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Beta 5.1 für erweiterte Kontrolle

Netzwerkwächter Little Snitch: Neue Beta zeigt versteckte Apple-Verbindungen

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Wir haben in den vergangenen Wochen mehrfach darüber berichtet, dass Firewall-Apps wie Little Snitch im Zusammenspiel mit macOS Big Sur vor bislang unbekannten Problemen stehen. Apple hat hauseigene Apps und Dienste mit Sonderrechten ausgestattet, mithilfe derer sich die Anwendungen einer Überwachung oder gar Blockade entziehen.

Was Apple wohl als Schutzmaßnahme für unbedarfte Nutzer sieht, schränkt nicht nur die Freiheit versierter Anwender deutlich ein, sondern erschwert auch dein Einsatz eigener Sicherheits-Werkzeuge wie beispielsweise Little Snitch.

Little Snitch leistet erfahrenen Mac-Besitzern mittlerweile seit Jahren gute Dienste wenn es darum geht, die auf dem Mac laufenden Netzwerk-Prozesse zu überwachen. Verbindungen nach außen werden protokoliert und können gezielt blockiert werden. Auf diese Weise lassen sich unnötig „geschwätzige“ oder gar Spionage-Apps zuverlässig aufspüren und kontrollieren. Apples Sonderrechte verhindern dies allerdings mit Blick auf eine stattliche Liste von eigenen Diensten und Anwendungen, darunter auch der Mac App Store, Karten, FaceTime und verschiedene Apple-Music-Dienste.

Little Snitch Netwerkmonitor

In einem Blog-Eintrag informieren die Little-Snitch-Entwickler ausführlich über die Problematik und halten sich mit Kritik nicht zurück. Apples Ausnahmeregeln werden mit einem Loch in der ansonsten doch recht robusten Mauer bezeichnet, mit deren Hilfe Apple seine Kunden schützt. So sei noch verständlich, dass ausgewählten Diensten wie der Möglichkeit zur schnellen Bereitstellung von Sicherheitsupdates Prioritäten eingeräumt werden, es gebe jedoch keinen nachvollziehbaren Grund dafür, solche Verbindungen vor den Anwendern zu verstecken.

Als Reaktion auf die Kritik in diesem Zusammenhang hat Apple bereits angekündigt, Mac-Besitzer wieder mit mehr Rechten bei der Benutzung ihrer Computer auszustatten. Damit verbunden soll im kommenden Jahr auch eine Möglichkeit zum Deaktivieren dessen, was Apple als erweiterte Datenschutzmaßnahmen sieht, in macOS integriert werden.

Vorabversion von Little Snitch zeigt „Whitelist-Verbindungen“

Mit der aktuell verfügbaren Vorabversion 5.1 liefern die Entwickler von Little Snitch ihrerseits erweiterte Funktioinen zur Überwachung dieser Prozesse. In den Einstellungen der App lässt sich eine Option aktivieren, mit deren Hilfe auch sogenannte „Whitelist-Verbindungen“ angezeigt werden können. Versierte Mac-Nutzer können sich damit ein Stück weit die vollständige Kontrolle über ihren Mac zurückholen.

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24. Dez 2020 um 11:10 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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