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E-Auto-Förderung mit sozialer Staffelung

Neue E-Auto-Prämie: Antrag jetzt online möglich

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Die neue staatliche E-Auto-Förderung ist gestartet. Privatpersonen können den Zuschuss seit heute online beantragen. Das Programm gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurden. Gefördert werden Kauf und Leasing von Neuwagen.

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Die Antragstellung läuft digital über die Förderzentrale Deutschland. Zuständig für die Abwicklung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA. Voraussetzung für den Antrag ist eine BundID. Dafür wird entweder der Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion samt PIN und Ausweis-App benötigt, alternativ kann auch ein ELSTER-Zertifikat des Finanzamtes verwendet werden.

Förderfähig sind rein batterieelektrische Fahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge sowie bestimmte Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Range-Extender. Bei Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Modellen gelten zusätzliche Klimaschutzvorgaben: Bis Ende Juni 2027 dürfen sie höchstens 60 Gramm CO₂ pro Kilometer ausstoßen oder müssen mindestens 80 Kilometer elektrische Reichweite bieten.

Diese Unterlagen werden benötigt

Für den Antrag sollten die wichtigsten Dokumente bereits digital bereitliegen. Dazu gehören die letzten zwei Einkommensteuerbescheide aller Personen, deren Einkommen zum Haushaltseinkommen zählt. Die Bescheide dürfen höchstens drei Jahre alt sein. Bei gemeinsamer Veranlagung reicht der gemeinsame Einkommensteuerbescheid.

Zusätzlich werden Fahrzeugdaten und Nachweise zur Zulassung benötigt. Für förderrelevante Kinder kann je nach Fall ein Kindergeldnachweis, eine erweiterte Meldebescheinigung oder ein Kindergeldbescheid erforderlich sein. Bei Plug-in-Hybriden oder Range-Extender-Fahrzeugen mit mehr als 60 Gramm CO₂ pro Kilometer muss außerdem die EU-Konformitätsbescheinigung des Fahrzeugs hochgeladen werden.

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Bis zu 6.000 Euro Zuschuss

Die Förderung ist sozial gestaffelt. Für reine Elektroautos liegt die Basisförderung bei 3.000 Euro. Je nach Einkommen und Kindern kann der Zuschuss auf bis zu 6.000 Euro steigen. Plug-in-Hybride und Range-Extender-Modelle erhalten niedrigere Beträge, hier reicht die Staffelung bis maximal 4.500 Euro.

Die Einkommensgrenze liegt grundsätzlich bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Pro Kind erhöht sich die Grenze um 5.000 Euro, höchstens jedoch auf 90.000 Euro. Der Antrag muss spätestens innerhalb von zwölf Monaten nach Zulassung gestellt werden. Das Fahrzeug muss anschließend mindestens 36 Monate in Deutschland auf die antragstellende Person zugelassen bleiben.

Insgesamt stehen für das Programm drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Die Mittel sollen nach Schätzung des Bundesumweltministeriums für rund 800.000 geförderte Fahrzeuge bis 2029 reichen.

19. Mai 2026 um 12:01 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Die Prämie gibts leider nicht für Familien in denen beide Elternteile arbeiten müssen, weil Wohnen sonst nicht finanziert werden kann. Sobald zwei Leute arbeiten unter den 80 TEUR zu bleiben ist schon eher nicht die Regel. Aber klingt jedenfalls toll. Danke für nichts

  • Diese Förderung ist ein Witz. Ich frage mich ob es Familien gibt mit 45k brutto Haushaltseinkommen die darüber nachdenken ein Auto zu kaufen das das Jahres netto deutlich übersteigt. Wer denkt sich so etwas aus?
    Ich wäre ja wirklich gewillt ein E-Auto zu fahren aber das Invest rechnet sich für mich/uns einfach nicht bei den aktuellen Preiskonstellstionen.

    Im Leasing wird dann direkt die Förderung als Sonderzahlung angegeben. Absolut sportlich.

    • Es gibt E-Autos für 30.000€ abzgl. 6.000€ Förderung. Bei Benzinpreisen von 2€/l, die Ersparnis an Verschleißteilen, Kfz-Steuer + Verkauf der THG-Quote lohnt sich ein Elektroauto ziemlich schnell.

      • Das kann man so pauschal nicht sagen.
        Das kommt immer drauf an, wo man wohnt, welches Auto man fahren will und wieviel Kilometer man damit fahren muss.

        Ich fahre im Jahr maximal 10.000 km, durch Home-Office inzwischen meist weniger (6-7000km).
        Da ich häufiger Größeres transportieren muss, kommt ein Kleinwagen oder ein Kompatktwagen nicht in Frage. Es muss also ein Kombi oder SUV sein. Und da gibt es bei Benzinern im 30k Segment recht viel, bei E-Autos aber eigentlich fast gar nichts.

        Sicher, ist Tanken bei über 2€ nun deutlich teurer als Aufladen, aber ich tanke auch nur gut 10-12x im Jahr.
        Ich hatte auch einmal nachgerechnet, dass ich fast 10 Jahre benötigen würde, bis sich der Aufpreis für ein ähnlich ausgestatteten teureres Hybrid-Modell egalisiert hätte.

