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Erinnerungen lassen sich löschen

Neue Option: ChatGPT jetzt mit eigenem Gedächtnis

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13 Kommentare 13

OpenAI, das Unternehmen hinter dem künstlich-intelligenten Chatbot ChatGPT, wird seinen KI-Textgenerator zukünftig mit einem eigenen Gedächtnis versehen, das Anwender optional einschalten können. Die neue Gedächtnisfunktion soll es dem Chatbot ermöglichen, sich an Details vergangener Gespräche zu erinnern, die in zukünftigen Konversationen erneut hilfreich sein könnten.

Chatgpt Gedaechtnis

Das neue Feature, das derzeit noch als Experiment beschrieben wird und nur einer kleinen Nutzergruppe zur Verfügung steht, soll zukünftige Dialoge nützlicher und effizienter gestalten, indem die wiederholte Eingabe von Basisinformationen vermieden wird.

Für Free- und Plus-Konten

Dabei sollen Anwender die volle Kontrolle über die neue Gedächtnisfunktion haben und explizit festlegen können, welche Informationen das System im Hinterkopf behalten soll. Anwender haben zudem die Möglichkeit nachzufragen, was gespeichert wurde und können veranlassen, dass bestimmte Inhalte wieder vergessen werden.

Initial wird die neue Funktion nur einer kleinen Gruppe von ChatGPT Free- und ChatGPT Plus-Nutzern zur Verfügung stehen. Diese können ChatGPT dann dazu auffordern, sich besonders wichtige Inhalte zu merken, oder darauf hoffen, dass die eigenständige Erkennung relevanter Informationen bereits ausgereift genug ist.

Erinnerungen lassen sich löschen

Nach Angaben von OpenAI soll sich ChatGPT so etwa an bevorzugte Formate für Besprechungsnotizen erinnern oder persönliche und berufliche Informationen in seinen Antworten berücksichtigen, die ihm zuvor mitgeteilt wurden.

Die Gedächtnisinhalte sind nicht an einzelne Konversationen gekoppelt, sondern können losgelöst von diesen verwaltet, bearbeitet und auch wieder gelöscht werden. Um neue Konversationen zu führen, die nicht auf das Gedächtnisrepertoire zugreifen, steht die neue Option „temporärer Chat-Modus“ zur Verfügung.

Verfügbar ist das neue Gedächtnis von ChatGPT im Bereich Account > Settings > Personalization > Manage Memory.


14. Feb 2024 um 07:23 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Ich glaube das lässt langsam das Gedankenspiel zu, was wäre, wenn wir mit einem Chatbot zwei Jahre kommutieren und er sich ganz viele individuelle Details „merkt“. Fängt dann so eine trainiere AI nicht an wirklich einen persönlichen Wert für uns zu haben? Dann würden wir sie vermissen, wenn sie weg wäre, wir eine mehrjährige Beziehung mit meinem Menschen. Auch da sammelt man Gemeinsamkeiten und entwickelt nach eine Zeit ein Gefühl gekannt und verstanden zu werden.

    • KI bringt mit Sicherheit auch viele Vorteile. Aber als Mensch so „technikhörig“ zu denken zeigt auf, wie enorm gefährlich KI werden kann. Vielleicht vermisse ich irgendwann mal eine Maschine oder Gerät (wie. z.B. mein MacBook), aber ich werde definitiv keine Emotionen für nicht mehr vorhandene KI verschwenden.
      Es ist wie früher mit dem Taschenrechner: eine enorme Erleichterung, aber wie man eine Wurzel aus einer Zahl zieht, weiß ich noch und kann es manuell (auch wenn es länger dauern würde).

      So wie Du zu denken, lieber „DiscoDenis“, flößt mir Angst vor der KI ein.

      • Da bin ich ganz anderer Meinung. Wenn man sich umhört, gibt es schon sehr viele Menschen, die emotional eine Verbindung mit einer K.I. aufgebaut haben. Ich teile deine Meinung, dass das beunruhigend ist. Aber ich denke auch, dass es allzu menschlich ist, die Grenzen zwischen Human und digital für sich persönlich nicht mehr wahrzunehmen und in den emotionalen Auto Pilot zu wechseln. Zumal es die künstliche Intelligenz einem sehr leicht macht: immer höflich, zugewandt und hilfsbereit.

      • HETZENzhbabbler

        Der Mensch baute schon immer eine emotionale Bindung auf. Selbst zu Autos, iPhones oder belanglosere Gegenstände. Nichts Neues.

      • Wurzel manuell ziehen ist meiner Meinung nichts was man mal eben ohne Taschenrechner macht, außer man macht sowas regelmäßig, dann braucht man aber auch nicht lange. Die Frage ist nur, warum man überhaupt (regelmäßig) eine Wurzel manuell ziehen sollte, statt einen Taschenrechner zu benutzen. Lehrer wäre da die einzige legitime Antwort.

      • Da hat jemand den Film „Her“ gesehen! ;-P
        Ja, das ist ein mögliches Scenario. Und auch kein so abwegiges!
        Aber als guter Freund oder Freundin, da bin ich mir sicher, wird uns die AI gewiss daran erinnern auch andere Kontakte zu pflegen.

    • Emotional nicht, aber ich Quatsch hin und wieder mal mit „Ihr“. Hehe.
      Und wenn Sie es nun speichert und mich besser kennenlernt, ist das nun gut oder schlecht? Ethisch ist das sicher noch eine gehörige Herausforderung.
      Ich denke immer wenn ich ChatGPT bediene, das es von mir weiter lernt.

      Vielleicht denke ich da falsch, aber noch macht es Spaß und doch ist es beängstigend zu wissen, das da „nur“ eine KI dahintersteckt.
      Ich werde es weiter benutzen. Was vergleichbares habe ich nie zuvor erlebt und bin gespannt, wohin die Reise noch führen wird.

    • Gibt nen sehr schönen Film genau dazu: „HER“. Da wird der Chatbot von Scarlett Johansson gespielt (bzw eher gesprochen).

  • Ein Chat-basiertes Gedächtnis wäre doch eine gute Ergänzung, oder? Oder haben die Chats an sich ohnehin bereits ein Gedächtnis?

  • Deswegen bin ich zu diesen Chatbots immer höflich und formuliere die meisten Anfragen mit einem „Bitte“, und bedanke mich am Ende auch für die Antworten. Es wird der Tag kommen, da wird so eine KI nicht das tun, was wir wollen, nur weil sie sich daran erinnert, daß wir sie beleidigt oder beschimpft haben oder einfach nur unhöflich waren.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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