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Ausfall zur Systemerweiterung nutzen

NAS-Festplatte defekt? Baut am besten gleich mehr Speicher ein

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33 Kommentare 33

RAID-Systeme können zwar auch zur Verbesserung der Zugriffsgeschwindigkeit verwendet werden, in den meisten Fällen steht jedoch die Ausfallsicherheit im Vordergrund. So auch bei den mittlerweile verbreitet eingesetzten NAS-Servern. Hier laufen die Festplatten im Dauerbetrieb und der Ausfall eines Datenträgers früher oder später ist vorprogrammiert. Bei korrekter Konfiguration ist dies kein Beinbruch, die defekte Platte wird durch eine neue getauscht und der Server kann weiterlaufen, bis die nächste Platte den Geist aufgibt.

Festplattenfehler Nas

Was ihr im Hinterkopf behalten solltet: Ihr müsst Festplatten in RAID-Systemen nicht zwingend durch eine Platte mit identischer Speichergröße ersetzen, sondern könnt auch größere Festplatten einbauen. Ihr habt dann zwar nicht sofort mehr Speicher zur Verfügung, schafft aber die Basis für für eine künftige Speichererweiterung. Abhängig von der verwendeten Konfiguration steht euch teils schon mehr Speicher zur Verfügung, wenn die Kapazität von zwei der verwendeten Festplatten erweitert wird.

Denkt also wenn eine Festplatte den Geist aufgibt stets darüber nach, welche Größe ihr sinnvollerweise als Ersatz wählt. Geld müsst ihr ohnehin in die Hand nehmen, womöglich ist der Aufpreis zum nächst größeren Modell zu verkraften und ihr habt ganze nebenbei schon den ersten Schritt in Sachen Speichererweiterung für euren Heimserver getan.

Die Anbieter von NAS-Systemen bieten auch eigene, für den Einsatz mit ihren Geräten optimierte RAID-Varianten an. Daher werft in diesem Zusammenhang grundsätzlich auch einen Blick auf die entsprechenden Info-Seiten der Hersteller:

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04. Sep 2018 um 09:51 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Geil Danke!
    Habe zwar noch nen paar TB, aber bei den momentanen neuen Größen und deren Preise ist ein Stück für Stück tausch doch schonender für das Portemonnaie;-)

  • Also melden NAS Platten laufen nicht immer nach 3h wird abgeschalten

    • Dann nimmst du aber besser eine „normale“ HDD, denn die kann die vielen Abschalt-und Anlaufvorgänge besser ab als eine NAS-Platte die für den Dauerbetrieb konzipiert ist.

      • Fred Feuerstein

        häääää? so habe ich das ja noch nie gehört.

      • Was du meinst ist der Unterschied zwischen Server Platten und Nas Platten. (WD Gold/WD Red) beide sind für den dauerhaften Betrieb im Verbund optimiert, wo sich Vibrationen benachbarter Platten übertragen können. Server Platten haben nochmal hochwertigere Lager und Schmierstoffe um jahrelang ohne Unterbrechung durchzulaufen. Die Nas Platten sind für typische Nas Anwendungen, wo auch gerne Die Platte in den Standby geschickt werden darf.

      • Theoretisch ja praktisch ist es oft nur ne andere Firmware auf gleicher Hardware

      • Am Besten ignorieren. Eine NAS-Festplatte (oder dafür geeignete) kann grundsätzlich mehr Operationen ausführen und läuft um Jahre länger. Egal, ob sie nach einer Stunde wieder ausgeschaltet wird oder nicht.

    • Powermanagement / Standby für Festplatten. Damit stehe ich auf Kriegsfuß. Ich muß allerdings dazu sagen, daß meine beiden DiskStations div. Aufgaben erledigen, die ein Powermanagement in Frage stellen. Z. B. meine kleine Homepage, DNS-Server für intern, Fileserver (da laufen auch Aufnahmen vom Receiver drauf). Würde ich hier ein Powermanagement aktivieren, der Verschleiß wäre enorm, weil die Platten ständig aus und ein gehen würden.
      Wenn allerdings ein NAS nur „in der Ecke“ steht und nur einmal am Tag oder gar seltener benötigt wird, da spricht nix dagegen, die Platten auf Standby zu schicken. Bei ständigem Gebrauch hingegen erhöht das den Verschleiß und somit die Gefahr eines Ausfalls.
      Grüne Platten haben eine eigene Logik und sparen deshalb auch mehr Strom als „gewöhnliche“ Platten. Hier kann man das Powermanagement nicht deaktivieren und läuft somit Gefahr, daß die Platte vorzeitig kaputt geht. Der Load-/Unload-Vorgang kann nur begrenzt oft stattfinden, danach ist der Mechanismus verschlissen und die Platte putt. Auch ist eine gleichmäßige Temperatur besser als ständig schwankende Temperaturen. usw…

  • JBOD…und externe Datensicherung. Konfort und Sicherheit…so passt es für mich.

