die Oren schreiben.