        Klar, könnte ich mir für 20-30k eine Photovoltaik aufs Dach bauen und könnte so in den nächsten Jahren das E-Auto quasi für Umme tanken und zusätzlich noch die Stromkosten drastisch reduzieren.

        Aber das gesparte Geld lege ich lieber am Aktienmarkt an, wo es für viel höhere Erträge erzielt und so die Steigerungen beim Ölpreis und Strompreis mildert.

    • Dem stimme ich voll zu. Hätte durchaus Interesse, bin aber raus aus der Förderung und damit wird es für unsere Familie finanziell weder machbar noch sinnvoll.

    • Es gibt sehr wohl Familien die die 5.000€ + 2x Kinderbonus Förderung erreichen können, obwohl das Haushaltseinkommen vielleicht 60.000€ ist.
      Entscheidend ist das „zu versteuernde Einkommen“ NACH Lohnsteuerjahresausgleich.

    • Sehe ich (leider!!) auch genauso! Macht in der Form leider nur für sehr sehr wenige Sinn…. Und NEIN! damit meine ich natürlich nicht den generellen Gedanken auf eAuto umzusteigen bzw. sich eins zuzulegen, sondern die Grundidee hinter eben DIESER! Art von Förderung…..

      Sehe es hier wie meine Vorredner, die die vielleicht das Geld hätten erhalten so keinerlei Förderung, die die sich (zumindest rechnerisch vom Haushalt her) überhaupt keins leisten können (und daher auch in den wenigsten Fällen darüber nachdenken werden) erhalten zwar die Förderung, werden diese aber aus oben erwähnten Gründen nie in Anspruch nehmen….

      Daher, leider wiedermal (wie so vieles in den letzten Jahren ) völlig am Bedarf & dem Folk vorbei geplant / konzipiert…. Bravo, mehr davon…

  • Für Familien gibt es eigentlich nur Tesla 0 % bis 2 % je nachdem ob normal oder premium bei dem aktuellen Model Y auf fünf Jahre finanziert.

  • Wahnsinn, dass immer noch Verbrenner (PHEVs) mit solchen immensen Summen gefördert werden. Absolut unverständlich, aber die Politiker machen sich bei der Korruption anscheinend gar nicht mehr die Mühe, das zu verschleiern.
    Für Leute, die sich sowieso ein E-Auto kaufen wollen, ist das natürlich ein passender Zeitpunkt und ich kenne einige, die sich das Tesla Model Y Standard Range gekauft haben. Sind dann ca. 30-35k € nach Förderung. Also schon echt ein sehr guter Deal, da man ja 4 Jahre Garantie auf alles und 8 Jahre Garantie auf Antrieb und Batterie bekommt. Man muss natürlich etwas den Elon ausblenden…

  • Ist doch nur dafür da, dass was auf dem Papier steht. Realer Nutzen = null. Papierkrieg und Bürokratie ohne Ende und ohne Hintergedanken, wird das ganze auch nicht sein, dass es ans Einkommen gekoppelt ist.

    Ich hab meine e-Karre schon – aber ohne irgendwelche Prämien in Anspruch genommen zu haben.

    Goldene Regel: einen großen Bogen um alles machen, was vom Staat kommt. Siehe Riesterrente, Corona-Hilfen usw.

  • Dieses Jahr stehen bei uns zwei neue Elektroautos an. In den Autohäusern ist sowieso schon keiner mehr von einer Förderung ausgegangen. O-Ton: „Bei Paaren die reinkommen, sofort klar!“
    Irre, dass man die Mittelschicht , die vielleicht noch ein Kind plant usw. mit der Regelung komplett umgeht!

    Lediglich Singles profitieren.

  • Förderungen sind echt ein schwieriges Thema. Ich baue mir aktuell meine Wärmepumpe selbst ein. Ohne Förderung. Komme billiger weg, als mit. Projektgesamtkosten 6500€. Gefördert war das günstigste Angebot 20000€, meist aber deutlich darüber. Da fragt man sich schon, ob die Förderung den richtigen Weg findet.
    Unsere Fassadendämmung allerdings war perfekt mit Förderung. Da hat sich keiner zu unrecht die Taschen voll gemacht.

  • Bei mir scheitert es schon an der BundID. Seit Tagen nur Fehlermeldungen und keine Möglichkeit zur Erstellung.

  • Bei uns sind es auch über 80000€ brutto. Also fällt Elektro erstmal weg, wir fahren den Diesel weiter. Außerdem haben wir zu Hause keine lademöglickeit, hätten es aber in Kauf genommen und draußen geladen. Die Förderung ist für die Katz. Hätten wir jetzt 50000€ haushltseinkommen, würde ich es trotz Förderung nicht kaufen. Die Autos sind einfach zu teuer.

  • Ich verdiene etwas mehr als 80k und verstehe nicht, wieso ich keine Förderung bekomme. Reich bin ich dadurch sicher nicht.

    Ich verstehe, dass man Grenzen setzen muss aber die hätte ich eher bei 100k gesetzt.

    Echt schade

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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