    • Das Problem bei Jbod ist aber das kein rebuilt möglich ist

      • Das Problem an JBOD ist jedes. Dann lieber 2 normale externe Festplatten. Eine die dauerhaft sichert und eine die alle paar Wochen händisch gesichert wird. Dann hat schon auch einen besseren Schutz gegen Viren und ähnliches.

      • Man kann ein NAS (auch wenns nur als JBOD konfiguriert ist) nicht mit zwei externen Platten vergleichen. Ein NAS ist ein Netzwerk-Server und stellt div. Dienste netzwerkweit (auch ins Internet) zur Verfügung.
        Ein Raid macht ein NAS nicht automatisch sicherer als eins was „nur“ als JBOD (oder Raid 0) läuft. Ein Raid (1 und höher) bietet den Komfort, daß beim Ausfall einer Festplatte das System und die Daten noch zur Verfügung stehen, man also erstmal weiter arbeiten kann. Bei einem ohne Redundanz aufgebautem System, fällt halt mit einer defekten Platte ein Bereich weg.
        Wer eine gewisse Zeit (bis die defekte Platte ersetzt ist und die Datensicherung zurück gespielt ist) warten kann, kann ruhig ein JBOD oder Raid 0 einsetzen.

        Im Gegenteil, ein Raid 1 oder Raid 5 (die verbreitetsten) oder halt ein SHR suggerieren immer, daß man keine Datensicherung / kein Backup benötigt. Das ist falsch. Wer seine Daten gegen Verlust absichern möchte, benötigt zwingend ein Backup. Wer auf seine Daten verzichten kann, der natürlich nicht.

        Raid / SHR: Ausfall-Schutz (ist es ok, wenn ein System mal nicht zur Verfügung steht?)
        Backup: Schutz gegen Verlust (sind die Daten wichtig? Was ist wenn die Daten weg sind?)

        Ich verwende ein Raid 1 in meinen DiskStations, weil ich den Komfort haben möchte. Platte defekt, man zieht die defekte Platte und baut eine neue ein, Rebuild und fertig. Habe ich schon hier und da mal gemacht, nicht bei defekten Platten sondern bei älteren Platten, um einem Defekt vorzubeugen. Außerdem hab ich da auch die elegante Möglichkeit mit den größeren Platten verwendet. Im Anschluß an den Rebuild wurde das Volume vergrößert, feine Sache.
        Man muß nur aufpassen, daß ein NAS dies auch kann. Manche NAS-Systeme sind nicht so intelligent wie die von Synology oder QNAP.

  • Genau aus dem dem Grund würde ich immer ein Synology als SHR ( Synology Hybrid RAID ) konfigurieren. Unterschiedliche Größe spielt keine Rolle und das SHR holt das Maximum an Kapazität raus.

    • theoretisch schon. Macht aber nur bei mehr als 2 Platten Sinn, denn bei 2 Platten wird ein klassisches Raid 1 gefahren, also hat man mit zwei unterschiedlich großen Platten nur den Platz der kleinen Platte.

      • Im Grunde hast du recht, wie soll es auch anders gehen?

        Der Vorteil des SHR ist bei NAS mit mehr als 2 Schächten die problemlose Erweiterbarkeit. Wenn man eine 3. Platte dazusteckt, wird das SHR automatisch erweitert und quasi zu einem RAID 5, ohne dass man was machen muss.

      • Ja, bei 3 Platten und mehr macht SHR Sinn. Ich würde es trotzdem nicht gerne einsetzen, weil dadurch div. Raid-Level verschachtelt werden und man ggf. den Überblick bei einem Crash verliert. Wobei für einen solchen Fall hat man sowieso mindestens ein Backup.

  • hoffentlich purzeln die Preise bald bei SSDs. Die blöden Festplatten machen doch schon hörbar Krach, wenn man seine 4 Bay NAS in der Stube stehen hat.

    • Ich hab meine zwei Zwei-Bay-NAS (DS210j / DS212+) nicht mal in der Wohnung stehen. Wieso soll ich mich mit dem Lärm abfinden? Meine stehen im Technikraum, dort wo der Telefonanschluß, Strom und Wasser so ins Haus kommen. Daneben Switch, Fingbox, Fritzbox, USV… So nervt nicht alles in der Wohnung. In meiner Wohnung ist nur WLAN und Switch nebst Client-Computern.

      • ich wohne leider in einer 2 Zimmer Wohnung und habe nicht das Glück eines Technikraumes. Von daher freue ich mich auf ein bissl Ruhe. :)

  • Und um alle noch mehr zu verwirren, kann man noch besser ZFS einsetzen. Da hat man dann auch gleich RAID(5), dedublizierung, Verschlüsselung und nicht zu vergessen Data-Integrity Schutz dabei. Siehe FreeNAS oder openmediavault.

  • Einen Punkt möchte ich als Tipp mitgeben: Es lohnt sich immer zu schauen ob auf der Festplatte noch Herstellergarantie vorhanden ist. Gerade bei den Nas Platten ist diese länger als bei vielen Consumer Festplatten. Vielleicht muss man dann bei einer defekten Platte gar kein Geld ausgeben.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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