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App Store Review Guidelines

Neue App Store-Richtlinien: Gesichtserkennung nicht für Werbezwecke

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19 Kommentare 19

Zum Wochenende hat Apple seine sogenannten App Store Review Guidelines überarbeitet und den Richtlinien-Katalog, der definiert welche Anwendungen im App Store erlaubt sind, nicht nur um neue Punkte erweitert sondern auch um zusätzliche Textpassagen ergänzt und mit neuen Formulierungen ausgestattet.

Content Guidelines

Der Text, den Apple ausschließlich in einer englischen, einer chinesischen, einer koreanischen und einer japanischen Version anbietet weist jetzt deutlich darauf hin, dass Drittanbieter-Apps nicht mehr Werbung für Funktionen machen dürfen, die sie effektiv nicht bereitstellen.

Als Beispiel führt Apple etwa iOS-Virenscanner an:

[..] you should not market your app on the App Store or offline as including content or services that it does not actually offer (e.g. iOS-based virus and malware scanners).

Entwickler, die die neuen iPhone-Kapazitäten zur Gesichtserkennung nutzen möchten, müssen dies über Apples offizielle Schnittstellen machen, müssen sicherstellen, dass die Anwender das 13. Lebensjahr überschritten haben und dürfen die so eigesammelten Daten nicht für Werbezwecke nutzen.

Data gathered from the HomeKit API or from depth and/or facial mapping tools (e.g. ARKit, Camera APIs, or Photo APIs) may not be used for advertising or other use-based data mining, including by third parties.

Im Bereich „Objectionable Content“ macht Apple nun auch darauf aufmerksam, dass diskriminierende Statements innerhalb von Applikationen zum sofortigen Ausschluss aus dem App Store führen. Neben religiöser, sexueller und geschlechtlich motivierter Diskriminierung, wird nun auch die ethnische und die nationalistische Diskriminierung explizit genannt.

Anstatt den Volltext der App Store-Richtlinien mit der letzten Version zu vergleichen empfehlen wir euch den Abstecher auf diese Webseite. Hier sind lediglich die neuen Textpassagen, farblich hervorgehoben, zusammengefasst.

Montag, 18. Sep 2017, 8:59 Uhr — Nicolas
19 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Man (Frau ;-) ) stelle sich jetzt einmal vor, Google würde die Nutzung von Smartphone-Fähigkeiten zu Werbezwecken verbieten..—-Eben!

  • Ich dachte alle Daten für die Gesichtserkennung bleiben im Gerät (so würde es gesagt) wenn die Daten an die App (Entwickler) gehen, ist das ohnehin ein Skandal.

    • Nein, eben nicht. Das wurde hier auch schon öfter erwähnt. Die Daten, die Apple für FaceID erhebt, sind gesichert. Die Sensordaten können Apps aber über ARKit abgreifen und somit eine eigene Gesichtserkennung gestalten, laut Apple in höchster Auflösung und mit Echtzeitauswertung.Das ist so als würde man bei TouchID den erfassten Fingerabdruck sichern, aber die Apps dürften den aktuell aufgelegten Finger genauestens einscannen.

    • Ich denke es geht hier um mögliche Gesichtserkennung mit der Hauptkamera. Nicht um FaceID

    • Ich denke hier geht es um Gesichtserkennungsmöglichkeiten der Hauptkamera durch ARKit z.B. und nicht um FaceID

      • Und im Fall von Apps kann man denn Zugriff auf die Kamera unterbinden.

      • Das macht dann allerdings die originäre Funktion der App obsolet. Denk mal an MSQRD, das Ganze dann mit dem verbesserten Tracking der neuen Kameras/Projektoren. In dem Fall verbietet kein User den Zugriff auf die Kamera, da der Nutzer genau das Ergebnis (Masken per Kamera aus Gesicht legen). Deshalb wirs vorgeschrieben, mit den Daten keinen Unfug anzustellen.

  • Wenn man sich die bisherige Praxis der Kontrollen ansieht, ist es nicht besonders wirkungsvoll, die Nutzung nur zu verbieten. Ich sehe den Zugriff von Apps auf die hochgenauen Tiefeninformationen, die die Auswertung von 50 Gesichtsmuskelzügen erlauben, als höchst bedenklich an.

  • Mal sehen wann die ersten Apps rauskommen, die automatisiert das Aussehen bewerten und sagen wie attraktiv man ist.
    Krass wäre auch eine App, die nur z.B. für Asiaten nutzbar ist.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass die rund 50 Gesichtsmuskelzüge direkt an den App-Anbieter gehen. Das wäre ja schon fatal. Ich gehe stark davon aus, daß aus dem iPhone ein OK oder NICHT OK seitens iOS weiterleitet wird – oder ?

    • Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Über FaceID kann man den Nutzer nur identifizieren. AR Kit kann die aktuellen Daten der Sensoren aber auslesen. Apple wirbt unter Entwicklern mit der hochakuraten Auflösung der Tiefeninformationen und der Erfassung der Gesichtsmuskeln.

  • Noch, kann sich aber ruckzuck ändern, wären nicht die ersten, deren Geschwätz von gestern heute nix mehr bedeutet.

  • Wozu die Aufregung?
    Wenn ich beobachte, wie völlig schmerzfrei die Leute ihre Selfies über ihre Samsung-Phones fleißig auf die Google-Server abladen…? Samsung wird doch die Face-ID jetzt sofort nachziehen. Also erfässt Google in naher Zukunft nun 3D Selfies auf ihren Servern!
    Voraussichtlicher Kommentar der User: „Hauptsache fun haben!“

    • Stimmt. Apple Kunden machen ja zum Glück keine Selfies die sie dann auf google oder sonstwelche Kontrn hochladen.

      • norbert geiblinger

        Neiiin, das machen Apple Kunden natürlich nicht, die stellen höchstens ihr Gesicht zur Verfügung. Wenn ich jetzt noch ein passendes Smiley finden würde. . . . . . .

        Im Ernst, ich finde Face ID ziemlich bedenklich, denn wenn es jemandem gelingt das auszuhebeln, puhh, dann gute Nacht. Was die dann mit den Daten alles anstellen können möchte ich mir jetzt gar nicht ausmalen. Klar wird Apple alles versuchen sowas zu unterbinden, dabei spielt es keine Rolle wo die Daten gespeichert sind, ausgehebelt ist ausgehebelt, da nützen Richtlinien gar nix.

        Schwierig das Risiko betreffend Face ID abzuschätzen, Restrisiko ist auf jeden Fall vorhanden.

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